Vorrichtung mit wenigstens einer elektrischen Entladungslampe. Es ist bekannt, elektrische Entladungs lampen. in denen ein Metalldampf enthalten ist, zur Lichtausstrahlung zu verwenden. Neuerdings sind besonders Entladungs lampen, die Dämpfe schwerflüchtiger Me talle, zum Beispiel Natrium-, Kadmium-, Thallium- oder -agnesiumdampf, enthalten, in den Vordergrund getreten. Zur Entwick lung eines hohen Metalldampfdruckes hat man diese Entladungslampen manchmal in einem zweiten Glaskolben eingeschlossen und den Raum zwischen der Wand der Entla dungslampe und dem äussern Glaskolben min destens teilweise entlüftet.
Unter Umständen braucht die Enthiftung nicht so ausgiebig vorgenommen zu werden, dass .der Raum ein lioehvakuum zeigt, und ist es möglich, im Raum ein Glas, gegebenenfalls Luft, unter hinrekhendem Unterdruck verbleiben zu lassen. Dieser Vakuumraum zwischen der Entladungslampe und der zweiten Glashülle hat eine wärmeisolierende Wirkung, wo durch die Wärmeabgabe der Entla.dungs- lampe verringert wird und diese eine höhere Temperatur annimmt, was wieder einen höheren Metalldampfdruck zur Folge hat.
In dem Patent Nr.167945 wurde bereits vorgeschlagen, die angegebene zweite Glas hülle, die die Entladungslampe ganz umgibt und infolgedessen eine Einheit mit dieser Lampe bilden muss, durch eine doppelwandige Hülle zu ersetzen, wobei der Raum zwi schen '-den beiden Wänden dieser Hülle, ähn lich wie dies bei dem oben angedeuteten, zwischen der Entladunbslampe und dem äussern Glaskolben bestehenden Raum der Fall war. entlüftet wird. Dieser Vakuum raum zwischen den beiden Wänden der doppelwandigen Hülle hat eine ähnliche wärmeisolierende Wirkung wie der Vakuum raum zwischen der Entladungslampe und dem äussern Glaskolben.
Eine solche Anord nung hat den Vorteil, dass die zwischen der Lampe und der doppelwandigen Hülle vor handene Luft eine Egalisierung .der Tempera tur der Lampenwand bewirkt. Auch ist der Dampfdruck weniger von Wind und Schwan kungender Aussentemperatur abhängig, als bei einer Lampe, die von einer einwandigen Hülle umgeben ist.
Weiter braucht die doppelwandige Hülle nicht eine Einheit mit der Entladungslampe zu bilden, da die Hülle und die Lampe aus zwei besonderen, unab hängig von einander zu handhabenden Stük- ken bestehen, was bei der Herstellung, der Beförderung, der Auswechselung im Falle eines Bruches usw. von Wichtigkeit ist.
In der Regel ist in der Entladungslampe ein Merschuss des Metallos vorhanden, des sen Dampf an der Entladung beteiligt ist. Der Metallniederschlag bildet sich an den Stellen der Lampe, die im Betrieb die niedrigste Temperatur aufweisen. Es hat sich nun ergeben, dass. sich nicht immer vor aussehen lässt, wo das Metall sich absetzt, was darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die Temperaturwechsel der Lampenwand in folge der Anordnung der Lampe im Innern eines Vakuumraumes verhältnismässig klein sind. Dies ist besonders der Fall, wenn die Entladungslecmpe von einer doppelwandigen Hülle umgeben ist, da in diesem Fall die zwischen der Lampe und der Hülle vorhan dene Luft die Temperatur der Lampenwand ausgleicht.
Es zeigt sich daher auch, dass sich der Metallniederschlag oft an Stellen absetzt, wo er die Lichtausstrahlung stört.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung mit wenigstens einer elektrischen Entladungslampe, die Dampf schwerflüeh- tigen Metallos enthält, wenigstens einen zy lindrischen Glasrohrteil aufweist, und durch einen von einer Hülle begrenzten evakuier ten Raum umgeben ist. Die Anordnung wird so gewählt, dass die erwähnten Nachteile in einfacher Weise vermieden werden und der Metallniederschlag sich an bestimmten Stel len der Lampenwand absetzt.
