CH174953A - Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von Drehrohröfen zum Brennen von Zement. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von Drehrohröfen zum Brennen von Zement.

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CH174953A
CH174953A CH174953DA CH174953A CH 174953 A CH174953 A CH 174953A CH 174953D A CH174953D A CH 174953DA CH 174953 A CH174953 A CH 174953A
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Vogel-Jorgensen Mikael
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Vogel Jorgensen Mikael
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  Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von     Drehrohröfen     zum     Brennen    von Zement.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur     Beschickung    von Drehrohr  öfen zum Brennen von Zement, wobei die  Abgase des Ofens zum     Vorbrennen    der     Gra-          nalien    ausgenutzt werden und das Brenngut  durch     Schwerewirkung    zwischen Jalousie  wänden hindurch gegen .das     Beschiekungs-          ende    des -Ofens hin     bewegt    und auf seinem  Wege von den Ofenabgasen quer zur 'Strö  mungsrichtung durchdrungen wird.  



  Zur Ausnutzung der Ofenabgase hat. man       bereits    den Rohstoff, insbesondere nach       Granulierung    oder     Brikettierung    desselben, in  mannigfacher Weise mit den Abgasen in Be  rührung gebracht. Eine diesem Zweck die  nende,     vorbekannte        Einrichtung    besteht  darin,     da.ss    in einer dem Beschickungsende  des     Drehrohrofens    vorgelagerten Kammer       aufrechtstehende        Jalousiewände    vorgesehen  wurden, welche einen Zwischenraum zwi  schen sich liessen und ein System von über  einander liegenden Trichtern bildeten,

      durch welche der granulierte oder briket  tierte Rohstoff unter .dem Einfluss der       Schwerewirkung    sich     hindurchbewegte,    um  schliesslich in das Beschickungsende des  Ofens zu gelangen. Diese bekannte Art der       Drehrohrofenbeschickung    weist den Nachteil  auf, dass durch die von beiden Seiten auf das  Beschickungsgut einwirkenden Jalousie  wände in Verbindung mit dem von dem einen  zum andern Ende der Trichter sich verengen  den     Durchlasswege    für das Brenngut eine  Zertrümmerung der     Granalien    oder     Brikette     eintritt.

   Hierin liegt ein     bedenklieher    Nach  teil dieser     vorbekannten    Beschickungsart  trotz des Vorzuges der bequem durchzufüh  renden Erhitzung auf dem Wege zum Ofen.  



  Gemäss dem den Gegenstand der vorlie  genden Erfindung bildenden Verfahren wird  dieser Nachteil dadurch vermieden,     .dass    die       Granalien    in mindestens     einer    im Zickzack  laufenden Bahn durch die     Vorbrennzone    hin  durchgeführt werden, derart, dass bei den      aufeinander folgenden Richtungswechseln  abwechselnd Oberflächenabschnitte der einen  und der andern Seite des die     Zickzackbahn     durchlaufenden     Granalienbandes    für den       Durchtritt    der Abgase freigelegt werden.

    Hierdurch kann ein sanftes Gleiten. des Ma  terialbandes über .die Stützflächen erreicht  werden, ohne dass die Wände einen starken  zerstörenden Einfluss auf die     Brenngutstücke     ausüben. Bei der ebenfalls Gegenstand der  Erfindung bildenden Einrichtung zur Aus  führung des Verfahrens ist die im Zickzack  laufende Bahn durch zwei     Jalousiewände    mit       geneigt    zu diesen stehenden     Jalousieplatten     gebildet, wobei die.     Jalousieplatten    der     einen     Wand gegen die     Jalousieplatten    der andern  Wand versetzt sind.  



  Die Bildung eines     Zickzaekweges    durch  nebeneinander     gestellte        Jalousiewände    ist  zwar an sich nicht neu, doch hat dieselbe nur  bei Trockeneinrichtungen für Getreide, Kohle  und ähnliche Stoffe bisher Anwendung ge  funden, bei denen der Gesichtspunkt der  Vermeidung einer     Zerstörung    des     stückigen     Gefüges des Gutes nicht oder nur nebensäch  lich in Frage kommt.  



