CH174218A - Polarisiertes Relais. - Google Patents

Polarisiertes Relais.

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CH174218A
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CH
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magnetic
pole
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polarized relay
flux
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Polarisiertes Relais.    Die Erfindung betrifft ein polarisiertes       Pelais    mit einem durch eine Spule erregten  magnetischen     Kreis    für den veränderlichen  Fluss und zwei parallelen Kreisen für den ste  tigen magnetischen Fluss. Hierbei sind die  zwei parallelen Kreise derart zueinander an  geordnet, dass ihre Pole der einen Polarität  sich an dem     Arbeitsluftspalt,    in welchem der  Anker schwingt, gegenüber stehen, während  die der andern Polarität in dem schwingen  den Anker vereinigt sind.  



  Die Güte eines polarisierten Systems  hängt zum grossen Teil immer von der mag  netischen Symmetrie der polarisierenden  magnetischen Kreise ab, denn jede     UTnsym-          metrie    der auf den Anker wirkenden mag  netischen Kräfte führt zu Verzerrungen bei  der     Übermittlung    der     Zeichen    infolge des ein  seitigen Arbeitens des Ankers. Besonders bei  der Verwendung solcher Systeme als polari  sierte Empfangsrelais in der modernen Tele  graphie, zum     Beispiel    der Schnelltelegraphie    auf langen Leitungen, sind Verzerrungen  dieser Art im Empfangssystem selbst sehr  nachteilig und können einen ordnungs  gemässen Betrieb in Frage stellen.  



  Es ist weiterhin bei der Konstruktion  derartiger empfindlicher magnetischer Sy  steme sehr darauf zu achten,     Jass    die anfangs  erreichte magnetische Symmetrie auch wäh  rend des Betriebes immer erhalten bleibt, das  heisst dass .die Störanfälligkeit des polarisier  ten Systems sehr gering ist. So sind z. B.  die an einer Fernleitung, insbesondere an  einer Freileitung, liegenden Telegraphenrelais  oft hohen Spannungsstössen oder anhalten  den einseitig gerichteten Störströmen ausge  setzt, die durch     Fremdbeeinflussung    der Lei  tungen entstehen und zur     Überbelastung    des  magnetischen Systems führen.

   Ebenso müs  sen die Relais auch dann ihre Symmetrie be  halten, wenn sie für die einseitige Haltung  des Ankers ständig in     Leitungs-    oder lokalen  Stromkreisen vom Ruhestrom durchflossen      werden, wie es in den Telegraphenduplex  schaltungen durchweg der Fall ist.  



  Bei den bereits bekannten polarisierten  Relaissystemen der     obenbeschriebenen    Art  wurde die Symmetrie zum Teil dadurch er  reicht, dass der polarisierte Fluss in den bei  den parallelen magnetischen Kreisen durch  einen für beide Kreise gemeinsamen Magne  ten erzeugt wird. Magnetisch bilden sich hier  .die polarisierenden Kreise bei entsprechender       symmetrischer    Konstruktion und     Dimension     der weiteren Teile gleich stark aus und wer  den auch bei einseitiger magnetischer     Bean-          spruchung    gleichmässig beeinträchtigt, was  den     permanenten    'Floss im allgemeinen anbe  langt.

   Hinsichtlich des veränderlichen Flusses       (Arbeitswechselfluss)    sind diese Systeme aber  insofern sehr nachteilig aufgebaut, als der  Kreis des veränderlichen Flusses, der zum  grössten Teil zwecks Erreichung eines kleinen  Widerstandes     aus.    Weicheisen     besteht,    auf  seiner gesamten Wegstrecke von dem steti  gen Fluss der permanenten magnetischen  Kreise überlagert ist.

   Durch eine     Vormag-          netisierung    der     Weicheisenwege        entstehen    zu  nächst beachtliche Verluste durch die     Hyste-          rese.    Weiter lässt die     Magnetisierfähigkeit     des Eisens erheblich nach, wodurch die Ver  zerrungsfreiheit sehr ungünstig beeinträch  tigt wird.  



