CH174184A - Einrichtung zur Fernregelung elektrischer Generatoren. - Google Patents

Einrichtung zur Fernregelung elektrischer Generatoren.

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CH174184A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Einrichtung zur Fernregelung elektrischer Generatoren.    Es liegt vielfach die Aufgabe vor, die  Maschinen eines Unterwerkes, z. B. in ihrer  Wirk- oder     Blindleistungsabgabe    von einer  entfernten Zentralstelle (z. B. Lastverteiler  stelle) zu regulieren. Bisher ist man in der  Weise vorgegangen,     dass    man die zu regelnde  Grösse, beispielsweise die Leistungsabgabe  der zu regelnden Maschinen durch Fern  messung nach der     Lastverteilerstelle    dauernd  übertragen hat, dort einen Regler aufstellt,  der den     Istwert    der zu regelnden Grösse mit  dem Sollwert vergleicht und Steuerkomman  dos zur Änderung der zu regelnden Grösse  nach der Unterstation sendet.

   Es ist für ähn  liche Anlagen auch bekannt, durch Fern  tnessung einen     Messwert    nach der Unter  station dauernd zu übertragen, der dort als  Sollwert den Regler beeinflusst. Dabei kann  der Sollwert auch zeitlich veränderlich sein.  In allen erwähnten Fällen ist eine Übertra  gungsleitung dauernd für die Fernregelung  erforderlich.    Bei der Einrichtung gemäss der Erfin  dung wird der Sollwert der zu regelnden  Grösse nicht dauernd, sondern mit Hilfe     einer          Fernsteueranlage    von Zeit zu Zeit, z. B. in  Abständen von 5 bis 10 Minuten, oder nur  dann, wenn Änderungen des Sollwertes not  wendig sind, übertragen.

   In der Zwischen  zeit kann die     Fernsteueranlage    zu andern  Zwecken verwendet     -werden.        Damit    während  der Einstellung eines neuen Sollwertes keine  unerwünschten Regelvorgänge ausgelöst wer  den, empfiehlt es sich, das den Sollwert be  stimmende Glied zunächst zu arretieren und  erst nach der Übertragung des     neuen    Soll  wertes für das Einstellen auf den neuen  Wert freizugeben.  



  Die     Fernsteueranlage    kann in der Zwi  schenzeit zum Beispiel zur Fernsteuerung  von Schaltern und dergleichen benutzt wer  den. In der     Praxis    wird man in vielen Fäl  len bereits vorhandene     Fernsteueranlagen     durch billige     Zuastzapparate    so weit ergänzen      können, dass sie für die Zwecke der Erfin  dung brauchbar sind.

   Zur Übertragung des  Sollwertes können     beliebige        Fernsteueranla-          gen    verwendet werden, beispielsweise solche,  bei welchen zunächst mit     Hilfe    von     Schritt-          schaltwerken    ein bestimmtes Gerät am Emp  fangsort ausgewählt     wird,    welchem dann  erst das eigentliche     Fernsteuerkommando     gegeben     wird.    Bei der     Fernübertragung    des  Sollwertes     kann    dieses     Fernsteuerkommando     aus einer Vielzahl von Impulsen (Impuls  kombination) bestehen,

   die beispielsweise       mit    Hilfe eines Wählers gegeben werden,  der nach Art von Wählern für die automa  tische     Telefonie    gebaut -sein kann und der  entsprechend der gewünschten Übertragungs  genauigkeit     mit    einer grösseren oder ge  ringen Zahl von Kontakten ausgerüstet wird.  Durch .die Aussendung von Impulsen mit  Hilfe eines derartigen Wählers kann man  am Empfangsort ein Einstellorgan auf eine  bestimmte Stellung bringen, auf die sich  nach Beendigung der Übertragung das den  Sollwert bestimmende Organ des Reglers  einstellt.  



  Die Erfindung lässt sich mit Reglern be  liebiger Art ausführen. Man kann Regler  verwenden, bei welchen der     Istwert        mit    dem       Sollwert    auf rein elektrischem Wege ver  glichen wird. In. diesem Falle     wird    durch  die     Fernsteueranlage    der Sollwert beispiels  weise durch Verschieben eines Widerstan  des oder einer Drosselspule verändert.

