CH174801A - Einrichtung zum Umformen von Drehstrom in Einphasenstrom anderer Frequenz. - Google Patents
Einrichtung zum Umformen von Drehstrom in Einphasenstrom anderer Frequenz.Info
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Description
Einrichtung zum Umformen von Drehstrom in Einphasenstrom anderer Frequenz. Es ist bekannt, dass man Drehstrom un mittelbar in Einphasenstrom anderer Fre quenz, und umgekehrt, umformen kann, in dem man gittergesteuerte Quecksilberdampf- ventile verwendet, und die Gittersteuerung in an sich beliebiger und bekannter Weise so vor nimmt, dass die vom Ventil abgegebene Ein phasenspannung rechteckförmige Kurvenform besitzt.
Auf der an das Einphasennetz an- treschlossenen Sekundärseite des Einphasen transformators ist. dabei eine Einrichtung vorgesehen, die die .dem Einphasentransfor- mator primär zugeführte rechteckförmige Spannung auf der Sekundärseite desselben in eine sinusförmige Spannung umwandelt.
Diese Einrichtung besteht aus einer Induk- tivit;it, einem Kondensator und Sperrkreisen mit Kondensator und Drosseln in Reihe, wo bei letztere die Oberwellen beseitigen bezw. kurzschliessen. Bei dieser Einrichtung wird ,der an das Netz abgegebene Einphasenstrom sinusförmigsein. Die Rückwirkung der pul sierenden Einphasenbelastung des Umformers auf das Drehstromnetz wird unter diesen Voraussetzungen so sein, dass die vom Dreh- s-tro:
mnetz abgegebene Leistung während einer Periode der Einphasenfrequenz zweimal durch Null geht. Daraus entsteht der Nach teil, dass das Drehstromnetz nicht konstant,. sondern pulsierend belastet ist.
Zur Erzielung einer konstanten Dreh stromleistung bei pulsierender Einphasen leistung hat man bereits vorgeschlagen, ro tierende Maschinen zu verwenden, .die die pulsierende Einphasenleistung in eine kon stante umwandeln. Die Verwendung rotieren der Maschinen kompliziert aber die Anlage und erhöht die Unterhaltungskosten der selben.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einii,ehtung zum Umformen von Drehstrom in Einphasenstrom anderer Frequenz, und umgekehrt, über wenigstens ein gitter- gesteuertes Quecksilberdampfventil, das so gesteuert ist, dass die von dem letzteren un mittelbar gelieferte Spannung Reehteckform besitzt, und .dass dieses Ventil unmittelbar oder über einen Einphasentransformator an ein Einphasennetz gegebener sinusförmiger Spannung angeschlossen ist,
bei der erfin dungsgemäss zur Erzielung einer konstanter. Drehstromleistung bei pulsierender Einpha- senleistung in die Kathodenleitung .des Ven tils, bezw. in die Verbindungsleitungen zwi- s:chen dem Einphasentransformator und dem oder den Nullpunkten der Sekundärwicklun gen des Speisetransformators für das Ventil Induktivitäten, und parallel zu :
den Wicklun gen oder Wicklungsteilen des Einphasen- tranaformato@rs. Kondensatoren von solcher Grösse eingeschaltet sind, dass die Induktivi- tIt die Differenz zwischen :der Rechteck- und der Sinusspannung, und die Kondensatoren die Differenz zwischen dem konstanten Gleichstrom in der Kathodenleitung und dem Sinusstrom des. Einpha@sentran.sformators, auf nehmen.
In der Zeichnung sind in Abb. 1 bis 9 Ausführungsbeispiele der Erfindung schema tisch dargestellt. In allen Abbildungen be deutet a das Drehstromnetz, b das Einphasen- netz und e das Quecksilberdampfventil mit Anoden und Kathode und den Anoden vor- gelagerten Steuergittern. Das Ventil wird aus dem Drehstromnetz über ,den Transformator <I>d</I> gespeist. Mit<I>f</I> ist der Einphasentransfor- mator bezeichnet.
L ist die in der Kathoden leitung bezw. in den Nullpunktsverbindun- gen zu den Sekundärwicklungen des Speise transformators gelegte Drosselspule, und c, <B>ei,</B> e2 sind :die parallel zu den Wicklungen des Einphasentransformato:rs gelegten Kon densatoren. Mit s, si, s2 sind Sperrkreise be zeichnet, :die aus einem Kondensator in Reihe mit einer Drossel bestehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel einer Um formeranlage nach Abb. 1 liegt in der die Kathode des Ventils e mit dem Mittelpunkt der Primärwicklung des Einphasentransfor- mators. <I>f</I> verbindenden Leitung die Drossel<I>L,</I> während die Wicklungsenden zu :den Null punkten der Sekundärwicklungen des Speise- transformato@rs d geführt sind. Parallel zu den Primärwicklungshälften des Einphasen- transformators. liegen :die Kondensatoren ei, c2.
