CH174728A - Flächen- und Innenschleifverfahren unter Verwendung eines umlaufenden Schleifkörpers. - Google Patents

Flächen- und Innenschleifverfahren unter Verwendung eines umlaufenden Schleifkörpers.

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CH174728A
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Inventor
Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  Flächen- und     Innenschleifverfahren    unter     Verwendung    eines     umlaufenden     Schleifkörpers.    Gegenstand der Erfindung ist ein     Flächen-          und        Innenschleifverfahren    unter Verwendung  eines umlaufenden Schleifkörpers aus Schleif  körnern und Bindemittel, welches dadurch  gekennzeichnet ist, dass man den Schleifpro  zess     mittelst    einer von Hohlräumen durch  setzten Schleifscheibe, deren spezifisches Ge  wicht 1,9     kg/cdm    nicht übersteigt, und deren  Umfangsgeschwindigkeit mehr als 35     m/sek     beträgt, durchführt.  



  Beim Arbeiten mit umlaufenden Schleif  körpern mit seitlich wirkender     Arbeitsfläche,     wie solche vorwiegend für den Flächenschliff  bestimmt sind, ist man sowohl mit Bezug  auf die Umfangsgeschwindigkeit, als auch  mit Bezug auf die Wandstärke und den  Durchmesser der Schleifkörper an gewisse  Grenzen gebunden. In der Praxis ist man  bisher bei Durchführung des Flächenschliffes  über Umfangsgeschwindigkeiten von 25     m/sek     nicht hinausgekommen, da die Schleifkörper    bei dieser Art des     Schleifens    durch Biegung  und Verdrehung in besonders ungünstiger  Weise beansprucht werden.  



  Ebenso liegen bei Durchführung des In  nenschliffes besonders ungünstige Arbeits  bedingungen vor. Da die Schleifscheiben für       Innenschliff    in der Regel klein sind, so sind  sie durch die Fliehkraft besonders gefährdet,  weil bei gleichbleibender Umfangsgeschwin  digkeit und mit abnehmendem Durchmesser  der Schleifscheibe, das heisst bei entsprechend  zunehmender Tourenzahl die gefährlichen  Ringspannungen an der     Achsenbohrung    wach  sen. Bei einigermassen langer Bohrung hängt  die Schleifscheibe weit über; wodurch der  die Schleifscheibe tragende Maschinenteil  leicht zu schädlichen Schwingungen neigt.  Durch diese und andere Umstände ist auch  beim     Innenschliff    die Grösse der zulässigen  Umfangsgeschwindigkeit beschränkt.

   Auch  das Gewicht der Schleifscheibe macht sich      bei grösseren Umfangsgeschwindigkeiten un  günstig bemerkbar.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass man sowohl  Flächenschliff, als auch     Innenschliff    mit er  heblich höheren Umfangsgeschwindigkeiten  als den bisher als zulässig erachteten Höchst  geschwindigkeiten von 25     m/sek    für Flächen  schliff mit sogenannten Topfscheiben und von       35m    /sek für Innenschliff durchführen und  hierdurch besondere Vorteile erzielen kann,  wenn man von Hohlräumen durchsetzte  Schleifscheiben verwendet, deren spezifisches  Gewicht 1,9     kg/cdm    nicht übersteigt.  



  Zur Durchführung des Verfahrens nach  der Erfindung können Schleifscheiben ver  wendet werden, deren spezifisches Gewicht       erheblich    unter der vorstehend genannten  obern Grenze liegt. Das spezifische Gewicht  der anzuwendenden Schleifscheibe kann z. B.  bei Verwendung von     Korund    und Kunstharzen  nach Art des Bakelits als Bindemittel zwischen  <B>1,16</B> und 0,7 und bei Verwendung von     Sili-          ziumkarbid    und dem gleichen Bindemittel  zwischen 1,07 und 0,6 liegen. Bei Verwen  dung keramischer Bindungsmittel kann das  spezifische Gewicht bei Scheiben, die aus       Korund    bestehende Körner aufweisen, z. B.

    zwischen 1,8 und 1,0 und bei Scheiben, die  aus     Siliziumkarbid    bestehende Körner auf  weisen, zwischen 1,55 und 0,9 liegen. Die  Umfangsgeschwindigkeit kann mehr als  45     m/sek,    z. B. 60-90     m/sek    und darüber  betragen.  



  Die bisher zur Metallbearbeitung verwen  deten Schleifkörper hatten durchweg ein  spezifisches Gewicht, welches bei Verwendung  von     Korund    über 2,0     kg/cdm    und bei Ver  wendung von     Siliziumkarbid    über 1,8     kg/cdm     lag.  



