CH174321A - Ausrückeinrichtung an Maschinen zum Verschliessen von Flaschen oder dergleichen. - Google Patents

Ausrückeinrichtung an Maschinen zum Verschliessen von Flaschen oder dergleichen.

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CH174321A
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Aktien-Ge Enzinger-Union-Werke
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Enzinger Union Werke Ag
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      Ausrückeinrichtung    an Maschinen zum Verschliessen von Flaschen oder dergleichen.    Die Erfindung betrifft eine     Ausrückein-          richtung    an - Maschinen zum Verschliessen  von Flaschen oder dergleichen, die mit einem  Förderer zum     selbsttätigen    Einlegen von  Dichtungsscheiben in     Verschlusskappen    ar  beiten, wobei der Förderer die Dichtungs  scheibe einem Magazin entnimmt und in die       Eindrückstellung    bringt.

       Bei    diesen     Maschi-          rLen    werden die Verschlüsse zum Beispiel in       einem    Arbeitsgang aus einem endlosen Band  ausgestanzt, geformt, geprägt, mit Korkein  lage oder dergleichen versehen und auf die       Flaschen        aufgebracht.     



  Wird bei diesen Maschinen das     Dichtung-          scheibenlager    (Magazin) für die Dichtungs  scheiben, die in die fertigen     Verschlusskappen     einzulegen sind, nicht gefüllt gehalten, dann  werden     Verschlusskappen    ohne Dichtungs  scheibe auf die Flasche gebracht und auf  gepresst. Weiter kommt es vor, dass Dich  tungsscheiben, die nicht mehr vollständig       sind.    zum Beispiel halbe Dichtungsscheiben,    in die     Verschlusskappe    eingelegt werden. In  solchen Fällen wird kein gasdichter Verschluss       erreicht.     



  Die Erfindung     besteht    nun im wesent  lichen darin,     da. &     eine     Ausrückeinrichtung     vorgesehen ist, die die     Maschine    selbsttätig  zum Ausrücken bringt, wenn entweder das  Magazin für die Dichtungsscheiben leer ist  oder wenn     beschädigte    Dichtungsscheiben der       Verschlusskappe    zugeführt werden. Es wird  dadurch vermieden, dass Flaschen gasdurch  lässige Verschlüsse erhalten, was bisher nur  schwer, in den meisten Fällen zu spät oder  aber gar nicht bemerkt werden konnte.  



  Es sind zwar schon     Kappenherstellungs-          maschinen    ähnlicher Art bekannt geworden,  bei denen Vorrichtungen zum     Stillsetzen    der  Maschine vorgesehen sind, wenn die vor  erwähnten Fehlerquellen auftreten. Diese  Vorrichtungen haben aber den Nachteil, dass  die     Ausrückvorrichtung    der Maschine versagt,  wenn     schadhafte    Stellen,     Beschädigungen    der      Dichtungsscheibe nicht in der Bewegungs  richtung des Förderers liegen, der die Dich  tungsscheiben vom Magazin in den Bereich  der     Verschlusskappe    bringt.

   Die     vorbekanten     Maschinenhaben in     derRegel        eineninderBahn     des     Einschiebeteils    vorstehenden Anschlagstift,  der durch die Dichtungsscheibe zurückgedrückt  wird. Das Zurückdrücken des     Anschlagstiftes     erfolgt aber in unerwünschter Weise auch  dann, wenn die Beschädigungen an den  Stellen des Umfanges der     Dichtungsscheiben     vorhanden sind, die weder vom Förderer um  fasst, noch vom     Anschlagstift        berührt    werden  können.  



  Im Gegensatz zu den bekannten Appa  raten steht die     Dichtungsscheibe    bei der Ein  richtung gemäss der Erfindung unter der       Spannung    eines Förderers, der unter Feder  druck in der Förderrichtung verschoben wird.  Die Federspannung     ist    so bemessen, dass nur  eine vollständige, also     unbeschädigte    Dich  tungsscheibe den durch den Förderer aus  geübten Federdruck aushält, ohne durchzu  biegen.

   Das selbsttätige Ausrücken der Ma  schine ist somit unabhängig von der Lage  ,der beschädigten Stelle der     Dichtungsscheibe.     An und für sich hat man schon Schieber,  die     unter        Federwirkung    stehen, benutzt, um       Verschlusskappen    zu     transportieren;    irgend  ein     Einfluss    auf das Ein- und Ausrücken  der Maschine wurde bei diesen bekannten       Vorrichtungen    nicht ausgeübt.

