CH174605A - Webstuhl mit Schaftmaschine. - Google Patents

Webstuhl mit Schaftmaschine.

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CH174605A
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A-G Tefag Textil-Finanz
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Tefag Textil Finanz Ag
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Description


      Webstuhl    mit Schaftmaschine.    Die Erfindung betrifft einen Webstuhl  mit     Sebgftmaschine,    insbesondere einen sol  chen mit     Greiferschützen.     



  An Webstühlen sind bisher zwecks Bil  dung des Faches je nach der beabsichtigten       :Musterung    eine Anzahl von Schäften vorge  sehen, welche aus Rahmen mit je einer oben       bezw.    unten verlaufenden     Leiste    bestehen, in       welchen    die Litzen an Ösen eingehängt sind.  Die Auf- und     Abbewegung    der Schaftrahmen  erfolgt mittelst Schnüren, Riemen oder Ket  ten von einer seitlich am     Webstuhl    und  oberhalb der Kette angeordneten Schaft  niaschine.  



  Diese Anordnung weist erhebliche Nach  teile auf. Die Webstühle werden hoch und  erfordern daher ebenfalls hohe Arbeitssäle.  Zudem werden die Säle und damit die Ar  beitsplätze durch die hoben Maschinen erheb  lieb verdunkelt. Die Bedienung und die  Überwachung der bekannten Webstühle ein  schliesslich ihrer Schaftmaschinen ist schwie  rig. Von einer ausgiebigen Ölung der an sich    stark beanspruchten Teile der Schaftmaschine  musste man bisher absehen, da die     Kette     durch     Öltropfen    gefährdet war. Da .der An  trieb der Schäfte von der Schaftmaschine aus  nicht starr und meist nicht zwangsläufig er  folgte, traten lästige und schädliche Schwin  gungen auf.  



  Die     Erfindung    betrifft einen Webstuhl  mit     Schaftmaschine,    bei welcher .die geschil  derten Nachteile vermieden werden. Erfin  dungsgemäss werden die Schäfte nur von  unterhalb des Faches angeordneten Leisten  getragen und mittelst zwangsläufig geführten  stehenden Stangen nach Massgabe der beab  sichtigten     Fachbildung    auf- und     abbewegt.     



  Werden die Leisten in Abständen mit  Stützen versehen, so lassen sich an Quer  drähten derselben die Litzen in einfacher  Weise einhängen und erhalten auf diese  Weise die normale, leichte seitliche Beweg  lichkeit bei gleichzeitig stabiler Aufhängung.  



  Die Schaftleisten können hohl     ausgebildet     sein und Zapfen aufweisen, in welche     die         parallel geführten Stangen eingehakt werden.  Durch seitliches Verschieben der Leisten  können diese leicht von den Stangen gelöst       ",j-erden,    was besonders vorteilhaft ist, wenn  eine neue Kette aufgebracht werden soll.  da die Schäfte mit der     Kette    zusammen  abgehoben werden können.  



  Die Stangen, welche die Schaftleisten  auf- und     abbewegen,    können mit je einem  Schwinghebel in gelenkiger Verbindung ste  hen, der im Takt der Fachbildung     mittelst     von der Karte über eine     Tastnadel    gesteuer  ten Zugorganen mit hin- und hergehenden  Messern in oder ausser Eingriff gebracht  wird.  



  Die Messer können um eine gemeinsame,  quer zur Schaftmaschine verlaufende Achse  schwingbar angeordnet sein. Diese Schwing  achse befindet sich     zweckmässigerweise    unter  halb des     Anschlusspunktes    des     Schussfadens,     um ein reines Fach zu bilden.  



  Die Zugorgane können als Bänder     aus-          ,c,ebildet    sein, welche Laschen oder Ösen auf  weisen, in welchen die Schwinghebel für die  Zugstangen geführt werden.  



  Die Zugorgane können auch doppelt für  Zug und Gegenzug vorgesehen werden. Sie  sind dann mit Nasenhebeln gelenkig ver  bunden, welche von den     Tastnadeln    der  Karte aus derart gesteuert werden, dass sie  mit den hin- und hergehenden     Messern    in  oder ausser Eingriff gebracht werden.  