  Zur Herstellung der erfindungsgemäss an  zuwendenden Schleifscheiben mit Hohlräumen  kann man sich verschiedener Methoden be  dienen. Man kann z. B. derart verfahren,  dass man ein formbares Gemisch von Schleif  körnern und Bindemittel mit Stoffen versetzt,  welche befähigt sind, Gasblasen zu entwickeln,  hierdurch Hohlräume (Zellen) in der Masse  erzeugen und die geformte Schleifscheibe    durch Erhitzen oder dergleichen Massnahmen  verfestigen. Man kann weiterhin der     Mischung     von Schleifkörnern und Bindemittel Körper,  die z. B. die Form von Körnern, kleinen  Kugeln usw. haben können, einverleiben und  diese nach erfolgter Verformung und Ver  festigung durch Verbrennen, Verdampfen,  Herauslösen und dergleichen Massnahmen  wieder entfernen. Man kann z.

   B. auch so  vorgehen, dass man dem Gemisch von Schleif  körnern und Bindemittel Hohlkörper, z. B.  Hohlglasperlen einverleibt und hierdurch  Hohlräume in gewünschter Menge und Ver  teilung erzeugt. In diesen Fällen hat man  dafür Sorge zu tragen, dass Schleifkörper  von dem gewünschten spezifischen Gewicht  erreicht werden.  



  Das Schleifen mit hohen Umfangsge  schwindigkeiten unter     Verwendungvon    Schleif  körpern niedrigen spezifischen Gewichtes bie  tet erhebliche Vorteile. Infolge der grossen  Umfangsgeschwindigkeiten erzielt man eine  erhebliche Verbesserung der Schleifwirkung.  Durch die infolge Erhöhung der Umfangs  geschwindigkeit ermöglichte Erniedrigung der  Schleifkräfte wird eine geringere Beanspru  chung und     Durchfederung    des     Schleifwerk-          zeuges    und dessen Trägers erzielt. Hierdurch  kann man höhere Arbeitsgenauigkeit als bis  her erreichen.  



  Nachteilige Temperatursteigerungen treten  trotz Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit  nicht auf. Es war zu befürchten, dass durch  die Auflockerung der Struktur einer solchen  Schleifscheibe die Bruchgefahr insbesondere  bei sehr raschem Umlauf der Scheiben sich  erhöhen würde. Es hat sich aber über  raschenderweise gezeigt, dass gerade das  Gegenteil der Fall ist. Man kann bei An  wendung einer Scheibe, deren spezifisches  Gewicht 1,9     kg/cdm    nicht übersteigt, die  Umfangsgeschwindigkeit weit über das bisher  zulässige Mass hinaus steigern, ohne dass ein  Zerspringen der Schleifscheibe stattfindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Flächen- und Innenschleifverfahren unter Verwendung eines umlaufenden Schleifkörpers aus Schleifkörnern und Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass man den Schleifprozess mit einer von Hohlräumen durchsetzten Schleifscheibe, deren spezifisches Gewicht 1,9 kg/edm nicht übersteigt, und deren Um fangsgeschwindigkeit mehr als 35 m jsek be trägt, durchführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Korund als Schleifkorn. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Ko- rund als Schleifkorn und mit einem spe zifischen Gewicht von nicht mehr als 1,16 kg/cdm. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit ke ramisch gebundenem Korund als Schleif korn und mit einem spezifischen Gewicht von nicht mehr als 1,8 kg/cdm. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Korund als Schleifkorn und mit zur Auf lockerung der Schleifscheibe dienenden Einlagerungshohlkörpern. 5. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Siliziumkarbid als Schleifkorn und mit einem spezifischen Gewicht von nicht mehr als 1,7 kg/edm. 6. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Siliziumkarbid 11s Schleifkorn und mit einem spezifischen Gewicht von nicht mehr als 1,07 kg/edm. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Siliziumkarbid als Schleifkorn und keramischem Bindemittel, sowie mit einem spezifischen Gewicht von nicht mehr als 1,55 kg/edm. B. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer Schleifscheibe mit Siliziumkarbid als Schleifkorn, mit zur Auflockerung dienen den Einlagerungshohlkörpern, und mit einem spezifischen Gewicht von nicht mehr als 1,7 kg/edm.
CH174728D 1933-01-24 1934-01-22 Flächen- und Innenschleifverfahren unter Verwendung eines umlaufenden Schleifkörpers. CH174728A (de)

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