CH174805A - Gas- und/oder Dampfentladungsröhre mit einer oder mehreren Elektroden, die sich im Betriebe auf hoher Temperatur befinden. - Google Patents
Gas- und/oder Dampfentladungsröhre mit einer oder mehreren Elektroden, die sich im Betriebe auf hoher Temperatur befinden.Info
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Description
Gas- und/oder Dampfentladnngsröhre mit einer oder mehreren Elektroden, die sich im Betriebe auf hoher Temperatur befinden. Die Erfindung bezieht .sich auf Gas und/oder Dampfentladungsröhren, deren Elek troden sich im Betriebe auf hoher Tempe ratur befinden, insbesondere Strahlungs röhren, die mit einer solchen Wattbelastung betrieben werden, @dass die Entladung als Hochdruckentladung vor sich geht.
Solche Röhren werden zum Beispiel mit einer Edel gasfüllung und einem Zusatz eines verdampf-' baren 14letalles, zum Beispiel Quecksilber, versehen und mit aktivierten, vorzugsweise durch die Entladung selbst aufgeheizten Glühkathoden ausgerüstet.
Bei solchen Röhren gehen von den Elek troden durch Strahlung und Leitung erheb liche Wärmemengen aus, die auf die Wan dung der Röhre belangen und, insbesondere wenn die Wandung aus einem nicht sehr hoch schmelzenden Material, zum Beispiel Ultraviolettglas oder Phosphatglas, besteht, zum Einziehen der Glaswand infolge Er- weiehens des Glases führen, oder die Röhren wandung infolge der in der Wandung auf tretenden krassen Temperaturunterschiede zerspringen lassen.
Ferner zeigt sich bei solchen Röhren im Laufe des Betriebes ein mehr oder weniger starker Beschlag auf der Innenwandung, der von der Zerstäubung der Elektroden her rührt. Dieser Beschlag wirkt einerseits als Absorbenz des Füllgases und setzt anderseits die Strahlendurchlässigkeit der Röhrenwan dung in unerwünschter Weise herab.
Zur Vermeidung dieser Nachteile sind erfindungsgemäss die während des Betriebes auf hoher Temperatur befindlichen Elektro den von einem metallischen Schutzmantel umgeben, der von der Elektrode isoliert an geordnet ist und keine besondere Einführung besitzt. Der Schutzmantel nimmt also beim Betrieb der Röhre das Potential der betref fenden Raumstelle an, ohne an der Strom- leitung und damit an der Entladung teilzu- l@aben. Eine Zerstäubung des Schutzmantels oder ein Ansetzen der Entladung an ihm ist damit unterbunden.
Die Erfindung soll anhand der Zeich nung, die verschiedene Ausführungsbeispiele veranschaulicht, näher erläutert werden.
In der Zeichnung bedeutet W die Wand eines Entladungsgefässes, von dem nur der eine, die Elektrode E enthaltende Teil dar-. gestellt ist. Das Entladungsgefäss kann zum Beispiel als langgestrecktes zylindrisches Rohr ausgebildet sein und besitzt zweck mässigerweise eine zweite gleichartige, in der Zeichnung nicht .dargestellte Elektrode E am entgegengesetzten Ende des Rohres, so dass die Röhre auch mit Wechselstrom betrieben werden kann.
Das Entladungsgefäss enthält zweckmässigerweise ein die Zündung erleich terndes Füllgas, zum Beispiel Argon, von einigen Millimetern Druck, und gegebenen falls noch einen auf der Wandung der Röhre angebrachten, mit den Elektroden verbun denen und in der Nähe der Kathode unter brochenen Zündstreifen, so dass bei Anschluss der Röhre an die übliche Netzspannung die Röhre bereits zündet. Ferner enthält die Röhre ein verdampfbares Metall, zum Bei spiel Quecksilber oder Kadmium.
Die Menge des verdampfbaren Metalles wird dabei mit Vorteil so gering bemessen, dass währenddes Betriebes der Röhre als Hochdruckentla- dungsröhre alles verdampfbare Metall ver dampft ist.
