CH174089A - Verfahren zur Herstellung von Humusdünger. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Humusdünger.

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CH174089A
CH174089A CH174089DA CH174089A CH 174089 A CH174089 A CH 174089A CH 174089D A CH174089D A CH 174089DA CH 174089 A CH174089 A CH 174089A
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CH
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peat
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fertilizers
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humus fertilizer
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Inventor
Franz Haniel Cie Gese Mannheim
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Franz Haniel & Cie Ges Mit Bes
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G1/00Mixtures of fertilisers belonging individually to different subclasses of C05
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • C05F11/02Other organic fertilisers from peat, brown coal, and similar vegetable deposits

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Rumusdünger.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung eines     Humusdüngers,    der  vorzugsweise für Wein-, Obst- und Garten  bau bestimmt ist. Der Dünger hat die Auf  gabe, eine Steigerung der     Erträgnisse    nach  Menge und Qualität herbeizuführen; gleich  zeitig dient er der Bodenverbesserung und  kann auch der Schädlingsbekämpfung dienst  bar gemacht werden.  



  Ein gemäss der Erfindung gewonnener       Humusdünger    besteht zum Beispiel aus mit  Düngestoffen beladener Torfsubstanz in fei  ner Verteilung. Solche Dünger sind an sich  bekannt; die Erfindung bezweckt eine Ver  besserung des Herstellungsverfahrens für sol  che Dünger und zugleich die Gewinnung eines  hochwertigen Produktes. Die durch die Er  findung erzielte Verbesserung des Verfahrens  besteht besonders in der Ermöglichung eines  kontinuierlichen Fabrikationsbetriebes und  der Ersparnis eines langwierigen     Fer        menta-          tionsprozesses    für die Erzielung einer     Ilu-          mifizierung    der Torfsubstanz.

   Diese Vorteile    werden dadurch erzielt, dass in einen Raum,  in welchem fein verteilte Torfsubstanz sich  in einem gasförmigen Medium in der Schwebe  befindet, fein verteilte     Flüssigkeitsteilchen     eingespritzt werden, die mit Düngestoffen  beladen sind.  



  Die     Vereinigung    der beiden Komponen  ten des     Humusdüngers    kann in einem ge  eigneten Mischraum, zum Beispiel einem  Schacht oder einer Mischtrommel, erfolgen.  



  Das Ergebnis dieser Art der Vermischung  besteht in einer sehr innigen     Verbindung    der       Düngestoffteilchen    mit den Torfteilchen.  



  Durch eine     Verspritzung    der mit Nähr  stoffen beladenen Flüssigkeit entsteht die  Möglichkeit, die     Nährstoffmengen    auf ein  geringes Mass herabzudrücken oder auch zu  steigern, ohne dass die Gleichmässigkeit der       physikaliseh-biologischen    Struktur oder der  chemischen Zusammensetzung des Düngers  leidet. Ausserdem     ist    es möglich, nicht nur  in Wasser lösliche     Stoffe,    sondern auch Stoffe  zu einer Vereinigung mit dem Torf zu brin-      gen, welche     in    Wasser nur in eine mehr oder  weniger feine Emulsion oder     Aufschwem-          mung    übergehen.  



  Wenn die mit Düngestoffen beladene Torf  masse aus dem Mischraum durch eine Schleu  der ausgeworfen wird, so lässt sie sich im  Zustande beliebig     gewünschter    -Verdichtung  in Säcke abfüllen, so dass verkaufsfertige  Ware in einem     Arbeitsgang    entsteht.  



  Für das Endprodukt ist es entscheidend,  dass mit einer kleinstmöglichen Flüssigkeits  menge, insbesondere Wassermenge, gearbei  tet werden kann, da sonst eine künstliche  Nachtrocknung     vorgenommen        und/oder    ein  langwieriger     Humifizierungsprozess    durch  geführt werden     muss.     



  Dem Dünger können auch schädlings  widrige Eigenschaften gegeben werden, in  dem man ausser Düngestoffen auch noch       Schädlingsbekämpfungsmittel    gegen die Torf  teilchen verspritzt, zum Beispiel sulfoniertes  Naphtalin, Braunkohlenteer oder sonstige       phenolhaltige    Öle.  



