CH174187A - Auslöseeinrichtung für elektrische Schaltgeräte. - Google Patents

Auslöseeinrichtung für elektrische Schaltgeräte.

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CH174187A
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bimetallic
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Akti Bruchsaler-Industriewerke
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Schiele & Bruchsaler Ind
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Description


      Auslöseeinrichtung    für elektrische Schaltgeräte.         Eine    der schwierigsten Aufgaben des       Schaltgerätebaues,    etwa des Baues von Mo  torschutzschaltern, ist die Gestaltung der  thermischen     Auslöseeinrichtung.    In der Re  gel bildet jeder thermische Auslöser eine ge  sonderte bauliche Einheit, die für sich ge  trennt in den Schalter eingesetzt ist. Das  erfordert besondere Sachkunde, die häufig  die Person, welche das Auswechseln von  Auslösern vornimmt, nicht besitzt.

   Wesent  lich einfacher gestaltet sich das Einsetzen       bezw.    Auswechseln von     Auslösern,    wenn  man sämtliche Auslöser eines Schalters zu  einer mit dem Schalter leicht lösbar verbun  denen baulichen Einheit vereinigt, etwa auf  einer gemeinsamen Platte montiert.

   Man hat  bereits vorgeschlagen, sämtliche thermische  Auslöser in einem gemeinsamen Gehäuse von  den übrigen Schalterteilen getrennt zu kap  seln, um sie unter Erzielung leichter Mon  tage möglichst dem Zugriff sachunkundiger  Personen zu entziehen, etwa durch Plombie-         rung    des     Auslösergehäuses.    Indessen nehmen  alle     Aus.löseeinrichtungen,    bei denen die Aus  löser sämtlicher     Phaen        getrennt    von den übri  gen     Schaltgeräteteilen    zu einer baulichen  Einheit vereinigt sind, sehr viel Raum     in     Anspruch.  



  Bei der     Auslöseeinrichtung    gemäss der  Erfindung sind die thermischen Auslöser in  einem Gehäuse gekapselt. Dieses kann leicht  lösbar ausgebildet sein, so dass es mit ver  schiedenen Schaltgeräten verbunden werden  kann. Ferner kann die     Einrichtung        einen     verhältnismässig grossen     Verstellbereich    auf  weisen, so dass man nur wenige Typen der       Auslöseeinrichtung    anfertigen muss, um  einen geforderten     Auslösestromstärkenga-          samtbereich    zu decken.  



  Gemäss der Erfindung ist das aus Isolier  stoff bestehende     Auslösergehäuse    in mehrere  Kammern unterteilt, deren Zahl um eins  grösser ist als die Zahl der Auslöser, von  denen jeder in einer     Kammer    untergebracht      ist, während sich in der nicht durch einen  Auslöser     besetzten    Kammer eine Einrichtung  zur Kompensation des Einflusses der Raum  temperatur auf die Auslöser und zur Ein  stellung des     Auslöseweges    befindet, auf die  eine     Auslösetraverse    einwirkt, welche durch  Öffnungen in den Zwischenwänden hindurch  geht, die die Auslöser gegenseitig und gegen  über der     Kompensations-    und Einstellein  richtung thermisch und elektrisch isolieren.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung wiedergegeben.       Fig.    1 ist     ein    Längsschnitt;       Fig.    2 gibt die Bauteile, die im rechten  Teil der     Fig.    1 dargestellt sind, in grösserem       Massstab    wieder;       Fig.    8 ist ein der     Fig.    2 zugeordneter       Seitenriss,    in dem einige Bauteile geschnit  ten dargestellt sind;

         Fig.    4 ist ein     Querschnitt    nach der Linie       1-I    der     Fig.    1, und       Fig.    5 gibt eine Einzelheit in etwas ge  änderter     Ausführung    geschnitten,     wieder.     Das     Auslösergehäuse    A     ist    durch Zwi  schenwände B     in    die drei Kammern C und  die     vierte    Kammer D unterteilt.

   Die     Kam-          mern.    C dienen zur     Unterbringung    von drei  thermischen Auslösern, von denen jeder zur       Überwachung    einer Phase eines Drehstrom  netzes bestimmt ist. Die Kammer D enthält       eine        Kompensations-    und     Einstelleinrich-          tung.     