  Eine weitere Ausführungsform der Er  findung besteht darin, dass sämtliche Stangen  eines Schaftes mittelst     Winkelhebeln    an einer  hin- und hergehenden, von der Schaftma  schine aus gesteuerten Stange     befestigt    sind.  An die Stelle dieser Stange können wieder  um zwei Bänder treten, welche abwechselnd  auf Zug und Gegenzug beansprucht werden.  Die     Stangen    oder die Bänder werden da  durch bewegt, dass sie abwechselnd über  Nasen eines     wagebalkenartigen    Doppel  hebels in Eingriff mit hin- und herbewegten  Messern gelangen.

   Dieser Doppelhebel führt       unter    dem Einfluss der     Fühlnadel    und je  nach der Ausbildung der     Karte    eine Schau  kelbewegung aus.    Auch bei dieser Ausbildungsform ist es  wieder vorteilhaft, wenn die Schwingbewe  gung der Messer um eine gedachte Dreh  achse erfolgt, welche unter dem Anschlag  punkt der     Schussfäden    liegt. Dies kann vor  teilhaft dadurch erreicht werden, dass die  Messer auf Tellern angeordnet sind, welche  bei der Hin- und     Herbewegung    in Führungs  nuten durch die Wirkung eines am Maschi  nengestell befestigten Lenkers oder einer  Kulisse gleichzeitig eine     Wälzbewegung     ausführen.

   Die     Fühlnadel    für die Steue  rung des oder der Schwinghebel kann zweck  mässigerweise mit einem Stück gestanzten  Bleches verlängert werden, das einen mit  Langloch versehenen seitlichen Ansatz auf  weist, in welchem der durch die Messer be  wegte Hebel     mittelst    eines Zapfens oder der  gleichen geführt wird.  



  Die Erfindung sei anhand der Zeichnung  von Ausführungsbeispielen     erläutert:     Die     Fig.    1 stellt eine     schematische    Sei  tenansicht des Webstuhls mit Schaftmaschine  dar. An dem Maschinengestell 1 befindet  sich hinten der     Kettbaum    2, von welchem  das     Kettfadenband    3 über den     Schwingbaum     4 geführt wird.

   Die     Kettfäden    werden durch  die Schäfte     9a,    9b, 9c und 9d in das Fach  gelegt, worauf der     Schussfaden    in nicht  dargestellter Weise eingetragen wird und  durch das ebenfalls nicht dargestellte Riet  in den     Kettfäden    3 angeschlagen wird, wo  durch das Gewebe 6 gebildet wird. Das Ge  webe 6 wird über den     Brustbaum    7 zum  Warenbaum 8 geführt. Die Schäfte<I>9a-94</I>  werden in Leisten     10a-10d    geführt.  



  Die     Fig.    6 veranschaulicht im Schaubild  den Aufbau der Schäfte; sie weisen in  Abständen Stützen 18 auf, welche durch  Drähte oder schmale Bänder 19 quer ver  bunden sind. In diese Querdrähte oder       -bänder    19 sind die Litzen 47 mit den Ösen  48 eingehängt. Durch die Ösen 48 jedes  Schaftes werden die     Kettfäden    3 einzeln  durchgezogen. Die Leisten 10 sind hohl aus  gebildet und weisen in gewissen Abständen  in ihrem Innern Zapfen 50 auf, in welche  Stangen 11, welche oben hakenförmige Um-           biegungen    49 aufweisen, von der Seite her  eingehakt sind.  



  Die     Fig.    2 zeigt eine Vorderansicht der  Steuerung der Stangen 11. Sie sind in einer  Querschiene 21 geführt und unten gelenkig  mit Schwinghebeln 12 versehen. Diese  Schwinghebel weisen an beiden Seiten     Aus-          "parungen    49a und 50a auf und stecken  unten mit seitlichem Spiel in Laschen 20  eines Zugbandes 13. Zu beiden Seiten jedes  Schwinghebels 12 befinden sich auf- und       --ehende    Messer     15(y    und 15b, welche mit  <B>,</B>     ibz,          teIst    Winkelhebeln 17a und     17b    von     Kurven     16 bewegt werden     (Fig.    1).

   Die     Schwing-          ,@chse    22 der Winkelhebel 17a und 17b wird       zweckmässigerweise    unterhalb des Anschlag  punktes der     Schussfäden    angeordnet. Auf       diese    Weise werden die hinten gelegenen       Schäfte    stärker gehoben und gesenkt als die  vorn liegenden und damit ein reines Fach  erzielt.  