  Durch die Zuführung besonderer Binde  mittel (oder Binde- und     Emulgierungsmittel)     ist es auch möglich, das Endprodukt gegebe  nenfalls nach     geeigneter        Trocknung    in Ta  bletten zu pressen, wodurch das Anwendungs  gebiet erweitert wird.  



  Die bisherigen     Humusdünger    sind für den  Gartenbau, Weinbau usw. weniger geeignet,  da in denselben der Torf auch seine un  günstigen Eigenschaften, wie starke Wasser  abstossung, schwere     Zersetzlichkeit    usw., bei  behält und da die Bindung der Düngestoffe  an die Torfteilchen nicht innig genug ist,  um einer Auswaschung genügend zu wider  stehen.

      <I>Aus f</I>     iihrungsbeispiele;       <I>1.</I>     Beispiel:     Es werden zum Beispiel 2,5 kg Harnstoff  mit 3l/2 kg gelockertem Rohphosphat, 2, kg  Superphosphat, 2 kg schwefelsaurem Kali  in zirka 5 bis 10 Liter Wasser (Torfwasser  besonders geeignet) gelöst     bezw.        emulgiert;     das Kali, Rohphosphat und Superphosphat  kann auch (einst gemahlen zugesetzt werden.         Stickstoffdüngesalz    und Wasser     zusammen          können    auch durch     Ammoniakwasser    ersetzt  werden.

   Die Flüssigkeit     mit    darin ein  gerührtem     Düngesalzgemisch    wird in eine  rotierende Mischtrommel hinein zerstäubt,       worin    sich 75 kg trockener Torf im Schwebe  zustand befindet.  



  Durch die starke     Rotation    der Trommel  und die feine     Zerstäubung    tritt allerfeinste  Verteilung -der     Düngestoffe    auf den Torf  teilchen ein.     Die    Torfstruktur     beginnt    sich  zu     ändern,    so dass das Produkt, welches die  Mischtrommel verlässt, als ein mit Nährstof  fen angereicherter Humus angesprochen wer  den     kann.    Wenn die Masse darauf zu     Ballen     gepresst wird, setzt sich- die Umwandlung  noch weiter fort.  



       Vorteilhafter    erfolgt die     Zerstäubung    in  einen Mischschacht hinein, in welchen gleich  zeitig feiner Torf eingeblasen wird, an den  sich die mit Düngesalz beladenen Flüssig  keitströpfchen anhängen. Die Materialzufuhr  zum Schacht ist so zu überwachen, dass das  gewünschte Mischungsverhältnis erreicht  wird.  



  Für die Herstellung von     Humasdünger     zur     Verwendung    im Treibhaus, zu Topf  pflanzen, Balkonkästen und sonstigen Spe  zialkulturen kann das     Verhältnis    .der ein  zelnen Komponenten geändert werden. So  wurden zum Beispiel mit folgender Mischung  bei Topfpflanzen gute Ergebnisse erzielt:  25 kg Torf, 20 kg gelockertes Roh  phosphat oder     Rhenaniaphosphat,    20     lig     schwefelsaures Kali, 5 kg     Superphosphat,     4 kg Braunkohlenteer, 1 kg     sulfoniertes          Naphtalin.     



  <I>z. Beispiel:</I>  Die im ersten Ausführungsbeispiel an  gegebene Arbeitsweise kann auch in der  Weise abgeändert werden, dass     gleichzeiti7     mit der allmählichen Zuführung der     feinst     pulverisierten Düngemittel in die Misch  trommel     bezw.    den Mischschacht     'Wasser    un  ter Druck in -die Trommel oder in den Misch  schacht verspritzt wird. Die Innigkeit der  Mischung wird dadurch erhöht. Es kann  Wasser zugeführt werden bis zu einem opti-      malen Feuchtigkeitsgehalt der Masse von  45 % (bei Torf mit 20     %    Wasser auf     100    kg  zum Beispiel 25 Liter Wasser).  