  Der     Auslösehub    eines     Bimetallauslösers     ist desto grösser je länger er ist. Um mög  lichst lange     Bimetallstreifen        in.    den Kam  mern C unterbringen zu können, sind die Bi  metallstreifen kreisförmig gebogen. Bei Bi  metallstreifen ist sowohl eine     unmittelbare          Strombeheizung    durch     einen    elektrischen  Strom     bekannt,    .der die     .Streifen    durchfliesst,  als auch eine mittelbare durch     Heizwick-          lungen,    die um :den     Bimetallstreif    en ge  schlungen sind.

   An sich ist die mittelbare       Beheizung    vorteilhafter, weil man durch  entsprechende Bemessung der     Heizwicklung     jene     Beheizung    erzielen kann, die gerade er  wünscht ist, ohne dabei vom Widerstand des       Bimetallmaterials    abhängig zu     sein.        Indessen       behindern um den     Bimetallstreifen    geschlun  gene Heizwicklungen dessen     Ausbiegung,     worin ein wesentlicher Nachteil der mittel  baren Heizung :durch solche Wicklungen  liegt.

   Dieser Nachteil ist beim Beispiel da  durch vermieden, dass in der Mitte der Bi  metallstreifen E eine zu ihnen konzentrische,  beispielsweise schraubenförmige Heizwick  lung F vorgesehen ist. Durch     Einsetzen        ver-          sthiedener    Heizwicklungen, nämlich solche  verschiedener     Windungszahl    und aus ver  schiedenem Material, kann man :die     Bimetall-          streifen    E auf die mannigfachste Art behei  zen. Eine weitere Möglichkeit besteht :darin,       dass    man die Wicklungen F und die Bimetall  streifen     E    in Reihe schaltet.

   An sich wäre       dies    bedenklich, weil man befürchten müsste,       :dass    die Verbindung zwischen :den Bimetall  streifen und den     Heizwicklungendie    freie Be  weglichkeit der ersteren beeinträchtigt. Die  Heizwicklungen F sind aber an einem ihrer  Enden vom     Auslösergehäuse    A getragen und       ihre        freies;    Enden sind mit den     Bimetallstreifen     E, welche sie umgeben, stromleitend verbun  den.

   Durch     dieseAnordnung,    wird erreicht, dass  die freien Enden der     Heizwicklungen        und    so  mit ihre Verbindung mit dem     Bimetallstrei-          fen    leicht beweglich ist. Die Endender     Heiz-          wicklungen    F sind an     :den        Stromanschluss-          schienen    G angebracht, die ihrerseits am Ge  häuse A befestigt sind.

   Der Stromkreis :der  Auslöser verläuft von den Schienen A über  ,die Heizwicklungen F und die     Bimetallstrei-          fen    E zu den     Stromanschlussschienen    H, wel  che die     Bimetallstreifen    tragen. Sämtliche       Bimetallstreifen    E     wirken    auf :die gemein  same     Auslösetraverse    8 ein und verschieben  sie mit zunehmender Erwärmung     nach    rechts.

    Die Traverse 8 geht durch :die Öffnungen P       in.    den Zwischenwänden B     hindurch,    welche  die einzelnen     Kammern   <I>C, D'</I> voneinander       trennen.     



  Der     Bimetallstreifen    1 der in der Kam  mer D befindlichen     Kompensationseinrich-          tung    ist kreisförmig     gebogen    und um :die  konzentrische Achse 2 :drehbar gelagert.  Durch die kreisförmige     Krümmung    erhält  man grosse Ausschläge bei sehr     kleiner              Rauminanspruchnahme    durch den Streifen.

    Da     sieh    alle andern Teile der     Einrichtung    um  den kreisförmig     bezw.        U-förmig        gestalteten          Bimetallstreifen    gruppieren, ist die     Raum-          inanspru:chnahme    der gesamten Einrichtung  sehr klein. Der     Bimetallstreifen    1 ist durch  ein Tragglied 3 in Gestalt eines Winkel  hebels auf der Achse 2 gelagert. An dem  Tragglied greift die Schraubenfeder 4 an.  Die Feder 4 drückt eines der beiden Enden  des     Bimetallstreifens    an einen Anschlag 5.