  Das Zugband 13 und ein mit demselben  verbundenes     Gegenzugband    14 sind an bei  den Enden durch Verbindungsstücke 24 und  26 miteinander verbunden, welche um die  Schwingachsen \3 und 25 schwingbar ange  ordnet sind. An den Enden des Zugbandes  und des     Gegenzugbandes    sind     Nasenhebel     27, 29     bezw.    28, 30 angeordnet, welche       ii < ldelförmige        Fortsätze    46 tragen. Ein     Mes-          ,@er    32 am Winkelhebel 33 wird von der       hiirvenscheibe    35 über die Führungsrolle 34  in hin- und     herschwingende    Bewegung ver  setzt.

   Von der Kurvenscheibe 35 oder einer  weiteren Kurvenscheibe wird gleichzeitig der  Hebel 36 über die Führungsrolle 37 in       schwingende        Bewegilng    versetzt. An dem  Hebel 36 ist eine im Maschinenrahmen 31  geführte Stange 39 mit Schaltklinken 40     an-          ",elenkt.    Die Schaltklinke 40 greift in  Zähne 42 eines Schaltrades 41 ein, durch  welches die Karte 43     schrittweise    bewegt  wird.

   Die Fühl- oder     Tastnadel    44 über der       Karte    43 wird ebenfalls im Maschinenrahmen  31 geführt und trägt zwei Ösen 45, durch  welche die nadelförmigen     Fortsätze    46 der       Nasenhebel    27 und 28 hindurchgesteckt wer  den.    Die Wirkungsweise des Webstuhls mit  Schaftmaschine ist folgende: .  



  Die     Fig.    3 zeigt die Ansicht eines       Schwinghebels,    dessen seitliche Aussparung  49a mit dem einen Messer 15a in Eingriff  gebracht ist und in Richtung des Pfeils A  in die obere Umkehrstellung gebracht wird.  Während sich das Messer 15a aufwärts be  wegt, bewegt sich das Messer 15b abwärts  in Richtung des Pfeils B. Hernach erfolgt  eine     Bewegungsumkehr    der Messer 15a und  15b, bis sie sich in gleicher Höhe befinden       (Fig.    4). Darauf hat der Schwinghebel 12  unter dem Einfluss des Zugbandes     13    sieh  in Richtung des Pfeils C in die senkrechte  Lage begeben. In dieser Lage greift das  Messer 15b in die Aussparung 50a des  Schwinghebels 12 ein, während sich das Mes  ser 15a aus der Aussparung 49a löst.

   Wäh  rend der Schwinghebel 12 durch das Zug  band 13 vollends nach rechts     verschwenkt     wird. führt ihn das Messer 15b in     R.icb.-          tung    des Pfeils     E    in die untere     Grenzstel-          lung        (Fig.    5). Währenddessen bewegt sich  das Messer 15a leer in     Richtung    des Pfeils  D in die obere Grenzstellung. Die Schwing  hebel 12 sind mit Spiel in Ösen 20 des Zug  randes 13 geführt, so dass ihre Auf- und  Ab- und Schwingbewegung unbehindert von  statten gehen kann.  



  Die Steuerung des Zugbandes 13     und     des     Gegenzugbandes    14 geschieht folgender  massen  Die Karte 43 wird     mittelst    des unter  dem Einfluss der Kurvenscheibe 35 auf- und       abschnvingenden    Hebels 36 und der von die  sem betätigten Schaltstange 39 durch die  Schaltzähne 42     schrittweise    weiterbewegt.  In gleichem Masse wird die     Fühlnadel    44  hochgehoben, um sie gegebenenfalls ausser  Eingriff mit den     Durchbrechungen    der Karte  zu bringen.

   Das Heben der     Fühlnadel    44  erfolgt von dem andern Ende der Schalt  stange 39 aus, welche den Nasenhebel 28  und damit     mittelst    dessen     nadelförmigen          Fortsatzes    46 die     Fühlnadel    44 durch ihre  Ösen 45 hebt. Inzwischen vollführt das  Messer 32 am Winkelhebel 33 unter dem      Einfluss der Kurvenscheibe 35 eine Schwen  kung nach links. Gelangt nun zum Beispiel  die     Fühlnadel    44 über eine     Durchbrechung     der Karte 43, so vermag jene bei der wei  teren Bewegung der Kurvenscheibe 35 und  des Hebels 36, welcher die Schaltstange 39  abwärts bewegt, in die     Durchbrechung    ein  zudringen.