Erfindungsgemäss wird dazu jeder zylin drische Glasrohrteil der Lampe exzentrisch in der erwähnten Hülle angeordnet. In folgedessen ist die Temperatur auf dem Um fang der Entladungslampe nicht mehr gleich mässig. Es bildet sich eine in der Längsrich- tung der Lampenwand verlaufende Zone, die etwas kälter als der gegenüberliegende Teil der Wandung ist, so dass sich das Metall stets auf dem zuerstgenannten Teil absetzt und der andere Teil für eine ungestörte Licht ausstrahlung freibleibt.
Falls zwei zylindrische Glasrohrteile von gleichem Durchmesser, wie gesagt, exzen trisch in der Hülle angeordnet werden, wird man die Anordnung zweckmässigerweise der art treffen, dass die einander zugewendeten Seiten der zylindrischen Glasrohrteile ein ander ungehindert Wärme zustrahlen kön nen; man wird den Abstand zwischen den erwähnten, einander zugewendeten Seiten klein wählen, nicht grösser etwa als der dop pelte Rohrdurchmesser, vorzugsweise aber kleiner als der Rohrdurchmesser.
Durch eine solche Anordnung wird die durch die exzentrische Lage der zylindrischen Glasrohrteile bewirkte Ungleichmässigkeit der Temperatur auf deren Umfang erheblich verstärkt, so dass in zuverlässiger Weise eine derartige Wandtemperaturverteilung erhal ten wird, dass das kondensierende Metall sich auf den, Wandteilen absetzt, die sich der um gebenden Hülle am nä@ehsten befinden. Die einander zugewendeten Seiten der Glasrohr wandungen bleiben völlig frei für eine mög lichst ungestörte Lichtausstrahlung.
Demzu folge wird in der Richtung senkrecht zu der Fläche, in der die beiden zylindrischen Glas rohrteile gelegen sind, ein intensiveres Lieht als in einer in dieser Fläche senkrecht zu der Lampenachse gelegenen Richtung ausge strahlt.
Es wird hierdurch denn auch in einfacher Weise eine Beleuchtungsvorrichtung er halten, die in einer Richtung ein intensiveres Licht ausstrahlt als in andern Richtungen. Derartige Vorrichtungen werden zum Bei spiel öfters für Wegbeleuchtung verlangt.
Es können auch Glasrohre mit verschie denen Dampffüllungen verwendet werden, so dass sie Licht verschiedener Farbe und die ganze Vorrichtung ein Mischlicht ausstrah len. Bei Verwendung derselben Füllung kann die Lampe dadurch vereinfacht werden, dass man ein U-förmiges Rohr, in welchem die beiden zylindrischen Glasrohrteile vereinigt sind, als Entladungsgefäss verwendet Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen- stand-es.
Fig. 1 zeigt eine Entladungslampe, die in einem zweiten Glaskolben eingeschlossen ist; F i.--. 2 ist ein Schnitt der Vorrichtung nach der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Entladungslampe, die mit einer doppelwandigen Hülle umgeben ist, und Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV- -IV in Fig. 3; die Fig. 5 und 6 stellen eine Entladungsvor richtung in Ansicht. bezw. im Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 dar, wobei von zwei Entladungsgefässen Gebrauch gemacht wird, während Fig. 7 die Lichtverteilungs- kurve in der Schnittebene zeigt.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 eine Entladungslampe von lang gestreckter Form, bestehend aus einem Glasrohr, in dem an den Enden je eine -Glühkathode 2 angebracht ist. In der Nähe jeder Glühkathode kann eine plattenförmige Anode angeordnet wer den, die mit der Kathode verbunden sein kann. Die Röhre enthält eine Menge Edel gas und gleichzeitig eine Menge Natrium dampf. Die Lampe 1 ist in einem röhren förmigen Glaskolben 3 eingeschlossen. Der Raum zwischen der Entladungslampe 1 und diesem Glaskörper .3 ist ganz entlüftet, wo durch eine gute Wärmeisolierung erreicht wird.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Entladungslampe 1 exzentrisch in dem Glaskolben 3 angeordnet. Infolgedessen wird im Betrieb die Temperatur der Lampenwand bei 4 niedriger sein, als beim gegenüber liegenden Teil 5, so dass sich der Natrium dampf hauptsächlich auf dem Teil 4 nieder schlägt und der Teil @5 der Lampenwand zur Hauptsache beschlagfrei bleibt. Dieser Teil 5 bleibt für die in der Lampe erzeugten Strahlen sehr gut durchlässig. In den Fig. 3 und 4 bezeichnet 6 eine rohrförmige Entladungslampe, die eine Glüh- kathode 7 und zwei ringförmige Anoden 8 enthält, die in verhältnismässig geringer Ent fernung von der Glühkathode 7 angeordnet sind.