    An dem durch Temperaturkrümmung frei       beweglichen    Gegenende des     Bimetallstreifens     ist ein     Auslöseglied    6 um die Achse 7 dreh  bar     gelagert.    Auf das     Auslöseglied    wirken ein  oder mehrere Auslöser ein, deren     Raumtem-          peraturabhängigkeit    kompensiert werden soll.  Wenn die Leiste 8 auf das     Auslöseglied    6 auf  trifft, dreht sie das Glied mitsamt der Bi  metallfeder 1 und dem Tragglied 3 unter Er  höhung der Spannung der Feder 4 im Gegen  sinn des Uhrzeigers um die Achse 2.

   Der Ab  stand zwischen der Spitze der Leiste 8 und  dem     Auslöseglied    6, das heisst der Auslöse  weg darf sich bei schwankender Raumtempe  ratur nicht oder in nur sehr geringem     Mass,     verändern. Unter sonst gleichbleibenden Ver  hältnissen drücken :die Auslöser die Leiste 8  bei zunehmender Raumtemperatur nach  rechts, während sie sich bei abnehmender  Raumtemperatur nach links verschiebt. Der  dem     Einfluss    der Raumtemperatur gleichfalls.  unterworfene     Bimetallstreifen    1 verschiebt das       Auslöseglied    bei wachsender     Temperatur    nach  rechts und bei abnehmender Temperatur nach  links.

   Somit findet die zur     Kompensation.     des     Raumtemperatureinflusses.    erforderliche  Gleichsinnigkeit der Bewegung der Auslöser  und der Bewegung des Kompensationsstrei  fend 1 statt. Die Bewegung     muss    jedoch nicht  nur gleichsinnig, sondern auch     massgleich     sein. Diese Forderung     lässt    sich bequem durch  Wahl entsprechender Abmessungen erfüllen.       Ihre    Erfüllung ist aber am bequemsten, wenn       man    dem     Kompensationsbimetallstreifen    1  die gleiche Form verleiht wie dem     Auslöser-          bi.metallstreifen    E.  



  Zwecks willkürlicher Einstellung     des    Aus-         löseweges.    entsprechend der     jeweilig    ge  wünschten     Auslösestromstärke    ist das Ein  stellglied 9: vorgesehen, durch welches das       Auslöseglied    6 unabhängig von der Bewe  gung des     B.imetallstreifens    1, von dem es. ge  tragen wird, um seine     Anlenkungsstelle    7 an  dem     B'imetallstreifen    1 drehbar ist.

   Beidem       zeichnerisch    dargestellten Ausführungsbei  spiel ist das     Auslös.eglied    6 durch einen zwei  seitigen Hebel gebildet, auf dessen eine Seite  ,der     bezw.    die Auslöser, deren     Raumtempera-          turabhängigkeit    kompensiert werden soll,       vermittelst    der     Leiste    8 einwirken. Das Ein  stellglied 9 ist um die Drehachse 2: des     Bi-          metalls,treifens    1 .drehbar gelagert. Sein  oberes Ende geht durch einen .Schlitz, :der im  Gehäuse 10 der     Einrichtung    vorgesehen ist,  hindurch. Die Oberseite des Gehäuses 10 ist  mit einer Skala. versehen.

   Um mit ihrer Hilfe  .die Lage des Einstellgliedes 9 festlegen zu  können, ist     letzteres    mit einem Schlitz     9a    ver  sehen, .der die Funktion     eines    Zeigers erfüllt.  Die :dem Einstellglied 9 zugekehrte     Seite    des       Auslösegliedes    6 steht mit dem Einstellglied       in    einer gelenkigen Verbindung, welche die ge  meinsame Drehung des.     Auslösegliedes    und  des Einstellgliedes um ihre Drehachsen 7       bezw.    2:     .ermöglicht.    Eine solche gelenkige  Verbindung ist beispielsweise eine Schlitz  führung mit einem indem Schlitz angeordne  ten Zapfen.