  Die     Z.ickzackfarm    des Materialstromes hat  zur Folge, dass das Material weitgehend von  Druck entlastet wird, da auf .die Material  menge, welche auf einer Stützplatte aufruht,  unmittelbar nur eine Materialsäule drückt,  die von der     Platte    bis zu der freien Ober  fläche     in    dem betreffenden     Zickzackabsehnitt     des Materialbandes reicht, während bei der  Beschickung vermittelst eines .Materialban  des, das durch eine     Reihe    übereinander an  geordneter Trichter wandert, in jedem Trich  ter der Druck der ganzen Materialsäule wirk  sam wird, welche sich oberhalb     des    Trichters  befindet.

   Hieraus ergibt sich eine Beeinträch  tigung der fortschreitenden Bewegung des       Materialstromes.    Diese Hemmung kann da  durch vermindert werden,     dass    die Jalousie  platten nicht eben, sondern den ihrem obern  Teil gegen .das     Granalienband    zu konkav ge  krümmt ausgebildet werden, so dass     .dieser     Teil weniger stark gegen die Vertikale ge  neigt ist als der untere Teil.

      Die konkave     Krümmung    -des obern Endes  der     Jalousieplatten    hat zur Folge, dass die  zuströmenden     Granalien    am obern Ende jeder  Platte wegen der steilen Stellung .dieses Plat  tenabschnittes mit nahezu ihrem vollen Ge  wicht auf die .der Platte anliegende     Grana-          lienmasse    drücken und auf diese     Weise    die       Fortbewegung    des     Gutes.in    den tiefer     gele-          genere    Abschnitt der Platte, -der flacher ge  neigt zur vertikalen Ebene ist, unterstützen.  



  Um die     ungestörte    Bewegung des     Ma-          terialstromes    auf seinem     7,ickzackwege    wei  terhin sicherzustellen, kann für eine Bewe  gung der     Jalousieplatten    einer oder beider,  .den Kanal , bildenden     Jalousiewände    oder  eines Teils dieser     Jalousieplatten    Sorge ge  tragen werden, wobei diese     Bewegung    vor  zugsweise so     durchgeführt    wird, dass sich die  einzelnen Platten im wesentlichen in ihren  eigenen Ebenen verschieben, so dass nur eine  Gleitbewegung der Stützflächen an Flächen  abschnitten des Materialbandes erfolgt.  



  Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind auf der beigefügten  Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt       Fig.    1 einen senkrechten Schnitt durch  eine sich an das Beschickungsende eines       Drehrohrofens    anschliessende Einrichtung  mit einem     einzigen    Paar von     Jalousiewänden,     die in einer Führungskammer für die Ofen  abgase angeordnet sind, während       Fig.    2 wesentlich schematisch eine Ein  richtung mit zwei Paaren von     Jalousiewän-          den    in     einer    Kammer ebenfalls in     einem    senk  rechten     Schnitt    zeigt.  



  Die     Jalousieplatten    der zur Bildung eines       Zickzackstromes    von     Granalien    .dienenden,       paarweise    einander zugeordneten Jalousie  wände sind mit     a,   <I>b</I> bezeichnet.

   Gemäss       Fig.    1 befinden sich die von den Platten     a,     b gebildeten     Jalousiewände    in einer Kammer  e, welche an das Beschickungsende :des .Dreh  rohrofens d angeschlossen ist, so     dass    .die aus  dem Ofen austretenden Gase in die Kammer  überströmen und durch die .Schlitze zwischen  den     Jalousieplatten    b in die     Granalienschicht          g        o        elangen        und        diese        quer        zur        Strömungs-          

  richtung    durchströmen, wobei sie zwischen      den     Jalousieplatten    a. austreten und durch  den Kanal e in den Abzug gelangen.  