   Die beiden Nasenhebel schwin  gen daher etwas abwärts, wodurch die Nase  29 in den und die Nase 30 aus dem Be  reich des Messers 32 kommt. Der Winkel  33 macht nun unter dem     Einfluss    der Kurve  35 eine     Schwingbewegung    nach rechts, wo  durch das Zugband 13 durch den Nasen  hebel 27, 29 nach rechts gezogen     wird.    Das       Gegenzugband    14 wird in gleichem Masse  durch die     angelenkten    Verbindungsstücke  nach links verschoben.

   Bei der weiteren Dre  hung der     Kurvenscheibe    35 bewegt sich der  Winkelhebel 33 mit dem Messer 32     wieder     nach links, während der Hebel 36 mit der  Schaltstange 39 wieder eine Aufwärtsbewe  gung vollführt, die Nadel 44 aus der  garte 43 hebt und das Schaltrad 41 um  einen Zahn 42     weiterschaltet.    Liegt nun die       Fühlnadel    44 in dieser nächsten Stellung  wiederum über einer     Durchbrechung    .der  garte 43, so vermag sie wiederum einzu  dringen und den Nasenhebel 27 in den Be  reich und .damit die Nase 28 aus dem Be  reich des Messers 32 zu bringen.

   Bei wei  terer Drehung der Kurvenscheibe 35 bleiben  die Schaltbänder 13-14 unverändert in ihrer  Lage, denn das     Messer,    32 läuft leer; das  Fach verändert sich nicht.  



  Befindet sich jedoch im Bereich der       Fühlnadel    44 keine     Durchbreehung    auf der  Karte 43, so behält die Nadel ihre obere  Stellung bei und hebt mittelst ihrer Öse 45  den Nasenhebel 27 aus dem Bereich     dea     Messers 32, bringt aber dafür den Nasen  hebel 28 in den Bereich desselben. Im Ver  lauf der weiteren Drehung der Kurven  scheibe 35 vollführt das Messer 32 eine       Schwingbewegung    nach rechts, greift in die  Nase 30 des Schwinghebels 28 ein und zieht  das     Gegenzugband    14 nach rechts, wodurch  das Zugband 13 sich nach links in die Aus-         gangslage    verschiebt.

   Da die     Umdrehung    der       Kurvenscheibe    35     und        damit    die Hin-     und          Flerbewegung    des Messers 32 mit der Um  drehung der Kurve 16, welche die Messer       15a,    und 15b für die Auf- und     Abbewegung     der Schäfte steuern, gegeneinander abge  stimmt sind, so erfolgt regelmässig in der  Mittellage ein störungsfreies Auslösen und  Einschalten der Messer in die Aussparungen  49 und 50 der Schwinghebel 12.  



  In     Fig.    7 sind in Vorderansicht die we  sentlichen Teile einer andern Ausführungs  form dargestellt. Auf der Leiste 10 sind  wiederum Stützen 18 in Abständen angeord  net, welche durch Querdrähte 19 oder der  gleichen miteinander verbunden sind. In  diese Drähte 19 werden die Litzen 47 mit  den Ösen 48 eingehängt. Die hohl ausge  bildete Leiste 10 weist wiederum Zapfen 50  auf, in welche die einzelnen senkrecht ste  henden Stangen 11 mittelst des Hakens 49  eingehängt sind. Die seitliche Verschiebung  der Leiste 10 genügt, um den Schaft in seiner  Gesamtheit von den Stangen 11 zu lösen.  An einer Querschiene 21 sind     Winkelhebel     52 schwenkbar gelagert.

   Die einen Enden  der Schwinghebel sind gelenkig mit einer  Stange 13 verbunden, während die andern  Enden Langlöcher 51 aufweisen, in welche  die Stange 11 mittelst geeigneter     Mittel    ein  gehängt wird.  



       Statt    der Stange 13 kann auch ein     un-          starres    Band verwendet werden, das dann  allerdings     mittelst    Lenkern 24 und 26 um  die     C,elenkpunkte    23 und 25 schwingt, und  mit einem     Gegenzugband    14 versehen ist.  Die Stange oder das Band 13 wird durch die  Stange oder Schiene 27 fortgesetzt, deren  Ende auf dem Maschinenrahmen 68 ruht.  An der Stange 27 ist ein Doppelhebel 54       wagebalkenartig    an dem Punkt 53 aufge  hängt.