   Gemäss     Fig.    1 und 2     weist    das       Auslöseglied    6 einen Schlitz 6a auf,     indem     ein an dem Einstellglied 9 befestigter Zapfen  9b geführt ist.     Indessen    könnte das Einstell  glied mit einem Schlitz und das     Auslöseglied     mit einem in ihm geführten Zäpfen versehen  sein.  



  Beider Lage,     welche    die Glieder 6 und 9  der     Fig.    1 und 2 einnehmen, hat der     Aus-          löseweg,der    Auslöser     bezw.    der Leiste 8 den  grösstmöglichen Wert. Wenn das Einstell  glied 9 im Uhrzeigersinn um die Achse 2     ge-          .dreht    wird, wird der     Awslöseweg    verkleinert,  weil sich hierbei das     Auslöseglied    6 um die  Achse 7 im Uhrzeigersinn dreht.

   Wenn die  Leiste 8 auf     das        Auslöseglied    6     auftrifft,          muss.    dieses eine zur     Einleitung    des, Auslöse  vorganges geeignete Bewegung ausführen,      Hoch darf sich die Lage des,     Einstellgliedes    9       hierbei    nicht ändern. Um dies zu verhüten,  müssen     derartige        Reibungsverhältnisse    be  stehen,     dass    :das Glied 6. nur durch das.

   Glied  9     angetrieben    werden     kann,    nicht aber um  gekehrt     das    Glied 9 durch das Glied 6, wenn  auf dieses die     Leiste    8 auftrifft. Diese     Be-          dingung        lässt    sich ohne weiteres erfüllen,  wenn man das Glied 9 derart lagert,     dass    es  infolge des     Vorhandenseins        grosser    Reibungs  kräfte     nur    schwer um die Achse 2 dreh  bar ist, und wenn man den     Bimetallstreifen     1 leicht ,drehbar auf der Achse 2 anordnet.

    Unter dieser Voraussetzung wird beim Auf  treffen der Leiste 8 auf das Glied 6 der     Bi-          metallstreifen    1 im Gegensinn des Uhrzeigers  unter     Spannung    der Feder 4 um die Achse 2  gedreht, das Glied 9 bleibt jedoch in Ruhe.  



  Um die erforderlichen     Reibungsverhält-          nisse    zu schaffen, ist das Tragglied 3 auf der  Achse 2: lose gelagert,     :so        dass    es mitsamt dem       Bimetallstreifen    1 und dem     Auslöseglied    6  leicht um     die        Achse    gedreht werden     kann.          Hierbei    ist nur die Kraft der     schwachen     Schraubenfeder 4 zu überwinden.

       Das    Glied  9 ist derart mit der Achse 2 verbunden, dass  sich bei Drehung ,des Gliedes 9 die Achse 2       mitdreht.    Die Achse 2     ist    einseitig in der       Stromanschlusssehiene    11 gelagert. Quer  durch die Achse 2 .geht der Zapfen     2a        hin-          durch.    Zwischen dem Zapfen 2a und der  Schiene 11 ist. eine Blattfeder 12 angeordnet.

         Dadurch,,dass    die Blattfeder 12 auf den Zap  fen     2a        drückt,        wird    die     Drehung,der    Achse 2       und    somit die Drehung des Gliedes, 9 einem       gewissen    Widerstand unterworfen, der eine       Verstellung    des Gliedes 9 beim Auftreffen  der     Leiste    8 auf das Glied 6     verhindert.    Die  Achse 2 stützt sich mit einem Bund 26 an  der Schiene 11 ab.  



  Wenn der     Bimeta-llstreifen    1 an dem An  schlag 5 anliegt, dann     berührt        ein    mit dem       Bimetallstreifen    1 bewegliches Kontaktstück       13,        ein    mit ihm     zusammenwirkendes    orts  festes: Kontaktstück 14.

   Wenn die Leiste 8  auf .das Glied 6 auftrifft, wird dieses mit  samt dem     Bimetallstreif    en 1     und    dem Kon  taktstück 13 im     Gegensinn    des     Uhrzeigers       gedreht, wobei sich das Kontaktstück 13 von  dem     Kontaktstück    14 abhebt und hierdurch  den     Stromkreis.,    der zuvor durch die Kontakt  stücke 13     und    14 geschlossen war, unter  bricht. Die Kontaktstücke 13 und 14 sind zur  Steuerung eines Stromkreises     geeignet,    bei  dem Momentunterbrechung erfolgen soll.