Die Art der Gittersteuerung des Ventils ist als für das Verständnis der Wirkungs weise der Erfindung weder :dargestellt, noch braucht dieselbe eingehend erörtert zu wer den.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist die, dass die Drossel L den Kathodenstrom praktisch konstant hält, so: .dass die Ströme, die zu .den beiden Nullpunkten der Sechs- phasen-Sekund;ärwicklungen des Speisetrans formators d fliessen, Rechteckform erhalten. Nach den gemachten Voraussetzungen soll aber im Einphasentransfo:rmator ein Sinus strom fliessen.
Die Differenz zwischen diesem Sinusstrom und den erwähnten Rechteckströ- men fliesst durch die Kondensatoren ei und c2. Die Spannung an den Klemmen,des Ein phasentransformato-rs ist sinusförmig, denn sie wird vom Einphasennetz aus bestimmt.
Zwischen der Kathode des Ventils und den beiden Nullpunkten :der Sechsphasenwicklun- gen des Speisetransformators d ist die Span nung, wie erwähnt, rechteckförmig. Die Differenz zwischen dieser rechteckförmigen und der sinusförmigen Einphasenspannung wird von :der Drossel L aufgenommen.
Es er gibt sich also, dass bei dieser Anordnung und bei sinusföranigem Einphasenstrom und sinusförmiger Einphasenspannung der Ka thodenstrom .des Ventils konstant ist, und dass ferner die Spannung zwischen Kathode und :dem Nullpunkt des jeweils brennenden Systems ebenfalls konstant bleibt.
Daraus folgt, dass das Drehstromnetz konstant so be lastet wird, wie wenn ein gewöhnlicher Se@e-hspha.sen-Gleichrichter Gleichstrom ab geben würde, das heisst. das Drehstromnetz gibt eine kontinuierliche Leistung ab und die vom Umformer abgegebene Einphasen leistung pulsiert mit doppelter Einphasen frequenz, wobei die Speicherung der Diffe renz :dieser beiden Energien durch :die Drossel L und die Kondensatoren ei und e2 vollzogen wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. \? sind die Kondensatoren ei und e2 der Abb. 1 zu einem einzigen Kondensator c vereinigt. In diesem Fall wird der konstante Kathoden strom beim Eintritt in den Einphasentrans- formator f so. zerlegt, :
dass die eine Kompo nente durch den einen Teil der Primärwick lung des Einphasentransformators d zum .Nullpunkt des einen Sechsp.hasensystems des Speisetransformators d geht, und die andere Komponente über den andern Teil der Pri märes ieklung des Einphasentransfo:rmators d durch den Kondensator c zum erwähnten Nullpunkt desselben Sech:sphasensystems fliesst.
Es wird also .die Summe der beiden Teilströme einen Strom reohteckförmiger Kurve ergeben, und :die Differenz der beiden Teilströme wird unter Berücksichtigung :des L'bersetzungsverhältnisses. .des Einphasen- transformato:rs den sinusförmigen Einphasen strom ergeben.
In Abb. 3 ist die letzterwähnte Schaltung dadurch ergänzt, :dass zum Kondensator c noch. Siebkreise si und s2 parallel geschaltet sind, wodurch erreicht wird, dass der Konden sator c kleiner bemessen werden kann, weil die Harmonischen kleinerer Frequenz durch die Siebkreise und nicht durch den Konden sator c fliessen müssen.
In der Abb. 4 ist eine weitere Schaltung angegeben, die sieh von den vorigen nur .da durch unterscheidet, dass anstatt eines ein zigen Ventils zwei Ventile ei, e2 verwendet werden, deren Anoden gemeinsam aus einem Sechsphasensystem des Speisetransformators d gespeist werden.
Es ist auch möglich, :den oder die Pa- rallel-Kondensatoren und die Siebkreise an statt auf der Primärwicklung :des Einphasen transformators auf der Sekundärseite .dieses Transformators anzuordnen, wie dies Abb. 5 -neigt. Es ist :dann notwendig, :dass zwischen Kondensator e, Siebkreis si und s2 und dem Einphasennetz eine Drossel L2 geschaltet wird, die die Oberwellen zurückhält, :
damit die oben erwähnten Differenzströme zwi schen :dem rechteckförmigen Strom im Ein- phasentransfo.rmator und dem sinusförmigen Strom des Einphasennetzes durch den Kon densator c und,die Siebkreise si und 32 flie ssen. In diesem Falle wird der Einphasen- trans.formato:r einen rechteckförmigen Strom transformieren.
Es kann auch eine Anordnung entspre chend Abb. 6 gewählt werden, :die sich von der Schaltung nach Abb. 5 nur :dadurch un terscheidet, :dass der Kondensator c und der Siebkreis s nicht an die volle Einphasen spannung, sondern über :eine Anzapfung P des Einphasentra,nsformators, die auch ein stellbar sein kann, angeschlossen wird.