   Bei  Reglern, bei welchen auf     mechanischem     Wege, beispielsweise mit     Hilfe    eines Wage  balkens oder eines     Messinstrumentes    (dessen  Federkraft den Sollwert darstellt), der Ver  gleich zwischen Ist- und Sollwert durch  geführt wird, kann man die den Sollwert  bestimmende Kraft (z. B. Federkraft) durch  die     Fernsteueranlage    verändern.  



  Das erste der in der Zeichnung dargestell  ten. Ausführungsbeispiele zeigt eine Einrich  tung dieser Art. In der     Abb.    1 ist 1 ein  zum Beispiel in einem Unterwerk aufgestell  ter Generator, 2 die Antriebsmaschine, 3 ein  Regelorgan, welches auf die Zufuhr des       Triebmittels    einwirkt. Der Generator 1    speist die Leitung 4. 5 ist ein Regler, bei  dem der     Istwert    mit dem Sollwert durch  eine Anordnung mit Wagebalken verglichen  wird.

   Der Sollwert wird von der Feder 6,  der     Istwert    von der Magnetspule 7     geliefert.     Die Spule 7     wird    von einem der Strom- oder       Leistungsabgabe    des Generators 1 propor  tionalen     Strom        gespeist,    der     beispielsweise     einem Stromwandler entnommen werden  kann.

   Man kann zu diesem Zwecke beliebige       Messmethoden    benutzen,     beispielsweise        kann     man -an Stelle der Spule 7 einen     Ferraris-          trieb    auf den Wagebalken einwirken lassen,  auf dessen Anker ein oder mehrere als Lei  stungsmesser geschaltete Triebsysteme ein  wirken. Zur Verstellung der     Kraftmittel-          zufuhr    dient der Motor 8, der durch die Kon  takte des Reglers 5 gesteuert wird. Die Ein  wirkung auf diesen Motor ist schematisch  durch die gestrichelten     Linien    dargestellt.

    Es ist leicht einzusehen, dass der Motor 8  auch auf den Drehzahlregler des Generators  2 einwirken kann, das heisst dass er an Stelle  des     Tourenverstellmotors    tritt. Bei der Blind  leistungsregelung würde der Regler 5 die  Erregung des Generators 1 beeinflussen. Zur       Einstellung    der den Sollwert     bestimmenden     Feder 6 dient eine     Fernsteuereinrichtung.     deren Sender mit 9     und    Empfänger mit 10  bezeichnet ist. Sie möge     mit        Hochfrequenz     über die Leitung 4 arbeiten. 11 und 12 sind  Kopplungskondensatoren.

   Da die Einzelhei  ten der     Fernsteueranlage    für das Verständ  nis der     Einrichtung    nicht     erforderlich    sind,  ist eine schematische Darstellung gewählt.  Mit 13, 14 und 15 sind drei Wählschalter  bezeichnet, von welchen jeweils nur der eine  geschlossen werden kann. Durch Schliessen  dieser Wählschalter wird eine der Leitungen  16, 17 oder 18 an der Empfangsstation aus  gewählt, und es kann dann über diese Lei  tung ein Steuerkommando gegeben werden.  Es sei angenommen, dass die Leitungen 16  und 17 zu Schaltern führen, welche von der  an der Zentralstelle     (Lastverteilerstelle)    an  geordneten     Fernsteuereinrichtung    aus- oder  eingeschaltet werden können.

   Der     Wähl-          schalter    15 dient zur Auswahl der Leitung      <B>18,</B> welche mit der     Verstelleinrichtung    19  für die Feder 6 verbunden ist. Impulse, die  über den Wählschalter 15 geleitet werden,  werden also der     Verstelleinrichtung    19 zu  geführt. Zur Einstellung des Sollwertes  dient die     Impulsgebevorrichtung    20, welche  nach Art eines Wählers für automatische  Telefonie ausgebildet ist. Der Wählschalter  15 wird geschlossen, wenn der Sollwert für  den Regler 5 geändert werden soll.

