CH174610A - Küpenfarbstoffpräparat. - Google Patents
Küpenfarbstoffpräparat.Info
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Description
Küpenfarbstoffpr äparat. Es ist bekannt, dass man zur Herstellung von Färbeflotten zum Färben von Wolle in den verschiedenstenFarbkonzentrationen feste Küpenfarbstoffpräparate verwenden kann, in denen der Farbstoff und das für die Verkü- pung erforderliche Alkali und Hydrosulfit in einem bestimmten Verhältnis gemischt, vor handen sind und aus denen die Flotte je nach der gewünschten Farbkonzentration durch Zusatz lediglich der erforderlichen Menge Wasser hergestellt wird.
Es ist jedoch nicht möglich, derartige güpenfarbstoffpräpar ate auch zur Herstellung von Färbeflotten belie biger Farbkonzentrationen zum Färben von Baumwolle zu verwenden, da, in diesem Fall bei den verschiedenen Farbkonzentrationen das einzuhaltende Verhältnis zwischen den Mengen an Farbstoff einerseits und an Alkali und Hydrosulfit anderseits kein konstantes ist.
Beispielsweise braucht man bei geringe ren Farbkonzentrationen verhältnismässig mehr Alkali; als bei stärkeren Farbkonzentrationen. Es war demnach überhaupt nicht möglich, die zum Färben von Baumwolle bestimmten Flotten verschiedener Farbkonzentration aus einem festen Präparat durch einfaches Zu mischen von Wasser herzustellen. Man arbei tete vielmehr bisher so, dass man zunächst je nach Farbkonzentration und Flottenver hältnis die Menge Natronlauge und Hydro- sulfit berechnet, die für den einzelnen Fall notwendig war. Dieses Verfahren war sehr umständlich. Auch ergaben sich dabei oft Rechenfehler und in deren weiterer Folge Fehlfärbungen.
Auch die Schnelligkeit der Arbeitsweise wurde beeinträchtigt und bei ungenauen Rechnungen die optimalen Mengen verhältnisse der Zusatzchemikalien verscho ben, was sich ebenfalls oft ungünstig aus wirkte.
Versuche ergaben, dass sich richtig zu sammengesetzte güpenfärbebäder der verschie densten Farbkonzentrationen und Flottenver hältnisse für Baumwolle, unter Vermeidung umständlicher Rechnungen und Massnahmen, lediglich durch Zusatz von Wasser zu festen Präparaten herstellen lassen, wenn man die für die Färbeflotte erforderlichen Bestandteile zu zwei verschiedenartigen Präparaten ver arbeitet, die beim Bereiten der Färbeflotte in verschiedenen Mengen pro Flottenvolumen einheit zur Verwendung gelangen.
Das eine der Präparate (1) stellt ein Gemisch dar aus Natriumhydrosulfit und Alkali im Verhältnis von 1 Mol zu etwa 2 Mol, dem zur Erhöhung der Beständigkeit andere Stoffe, wie Stärke, Bärlappmehl, zugesetzt sein können. Die der Flotte zugegebene empirisch zu ermittelnde Menge dieses Präparates ist diejenige, die für das Verküpen und in Lösung halten einer zur Herstellung von hellen Färbungen erfor derlichen, also im Färbereibetrie'ce kleinsten zur Anwendung kommenden Menge Farbstoff erforderlich ist.
Die Menge selbst wird je nach der Natur des verwendeten Farbstoffes verschieden gross, wenn auch nur in geringen Grenzen schwankend, sein, jedoch ist die ein mal für einen bestimmten Küpenfarbstoff nach obiger Regel gefundene erforderliche Menge des Präparates I, die pro Volumeneinheit der Flotte zuzusetzen ist, in allen gewünschten Fällen der Farbkonzentration stets die gleiche.
Das den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildende, haltbare, für die Herstel lung der Flotte verwendete Präparat (Il) enthält den Küpenfarbstoff neben den für die Flottenbildung weiterhin erforderlichen. Men gen Alkali und Hydrosulfit. Das Mischungs verhältnis in diesem zweiten Präparat muss bei jedem Küpenfarbstoff empirisch bestimmt werden, und zwar derart, dass die gesamte Menge Alkali und Hydrosulfit beider Präpa rate zur Herstellung der Flotte ausreichend wird. Hierzu genügt es, diese Bestimmung bei einer beliebigen Farbstärke auszuführen.
Überraschend ist es, dass das Verhältnis zwi schen der Farbstoffmenge und der für die Flottenbereitung optimalen Menge Alkali und Hydrosulfit, welche um die Menge der im Präparat I befindlichen Stoffe verringert ist, bei allen Farbkonzentrationen ein ungefähr konstantes ist.
Während die Menge des Präparates I, die zur Herstellung der Flotte erforderlich ist, wie bereits oben gesagt, bei dem gleichen Farbstoff proFlottenvolumeneinheitdiegleiche ist, wird die Menge des Präparates II je nach der gewünschten Farbstärke in verschieden grossen Mengen pro Flottenvolumeneinheit verwendet. Bei Ausübung des Verfahrens ist es zweckmässig, das erste Präparat zum Vor schärfen der Flotte zu verwenden, während das in dem zweiten Präparat befindliche Al kali und Hydrosulfit für die eigentliche Lö sung des Farbstoffes in Frage kommt.
Das haltbare Küpenfarbstoffpräparat (Prä parat II) kann zum Beispiel folgende Zu sammensetzung haben 250 gr 3.3.'-Dichlor-N-dihydro-1.2.1'.2'- anthrachinonazin, 450 gr Ätznatron, 300 gr Hydrosulfit.
Bei der Verwendung wird dieses Präpara in Wasser von<B>60'</B> C aufgelöst und als Lö sung zu einer Flotte von 700 Liter gegeben, der 4900 gr des eingangs beschriebenen Prä parates I, bestehend aus 2150 gr Ätznatron und 2750 gr Hydrosulfit wasserfrei, hinzuge geben sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Haltbares Küpenfarbstoffpräparat zur Her stellung von Färbebädern, bestehend aus einem Gemisch von güpenfarbstoffen mit Alkali und Hydrosulfit, worin das Alkali und Hydrosul- fit in einer Menge vorhanden ist, die, pro Flottenvolumeneinheit der für die Verküpung optimalen Menge, vermindert um die Menge, die für das Verküpen und in Lösung halten, der zur Herstellung von hellen Färbungen erforderlichen, also im Färbereibetriebe klein sten zur Anwendung kommenden Menge eines Farbstoffes erforderlich wäre, entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE174610X | 1932-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH174610A true CH174610A (de) | 1935-01-31 |
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ID=5691434
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH174610D CH174610A (de) | 1932-09-28 | 1933-09-20 | Küpenfarbstoffpräparat. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH174610A (de) |
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1933
- 1933-09-20 CH CH174610D patent/CH174610A/de unknown
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