    Wenn sich die     Leiste    8 nach erfolgter Unter  brechung     wieder    nach links verschiebt  (Fix. 1 und 2), so     .drehen    sich die Bauteile 1,  3, 6     und    13 unter dem     Einfluss    der Feder 4       um    die Achse 2 im Uhrzeigersinn, so dass  sich die Kontaktstücke 13 und 14 wieder be  rühren können.  



       Mitunter    ist bei einer Auslösung nicht  nur momentane     bezw.    zeitweilige, sondern  dauernde Unterbrechung eines Stromkreises  erforderlich. Diesem Zweck dienen die zu  sammenwirkenden     Kontaktstücke    15 und 16'.  Das Kontaktstück 15 ist .ortsfest und das  Kontaktstück 16 beweglich, und zwar ge  meinsam mit einem Sperrglied 17, das mit  dem Tragglied 3 des     Bimetallstreifens    1     ver-          klinkt        ist.    Das     SpeiTglied    17 ist um die  Achse     18drehbax,    die an der Rückseite des  Gehäuses 10 aus diesem austritt.

   An dem  Sperrglied 17 greift exzentrisch zu seiner  Drehachse 18 die Kraft der Feder 4 an,     wel#     ehe den     Bimetallstreifen    1 gegen seinen An  schlag 5, drückt.  



  In der Stellung der Teile gemäss     Fig.    1  und 2 berühren die Kontaktstücke 15 und 16       einander.    Wenn die Leiste 8 auf das Glied  6 auftrifft,     wird    der     Bimetallstreifen    1 mit  samt dem Tragglied '3 um die Achse 2 im  Gegensinn des Uhrzeigers ,gedreht. Bei hin  reichendem Hub der Leiste 8     wird    die     Ver-          klinkung    zwischen .den Teilen 3 und 17 ge  löst. Nach Lösung der     Verklinkung    dreht       sich,das    Sperrglied 17 um die Achse 18 un  ter dem     Einfluss    der Kraft ,der Feder 4 im  Gegensinn des Uhrzeigers.

   Dabei wird das  Kontaktstück 16 vom Kontaktstück 15 ab  gehoben. Die     Kontaktstücke    15     und    16 blei  ben andauernd voneinander getrennt, auch  wenn sich die     Leiste    8 infolge des     Erkaltens     ,der Auslöser, durch die .sie bewegt wurde, in  ihre Ursprungslage     zurückversehiebt.    Die           Kontaktstücke    15     und    16 werden erst dann  wieder miteinander in Berührung gebracht,  wenn die     Verklinkung    zwischen den Bau  teilen 3 und 1.7 durch Drehung :der Achse 18  im Uhrzeigersinn wieder hergestellt wird.  Dies kann dadurch erfolgen, dass man ein  besonderes, mit der Achse 18 verbundenes  Betätigungsorgan vorsieht.

   Anderseits kann  die     Verklinkung    der Bauteile 3 und 17 un  ter Wiederspannung :der Feder 4 selbsttätig  durch die Bewegung eines Schaltorganes  vorgenommen     werden.     



  - Die Kontaktstücke 13 und 16 werden       mittelst    der     Scbiene    17. an     einen    Pol des zu  steuernden Stromkreises gelegt. Im Oberteil  des Gehäuses 10 sind zwei     Anschlussklemmen     19 und 20 vorgesehen. Die erstere ist mit dem  Kontaktstück 14 und die letztere mit dem  Kontaktstück 15     stromleitend    verbunden. Der  zweite Pol des zu     steuernden    Stromkreises  wird wahlweise an die Klemme 19 oder an  die Klemme 20 angeschlossen, je nachdem ob  Momentunterbrechung oder Dauerunter  brechung des zusteuernden Stromkreises vor  geschrieben ist.  