   Nach  dem Schliessen des Schalters 15 wird durch  Einstellen einer bestimmten Nummer an der  Wählvorrichtung 20 der Sollwert festgelegt  und durch Abgabe einer entsprechenden     Im-          pulszahl    der untere Festpunkt der Feder 6  eingestellt. Nach Beendigung der Übertra  gung      -ird    beispielsweise durch einen Ruhe  kontakt an der     Wählvorrichtung    die Steuer  einrichtung in die Ruhelage zurückgeführt,  so dass die     Fernsteueranlage    wieder für an  dere Zwecke verfügbar ist.  



  Man kann mit Hilfe der beschriebenen  Anordnung auch eine planmässige Änderung  des Sollwertes nach einem vorgeschriebenen  Fahrplan durchführen. In diesem Falle  würde man so vorgehen, dass man durch ein  Zeitwerk periodisch. den Wählschalter 15  schliesst und im Anschluss hieran ebenfalls  selbsttätig eine dem jeweils gewünschten  Sollwert entsprechende Anzahl von Impulsen  aussendet. Es wird im allgemeinen genügen,  diese Neueinstellung im Zeitabstand von 5  bis 15 Minuten durchzuführen.     Man    kann  die     Fahrplaneinrichtung    aber auch so bauen,  dass die Neueinstellung nur dann geschieht,  wenn eine Änderung des Sollwertes eintreten  soll.  



  Die Betriebssicherheit der im vorstehen  den beschriebenen Einrichtung kann dadurch  erhöht werden, dass man Mittel vorsieht,  durch welche an der Kommandostelle er  kennbar gemacht wird, ob der     Istwert    am  Regelort oder der eingestellte Sollwert mit dem  nach     demRegelort    übermittelten Sollwert über  einstimmt. Der Überwachungsbeamte an der  Kommandostelle hat also jederzeit die Mög  lichkeit, sich davon zu überzeugen, ob die  Regelvorrichtung am Regelort einwandfrei    arbeitet. Insbesondere ist er aber in der  Lage, nachzuprüfen, ob ein Kommando zur  Veränderung des Sollwertes ordnungsgemäss  ausgeführt worden ist.  



  Da im normalen Betrieb die Häufigkeit  der Regelimpulse, die durch den am Regel  ort aufgestellten Regler ausgelöst werden,  ein bestimmtes Mass nicht überschreitet, so  kann man die Häufigkeit dieser Regel  impulse als Kriterium dafür verwenden, ob  der     Istwert        mit    dem Sollwert     übereinstimmt.     Man kann beispielsweise so vorgehen, dass  man nach der     Übermittlung    eines neuen  Sollwertes mit Hilfe der Einrichtung gemäss       Abb.    1 die     Rückmeldeeinrichtung    in Gang  setzt und mit Hilfe dieser     Rückmeldeein-          richtung    die Häufigkeit der am Empfangs  ort zustande kommenden Regelimpulse an  zeigt.

   Zunächst werden dabei Regelimpulse  in grösserer Häufigkeit erfolgen,     weil    sich  der     Istwert    der zu regelnden Grösse erst dem  Sollwert anpassen muss. Nach kurzer Zeit  wird sich aber     eine    Art Gleichgewichts-   zustand einstellen, innerhalb dessen nur sel  ten Regelimpulse ausgelöst-werden. Dies ist  für den Überwachungsbeamten     ein    Zeichen  dafür, dass ein Befehl zur Veränderung des       Istwertes        bezw.    des Sollwertes ausgeführt  worden ist. Oft genügt es, an der Kom  mandostelle     erkennbar    zu machen, ob der  Sollwert der zu regelnden Grösse vom Ist  wert um einen     bestimmten    Betrag abweicht.

    In diesen Fällen kann. man ein Zeitrelais  verwenden, welches die Häufigkeit der Re  gelimpulse oder die Dauer eines Regelimpul  ses überwacht und beim     Überschreiten        einer     bestimmten Häufigkeit der Regelimpulse  oder Dauer des Regelimpulses an der Kom  mandostelle ein Signal gibt. Die Einrich  tung kann dabei so getroffen sein, dass beim  Ansprechen des     Zeitrelais        die    Fernsteuer  anlage zunächst für die Zwecke der Rück  meldung bereitgemacht und     dann    die Rück  meldung durchgeführt wird.  