Auch diese Lampe enthält neben einer Menge Edelgas gleichzeitig einen Metall dampf, zum Beispiel Natriumdampf.
Die Lampe ist von einer doppelwandigen Hülle 9 umgeben, wobei .der Raum zwischen den beiden Wänden der Hülle entlüftet ist. Die Entladungslampe 6 und die Hülle 9 können mit je einem Sockel versehen und in geeigneter Weise in einer Fassung befestigt werden. Die Entladungslampe 6 ist exzen trisch in der Hülle 9 angeordnet. Auch hier nimmt der der Hülle zunächst liegende Wand teil 10 eine etwas niedrigere Temperatur als der übrige Teil der Wandung an, so dass der Natriumdampf sich auf diesen Teil 10 kon densieren wird. Der gegenüberliegende Teil 11 der Lampenwandung bleibt somit frei von Metallniederschlag.
Die Vorrichtung nach den Fig. 5 und G enthält zwei zylindrische Entladungsgefässe 12 und 13, die an jedem Ende mit einem Elektrodensatz, bestehend aus einer Glüh- kathode 14 und einer zylindrischen platten förmigen Elektrode 15, versehen sind. Der Poldraht der Elektrode 15 ist mit einem der Poldrähte .der Glühkathode innerhalb oder ausserhalb des Entladungsgefässes verbun den. Der gegenseitige Abstand der Ent ladungsgefässe 12 und 13 ist sehr gering. Bei einem Durchmesser der Entladungsgefässe von 24 mm kann dieser Abstand zum Beispiel 2 mm gemacht werden.
In den Entladungs gefässen befindet sich neben einem Edelgas, zum Beispiel Neons eine Menge schwer flüch tigen Metalles, worunter hier Metalle ver standen werden, deren Dampf bei einer Tem peratur von 200 C einen unterhalb 1 mm Quecksilbersäule liegenden Druck haben, zum Beispiel Natrium, Kalium, Rubidium, Kad mium, Magnesium, Thallium, Zink. Die dargestellten Entladungsgefässe enthalten zum Beispiel Natriumdampf. Selbstverständ lich können auch andere Dämpfe oder Dampf- gemische benutzt werden.
Der Natriumdampf sendet beim Betrieb ein intensives gelb ge färbtes Licht aus. Beide Entladungsgefässe werden beim Betrieb vorzugsweise in Reihe geschaltet. Aueh ist es möglich, .die beiden Entladungsgefässe zu einem U-förmigen Ent ladungsgefässe zu vereinigen.
Die Entladungsgefässe sind vorn der dop pelwandigen Hülle 16 umgeben. Der Raum zwischen den Wänden dieser Hülle ist mög lichst weitgehend luftleer gemacht. Wie ins besondere aus Fig. 6 hervorgeht, sind die Entladungsgefässe exzentrisch in der Hülle angeordnet. Schon dies hat zur Folge, dass ,die Temperaturverteilung über die Wände der Entladungsgefässe nicht mehr vollkom men gleichmässig ist. Die der Hülle 16 am nächsten liegenden Gefässteile erhalten eine etwas niedrigere Temperatur als der übrige Teil der Wand.
Aus Fig. 7, die die Lichtverteilungskurve in der Schnittebene VI VI darstellt, geht hervor, dass in der Richtung y eine grössere Lichtintensität als in .der Richtung X ausge strahlt wird. Diese Liehtverteilungskurve erhält man zuverlässig, trotz wechselnder örtlicher Verhältnisse, in Folge davon, dass die einander zugewendeten Röhrenwandun gen auch bei ungünstigen Verhältnissen eine höhere Temperatur annehmen als die gegen übergelegenen Teile der Wand.