  Die Zuführung der     Granalien    zu den     Ja-          Jousiewänden    erfolgt durch einen Trichter f.  Der von den     Jalousieplatten    gebildeten     Zick-          zackbahn    ist am untern Ende ein hin- und       herbeweglicher    Schieber     g    vorgelagert, auf  den die     Granalien    auffallen und von dem sie  über eine Rutschfläche in das Beschickungs  ende des     Drehrohrofens    d gelangen.  



  Die Platten a, b sind in ihrem     obern    Teil  auf der dem     Granalienband    zugekehrten Seite  schwach konkav gekrümmt, während ihr un  teres Ende eben ist. Nach der Darstellung  der Zeichnung sind die     Jalousieplatten    a an  eine ein Trieborgan bildende Hubstange h  angeschlossen, welche mit ihrem obern Ende  mit einem     Lenker    i verbunden ist, der  durch .ein Exzenter auf- und abgeschwungen  wird, so     dass    die Platten a an dieser Bewe  gung teilnehmen müssen, wobei sie mit ihren  untern Enden auf Stützorganen 1 gleiten.

    Die Stange bewegt sich dabei ungefähr pa  rallel zur     Jalousiewand.    Für die Platten b  ist lediglich eine Auflagerung auf 'Stütz  organen     na,        n.    vorgesehen, doch könnten auch  diese     Platten        gewünschtenfalls    mit einer  Hubstange entsprechend der     Hubstange    h  verbunden und beim Betrieb bewegt werden.  Die Kammer c ist auf der Eintrittsseite der  Ofengase durch eine Querwand o unterteilt,  welche jedoch mit einer     Durehtrittsöffnung    p  für die Gase versehen ist, so dass .diese auch  in den oberhalb der Querwand o liegenden  Teil der Kammer übertreten können.

   Dieser  Teil der Kammer steht durch zwei Rohr  stutzen q mit der Aussenluft in Verbindung,  so dass kalte Luft     hinzuzutreten    vermag, wel  che sich mit den heissen Ofengasen vermischt  und diese mehr oder weniger kühlt, wodurch  ein Zersprengen der     Granalien    beim Durch  tritt der Gase durch die     Granalienschicht     vermieden wird.  



  Gemäss     Fig.    2 sind zwei Paare von     Jalou-          siewänden    bestehend aus     Jalousieplatten    a, b       bezw.    a .,, b, vorgesehen, welche ebenfalls  in eine Kammer c eingebaut sind.

   Zwi  schen diesen Paaren von     Jalousiewäxi#den    glei-         ten    die durch den Trichter f zugeführten       Granalien    in im Zickzack laufenden Bahnen  nach abwärts und werden durch den Jalousie  wänden vorgelagerte, bewegliche Schieber g,       g,    einer Rutschbahn zugeführt,- die in der       Zeichnungsfigur    mit     r    bezeichnet ist und zur  Überführung der     vorgebrannten        Granalien     in .den     Drehrohrofen    dient.  



  Die beiden Paare von     Jalousiewänden    be  finden sich in einem gewissen Abstand von  einander und die Zuführung der Abgase des  Ofens erfolgt nach der Darstellung der Zeich  nung durch einen Kanal s in .den untern Teil  des zwischen den     Jalousiewandpaaren    be  findlichen Zwischenraumes.

   Die Gase .strö  men unterhalb der Trennwand t durch die  Spalten zwischen den     Jalousieplatten    b,     b1     und treten durch die Spalten     zwischen    den       Platten    a, a, in .die äussern     Abschnitte    der  Kammer c, um oberhalb der Trennwand t  wieder durch die Materialschichten in den  mittleren Raum einzutreten und durch einen       Auslasskanal        tc    zum Abzug zu gelangen.

   Bei  dieser Anordnung ergibt sich die wünschens  werte Abkühlung der Ofengase für die erste       Vorwärmung    der     Granalien    dadurch von  selbst,     .dass    die Gase zunächst durch bereits  mehr oder weniger vorgewärmte Schichten  hindurchgeführt werden, an welche sie  Wärme abgeben. Die Ausbildung der     Jalou-          sieplatten    ist die gleiche     wie    in     Fig.    1. Die  Platten können auch mit den gleichen.