   Er weist an seinen beiden Enden  Nasen 55 und 56 auf und greift mit einem  Ansatz 66b in einen Führungsschlitz     66a     eines winkelförmig gebogenen Ansatzes 6 7  der     Fühlnadel    44 ein. Die Karte 43 be  findet sich als endloses Band auf einem  Schaltrad 41, das von der an dem Schwing-           hebel    73 befindlichen Schaltklinke 75 über  das Schaltrad 42     schrittweise    weitergeschal  tet wird. Im Bereich des     wagebalkenartigen     Doppelhebels 54 und dessen Nasen 55 und  56 befinden sich die Messer 59 und 65 an  Schwinghebeln 57 und 64, welche in den  Gelenken 58 und 63 gelagert und mittelst  Führungsrollen 60 und 62 in der Führungs  kurve 61a einer rotierenden Scheibe 61 ge  führt werden.

   Der Schwinghebel 64 weist  einen Ansatz 71 auf, der auf einem Arm  eines Schwinghebels 70 aufliegt; der andere  Arm dieses Schwinghebels greift an die       Fühlnadel    44     bezw.    deren     Fortsätze   <B>67.</B>  



  Der Ansatz 71 des Schwinghebels 64     be-          cinflusst    durch Vermittlung eines Armes des  Winkelhebels 70 den Schwinghebel 73 mit  der Schaltklinke 75, welcher durch die  Spannfeder 72 mit dem     Schwinghebel    64 in  innige Berührung gebracht wird.  



  Die Wirkungsweise des Webstuhls mit  Schaftmaschine ist folgende:  Es sei zunächst angenommen, dass sich  das Schaltwerk in der in     Fig.    7 veranschau  lichten Stellung befindet. Es sei weiter an  genommen, dass die     Fühlnadel    44 auf einem  nicht durchbrochenen Teil .der Karte 43 liegt.  Bei der Drehung der Scheibe 61 werden  durch die Kurve 61a die beiden Schwing  hebel 57 und 64 etwas einwärts geschwungen.  Hierdurch bewegt sich der wagerecht ste  hende Arm des Kniehebels 70 etwas abwärts,  die     Fühlnadel    44 kommt auf den nicht durch  brochenen Teil der Karte 43 zu liegen.

   Diese       Abwärtsbewegung    der Nadel 44 und des mit  ihr verbundenen winkelförmigen     Fortsatzes     67 ist jedoch so geringfügig, dass sich diese  Bewegung nicht in eine     Schwingbewegung     des Doppelhebels 54 umsetzen kann. Die  Nase 55 des Doppelhebels 54 bleibt daher  mach wie vor unten und im Bereich des Mes  sers 59, während die Nase 56 oben und  ausser dem Bereich des Messers 65 bleibt.

   Im  weiteren Verlauf einer Vierteldrehung der  Scheibe 61 mit der     Kurve    61a werden die  beiden Schwinghebel 5 7 und 64 weiter     ein-          n-ärts        verschwenkt.    Hierdurch greift das  Messer 59 an der Nase 55 des Doppelhebels    54 an und verschiebt über das     Ansatzstück     64 die Stange 13 nach rechts, während das       Nesser    65 leer an der Nase 56 vorbeigeht.  Durch die Verschiebung der Stange 13 nach  rechts wird der Winkelhebel 52     verschwenkt     und hierdurch die in ihrer Führung 51 an  geordnete Stange 11 mit der Leiste 10 und  mit dem ganzen Schaft gehoben.

   Am Ende  der ersten Vierteldrehung nimmt der       Schwinghebel    73 seine linke     Grenzstellung     ein. Die Schaltklinke 75 ist hierbei über  einen Schaltzahn 42 weggeglitten und steht  für :die     nächste    Schaltstellung der Karte 43  bereit.  



  Die Scheibe 61 mit der Kurve 61a voll  führt nun eine weitere Vierteldrehung. Die  beiden Schwinghebel 57 und 64 schwingen  daher wieder auswärts, wobei der Ansatz 71  des Schwinghebels 64 über den Kniehebel 70  zunächst die     Fühlnadel    44 wieder von der  Karte 43 abhebt und sodann     mittelst    des  Schwinghebels 73 und der daran angeord  neten Schaltklinke 57 das Schaltrad 42 um  einen Zahn     weiterschaltet.     