  Ein :dritter     Auslösefall,    :der praktisch in  Betracht kommt, ist die     rein    mechanische Aus  lösung, beispielsweise die mechanische Öff  nung des Schlosses eines Selbstschalters. Zu       :diesem    Zwecke lässt man durch die Achse 18  des Sperrgliedes 17 die Kraft der sieh bei       Entklinkung    des. Traggliedes 3 und des  Sperrgliedes entspannenden Feder 4 auf das  Schloss .des zu steuernden Schalters übertra  gen. In diesem Fall bildet die Feder 4 einen  für alle Auslöser, welche auf die Leiste 8  einwirken, gemeinsamen Kraftspeicher.  



  Der. mehr     schematischen        Fig.    5 zufolge  bildet :die Heizwicklung F :des     Bimetallstrei-          fens    E     gleichzeitig,die    Erregerwicklung :des  Magnetsystems K, :das zur :elektromagneti  schen Auslösung dient. Der um die Achse  <I>L</I> normal zur Papierebene drehbare Anker     1V1     wirkt ebenso wie der     Bimetallstreifen    E auf  die     Auslöseleiste    8 ein. Bei thermischer und  elektromagnetischer Auslösung werden in  alle Phasen Auslöser der in     Fig.    5 :dargestell  ten     Art    gelegt.

      Dadurch,     :dass    beim Beispiel :die einzelnen       thermischen    Auslöser untereinander, sowie  von der     Kompensations-    und Einstelleinrich  tung durch isolierende Zwischenwände ge  trennt sind, werden trotz engen     Aneinander-          rückens    :der Auslöser und der genannten Ein  richtung grosse Kriechwege     und    grosse Über  schlagsweiten zwischen     .den,    an verschiedenen  Spannungen liegenden Teilen erzielt.

   Da,  ,durch,     :dass    die     Zwischenwände    :die Auslöser  gegenseitig     thermisch    isolieren, wird erreicht,       :dass    ein bestimmter Auslöser durch den Nach  barauslöser nicht beeinflusst wird. Der Um  stand, dass sämtliche thermische Auslöser von  ,der     Kompensations,    und Einstelleinrichtung  thermisch isoliert sind, hat zur Folge,     :dass     letztere sich annähernd auf Raumtemperatur  befindet, :das heisst keine zusätzliche Hei  zung erfährt, wodurch ihre richtige Funktion  unmöglich gemacht wäre.

   Die     Kompensa-          tions-    und Einstelleinrichtung ermöglicht es,  die     Auslöseeinrichtung    trotz ihrer Kleinheit  für einen .grossen     Auslösebereich        bezw.        Ver-          stellbereich    auszuführen. Einem grossen Aus  lösebereich der thermischen Auslöser ent  spricht ein grosser Temperaturbereich. Wählt  man :den     obersten    Wert des Temperatur  bereiches und :damit den ganzen Bereich  hoch, so ist :dies, gleichbedeutend einer sehr  kleinen Bemessung :der Auslöser.

   Verwendet  man etwa     Bimetallstreifen    also Auslöser, so  muss diesem ein sehr kleiner     Querschnitt    ge  geben werden. Dies hat     zunächst    den Nach  teil,     dass:    die Gefahr :des: Verbrennens der  Auslöser entsteht, :denn :diese müssen     vo:rüber-          gehen:d    einen sehr hohen Überstrom aushalten  können. Handelt es sich beispielsweise um  :den Schutz eines Motors. mit     Kurzschlussläu-          fer,    dann müssen :die Auslöser beim Motor  anlauf den 10-     bis:    15fachen     Motornennstrom     vertragen.

   Anderseits haben thermische Aus  löser, :die infolge :der Kleinheit ihrer Masse       bezw.    ihres     Querschnittes:    in     einem    sehr  hohen Temperaturbereich arbeiten den Nach  teil, sehr kleine     Auslösekräfte    zu liefern.       Aus    diesen Gründen werden     zweckmässig     Auslöser verhältnismässig grosser Masse vor  gesehen, die in einem verhältnismässig     tiefen         Temperaturbereich     arbeiten.    Dadurch, dass  ,die Auslöser in einem tiefen Temperatur  bereich arbeiten, ist ihre Raumtemperatur  abhängigkeit sehr gross, was das Vorsehen  einer Kompensationseinrichtung notwendig  macht.

   Während man in der Regel die Aus  lösetemperaturen sehr hoch     wählt,    um keine  Kompensationseinrichtung zu     benötigen,    wer  den durch das Arbeiten bei niedrigen     Aus-          lö-setemperaturen    nur Vorteile erzielt.