  Anstatt die Häufigkeit der     Regelimpulse     zur     Rückmeldung    zu benutzen,     kann    man  auch den     eingestellten    Sollwert nach dem  Kommandoort     übertragen.    Das ist im zwei-           ten    Ausführungsbeispiel der Erfindung ge  zeigt, bei dem der Sollwert mit     Hilfe    des       sogenanuten        Sel-Syn-Verfahrens    nach dem  Regelort übertragen wird. In der     Abb.    2 ist  die eigentliche Regelapparatur der     übersicht-          lichkeit    halber nicht dargestellt.

   Auf die  Regelapparatur     wirkt    die Welle 21 ein, mit  deren Hilfe beispielsweise eine den Sollwert  bestimmende Feder nach     Abb.    1 mehr oder  weniger gespannt werden kann. Diese Welle  kann mit Hilfe einer     Fernsteuerapparatur     nach dem     Sel-Syn-Verfahren    verdreht wer  den. Die     Fernsteuereinrichtung    enthält zwei  gleichartige, nach Art von     Drehstrommoto-          ren    gebaute     Verstelleinrichtungen    22 und 23,  die an ein gemeinsames Drehstromnetz an  geschlossen sind. Die einphasig ausgebil  deten Läufer 24 und 25 sind durch besondere  Leitungen miteinander verbunden.

   Man kann  in bekannter Weise auch dreiphasig ge  wickelte Läufer und einphasig gewickelte  Ständer verwenden. In diesem Falle werden  die Läufer durch drei Leitungen miteinan  der verbunden. Der Läufer 25 kann mit  Hilfe der elektromagnetischen     Kupplungen     26, 27, 28     wahlweise    mit verschiedenen Ge  räten gekuppelt werden. Die Welle des Läu  fers 24 kann mit Hilfe der Kupplungen 29  und 210 wahlweise mit der     Verstelleinrich-          tung    211 oder dem zu Zwecken der     Riiek-          meldung    dienenden Zeiger 212 gekuppelt  werden.

   Um von der Kommandostelle 213  aus bestimmte Kupplungen am Regelort 2l.4  zu erregen, werden die Verbindungsleitungen  zwischen den Läufern 24 und 25 verwendet.  Zur Auswahl dienen die Wähleinrichtungen  215 und 216. Sie enthalten je einen doppel  poligen Schalter. Der Schalter der Einrich  tung<B>215</B> ist von Hand einstellbar und stellt  wahlweise eine Verbindung zwischen der       Übertragungsleitung    der Läufer 24 und     2.5     mit einer Phase des Netzes her. Mit     dein     Kontaktarm 217 des Wählschalters 216 ist  die Wicklung eines     Fortschaltwerkes    218 in  Reihe geschaltet. Bei der Erregung ,dieser  Wicklung wird der Arm 217 um je einen  Kontakt weitergeschaltet.

   Der Arm bewegt  sich     daher    so lange, bis die Stellung des    Armes 219     mit    der Stellung des Armes 217  übereinstimmt, denn nur dann ist die     Lei-          tun-    220 mit beiden Enden an die     gleiche,     Phase angeschlossen, so dass kein Strom über  das     Fortschaltwerk    218     fliessen    kann. Die  Kontakte der Schalteinrichtung 215 und 216  wiederholen sich zyklisch, so dass eine Rück  stellung der Schaltarme nicht erforderlich  ist. Die beiden andern     Kontaldarme    221  und 222 sind mit Wicklungen der magneti  schen Kupplungen 26, 27, 28, 29 und 210 in  Reihe geschaltet.

