CH174459A - Verfahren zur Darstellung von C,C-Isopropyl-B-bromallyl-N-methylbarbitursäure. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von C,C-Isopropyl-B-bromallyl-N-methylbarbitursäure.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung von CC-Isopropyl-i3-broniallyl-N-methslbarbitursäure. Es wurde gefunden, dass Barbitursäuren der Formel
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in welchen mindestens einer der Substituenten R1, Ra, Ra ehre an der Doppelbindung, und zwar zweckmässig mindestens in P-Stellung, halogenierte Allylgruppe vorstellt, während die beiden andern Reste, die unter sich nicht gleich sein müssen, entweder dem ersten ent sprechen,
oder andere aliphatische oder auch hydroaromatische Gruppen sind, für thera peutische Zwecke vorzüglich verwendbar sind.
Es stellt also beispielsweise R1 die er wähnte Gruppe vor, während R2 und Ra gleiche oder verschiedene aliphatische Reste, z. B, auch die erwähnte Halogenallylgruppe, oder einen hydroaromatischen Rest bedeuten. Die Verbindungen können jedoch auch zum Beispiel in der Weise zusammengesetzt sein, dass R3 einen an der Doppelbindung mono halogenierten Rest vorstellt, während R1 und R= beliebige aliphatische oder hydroaromati- sche Reste sind.
Die Darstellung der neuen Verbindungen erfolgt in an sich üblicher Weise. blau führt zum Beispiel monosubstituierte Alfalonsäuren oder ihre Ester, Chloride etc., öder die ent sprechenden Derivate der Cyanessigsäure mit N-substituierten Harnstoffen oder deren De rivaten, wie Guanidinen, Thio- oder Acetyl- harnstoffen usw., in die entsprechenden Bar- bitursäuren über und führt den noch fehlenden Rest in die erhaltenen Barbitursäuren ein.
blau kann aber auch, von disubstituierten Malonsäuren etc. und ihren Derivaten ausge hend; direkt zu der trisubstituierten Barbitur- säure gelangen. Schliesslich kann man auch zunächst Barbitursäuren herstellen, welche nur einen oder zwei der drei Substituenten enthalten, und alsdann die noch fehlenden Reste in diese einführen.
Handelt es sich beispielsweise um die Einführung eines Halo- genallylrestes, so gelingt dies sehr einfach, indem man die CC-disubstituierten Barbitur- säuren in Form der wässerigen Lösungen ihrer Alkalisalze mit 1,2-Dihalogen-2,3-propen be handelt. Die Reaktion vollzieht sich erstaun lich leicht, nämlich bereits bei Temperaturen von beispielsweise 50 0.
Sofern man bei höherer Temperatur arbeitet, wodurch die Reaktions dauer weitgehend abgekürzt wird, gelangt man ebenfalls zu ausgezeichneten Ausbeuten, was im Hinblick auf die Empfindlichkeit der disubstituierten Barbitursäuren gegen wässe rige Alkalien ganz besonders überraschend ist.
Viele der erwähnten am Stickstoff sub stituierten Barbitursäuren werden in Form von Ölen oder zähflüssigen Massen erhalten, wodurch ihre praktische Verwertbarkeit ver hindert wird. Die Säuren lösen sich in den üblichen organischen Lösungsmitteln, bei deren Abdunsten eine zähe, klebrige Masse hinter bleibt. Es wurde gefunden, dass man fast in allen Fällen durch Behandlung mit wasser haltiger Essigsäure zu kristallisierten, reinen Produkten gelangt, was um so überraschender erscheint, als die gristallisationsfähigkeit der artiger Substanzen durch Zusatz von Wasser zu deren Lösungen in organischen Lösungs mitteln im allgemeinen gerade im Gegenteil noch weiter herabgesetzt wird.
Die neuen Säuren sind therapeutisch von besonderer Bedeutung. Sie verursachen bei intravenöser Darreichung einen bereits während der Injektion schlagartig einsetzenden tiefen Schlaf, welchem innerhalb kurzer Zeit wieder völliges Erwachen folgt. Sie sind daher her vorragend zur Verwendung in der ambulanten Praxis, in der Klinik und in den Sprech stunden des Arztes geeignet, indem sie ge statten, durch Injektion einen kurzen Zwangs schlaf mit völliger Aufhebung des Bewusst seins und retrograder Amnesie mit baldfol- gendem Erwachen herbeizuführen.
Ein we sentlicher Vorzug der hier beschriebenen Ver bindungen ist ferner darin zu erblicken, dass die wässerigen Lösungen ihrer Alkalisalze relativ sehr beständig sind. Während die Lö sungen derAlkalisalze anderer trisubstituierter Barbitursäuren, selbst wenn man ihnen einen Stabilisator zusetzt; bereits nach kurzem Stehen in verschlossenen Ampullen Abschei- dungen aufweisen, halten sich die Lösungen von Salzen der hier beschriebenen Säure monatelang; besonders wenn ihnen ein Stabi lisator, wie z. B. Phenyldinrethylpyrazoloti, zugesetzt ist.
Dies kommt wohl dabei-, dass der Wasserstoffexponent dieser Lösungen be sonders günstig liegt.
Die erwähnten Vorzüge treten besonders in Erscheinung bei den trisubstituierten Bar <B>bi</B> tursäuren mit insgesamt 9-12 C-Atomen, vor allem bei solchen, welche am Kohlenstoff neben einem gesättigten aliphatischen Rest eineHalogenallylgruppe enthalten und daneben am Stickstoff entweder ebenfalls eine Halogen- allylgruppe,
oder eine Methyl- oder A-thyl- gruppe. Unter den Barbitursäuren mit Halogen- 3 sind wiederum besonders wertvoll solche, welche in ss-Stellung Halogen auf weisen.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Darstellung der als Kurznarkotikum verwendbaren C,C-Isopropyl- g-bromallyl-N-methyl-barbitursäure, welches dadurch gekennzeichnet ist; dass mari C,C- Isopropyl-p-brornallyl-barbitursäure methy- liert, z.
B. mit Hilfe von Dimethylsulfat oder Halogenmethyl. <I>Ausführungsbeispiel:</I> 289 Gewichtsteile C,C-Isopropyl-,Q-brom- allyl-bar bitursäure werden in 3000 Volum- teilen rrNatronlauge gelöst und unter allmäb- lichem Zusatz von 189 Gewichtsteilen Di- methylsulfat 2 Stunden lang lebhaft gerührt. Durch Kühlung wird dafür gesorgt, sass die Temperatur 25 0 nicht übersteigt.
Das sich im Laufe der Reaktion in fester Form aus scheidende Produkt wird abgesogen. Alsdann fällt man unter Kühlung die C,C-Isopropyl- ss-br,omallyl-N-methyl-barbitursäui-e aus. Aus- beute ?5 %. Die Säure weist bereits eine genügende Reinheit auf (F.112-114 0). Durch Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol erhält man die Säure mit dem. F. 114-1150
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung der als Kurz narkotikum verwendbaren C,C-Isopropyl-,p- bromallyl-N-methyl-bar#bitursäure, dadurch gekennzeichnet, dass man CC-Isopropyl-p- bromallyl-barbitursäure methyliert. Die C,C-Isopropyl-@-bromallyl-N-methyl- barbitursäure bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 11"0 C; sie ist löslich in Al kohol, Äther, Aceton, Eisessig und Chloroform, . sehr schwer löslich dagegen in Petroläther und Wasser.
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