   Neu ist die  Verwendung eines Förderers, der     unter    Fe  derdruck in     der        Förderrichtung    verschoben       wird,    zum Transport von     Dichtungsscheiben,     wobei der Förderer den     Ausrückvorgang    ein  leitet     bezw.        bewirkt.     



  Die     neue    Einrichtung hat noch den     wei-          feren    Vorteil,     da.ss    -die     Ausrückvorgänge    auf  kürzestem Wege und mit einfachsten Mitteln  übertragen werden; Hebel, Gestänge und der  gleichen, die insbesondere beim schnellen  Gang der     Maschine    infolge ihrer     Massen-          wirkungen    den feinfühligen Gang der Ein  richtung nachteilig beeinflussen, kommen in  Fortfall.  



  Eine beispielsweise und schematisierte  Ausführungsform der     Einrichtung    gemäss    der Erfindung ist in der Zeichnung dar  gestellt.  



       Fig.    1 zeigt dieselbe im     Grundriss;          Fig.    2 stellt einen Schnitt in der Rich  tung nach der Linie     II-II    der     Fig.    1 in  Arbeitsstellung bei vorhandener Korkscheibe  dar, wobei sich der Schieber in der linken  Stellung befindet;       Fig.    3 zeigt ebenfalls einen     Schnitt    nach  der Linie     II-II    der     Fig.    1 in Arbeitsstel  lung bei fehlender Korkscheibe, wobei sich  der Schieber in der linken 'Stellung befindet;

         Fig.    4 zeigt im Schnitt nach der     Linie          III-III    der     Fig.    1 im Blick auf die Vor  derseite der Maschine teilweise Maschinen  elemente in     Ansicht    und     andere    im     Quer-          schnitt    dargestellt, wobei die unmittelbar vom  Schnitt     getroffenen    Flächen     schraffiert    sind,  während die andern in üblicher Weise in An  sicht erscheinen;

         Fig.    5 zeigt einen     Schnitt    in der Schnitt  linie     II        II    der     Fig.    1, wobei sich der  Schieber in der rechten Stellung befindet;       Fig.    6 ist ein Schnitt in der Schnittlinie       VI-VI    der     Fig.    5;

    Auf     Fig.    1 ist ersichtlich. dass die fertig       geformten        Verschlusskappen    1     mittelst    einer  absatzweise rotierenden Zuführungsscheibe 2  vor dem Aufbringen auf die zu verschliessen  den Gefässe in eine     Zwischenstellung    bei 3  gebracht werden, in der das Einlegen einer  Dichtungsscheibe vor sich gehen soll. Die  jetzt eingenommene Stellung der Verschluss  kappe wird durch den Hebel 4 gesichert,  der mit     Steuerhebel    5 durch den Bolzen 6  verbunden ist, an einem Ende     mittelst    Fe  der 7 zum Andrücken     gebracht    und am an  dern Ende mittelst Rolle 8 von der Kurven  scheibe 9 gesteuert wird.  



  Auf .     Fig.    2 ist das Magazin für die  Dichtungsscheiben mit     1O    bezeichnet, in dem       sich    aufeinander geschichtet die     DicUtungs-          scheiben    11 befinden. Unter dem Magazin  ist der hin- und hergehende Schieber 12 an  geordnet, der jeweils eine Dichtungsscheibe  dem Magazin     entnimmt    und unter die     Ver-          schlusskappe    führt.      Der     Schieber    12 ist im     Schiebergehäuse     13, das seinerseits auch als     Schieber        arbeitet,     beweglich angeordnet.

   Der obere Teil des  Schiebers ist mit 12a bezeichnet; der untere  Teil liegt zwischen den Führungen 12b, Der  Schieber 12 wird durch die Druckfeder 14  vorwärts gedrückt und     mittelst    der An  schlagschraube 15 in einer bestimmten Lage  im     Schiebergehäuse    13 gehalten. Das     Schie-          bergehäuse    13 ist auf der Führungsschiene  16     geführt.    Die hin- und hergehende Bewe  gung des     Schiebergehäuses    13 wird durch die       Schieberstange    17     ausgeführt,    die     mittelst     der Kurvenscheibe 18 durch den Winkel  hebel 19 gesteuert wird.

   Der Weg des       Schiebergehäuses    13 ist grösser als der Weg,  den der Schieber 12 benötigt, um eine Dich  tungsscheibe vom Magazin bis an die Stel  lung zu bringen, an der das Einbringen der       Dichtungsscheibe    erfolgt. Der     Schieber    12  wird deshalb beim Vorhandensein einer un  beschädigten Dichtungsscheibe durch diese  und den Ausschlag 20 zurückgehalten, wo  durch sich die Feder 14 spannt.  