Hierdurch wird mit Sicherheit vermieden, dass das in der Lampe vorhandene Metall auf den einander zugewendeten Seiten der Lam penwand kondensiert. Ein derartiger Nieder schlag würde nämlich die Lichtverteilungs- kurve erheblich ändern und diese sich der Form eines Kreises nähern lassen. Die nötige Temperaturverteilung wird mit Hilfe der exzentrischen Anordnung der Entladungs gefässe in der Hülle und überdies dadurch er reicht, dass die einander zugewendeten Sei ten der Entladungsgefässe einander ungehin dert Wärme zustrahlen können.
Um dies in genügendem Masse zu ermög lichen, wird man es vermeiden, zwischen den Entladungsgefässen Organe anzuordnen, die die Wärmestrahlen in merklichem Masse ab- fangen. So wird man zum Beispiel darauf achten, dass zwischen den beiden Entladun'g- gefässen keine gläsernen oder dergleicli(@u Stützorgane vorhanden sind. Um eine #-,e- nügende Erhitzung der einander zugewen deten Seiten der Entladungsgefässe zu erhal ten, wird man den Abstand zwischen den Entladungsgefässen nicht zu gross machen, weil sonst der Einfluss der gegenseitigen Be strahlung zu gering ist.
Man hat gefunden, dass im allgemeinen eine genügende Aufheizung erhalten werden kann, wenn der Abstand zwischen den Ent ladungsgefässen kleiner ist als der doppelte Durchmesser der Entladungsgefässe. Natür lich wird die gegenseitige Erhitzung grösser sein, wenn man den Abstand Brie oben zah lenmässig dargelegt, kleiner wählt. Dieser wird denn auch zweckmässig noch erheblich kleiner als der Röhrendurchmesser gewählt werden.
Für das Erhalten der dargestellten Licht- verteilungskurve ist es überdies erforderlich, dass die einander zugewendeten Seiten der Lampenwand für die auszusendenden Strah len gut durchlässig sind, so dass auf diesen Teilen der Lampenwand keine als Hilfselek trode dienenden Organe, zum Beispiel lei tende Beläge, welche die Lichtausstrahlung hindern würden, angeordnet werden dürfen. Sehr kleine Hilfselektroden schaden nicht; so kann zum Beispiel, wenn die beiden Ent ladungsgefässe zu einer einzigen U-förmigen Lampe vereinigt sind, der gebogene, die ge raden Teile verbindende Lampenteil mit einer kleinen, auf der Lampenwand angeord neten Hilfselektrode versehen werden, die die Zündung der Lampe erleichtert.
Der Stromzuführungsdraht dieser Hilfselektrode kann, wenn er genügend dünn gemacht wird, -wischenden beiden Entladungsgefässen hin durch geleitet werden, ohne die gegenseitige Wärmezustrahlung der Entladungsgefässe ungünstig zu beeinflussen.
Die Vorrichtung (Fig. 5 und 6), welche mit einer positiven Säulenentladung arbeitet, kann zweckmässig für Wegbeleuchtung, be nutzt werden, wobei man die Vorrichtung in verschiedenen Stellungen verwenden kann. Ordnet man die Vorrichtung zum Beispiel oberhalb der Mitte des Weges an, so kann sie derart aufgestellt werden, dass die beiden Entladungsgefässe lotrecht, also senkrecht zu der Wegachse stehen. Man kann aber die Vorrichtung auch derart anordnen, dass sich die Entladungsgefässe in einer wagrechten Ebene befinden.
Ein Zweig der Lichtver- teilungskurve bestrahlt dann den Weg un mittelbar, während das nach oben ausge sandte Lichtbündel mit Hilfe eines oberhalb vier Vorrichtung angeordneten Reflektors auf den Weg geworfen werden kann. Gla.srohrteil exzentrisch in der Hülle ange ordnet ist.
<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch zwei parallele zylindrische Glasrohrteile von gleichem Durchmesser, die so angeordnet sind, dass deren einander zugewendete, von einander höchstens um den doppelten Rohrdurchmesser abste hende Seiten einander ungehindert Wärme zustrahlen können.
2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die zylindri schen Glasrohrteile zu einem Entladungs gefäss vereinigt sind.
Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hülle dop pelwandig und der Raum zwischen den Wänden der Hülle evakuiert ist.