Wird nämlich der Punkt P auf der @Sekundärwiek- lung des Einphasentransformators verscho ben, su kann dadurch eine Regelung :des Stromes. im Kondensator c und im Siebkreis s erreicht werden, .damit bei verschiedenen Belastungen :des Umformers die Stärke :des Oberwellenstromes im Kondensator c und Siebkreis s der Belastung angepasst werden kann.
Abb. 7 zeigt eine Einrichtung, :die genau gleich wirkt wie :die Anordnung nach Abb. 6, wobei aber die Regelung :des Kondensator- und Siebkreis-stromes durch eine Regulier drossel La besorgt wird.
Abb. 8 zeigt ein weiteres Beispiel, ,das im wesentlichen mit dem Beispiel Abb. 2 sich deckt, mit :dem Unterschied, :dass die Drossel L der Abb. 2 nicht in :die Kathodenleitung, sondern in die Zuleitung zu den Nullpunkten .der beiden Sechsphasensysteme verlegt iet. Diese Drossel Lit erhät zwei Wicklungen, die so geschaltet sind, dass sie am gleichen Sinne magnetisieren. Die Wirkungsweise :der ganzen Einrichtung ist dieselbe wie vorher beschrieben.
Schliesslich zeigt Abb. 9 ,eine Möglichkeit, zwei Ventile in Achterschaltung zu verwen den, wobei dann der Einphasentransformator weggelassen werden kann. Die Drossel Lit erfüllt den gleichen Zweck wie in Abb. B. Der Kondensator c, Siebkreis. s und Drossel L2 entsprechender Einrichtung von Abb. 5.
Da die Kondensatoren in den erwähnten Schaltungen recht gross ausfallen, so können diese auch zur Lieferung voll Blindleistung an .das Einphasen- oder an das Drehstrom netz herbeigezogen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Umformen von Dreh strom in Einphasenstrom anderer Frequenz, und umgekehrt, über mindestens ein gitter gesteuertes Quecksilberdampfventil, dessen Anoden an die Sekundärwicklung oder -wick- lungen eines primär an das Drehstromnetz angeschloesenen Transformators angeschlos sen sind und bei welchem zwischen Kathode und dem oder den Nullpunkten der genann ten Sekundärwicklungen das Einphasennetz gegebener <RTIID="0004.0013"> sinusförmiger Spannung oder die Wicklung der einen Seite eines Einphasen- transformators liegt, dessen andere Seite an das Einphasennetz gegebener sinusförmiger Spannung angeschlossen ist, dadurch gekenn zeichnet, dass das Quecksilberdampfventil so gesteuert ist,dass die von ihm unmittelbar gelieferte Spannung Rechteckform besitzt und dass zur Erzielung einer konstanten Drehstro@mleistung bei pulsierender Einpha- senleistung in die Kathodenleitung .des Ven tils, bezw. in die Verbindungsleitungen zwi schen dem Einphasentransformator und dem oder den Nullpunkten der Sekundärwicklun gen des Speisetransformators für das Ventil Induktivitäten,und parallel zum Einphasen netz bezw. zu den Wicklungen oder Wick lungsteilen des Einpha.sentransformators Kon densatoren von solcher Grösse eingeschaltet sind, .dass die Induktivität die Differenz zwi schen der Rechteck- und der Sinusspannung, und der oder die Kondensatoren die Differenz zwischen .dem konstanten Gleichstrom in,der Kathodenleitung und dem Sinusstrom des Einphazentransformators aufnehmen. UNTERANSPRüCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, -da- ,durch .gekennzeichnet, dass parallel zu ,den Kondensatoren Siebkreise geschaltet sind. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Konden satoren und die Siebkreise zum Strom ausgleich auf der Primärseite des Ein- phasentransformato:rs vorgesehen sind.3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass :die Konden satoren und die Siebkreise zum Strom ausgleich auf der Sekundärseite des Ein- phasentransfürmators vorgesehen sind. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass zwischen Kondensatoren, Siebkreisen und Ein phasennetz eine Drossel geschaltet wird. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 8,, da durch gekennzeichnet, dass ein Konden sator und ein Siebkreis an Anzapfungen .der Sekundärwicklung des Einphasen transformators gelegt werden. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der Strom im Kondensator und im Siebkreis in Ab hängigkeit der Belastung durch Verän- ,deruug der Anzapfung reguliert werden kann. 7.Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Regelung des Kondensator- und Siebkreisstrome@ mittelst einer zusätzlichen Regulierdros sel herbeigeführt wird. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in .die Zulei tung zu den beiden Nullpunkten der Sechsphasenwicklungen des Speisetrans formators für das Ventil eine Zweiwick- lungsdrossel derart geschaltet ist, dass beide Wicklungen im gleichen Sinne magnetisieren. 9.Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass zwei Ventile in Achterschaltung in Verbindung mit Kondensator und Siebkreis und einer zwischen letzteren und dem Einphasen netz geschalteten Drossel verwendet wer -,den, wodurch der Einphasentransforma- tor entbehrlich wird. 1-0. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die verwen deten Kondensatoren zur Lieferung von Blindleistung an das Einphasennetz her beigezogen werden.
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