CH174466A - Verfahren zur Herstellung von aktivem Chlor zu Desinfektionszwecken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aktivem Chlor zu Desinfektionszwecken.

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CH174466A
CH174466A CH174466DA CH174466A CH 174466 A CH174466 A CH 174466A CH 174466D A CH174466D A CH 174466DA CH 174466 A CH174466 A CH 174466A
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CH
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water
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chlorine
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Walter Prof Dr Med Kruse
Maximilian Johann Dr M Fischer
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Walter Prof Dr Med Kruse
Maximilian Johann Dr M Fischer
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
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    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds

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Description


  



  Verfahren zur   Herstellung von aktivem Chlor xu Desinfektionszwecken.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aktivem Chlor zu   Desinfek-      tionszwecken. Das Verfahren    ist dadurch   ge-    kennzeichnet, dass ein Elektrolyt mit einem   Chloridgeha. lt, der    kleiner ist als der   Gehall    einer 1/5 n   Chloridlüsung    mittelst einer plattenförmigen   unangreifbaren    Anode, deren Abstand von der Kathode   etwa'2    mm beträgt, sowie eines elektrischen Stromes von 4 bis 30 Volt Spannung elektrolysiert wird.



  Die Anwendungsmöglichkeiten des Verfahrens sind   mannigfaltig.    Jedes   natiirliche      Wasser enthält genügende Mengen    von Chloriden, um unter dem Einfluss von elektrischen Strömen schwacher Spannung an einer   unangreifbaren    Anode soviel aktives Chlor zu   entwickeln,      class      das Wasser dadurch des-    infiziert werden liann.



     Diese Möglichkeit    hat man bisher übersehen, obwohl man die   Chlorgewinnung aus      starken Chloridlösungen ja längst ka. nnte    und sie auch für die Desinfektion von Wasser dadurch benutzte, dass man die so erzeugte   starke Chlorlösung entweder dem Wasser    zumischte oder durch Diffusion aus einer porösen Zelle oder durch   Diaph. ra. gmen hin-    durch auf das   Tasser    wirken liess. Bisher   glaubte    man, gewöhnliches Wasser nur dadurch unmittelbar desinfizieren zu können, dass man es mit hochgespannten Strömen   (100    bis   200 Volt) behandelte, die    dann ak  tiven    Sauerstoff (O3) entwickelten.

   Erfin  dungsgemäss    wircl absichtlich die Ozonbildung   durch Benutzung schwach gespannter    Ströme (bis höchstens 30 Volt) verhindert, weil dieses Gas schlecht riecht und die Atmungsorganc reizt, ausserdem lange nicht so bakterizid wirkt wie aktives Chlor. Um trotzdem genügend starke Ströme zu erhalten, die für die Chlorentwicklung nötig sind, beträgt erfindungsgemäss der Elektrodenabstand etwa   2    mm. Um den clektrischen AVidersland noch Liter zu verringern, empfiehlt es sich, auch möglichst grosse Elektrodenflächen zu verwenden.

   Für grössere Wassermengen, wie sic   zum Beispiel für die Versorgung von      Anstalten,      Gasthäusern,    Schiffen, gebraucht werden, kann ein grösserer Plattenapparat dienen, der zweckmässig auf das betreffende   Wasserrohr    so aufgesetzt wird, dass die bei der Aktivierung entstehenden Gase   (Wasser-    stoff usw.) entweichen können. Man kann auf diese Weise mehrere Kubikmeter   Tasser    stündlich desinfizieren.



   Eine   A7erbesserung bedeutet    es, wenn man dem zu desinfizierenden Wasser vorher etwas Kochsalz (300 bis 400 mgr auf den Liter) zusetzt. Der Geschmack wird dadurch nicht verändert, aber die Leitfähigkeit des Wassers und die   Ergiebigkeit    des elektrischen Stromes so verbessert, dass man den   App    rat verkleinern und die Dauer der Stromeinwirkung verkürzen kann. Ein weiterer Vorteil des   Kochsalzzusatzes    besteht darin, dass die in ihrer Zusammensetzung so ver  schiedenen    natürlichen Wasser durch den   gleichmässigen Kochsalzzusatz    einander ähnlich werden, man also eine allgemein gültige Vorschrift zum Gebrauch des Apparates geben kann.

   Der   Koohsalzzusatz    hat nichts zu tun mit dem schon erwähnten Vorschlag, Wasser dadurch zu sterilisieren, dass man die Elektrolyse in einer starken Kochsalzlösung vornimmt und das daraus gebildete Chlor entweder direkt dem Wasser zumischt oder durch Diffusion auf das Wasser wirken lässt.



   Gegenüber der Desinfektion des Wassers durch Erzeugung von oligodynamischem Silberchlorid hat das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren den Vorteil, dass eine Sterilisierung von Wasser viel schneller durchführbar ist, nämlich im   Laufe einiger Minuten.    Teurer ist es allerdings aber für die kleinen Mengen Trinkwasser, die man zum Beispiel auf   Rei-    sen, im Felde, im Haushalt zu sterilisieren   wiinsebt.    spielt das keine Rolle. Die nötige Elektrizität hat man n heutzutage überall zur Hand, im Auto,   im Zlotorrad    sind Akkumulatoren, auch   Trockenbatterien ftir    Taschenlampen genügen schon.