   Die Kontakte 223 und  224 sind mit der     Wicklung    der Kupplung  29, der Kontakt 225 mit der Wicklung der  Kupplung 210 in Reihe geschaltet. Der Kon  takt 226 liegt mit der Wicklung der Kupp  lung 26, der Kontakt 227 mit der Wicklung  der Kupplung 27 und der Kontakt 228 mit  der Wicklung der Kupplung 28 in Reihe.  Die übrige Schaltung ist aus der     Abb.    2  leicht zu erkennen. Die     Wähleinrichtung     arbeitet nun in der Weise, dass die Schalt  einrichtung 216 selbsttätig die Kontaktarme  217 und 222 in die gleiche Lage bringt, in  die an der Sendestelle die Kontaktarme 219  und 221 von Hand gebracht worden sind.  Es werden daher stets die einander entspre  chenden Kupplungen erregt.

   Wenn bei  spielsweise der Sollwert verstellt werden  soll, so wird der Schaltarm 219 in die dar  gestellte Lage gebracht. Dann stellt sich  selbsttätig am Empfangsort auch der Schalt  arm 217 in die dargestellte Lage. In dieser  Stellung werden die Kupplungen 29 und 26  erregt. Durch Drehen an der Kurbel 229  wird in bekannter Weise auch die Welle 21  am Regelort verstellt, die über die magne  tische Kupplung 26 mit dem Läufer 25 ge  kuppelt ist. Da jeder Umdrehung der Kur  bel 229 eine bestimmte Verdrehung der  Welle 21 und damit eine bestimmte Ver  änderung des Sollwertes entspricht, so hat  es der Überwachungsbeamte in der Hand,  gewünschte Veränderungen des Sollwertes  herbeizuführen. Um nun am Sendeort 213  die Grösse des eingestellten Sollwertes er  kennbar zu machen, ist mit der Welle 21.

    der lose auf der Welle des Läufers 25 sit-           zende    Teil der Kupplung 27     verbinden.     Diese Kupplung ist     unsymmetrisch    ausgebil  det, so dass bei ihrer Erregung der Anker  230 gegenüber der Kupplung stets eine ganz  bestimmte Lage einnimmt. Der bewegliche  Teil 231 der Kupplung kann beispielsweise  mit einem zahnförmig ausgebildeten Pol ver  sehen sein, demgegenüber der Teil 230 bei  der Erregung der Kupplung eine bestimmte  Lage einnimmt. Bei der     Verstellung    des  Sollwertes durch Drehen an der Kurbel 229  wird also der Teil 231 der Kupplung 27 in  eine ganz bestimmte, die Grösse des Soll  wertes kennzeichnende Lage gebracht.

   Wird  nun der Wählschalter 219 so gespannt, dass  der Arm 221 den Kontakt 225 berührt, so  werden die Kupplungen 210 und 27 erregt.  Der Läufer 24 wird deshalb mit dem Zeiger  212 gekuppelt. Die Kupplung 210 muss in  der gleichen Weise ausgebildet sein     wie    die  Kupplung 27, das heisst jeder Stellung des  Teils 232 der Kupplung muss eine bestimmte  Stellung des Zeigers 212 entsprechen. Am  Regelort verdreht sich der Läufer 25 unter  dem Einfluss der zwischen den Teilen 230  und 231 der Kupplung 27 herrschenden  magnetischen Kräfte so lange, bis er eine  dem Teil 231 entsprechende Lage eingenom  men hat. Da auch der Läufer 24 in bekann  ter Weise die gleiche Stellung wie der Läu  fer 25 einnimmt, so verstellt er den Zeiger  212 in die eine Stellung, die den ein  gestellten Sollwert kennzeichnet.

   Der Über  wachungsbeamte hat also auf Grund der  Rückmeldung die Möglichkeit, den ein  gestellten Sollwert zu korrigieren.  



  Die beschriebene Anordnung kann auch  zur Übertragung weiterer Meldungen be  nutzt werden. Wenn beispielsweise der  Schaltarm des Wählschalters 215 in die mitt  lere Stellung gebracht wird, so werden die  Kupplungen 29 und 28 erregt. Mit Hilfe  des von der Kupplung 28 angetriebenen Teils  können andere Signale oder Steuervorgänge  ausgelöst werden. Solange die beschriebene  Apparatur nicht zur Einstellung eines Soll  wertes für den Regler oder zur Rückmeldung  des eingestellten Sollwertes benutzt     wird,    ist    sie also für beliebige andere     Übertragungen     frei.  