  Bei der nächsten Vierteldrehung, bei  deren Beginn sich die beiden     Schwinghebel     5 7 und 64 wieder in ihrer     äussersten    Lage  befinden, sei angenommen, dass die     Fühlnadel     44 sich über einer     Durchbrechung    der Karte  43 befindet. Im Verlauf der weiteren Dre  hung der Scheibe 61 schwingen nun die bei  den     Schwinghebel    57 und 64     wieder    ein  wärts; der Ansatz 71 des Hebels 64 gibt  nun zunächst den Winkelhebel 70 etwas frei,  wodurch die     Fühlnadel    44 in die     Durchbre-          ehung    der Karte 43 eindringt.

   Hierbei senkt  sich der knieförmige     Fortsatz    67 der     Fühl-          nadel    44. Die     rechte    Nase 56 des Doppel  hebels 54 wird über die Führungen 66a und       66b    gesenkt und gelangt in den Bereich des       -Messers    65 am Schwinghebel 64. Die andere  Nase 55 des Doppelhebels 54 wird in glei  chem Masse gehoben und gelangt auf diese       Weise    aus dem Bereich des Messers 59 am  Schwinghebel 57. Bei der Vollendung der  dritten Vierteldrehung wird nun die     Stange     13 über das Ansatzstück 27     wieder    nach  links verschoben.

   Sofern an Stelle einer      Stange ein Zug- und     Gegenzugband    13 und  14 vorgesehen ist, vollzieht sich diese Bewe  gung über die starren Gelenkstücke 24 und  ?6. Hierdurch gelangen die Winkelhebel und  mit ihnen die Stangen 11 und der Schaft  wieder in die auf der Zeichnung veranschau  lichte Stellung.  



  Sofern aber zu Beginn der dritten Viertel  drehung die     Fühlnadel    44 über eine nicht  durchbrochene Stelle der     garte    43 zu liegen  kommt., so verändert der Doppelhebel 54 seine  Lage nicht, und das Messer 65 bewegt sich  daher leer an der Nase 56 des Hebels vorbei.  In diesem Fall     tritt    keine Verschiebung der  Zugorgane und auch keine Schaftbildung ein,  was bei manchen Musterungen wünschens  wert ist.  



  Im letzten Viertel der Drehung der  Scheibe 61 bewegen sich die beiden Schwing  hebel 5 7 und 64 wieder auswärts. Die     Fühl-          nadel    44 wird zunächst über den Winkel  hebel 70 von der garte 43 abgehoben, die  Schaltklinke 75 schaltet dann das Schaltrad  41 um einen Zahn weiter, und bei Vollen  dung der Drehung der Scheibe 61 befindet  sich die ganze Anordnung wieder in der Aus  gangsstellung.  



  Die     Fig.    8 und 9 veranschaulichen die  Bildung eines reinen Faches in schematischer  Seitenansicht und in Draufsicht, wie es durch  die Anordnung der     Schwingachsen    der Messer  10 unterhalb des Anschlagpunktes .des     Schuss-          fadens    gebildet wird. Wie aus der Zeich  nung ersichtlich, werden die Schäfte nicht  in gleichem Masse gehoben, sondern derart,  dass der Winkel .des Faches am Anschlag  punkt für sämtliche     Schussfäden    derselbe ist.  



  In     Fig.    1-0 und 11 ist eine besonders für  die zweite Ausführungsform zweckmässige  Messerführung in schematischer Draufsicht  und Seitenansicht dargestellt. Auf einem  Teller 78 befindet     -sich    das Messer 79. Der  Teller 78 wird in Führungen 76 und 77       zweier    Platten geführt. Ausserdem ist an der  einen Führungsplatte 76 das Ende eines Len  kers 80 an einem Zapfen 82 befestigt. Das  andere Ende des Lenkers greift an dem     Zap-          fen    81 an, der sich auf dem Teller 78 be-    findet. Die beiden     Führungen    76 und 77  dienen nun teils als     Schlittenführung,    teils  als Wälzbahn für die Scheibe 78.

   Der Len  ker 80 ist so bemessen und an der einen Füh  rung 76 befestigt, dass das Messer 79 im Ver  lauf der Bewegung des Tellers 78 um eine  gedachte Schwingachse schwingt, welche     un-          terhalb,des        Anschlagpunktes    der     Schussfäden     liegt.  