  Zur Vermeidung .dieser Nachteile der Vor  magnetisierung, die gerade bei der modernen  Telegraphentechnik für die     einwandfreie    Im  pulsübertragung sehr ins Gewicht fallen,  sind bereits magnetische Systeme vorgeschla  gen, die sich von den genannten Systemen  in dem magnetischen Aufbau dadurch unter  scheiden, dass der Kreis für den veränder  lichen Fluss teilweise ausserhalb der perma  nenten magnetischen Kreise verläuft. Hier  bei     isst    jedoch immer noch eine teilweise Über  lagerung der Flüsse im     Weicheisenkreis    vor  handen.

   Durch entsprechende     Dimensionie-          rung    .der Weicheisenteile, die weiterhin vom  permanenten     Fluss    durchflossen werden,  könnten zwar die noch     bestehenden    Fehler  verringert und die Nachteile der     Vormagne-          tisierung    durch grosse     Qwersehnittbemessung       der Weicheisenteile zurückgedrängt werden.  wenn ihnen nicht durch die auf den Weich  eisenkern aufzubringende Spule hinsichtlich  .der     sogenannten        Kupferverluste        Grenzen    ge  setzt wären.

   Diese bekannte     Anordnung    hat  jedoch neben der nur teilweisen     Lösung    der  Frage der     Vormagnetisierung    weiterhin den  grossen Nachteil, der in der     Eigenart    der Kon  struktion begründet ist,     -dass    die beiden per  manenten magnetischen Kreise durch zwei  permanente Magnete, wovon je einer seitlich  an den     Weicheisenkreis    angreift, erzeugt  werden.  



  Es können also wiederum die eingangs er  wähnten Nachteile der     Unsymmetrie    eintre  ten, indem bei einseitiger magnetischer Be  anspruchung des Systems die beiderseitigen  permanenten Magnete ungleichmässig ge  schwächt werden können, wobei aber auch  bereits bei der Fabrikation damit zu rechnen  ist,     dass    die Dauermagnete sich trotz modern  ster Materialbearbeitung durchaus nicht  immer magnetisch gleich stark     ausbilden     lassen     bezw.    bezüglich ihrer Permanenz nicht  gleichwertig sind.  



  Die Erfindung hat sich     nun    die Aufgabe  gestellt, die den einen und andern     bekannten     Systemen anhaftenden     Vorteile    unter Vermei  dung sämtlicher genannter Nachteile im  gleichen System     zusammenzufassen,    um da  bei ein besonders empfindliches verzerrungs  freies und wenig störungsanfälliges Relais  zu schaffen.

   Dies wird     dadurch    erreicht,     dass     der stetige polarisierende     Muss,    in den paral  lelen Kreisen durch einen für beide Kreise  gemeinsamen Magneten erzeugt wird und dass  diese Kreise praktisch unabhängig von dem  magnetischen Kreis für den     Wechsel.fluss    ver  laufen.

       Zur    Bildung der gleichnamigen Pole  für den     Arbeitsluftspalt    ist das eine Polende  des permanenten Magnetes zweckmässig als  Gabel ausgebildet, in deren Gabellücke der  Anker     schwingt.    Hierbei können die gleich  namigen, sich am     Arbeitsluftspalt    gegenüber  liegenden Pole ausserhalb des magnetischen  Kreises für den wechselnden     Flussi    gebildet  werden und in diese an seinen durch den Ar  beitsluftspalt sich bildenden Polenden so      eingreifen, dass die gemeinsame Wegstrecke       des    wechselnden und des polarisierenden       Flusses    auf eine :sehr kurze Strecke herabge  setzt wird.  



       L:    m eine Bearbeitung des permanenten  Magnetes an seinem einen Polende nicht er  forderlich zu machen, kann das eine Polende       rlepermanenten    Magnetes mit magnetischen       Ansatzstücken    versehen :

  sein,     so,dass    dieser  Pol in zwei     Polschuhe    gleichnamiger Polari  tät aufgeteilt ist., die den Anker des Relais       umschliessen.    Um den     gemeinsamen    Weg für  den permanenten und den     WechselfIuss    zur  Beseitigung unnötiger     Vormagnetisierung    im       Weicheisenkreis    möglichst gering zu halten,  können die Polschuhe des permanenten Mag  nelen,dessen Gabelung     ausserhalb    des Weich  eisenkreises erfolgt.