  Obwohl über die die Läufer 24 und 25       verbindende        Leitung    nur geringe, zur Ein  stellung der Schalter 215 und<B>216</B> dienende  Ströme fliessen, kann es sich empfehlen, die  Drehpunkte der Schaltarme 217 und 219 mit  den elektrischen Mitteln der Läufer 24 und  25 zu verbinden, wie dies durch gestrichelte       Linien    angedeutet ist.  



  Bei den bisher betrachteten Anlagen  wird am Regelort mit     Hilfe    einer auch zu  andern Zwecken dienenden     Fernsteueranlage     der Sollwert für den auf die Antriebs  maschine der Stromerzeuger wirkenden Reg  ler verstellt. Dieser Regler sorgt dann  selbsttätig dafür, dass der     Istwert    von dem  eingestellten Sollwert nicht mehr als um  einen der Unempfindlichkeiten des Reglers  entsprechenden Betrag abweicht.

   In man  chen Fällen kommt es     nicht    darauf an, dass  die abgegebene Leistung sehr genau     mit    dem  Sollwert     übereinstimmt.    Ein solcher Fall  liegt beispielsweise vor, wenn ein Wasser  kraftwerk zur Deckung der Grundlast in  einem     Verteilungsnetz    herangezogen werden  soll. Die Verhältnisse werden vielfach dann  so liegen, dass man zu gewissen Zeiten das  Wasserkraftwerk voll belasten     will,    indem  man beispielsweise die Wasserzufuhr voll  kommen öffnet. Zu andern Tageszeiten da  gegen genügt es, die Wasserzufuhr auf halbe       Öffnung    einzustellen.

   Es     kommt    in diesen  Fällen dann nicht darauf an, dass ein be  stimmter Leistungswert genau innegehalten  wird. Auch kann man auf genau arbeitende  Drehzahlregler verzichten und lediglich  einen Sicherheitsregler anwenden. Trotzdem  es bei dem     erwähnten    Beispiel auf die ge  naue     Innehaltung    einer     bestimmten    -Lei  stungsabgabe nicht ankommt, ist es für den  Betriebsleiter     wichtig,    zu     wissen,    ob die Lei  stungsabgabe des Unterwerkes etwa durch  irgendwelche Umstände, beispielsweise starke       Absenkungen    des Wasserspiegels, unter  einen gewissen Wert sinkt.

   Zu diesem  Zwecke kann man eine Vergleichsanordnung  verwenden, die im     Gegensatz    zu den im vor-      stehenden beschriebenen, zur Regelung be  nutzten Anordnungen einen grossen     Unemp-          findlicbkeitsgrad    aufweist. Man kann bei  spielsweise die Leistungsabgabe des Unter  werkes mit     Hilfe    eines Wattmeters kontrol  lieren, dessen Zeiger zwischen zwei an     einer     Gabel befestigten     Kontakten    spielt und bei  dem der     Kontaktabstand    der zulässigen Ab  weichung des     Istwertes    vom Sollwert an  gepasst ist.

   Die Stellung dieser Kontaktgabel  entspricht also dem Sollwert der bisher be  trachteten Regler, nur mit dem Unterschied,  dass die Unempfindlichkeit wesentlich grösser  ist. Mit Hilfe der Einrichtung gemäss     Abb.    1  kann man     nun    die Stellung der Gabel von  Zeit zu Zeit oder im Bedarfsfall auf     einen          gewünschten    Wert einstellen.

   Die Rück  meldung geschieht dann beispielsweise in  der Weise, dass mau über die Fernsteuer  anlage an der     Kommandostelle    ein Signal  gibt, sobald der Zeiger des die     Leistung    des  Unterwerkes anzeigenden Wattmeters mit  einem der Kontakte der erwähnten Kontakt  gabel     in    Berührung     kommt.    Man kann diese  Kontaktgabel gleichzeitig dazu benutzen,  um die Energiezufuhr zu den Antriebs  maschinen des Unterwerkes zu steuern, so  dass die     erwähnte    Anordnung in der glei  chen Weise arbeitet wie die     Regeleinrich-          tung    gemäss     Abb.    1, nur mit dem Unter  schied der grösseren Unempfindlichkeit.