  Der erfindungsgemässe Webstuhl mit  Schaltmaschine weist gegenüber     bekannten     Webstühlen dieser Art den erheblichen Vor  teil auf, dass die Bauhöhe des Webstuhls  niedrig gehalten werden kann. Dadurch wird  die Übersicht über den Webstuhl und seine       Bedienbarkeit    wesentlich erleichtert, denn  dieser ist in allen wichtigen Teilen von vorn  zu     übersehen    zu bedienen.     Ausserdem        wird     durch die niedere Bauhöhe nicht allein er  zielt, dass die Herstellungskosten wesentlich  verringert werden, sondern es wird auch     :

  die     bei den Webstühlen mit bekannten     Schaft-          zr,aschinen    unvermeidliche Verdunkelung des  Arbeitssaales verhütet.  



  Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht  darin, dass die Schaftmaschine so angeordnet  werden kann, dass sie auch bei ausgiebiger  Schmierung das Gewebe nicht durch     01-          tropfen    gefährdet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Webstuhl mit Schaftmaschine, insbeson dere mit Greiferschützen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schäfte (9a, 9b,<B>9e,</B><I>9d)</I> nur von unterhalb des Faches (5) angeordneten Leisten (10) getragen und mittelst zwangs läufig geführten stehenden Stangen (11) nach ,Massgabe der beabsichtigten Fachbildung auf- und abbewegt werden.
    UNTERANSPRüCHE 1. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, ,dass auf der Leiste (10) in Abständen Stützen (18) mit Querdrähten (19, 20) angeordnet sind, in welche die Litzen (47, 48) eingehängt werden. 2. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Leiste (10) hohl ausgebildet und mit Zapfen (50) versehen ist, welche mit den Stan gen (11) in durch seitliches Verschieben lösbarer Verbindung stehen. 3.
    Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Stangen (11) mit je einem Schwinghebel (12) in gelenkiger Verbindung stehen, der im Takt der Fachbildung mittelst von der Karte (43) über eine Tastnadel (44) ge steuerten Zugorganen (13, 14) mit hin- und hergehenden Messern (15a, 15b) in oder ausser Eingriff gebracht werden. 4. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Messer (15a, 15b) um eine gemeinsame Achse (22) schwingbar angeordnet sind. 5.
    Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Zugorgane (27, 28) als Bänder ausgebildet sind, wel che in Ösen (20) die Schwinghebel (12) führen. 6. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und U nteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass für Zug- und Gegenzug doppelt vorgesehene Zugorgane (13, 14) mit Nasenhebeln (27, 29, 28, 30) gelenkig verbunden ,sind, welche durch Tastnadeln (44) von der Karte (43) aus gesteuert werden und dabei mit dem hin- und hergehenden Messer (32)
    in oder ausser Eingriff gebracht werden. 7. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass.Schubstangen eines Schaftes (9) mit- telst Winkelhebeln (52) an einer hin- und hergehenden, an der Seite der Ma- schine gesteuerten Stange (13) befestigt sind. B.
    Webstuhl mit Schlafmaschine nach Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Stange (13) durch abwechselnden Eingriff hin- und herbe wegter Messer (59, 65) über eine wage- balkenartige Doppelklinke (54) erfolgt, welche von der Fühlnadel (44) unter dem Einfluss der Karte (43) geschaukelt wird. 9.
    Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Messer (79) auf Tellern (78) ange ordnet sind, welche bei der Hin- und Herbewegung durch die Wirkung einer Vorrichtung (80) eine Drehbewegung um eine unter dem Anschlagpunkt der Schussfäden gedachte Drehachse ausfüh ren. 10. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) als Kurbel aus gebildet ist. 11. Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (80) als Kulisse ausgebildet ist. 12.
    Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die durch ein Stück gestanzten Bleches verlängerte Fühlnadel (44) seitlich einen mit Lang loch (66a) versehenen Ansatz (67) auf weist, in welchem der durch die Messer (59, 65) bewegte Hebel (54) mittelst eines Zapfens (66b) oder dergleichen ge führt wird. <B>13.</B> Webstuhl mit Schaftmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die gemein same Achse 22 sich unterhalb des An schlagpunktes des Schussfadens befindet.
CH174605D 1932-06-02 1933-05-18 Webstuhl mit Schaftmaschine. CH174605A (de)

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