Die Wand W des Gefässes besteht aus einem für die gewünschte Strahlung durch-. lässigen Glas, zum Beispiel bei einer Röhre, die vor allem ultraviolette Strahlen aus senden soll, aus ultraviolettem Glas oder Phosphatglas. Die Elektrode E ist vorzugs- -#"ceise als aktivierte Elektrode ausgebildet. das heisst mit einem starkelektronenemittie- renden Material, zum Beispiel Bariumogyd, versehen, das auf einen Trägerkörper aus genügend hochschmelzendem Metall, zum Beispiel Nickel,
angebracht ist. Der Träger körper kann zum Beispiel die in der Zeich nung dargestellte Topfform besitzen, bei .der zwei oder mehrere ineinander geschachtelte Näpfe vorgesehen sind, zwischen denen sich das elektronenemittierende Material befindet. Diese Form besitzt besondere Vorteile, wenn es sich um eine Röhre handelt, bei der die Elektroden .durch die Entladung selbst auf geheizt werden. Es setzt alsdann die bei der Zündung der Lampe anfänglich vorhan dene Glimmentladung an dem scharfen Rand R der Elektrode E besonders leicht an und ruft hier eine so starke Erhitzung hervor, ,dass in kurzer Zeit ein Übergang in die Bogenentladung stattfindet.
Während des Betriebes der Röhre wird aus dem Zwischen raum der ineinander geschachtelten Näpfe stets die genügende Menge elektronenemittie render Substanz nachgeliefert, so dass die Röhre eine lange Lebensdauer besitzt. Die Elektrode E braucht im Falle der Ruf heizung durch die Entladung nur mit einer einzigen Stromdurchführung versehen zu werden. Statt der ineinander geschachtelten Näpfe kann für die Elektrode E mit glei chem oder annähernd gleichem Erfolg auch ein mit aktivem Material überzogenes Draht- oder Bandgeflecht benutzt werden, das ein zelne Vorsprünge und Zacken aufweist, an denen die Entladung ansetzen kann und in deren Hohlräumen das emittierende Material als Vorrat vorhanden ist.
Beim Betrieb der Röhre setzt nun die Entladung vorwiegend in einem eng begrenz ten Bereich der Elektrode an, nämlich in demjenigen Bereich, der die günstigsten Ent ladungsbedingungen besitzt. In den dar gestellten Beispielen ist dies der obere Rand der Elektrode E. Dieser Teil der Kathode ist infolgedessen der heisseste und gibt an dem ihm zunächst liegenden Teil der Glas wand durch Strahlung und Leitung ,die stärkste Wärme ab, so dass dieser Teil der Brandung eine starke lokale Temperatur erhöhung erfährt. die häufig zum Springen des Gefässes oder infolge des Niederdruckes im Innern der Röhre zum Eindrücken .der Glaswand beim Erweichen des Glases führt.
Ferner findet im Betriebe der Röhre je nach der Beschaffenheit des Elektroden- materials und der Elektrodentemperatur eine riiehr oder minder starke Verdampfung und Zerstäubung von der Elektrode E her statt, durch die ein Beschlag erzeugt wird, der die Ausstrahlung der Röhre behindert.
Die Elektrode E ist nun von einem meta.l- lischen Schutzmantel (:11) umgeben. Wie in Abb.l. dargestellt ist, kann dieser Schutz inantel zylindrische Gestalt besitzen. Seine UTirkizngsweise kann so erklärt werden, dass durch ihn die von dem Rande R, der Elektrode E ausgehende, stark zusammen gedrängte Wärmemenge über eine grosse Fläche verteilt wird, so dass eine extreme Wärmebelastung einzelner Teile der Röhren wand nicht mehr vorhanden ist.
Durch diesen Schutzmantel wird gleich zeitig auch eine Bestäubung der Wandung der Röhre durch zerstäubendes oder ver dampfendes Kathodenmaterial vermieden. Damit ein genügender Bestäubungsschutz der Cla:swand erreicht wird, ist, wie in Abb.l dargestellt, der Schutzzylinder M so aus gebildet und in bezug auf die Elektrode E angeordnet, dass die Elektrode und besonders die Ansatzstellen der Entladung von dem Schutzmantel eng umschlossen werden, und der Schutzmantel auf beiden Seiten der Elek trode genügend weit über die Elektrode hin ausragt, insbesondere nach der nach der Ent ladungsbahn zu gelegenen Seite.
Dies ist auch mit Rücksicht auf den ther mischen Schutz der Röhrenwandung an gebracht; denn wie die Messungen an Q;ueck- silberbogenentladungsröhren gezeigt haben, erstreckt sieh das Temperaturmaximum noch bis über 5 mm vor die Elektrode. Durch eine Temperaturmessung mittelst Thermoelement an der äussern Röhrenwandung kann fest gestellt werden, wie weit man in jedem Falle über die Elektrode hinausgehen mass.