   Die  Notwendigkeit, eine Kompensationseinrich  tung vorsehen zu müssen, bedeutet keine  nennenswerte Komplikation, einerseits weil  eine einzige     Kompensationseinrichtung    für  die Auslöser sämtlicher Phasen benutzt wird,       anderseits    weil die Kammer des Auslöser  gehäuses, welche die Kompensationseinrich  tung enthält, zur Unterbringung anderer  Teile benutzt werden     kann,    die vorteilhaft in       unmittelbarer    Nähe der Auslöser angeordnet  und gleich ihnen unbefugtem Zugriff ent  zogen werden     sollen:    Endlich fällt der durch  das Vorsehen der Kompensationseinrichtung  bedingte     Mehraufwand    gegenüber dem gro  ssen Einstellbereich, .den er ermöglicht, nicht  ins Gewicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Auslöseeinrichtung fürelektrische Schalt geräte, bei der sämtliche thermische Auslöser in einem gemeinsamen, Gehäuse gekapselt sind, dass sie von den übrigen Schaltgerättei- len trennt, gekennzeichnet durch Zwischen wände (I3), die das aus Isolierstoff be stehende Auslösergehäuse (A) in mehrere Kammern<I>(C, D)</I> unterteilen, deren Zahl um mindestens eins grösser ist als die Zahl der Auslöser (E), von denen jeder in einer Kam mer untergebracht ist, während sich in ,der nicht durch einen Auslöser besetzten Kam mer (D)
    eine Einrichtung zur Kompensation des Einflusses der Raumtemperatur auf die Auslöser und zur Einstellung ihres Auslöse weges befindet, auf die eine Auslösetraverse (8) einwirkt, welche durch Öffnungen in den Zwischenwänden hindurchgeht, die die Aus löser gegenseitig und gegenüber der Kompen- sation-s- und Einstelleinrichtung thermisch und elektrisch isolieren.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Au@slöseeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass- die in den Kammern (C) untergebrachten Auslöser aus kreisförmig gebogenen Bimetallstrei- fen (E) bestehen, in deren Mitte eine zu ihnen konzentrische Heizwicklung (F) an geordnet ist.
    2. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Heizwicklungen (F) an einem ihrer Enden vom Auslösergehäuse (A) getragen und ihre freien Gegenenden mit den Bimetallstreifen (E) stromleitend verbunden sind, ,die sie umgeben.
    3. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, däss die Kompensationseinrieh- tung einen Bimetallstreifen (1) enthält, welcher die gleiche Form wie die Aus löserbimetallstreifen (E) hat.
    4. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1"</B> dadurch gekenn zeichnet, dass .die Heizwicklungen (F) der Bimetallstreifen (C) gleichzeitig die Er regerwicklungen von zur elektromagneti schen Auslösung bestimmten Magneten (11\) bilden.
    5. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die Kammer (D) der Kompensations- 'und Einstellein- richtung Kontaktstücke (13, 14, 15, 16) zur Öffnung und Schliessung des von den Auslösern (E) zu steuernden Stromkrei- ses enthält. 6. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kam mer (D) der Kompensations- und Einstell einrichtung ein für sämtliche Auslöser (E) gemeinsamer Kraftspeicher (4) unter gebracht ist.
CH174187D 1933-05-26 1934-05-23 Auslöseeinrichtung für elektrische Schaltgeräte. CH174187A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740649C (de) * 1940-04-17 1943-10-25 Elektrotechnische Fabrik J Sou Mehrpoliges thermisches und elektromagnetisches UEberstromrelais
DE755789C (de) * 1937-08-20 1954-04-05 Schiele Industriewerke Inhaber Thermische Ausloesevorrichtung fuer Schalter in Mehrphasenwechselstromkreisen
WO1999062091A1 (de) * 1998-05-22 1999-12-02 Siemens Aktiengesellschaft Überstromauslöser für elektrische schutzschaltgeräte

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WO1999062091A1 (de) * 1998-05-22 1999-12-02 Siemens Aktiengesellschaft Überstromauslöser für elektrische schutzschaltgeräte

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