   direkt den     Arbeitsluft-          spalt    bilden und     zwischen    die Polschuhe .des  getrennt geführten     \@reicheisenmagnetes    und  den Relaisanker eingeschoben sein. Falls die  an dem einen Polende gebildete Gabel     bezw.     der über sie verlaufende     magnetische    Weg  parallel zum     Arbeitsluftspalt    liegt, so dass  der über den     Arbeitsluftspalt    zu führende       N\'echselfluss    des     Weicheisenkreises    über die  sen Weg einen     Nebenschluss    finden könnte,

         rnuss    zur Vermeidung dieses     schädlichen    Ne  benschlusses der magnetische Widerstand des  sich über die Gabel bildenden Weges, gross  sein. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn       rlie    Gabel durch magnetische Ansatzstücke  aus Weicheisen gebildet ist.

   Der     magneti-          sehe    Widerstand kann dadurch erhöht. wer  den,     dass    die Ansatzstücke durch die Luft  spalte quer zur     Flussriehtung    des stetigen  polarisierenden Flusses unterteilt sind, und       dass    bei Verwendung von     Ansatzstücken    aus       j@'eicheisen    diese durch  < den polarisierenden       hraftfluss    hoch gesättigt werden. Die Luft  spalte sind dann für den stetigen Fluss pa  rallel und für den     Wechselfluss    hintereinan  der geschaltet.

   Die magnetischen Ansatz  stücke, die durch einen Luftspalt aufgeteilt  sind,     können    einstellbar angeordnet sein, so  dass durch Veränderung des Luftspaltes eine  magnetische Einstellung des Relais erreicht  werden kann. Die räumliche Anordnung der    magnetischen Kreise     zueinander    kann so ge  troffen sein,     .dass-die    beiden Ebenen, in wel  chen die beiden stetigen     magnetischen    Flüsse  verlaufen, senkrecht zu der Ebene des verän  derlichen Flusses stehen.  



  In den     Fig.    1     biss    3. ist die Erfindung  anhand zweier Ausführungsbeispiele veran  schaulicht.  



  Es ist in     Fig.    1 ein polarisiertes     Relais     dargestellt, bei welchem der veränderliche  Fluss durch die Spule 1, welche auf dem       Weicheisenkern    2 aufgebracht ist, erzeugt  wird. Der permanente Fluss wird durch den  permanenten Magneten 3 hervorgerufen.     Die-          !.ser    ist an seinem Südpol     ,S'    mit zwei Pol  schuhen 4 versehen, wodurch die beiden pa  rallelen Kreise für den stetigen polarisieren  den Fluss gebildet werden. Der Anker 5 ist  mit     LTberbrückungspolschuhen    6 versehen und  durch eine Halterung 7 auf dem Nordpol     IV     befestigt.

   Der Anker 5 und die Kontakte 8  sind mit einer gasdichten Patrone 9 umgeben.  Innerhalb der Patrone rechts und links von  dem Anker in entsprechender Höhe mit den  beiden Südpolen der parallelen stetigen  Flüsse befinden sich     Polschuhstüoke    10, die  den polarisierenden     Glei:chfluss    in den Weg  des veränderlichen Flusses leiten. Die     Pal-          schulistücke    10 und die Polschuhe 4 sind  annähernd gesättigt, wodurch einerseits :der  Einfluss einer Magnetschwächung auf den       Gleichfluss    im     Arbeitsluftspalt    verringert, an  derseits die Streuverluste des veränderlichen  Flusses über die     Polschuhstücke    10 klein ge  halten werden.

   Der gemeinsame Weg für den       stetigen    und den veränderlichen Fluss ist weit  gehend verkürzt.  



  In     Fig.    2 und     ä    ist ein ähnliches Relais  in     Vorder-    und Seitenansicht dargestellt.  Hierbei wird der     Gleichfluss    ebenfalls nur  von einem einzigen     permanenten        Magneten     <B>11</B> gebildet, der an seinem Südpol durch ein       mittelst    der Schrauben 12. einstellbares       Weicheisenjoch    13 in zwei gleich grosse Pol  schuhe 14 aufgeteilt ist. Diese Polschuhe 14  umschliessen die Patrone 15, in welcher sich       der    Anker 16 mit der Kontaktanordnung 17  befindet.