Die Wirkung des Schutzzylinders kann noch verbessert werden, wenn, wie in Abb. 2 dargestellt, der Zylinder nach der Ent ladungsbahn zu durch einen mit einer Off- nun- O versehenen Deckel abgedeckt wird. Die Offnung soll gross genug sein, so dass die Entladung nicht wesentlich durch den Deckel behindert wird.
Anderseits aber soll der Deckel so weit übergreifen, .dass die von den Ansatzpunkten der Entladung, also dem Rande R, in Richtung auf .die andere Elek trode ausgehenden Strahlen, die durch die punktierten Linien P angedeutet sind, ab gefangen werden. Diese Bedingungen lassen sich bei der angegebenen Anordnung ohne weiteres einhalten. Es zeigt sich, dass dann eine Bestäubung der Glaswand nur in sehr geringem Masse auftritt, so dass sie praktisch zu vernachlässigen ist.
Eine ähnliche vorteilhafte Wirkung, wie durch die Anordnung nach Abb. 2, lässt sich auch durch die Anordnung nach Abb. 3 er reichen, bei der der Schutzmantel als Kegel stumpf ausgebildet ist, wodurch seine Her stellung vereinfacht wird.
Für den Betrieb der Röhre ist es wichtig, d.ass der Schutzmantel gut entgast werden kann. Zu dem Zweck ist es angebracht, den Abstand des Schutzmantels von der Elek trode an mindestens einer Stelle geringer als 5 mm zu halten. Alsdann tritt bei einer vor übergehenden Steigerung der Belastung der Röhre über den normalen Betriebswert hinaus eine genügende Erhitzung des Schutzmantels bis zum Glühen ein, so dass er vollständig ent gast werden kann.
Diese Art der Erhitzung des Mantels zum Zwecke der Entgasung ist weit günstiger als etwa die Erhitzung des Schutzmantels durch eine Entladung zwi schen der Elektrode und dem Schutzmantel selbst, da hierdurch leicht eine unerwünschte Zerstäubung des Schutzmantels und damit. ein Beschlag der Glaswand eintritt.
Für die Befestigung des Schutzmantels stehen verschiedene Möglichkeiten zur Ver fügung. Als besonders einfach und zweck mässig hat sich erwiesen (Abb. 1 bis 3), die Haltedrähte des Schutzmantels mit dem Haltedraht der Hauptelektrode durch eine Glasperle G zu verbinden und dann diesen Gesamtelektrodenaufbau einzuschmelzen. Der Schutzmantel kann auch an .der innern Glas wand selbst verschmolzen werden, wie es Abb. 4 zeigt.
Die erfindungsgemässe Anordnung eines Sehutzmantels lässt sich auch bei Entladungs gefässen anwenden, die aus Quarz bestehen, wobei in erster Linie die vorteilhafte Wir hang der Anordnung als Bestäubungsschutz eine Rolle spielt, jedoch der Schutzmantel auch günstig auf die Temperaturverteilung längs der Röhrenwandung wirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gas- und/oder Dampfentladungsröhre mit einer oder mehreren Elektroden, die sich im Betrieb auf hoher Temperatur befinden, ins besondere Bestrahlungsröhren mit Gas- und Metalldampffüllung und Hochdruckbogen entladung, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Elektroden innerhalb der Röhre von einem Metallmantel umgeben ist, der elek trisch isoliert von der Elektrode angebracht ist und keine besondere Einführung besitzt. UNTERANSPRüCHE 1.Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Elektrode derart im Innern des Metallmantels an geordnet ist, dass die von ihr ausgehende Wärme besonders an den Stellen von dem Metallmantel aufgenommen wird, die der Glaswand am nächsten liegen und an denen eine besonders hohe Temperatur er zeugt wird. 2. Entladungsröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall- mantel derartig ausgebildet und in bezog auf die Elektrode angeordnet ist, dass die von dem Ansatzpunkt der Entladung an der Elektrode in Richtung auf die andere Elektrode hin ausgehenden Strahlen von dem Schutzmantel abgefangen werden. 3.Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Metall mantel kegelstumpfförmig ausgebildet ist. 4. Entladungsröhre nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Elektrode und Metallmantel an mindestens einer Stelle weniger als 5 mm beträgt. 5. Entladungsrölire nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall mantel gesondert von der Elektrode ein geschmolzen ist. 6. Entladungsröhre nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall mantel im Innern des Entladungsrohres mittelst einer Glasperle an dem Zufüh rungsdraht der Hauptelektrode aber iso liert von dieser befestigt ist.'l. Entladungsröhre nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Metall mantel durch Verschmelzen an der Innen wand des Rohres befestigt ist.
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