   Mit  teln, wie sie in     Fig.    1 angegeben sind, be  wegt werden, doch ist von der zeichnerischen  Darstellung von     Mitteln    für die Bewegung  der Platten in     Fig.    2 abgesehen.  



  Es ist für ein regelmässiges Herabsinken  des Materials zwischen den zwei Jalousie  wänden von Wichtigkeit, dass der Zwischen  raum nicht zu eng bemessen ist. Um jede  Verstopfung zu vermeiden, hat es sich ge  zeigt, dass der Abstand zwischen zwei ent  gegenstehenden Platten der     Jalousiewand     mindestens so gross sein muss, dass drei     Gra-          nalien    Seite bei Seite     gleichzeitig    passieren  können, das heisst der Abstand muss min  destens dreimal des Durchmessers der     Grana-          lien    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Beschickung von Dreh rohröfen zum Brennen von Zement durch einen Strom von granuliertem Brenngut, wobei die Abgase des Drehrohrofens zum Vorbrennen der Granalien ausgenützt werden und das Brenngut durch Schwere wirkung zwischen Jalousiewänden hin durch gegen das Beschickungsende des Ofens hin bewegt und auf seinem Wege von den Ofenabgasen quer zur Strö mungsrichtung durchdrungen wird, da durch gekennzeichnet,
    dass die Granalien in mindestens einer im Zickzack laufen den Bahn durch die Vorbrennzone hin- durchgeführt werden, derart, dass bei .den aufeinanderfolgenden Richtungswechseln abwechselnd Oberflächenabschnitte der einen und der andern Seite des die Zick- zaekbahn durchlaufenden Granalien- bandes für den Durchtritt der Abgase freigelegt werden.
    Il. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zickzack lau fende Bahn durch zwei Jalousiewände mit geneigt zu diesen stehenden Jalou- sieplatten gebildet ist, wobei die Jalou- sieplatten der einen Wand gegen die Jalousieplatten der andern Wand ver setzt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Jalousie platten in ihrem obern Teil auf der dem Granalienband zugekehrten Seite konkav gestaltet sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Jalousie platten von wenigstens einer der beiden Wände mindestens annähernd in ihren Ebenen bewegbar sind. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die beweg baren Jalousieplatten mit ihrem obern Ende mit einem ungefähr parallel zur Wandrichtung bewegbaren Trieborgan verbunden sind, und dass für das untere Ende jeder Platte ein Stützorgan vorge sehen ist, an welchem dieses Ende bei der Bewegung der Platte zu gleiten ver mag. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die dem obern Teil der von den Jalousiewänden be grenzten Materialschicht vorgelagerte Durchflusskammer für die Ofenabgase mit einer Einrichtung zur Einführung von kalter Luft versehen ist, um den bei der Vorwärmung der Granalien wirk samen Teil der Ofenabgase zu kühlen. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass für die Zu führung des Beschickungsgutes zum Ofen zwei Paare von Jalousiewänden im Ab stande voneinander innerhalb einer Kam mer vorgesehen sind, wobei der Zwi schenraum zwischen den beiden Wand paaren in der Querrichtung unterteilt ist und mit seinem untern Teil an den Ofen und mit dem obern an den Gasabzug an geschlossen ist, derart, dass die Ofengase die Materialschichten im untern Teil von innen nach aussen, im obern aber von aussen nach innen durchströmen.
CH174953D 1932-11-03 1933-10-27 Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von Drehrohröfen zum Brennen von Zement. CH174953A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056528B (de) * 1954-01-15 1959-04-30 Hildegard Seeger Geb Brockhaus Querstrombeheizter Schachtofen zum Brennen von Gut, insbesondere Kalkstein oder Dolomit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056528B (de) * 1954-01-15 1959-04-30 Hildegard Seeger Geb Brockhaus Querstrombeheizter Schachtofen zum Brennen von Gut, insbesondere Kalkstein oder Dolomit

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