   Der veränderliche Fluss wird hier      durch die     Spule    18 erzeugt und über den  Weicheisenteil 19 zu dem     Arbeitsluftspalt     geleitet. Innerhalb der Patrone 15     befinden     sieh Verbindungsstücke 20,     die    den verän  derlichen     FILLss    zudem Anker 16 leiten.

   Diese       Verbindungsstücke    stellen     gleiehzeitig    die  gemeinsame Wegstrecke für den stetigen und  den veränderlichen Fluss dar, wobei :der ste  tige     Fluss    von den Polschuhen 14 über Ver  bindungsstücke 21 dem vom veränderlichen  Fluss     durchflossenen    Polschuh 20 geleitet  wird und von dort über den Anker nachdem  Nordpol verläuft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Polarisiertes Relais mit einem durch eine Spule erregten magnetischen Kreis für den veränderlichen Fluss und zwei parallelen mag netischen greisen für den stetigen polarisie renden Fluss, wobei die zwei parallelen Kreise derart zueinander angeordnet sind, dass ihre Pole der einen Polarität sich an dem Ar beitsluftspalt, in welchem der Anker schwingt, gegenüberstehen;
    und die her an deren Polarität in dem schwingenden Anker vereinigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der stetige polarisierende Fluss in den paral lelen Kreisen durch einen für beide Kreise gemeinsamen Magneten erzeugt wird und dass diese Kreise praktisch unabhängig von dem magnetischen Kreis für den veränder lichen Fluss: verlaufen. UNTERANSPRÜ CFIE 1.
    Polarisiertes Relais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der gleichnamigen Pole für den Arbeits luftspalt das eine Polende des Magnetes als Gabel ausgebildet ist, inderen Gabel lücke der Anker schwingt. 2.
    Polarisiertes Relais nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die gleichnamigen Pole des permanenten Kreises ausserhalb des mag netischen Kreises: für.den wechselndenFluss gebildet sind und in diesen an seinen durch den Arbeitsluftspalt sich bildenden Pol enden eingreifen, zum Zweck, die gemein same Wegstrecke des wechselnden und des polarisierenden Flusses möglichst kurz zu machen. 3.
    Polarisiertes Relais nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass das eine Pol ende des permanenten Magnetes mit mag netischen Ansatzstücken versehen ist, so dass der eine Pol in zwei Polschuhe gleiah- namiger Polarität aufgeteilt ist, die den Anker des Relais umschliessen. 4. Polarisiertes Relais nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet"dass die Polschuhe des. permanen ten Magnetes: direkt den Luftspalt, indem der Anker schwingt, bilden und zwischen die Polschuhe des Weicheisenmagnetes für den Wechselkreis uncl den Relaisanker eingeschoben sind.
    5. Polarisiertes Relais nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeiehnet, dass die magnetischen An satzstücke, die die Polschuhe bilden, einen so grossen magnetischen Widerstand be sitzen, dass der magnetische Nebensehluss zu dem Arbeitsluftepalt für den Wechsel- fluss unschädlich ist. 6. Polarisiertes Relais na-eh Patentanspruch und Unteransprüchen<B>3</B> bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die magnetischen An satzstücke durch Luftspalte quer zur F'lussrichtung unterbrochen sind. 7.
    Polarisiertes Relais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auftei lung des einen Poles in zwei gleich grosse Pole ein einstellbares, mit zwei Polschuhen ausgebildetes Weicheisenjoch vorgesehen ist. B. Polarisiertes Relais nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass der stetige Fluss über an beiden Seiten des Ankers angeordnete magnetische Verbindungs stücke zu den magnetischen Verbindungs stücken des veränderlichen Flusses, die die gemeinsame Wegstrecke der beiden Flüsse bilden, geleitet wird.
CH174218D 1933-04-11 1934-03-29 Polarisiertes Relais. CH174218A (de)

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CH174218D CH174218A (de) 1933-04-11 1934-03-29 Polarisiertes Relais.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2502273A (en) * 1947-06-14 1950-03-28 Siemens Ag Albis Telephone subscriber set with a speech current transformer and a polarized alternating current alarm

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2502273A (en) * 1947-06-14 1950-03-28 Siemens Ag Albis Telephone subscriber set with a speech current transformer and a polarized alternating current alarm

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