   Man       kann    aber auch auf eine     selbsttätige    Rege  lung verzichten und sich nur damit begnü  gen, an der     Kommandostelle    zu melden, ob  der     Istwert    die durch die Kontakte der  Kontaktgabel festgelegten Leistungsgrenzen  überschreitet, von der aus dann durch den  Betriebsleiter die notwendigen Schritte ein  geleitet werden.

   Bei einer so betriebenen  Anlage genügt es, durch die     Fernsteuerein-          richtung    zu bestimmten Tageszeiten die  Öffnung der die Energiezufuhr beeinflus  senden Organe auf einen     bestimmten    Wert       einzustellen    und die zur     Überwachung    der  Leistungsabgabe dienende Vorrichtung, bei  spielsweise die Gabel des im vorstehenden       erwähnten        Kontaktwattmeters,    auf einen der  Öffnung der Ventile     entsprechenden    Betrag    einzustellen.

   Wenn bei einer solchen     Anlage     der Zentralstelle zum Beispiel gemeldet     wird,     dass die Belastung unter einen gewissen Wert  gesunken ist, so wird dies im allgemeinen       ein    Zeichen dafür sein, dass der Wasserspie  gel unter einen gewissen Wert gefallen ist.  Der Betriebsleiter wird dann meist nicht  etwa durch weitere Öffnung der     Ventile    in  der     Unterstation    die Lastabgabe erhöhen,  sondern in vielen Fällen die Leistungsabgabe  verringern, damit sich der Wasserspiegel  auf den Normalwert hebt. Der hierdurch  entstehende Leistungsausfall muss dann von  andern Kraftwerken gedeckt werden.

   Hier  aus ergibt sich, dass diese     Anordnung    in vie  len Fällen besondere Vorteile bringt, weil  die Ausführung bestimmter Regelvorgänge  von der Überlegung und dem Willen des  Betriebsleiters abhängig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernregelung elektri scher Generatoren, bei welcher der Istwert der zu regelnden Grösse mit einem Sollwert verglichen wird und bei Abweichungen zwi schen Ist- und Sollwert die zu regelnde Grösse im Sinne einer Verkleinerung der Differenz zwischen Ist- und Sollwert beein flusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert der zu regelnden Grösse von Zeit zu Zeit von einer entfernten Kommandostelle aus mit Hilfe einer auch zu andern Zwecken bestimmten Fernsteueranlage übertragen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Neuein stellung des Sollwertes mit Hilfe von Stromimpulsen oder Impulskombinationen geschieht. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch und ITnteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass bei einer Veränderung des Sollwertes das den Sollwert bestimmende Glied des Reglers zunächst in seiner Lage festgehalten und erst nach Beendigung der Übermittlung des neuen Sollwertes für das Einstellen freigegeben wird.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Übertra gungsmittel vorgesehen sind, durch die an der Kommandostelle erkennbar gemacht wird, ob der Istwert am Regelort oder der eingestellte Sollwert mit dem nach dem Regelort übermittelten Sollwert überein stimmt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass als Kriterium für die Überein stimmung des Istwertes mit dem Sollwert die Häufigkeit der Auslösung von Regel vorgängen dient. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Vergleichsanordnung am Re gelort für den Ist- und Sollwert nicht un mittelbar auf die zu regelnden Maschinen einwirkt, sondern das Bestehen einer Nichtübereinstimmung des Istwertes mit dem Sollwert unter Berücksichtigung be stimmter zulässiger Abweichungen nach der Kommandostelle rückmeldet.
CH174184D 1933-02-24 1934-02-12 Einrichtung zur Fernregelung elektrischer Generatoren. CH174184A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757637C (de) * 1937-07-16 1954-08-09 August Dr-Ing Monath Anordnung zur wahlweisen Fernbetaetigung einer Mehrzahl von verstellbaren Organen, insbesondere Schaltern

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757637C (de) * 1937-07-16 1954-08-09 August Dr-Ing Monath Anordnung zur wahlweisen Fernbetaetigung einer Mehrzahl von verstellbaren Organen, insbesondere Schaltern

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