  Das nach den Angaben des Beispiels 1  gewonnene Produkt ist hinreichend trocken  und streufähig, so dass es ein     -sofort    verwend  bares Handelsdüngemittel darstellt.  



  Typisch für die Wirkung des neuen       Humusdüngers    ist, dass derselbe, wie zahl  reiche Düngeversuche ergeben haben, be  sonders gesunde und gedrungene Pflanzen  erzeugt. Während bei Nährsalzlösungen der  hochkonzentrierten Voll- und Mischdünger  oder bei Verwendung grosser Mengen nur  eines Nährstoffes, zum Beispiel des Stick  stoffes     in    Form von Ammoniak, Harnstoff       etc.,    häufig ein Pflanzentyp zu beobachten  ist, der einen ungesunden und krankhaften  Habitus zeigt, tritt dies bei dem neuen       Humusdünger    nicht ein. Es bildet einen be  sonderen Vorzug des neuen Düngers, dass er  als einziger Dünger und überdies ohne Ge  fahr auch dauernd auf den gleichen Boden  benutzt werden kann.  



  Eine beispielsweise Einrichtung zur prak  tischen Durchführung der Erfindung ist auf  der beigefügten Zeichnung wesentlich sche  matisch veranschaulicht.  



  Mit a ist ein Transportband bezeichnet,  welches zur Zuführung von in fein verteil  tem Zustande befindlicher Torfmasse dient.  Die vom Transportband abfallende Torfmasse  fällt auf einen Rechen b in einen Schacht     e.     Die den Rechen bildenden Zähne sind an der  Schachtwandung befestigt und nach abwärts       geneigt,    so     dass    die Torfmasse sowohl durch  die     Zähne    hindurch zu fallen, als auch an  den Zähnen entlang zu gleiten vermag. Im  Schacht ist eine Mehrzahl von Rechen     b     in versetzter Anordnung vorgesehen.

   Unter  halb jedes Rechens befinden sich     Spritz-          oder        Zerstäubnngsdüsen    d, deren Mündungen  gegen die Rechen gerichtet sind und wel  che aus einem Behälter e unter Druck durch  die Rohrleitungen f mit     Düngestoffbrei            bezw.    Lösung     gespeist    werden. g bezeichnet  eine mit einem Schleuderwerk verbundene       Mischschnecke,    auf welche das im Schacht  herabfallende, mit Nährsalzen angereicherte  Torfmaterial auffällt und weiter homogeni  siert wird.

   An das untere Ende des Schach  tes setzt sich ein Trichter k an, in dessen       Auslassrohr    eine Schnecke h eingebaut ist,  welche den fertigen     Humusdünger    in einen  Sack i hineindrückt. Zur Erleichterung des  Transportes könnte auch eine Einrichtung  zur     Brikettierung    des     Rumusdüngers    vor  gesehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Humus düngers aus Torf und Düngestoffen, da durch gekennzeichnet, dass in einen Raum in welchem fein verteilte Torfmasse sich in einem gasförmigen Medium in der Schwebe befindet, fein verteilte Flüssigkeitsteilchen eingespritzt werden, die mit Düngestoffen beladen sind. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Düngestoffen noch Binde- und Emulgierungsmittel in feinster Verteilung eingespritzt werden. .
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass noch als Schädlings bekämpfungsmittel phenolhaltige Öle ein gespritzt werden. ä. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Mischraum verlassende Humusdünger unter Druck in Säcke eingefüllt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Humusdünger einem Brikettierungsprozess unterworfen wird.
CH174089D 1933-08-31 1933-08-31 Verfahren zur Herstellung von Humusdünger. CH174089A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750333C (de) * 1937-11-12 1945-01-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung eines Humusduengemittels
DE764427C (de) * 1936-12-10 1952-06-16 Hans Karl Ehrenberg Verfahren zur Herstellung von Humusduengemitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764427C (de) * 1936-12-10 1952-06-16 Hans Karl Ehrenberg Verfahren zur Herstellung von Humusduengemitteln
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