   Nach demselben Prinzip gelingt es aber    auch, sogenannte physiologische Salzlösun-    gel, (0, 6 bis 0, 85%) oder auch hypo-und hypertonische Lösungen, die medizinischen Zwecken dienen,   schnellstens    zu desinfizieren, oder sich Lösungen von stärkster desin  fizierender    Kraft (ähnlich dem   im Weltkrieg    benutzten   Dakin'schen      Wundwasser)    herzustellen.

   Da die Leitfähigkeit solcher Lösungen viel grösser ist, und die Ausbeute an aktivem Chlor durch den Strom   unverhältnis-      maria    bedeutender ausfällt als bei den   ge-      wöhnlichen    oder mit wenig Kochsalz versetzten   Tasser    (sie verhalten sich nach den Erfahrungen der Erfinder etwa wie   40    : 4 : 1%) kann man den Apparat verkleinern und es genügen schon zwei Platinplättchen von je 2. X 2 cm Fläche als Elektroden, die in einem Abstand von   1    bis 2 mm parallel miteinander in einem isolierender Rahmen befestigt sind. Leitet man Strom von 4 bis 8 Volt hindurch so erfolgt die Desinfektion der Salzlösung (1 Liter) fast momentan.

   Dauert die   Stromeinwirkung    10 bis   20    Minuten, so ist die desinfizierende und dabei physiologische Lösung fertig. Der Vorteil, den die Benutzung dieses kleinen Apparates für den praktischen Arzt, für Krankenhäuser und im Felde bedeutet, liegt auf der   Hand. Bedarf man grösserer Mengen der    des  infizierenden    Lösung, so kann der Appa-rat natürlich vergrössert werden.



   In den Zeichnungen sind einige Beispiele für die Anwendung des Verfahrens vorgeführt.



     Fig. 1 und 2 zeigen    in Vorder-und Seitenansicht einen a-ls Taucher ausgebildeten Apparat mit   unangreifbaren    Anoden zur Desinfektion kleiner Wassermengen.



     Der einzutauchende Teil besteht aus    neun Pla   tten    52 von   Kruppstahl V2a    von etwa 10 X 2 cm   Flächena, usdehnung,    die in einem    Abstand von l bis 2 mm parallel zueinander    in einem Handgriff 53 befestigt sind und als Elektroden fiir den Strom von 4 bis 8 Volt dienen. Die Platten sind   abwechselnd ano-    disch und kathodisch verbunden und durch isolierende Achsen   54 getrennt.    Die Stromzuleitung ist durch den Griff   wu    den Pla. tten geführt. 



   Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine Vorrichtung mit unangreifbaren Anoden zur Des infektion von grösseren   Waasermengen.   



   Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie   16-16    der Fig. 4, und
Fig. 4 ist eine Ansicht von oben gesehen.



  Das as desinfizierende Wasser strömt von unten durch das Rohr 55 in einen   aufgesetz-    ten trichterförmigen Kasten 56, in dessen obern, im Querschnitt quadratförmigen Teil   57    ein isolierender   Plattenkorb      58    eingesetzt ist. Der Korb enthält zahlreiche Platten 59 von   Kruppstahl    hl V2a parallel geordnet und abwechselnd anodisch und kathodisch verbunden.



   An den oben offenen Kasten   56    ist ein oben offener, mit einem seitlichen Ausfluss 60 versehener Kasten 61 angeflanscht. Das AVasser fliesst im   desinfizierten Zusta. nde    durch den Ausfluss   60      ab, währcnd    die bei der   ElektrolyseentwickeltenGasenachoben    frei entweichen können.



   Fig. 5 bis   7    zeigen einen Tancher mit unangreifbaren Anoden zum Desinfizieren physiologischer Lösungen.



   Fig. 5 ist eine Seitenansicht ;
Fig. 6 ein Längsschnitt, und
Fig. 7 eine Ansicht der Unterseite.



   Der Apparat besteht aus zwei Platinplättchen 62 von je 2 X 2 cm Fläche als Elektro den, die auf der Aussenseite an isolierenden Platten 63 befestigt sind und parallel zucinander in einem Abstand von   1    bis   2    mm   und    einem als Griff dienenden Stiel 64 befestigt sind. Die   Stromzuleitung'zu den PIatin-    plättchen erfolgt durch das Innere des   Gireifers 64.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von aktivem chlor zu Desinfektionszwecken, dadurch gekennzeichnet, dass ein Elektrolyt mit einem Chloridgehalt, der kleiner ist als der Gehalt einer 1/5 n Chloridlösung mittelst einer plattenförmigen unangreifbaren Anode, deren Abstand von der Kathode etwa 2 mm be trait, sowie eines elektrischen Stromes von 4 bis30VoltSpannungelektrolysiertwirft.
    UNTERANSPRUCH : Verfahren nach Patentanspruch, dadurch oekennzeichnet, dass Wasser, dem 300 bis zoo mgr Nochsalz auf den Liter zugesetzt sind, elektrolysiert wird.
CH174466D 1933-08-18 1933-08-18 Verfahren zur Herstellung von aktivem Chlor zu Desinfektionszwecken. CH174466A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0075662A1 (de) * 1981-09-26 1983-04-06 W.C. Heraeus GmbH Elektrolysezelle zur Erzeugung von Hypochloritlösung
EP1816106A1 (de) * 2006-02-06 2007-08-08 M. Vincent Delannoy Verfahren zur Behandlung einer wässrigen Lösung durch Elektrolyse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0075662A1 (de) * 1981-09-26 1983-04-06 W.C. Heraeus GmbH Elektrolysezelle zur Erzeugung von Hypochloritlösung
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