  Auf     Fig.    2 ist die Stellung gekennzeich  net, die der Schieber 12 eingenommen hat,  wenn eine Dichtungsscheibe normaler Ge  staltung unter die     Verschlusskappe    gebracht  ist. In dieser Stellung     ist    die Feder     1.1    des  Schiebers 12 belastet. Das Eindrücken der  Dichtungsscheibe erfolgt nun in der Weise,       dass    der von der Kurvenscheibe 21 gesteuerte  Winkelhebel 22 dem Gehäuse 23 eine     auf-          und    niedergehende Bewegung gibt. Das Ge  häuse 23 ist mittelst der Führungsstange 24  im Gehäuse 25 geführt.

   Am Gehäuse 23 ist  ein unter der     Federwirkung    26 stehender       Stempel    27 angeordnet. Zur Aufnahme des  Gegendruckes dient das     Widerlager    31.  



  Auf     F\ig.    3 ist die Arbeitsstellung beim  Fehlen einer Dichtungsscheibe dargestellt.  In diesem Falle hat der     Schieber    12 den  gleichen Weg wie das     Schiebergehäuse    13  zurückgelegt. Hierbei ist die Feder 14     nicht     gespannt worden. Der Schieber 12     ist    so weit  vorgeschoben, dass er teilweise über die Füh  rungsbahn des     Eindrückstempels    gekommen    ist.

   Die Aufwärtsbewegung des     Eindrück-          stempels    27 kommt hierdurch zum Stillstand,  während das Gehäuse 23 mit der Führungs  stange 24 ihre Bewegung nach oben     fort-          setzen.    Durch die sieh fortsetzende Bewe  gung des Gehäuses 23 mit Führungsstange  24     -wird    durch eine am Stempel 27     befestigte     Kulisse 28 der Bolzen 29 in der     Pfeilrichtung     verschoben. Hierdurch wird mittelst des  Sicherungshebels 30 die     Ausrückvorrichtung     der Maschine in Tätigkeit gesetzt. Auf die  letztere braucht nicht im besonderen ein  gegangen zu werden.  



  Der eben geschilderte Vorgang     tritt    auch  ein. wenn dem Schieber 12 eine unvollstän  dige, den Druck der Feder 14 nicht aus  haltende Dichtungsscheibe oder Teile der  selben     zugeführt    werden.  



  Die     Stellung    in     Fig.    5 und 6 ergibt sich  ohne nähere Erläuterung aus der Beschrei  bung zu den     Fig.    1, 2 und 3. Bei den     Fig.    5  und 6 wird die     Dichtungsscheibe    12 ge  rade dem Magazin 10 entnommen, wäh  rend der     Ein.drückstempel    27 eine andere  Dichtungsscheibe 11 in die     Verschlusskappe     einführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausrückeinrichtung an Maschinen zum Verschliessen von Flaschen oder dergleichen, die mit einem Förderer zum selbsttätigen Einlegen von Dichtungsscheiben in Ver- schlusskappen arbeiten, wobei der Förderer die Dichtungsscheibe einem Magazin ent nimmt und in die Ein.drückstellung bringt, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer unter Federdruck in der Förderrichtung ver schoben wird und durch seine Federung auf die einzulegende Dichtungsscheibe einen Druck von solcher Stärke ausübt,
    dassdem- selben nur durch eine unverletzte Dichtungs scheibe widerstanden werden kann, während der Schieber das Ausrücken .der Maschine einleitet, wenn eine verletzte Dichtungs scheibe gefördert wird oder keine Dichtungs scheibe vorhanden ist, indem sich alsdann kein oder kein genügender Widerstand der Feder entgegensetzt. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schieber .
    (12) beim Fehlen einer Dichtungsscheibe oder bei Förderung einer beschädigten Dichtungsscheibe über die Führungsbahn des Eindrückstempels (27) gelangt, wo durch die Aufwärtsbewegung des Ein . drückstempels (27) zum Stillstand kommt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass der in einem Schiebergehäuse (13) bewegliche Schieber (12) unter Wirkung einer Druckfeder (14) steht, die sich bei Förderung einer unbeschädig ten Dichtungsscheibe spannt und mittelst eines Anschlages (15) gehalten wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, .dadurch ge kennzeichnet, dass der Weg des Schieber gehäuses (13) grösser ist als der Weg, den der Schieber (12) benötigt, um eine Dichtungsscheibe vom Magazin bis an die Eindrückstellung zu bringen.
CH174321D 1933-03-17 1934-02-28 Ausrückeinrichtung an Maschinen zum Verschliessen von Flaschen oder dergleichen. CH174321A (de)

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