CH174989A - Einrichtung zur Herstellung von Zwirn. - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung von Zwirn.

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CH174989A
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Houck W C
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Houck W C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/26Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre with characteristics dependent on the amount or direction of twist
    • D02G3/30Crêped or other highly-twisted yarns or threads

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Description


  Einrichtung zur Herstellung von Zwirn.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Einrichtung zur Herstellung von Zwirn  und insbesondere auf eine solche zur Herstel  lung von Crepezwirn. Mit der neuen Ein  richtung ist es möglich, den Faden weitest  gehend zu schonen und verschiedene Um  spulprozesse, sowie das Dämpfen von ganzen  Spulen zu vermeiden. Die Einrichtung ge  mäss vorliegender Erfindung zeichnet sich  dadurch aus, dass Mittel zum Zwirnen, Ab  ziehen und Transportieren, Benetzen. Heizen,  Dämpfen und Aufwickeln jedes einzelnen  Fadens vorgesehen sind.  



  Die Zeichnung veranschaulicht schema  tisch Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes.  



  Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt eines ersten  Ausführungsbeispiels;  Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch den  Trockenapparat des Ausführungsbeispiels  nach Fig. 1;  Fig. 3 bis 7 sind Vertikalschnitte wei  terer Ausführungsbeispiele der Einrichtung.    Beim Beispiel nach Fig. 1 und 2 bezeich  net 1 die auf die Spindel 2 gesteckte Spinn  spule, deren Faden vorzugsweise schon auf  ihr soweit als notwendig nachbehandelt und  noch in feuchtem Zustand ist. Dieser feuchte  Faden wird gezwirnt, und um den noch  feuchten Faden möglichst zu schonen, ist die  Spule 1 von einer Glocke 3 umgeben, die zur  Führung des Fadens oben eine kleine     Öff-          nung    4 und einen Haken 5 trägt.

   Dicht ober  halb dieses Hakens 5 ist ein Abzugswalzen  paar 6, 7, das mit einem den Faden schonen  den Material, wie Plüsch, Samt, Filz oder  dergleichen überzogen sein kann, angeordnet.  



  Oberhalb der Walzen 6, 7 befindet sich  die Benetzungsrolle B. Als Benetzungsflüs  sigkeit kann Wasser, unter eventueller Zu  gabe von Erweichungs- oder Schlichtmitteln  verwendet werden. Die     Netzvorrichtung     kann auch als     Anfärbevorrichtung    dienen.  insbesondere     zum    Kennzeichnen der     verüchie-          denen        Carntypen.     



  Oberhalb der     Netzvorrichtung    ist eine       Einzelfadentrockenvorrichtung    9 befestigt. In      dieser Trockenvorrichtung soll der nasse  Faden nicht nur sehr     rasch    getrocknet, son  dern er soll     unmittelbar    vor dem Trocknen  noch mit Dampf behandelt werden, damit er  die ihm durch die Zwirnung erteilte Form  beibehält. Diese Dämpfung des Fadens kann  dadurch erreicht werden, dass in der Trocken  vorrichtung eine Temperatur bis 300   C und  darüber unterhalten wird, so dass die am  Faden haftende Flüssigkeit verdampft und  um diesen herum eine Dampfschicht bildet.  Dabei ist zu erwähnen, dass für jede Zwirn  stelle eine besondere Trockenvorrichtung vor  gesehen ist.

   Bei der in Fig. 1 und 2 dar  gestellten Trockenvorrichtung läuft der Fa  den in der     Einbuchtung    10 eines Hohlzylin  ders 11, der mit Dampf, Heissluft oder elek  trisch geheizt werden kann. Um diesen Heiz  körper 11 ist     ein    zum Einführen des Fadens  geschlitzter Isoliermantel 13 angeordnet, der  um Wärmeverluste durch den Schlitz zu ver  meiden, von einem weiteren ebenfalls ge  schlitzten, drehbaren Isoliermantel 13 um  geben sein kann. Zum     Einführen    des Fadens  werden die     beiden    Schlitze aufeinander ge  dreht. Nachher wird der Isoliermantel wie  der zurückgedreht, so dass der Schlitz im  Isoliermantel 12, wieder völlig überdeckt ist.

    Die beiden geschlitzten Isoliermäntel 12 und  13 können natürlich auch durch einen ein  zigen Mantel ersetzt werden, der zum Ein  führen des Fadens mit einem über die ganze  Länge verlaufenden, mit Isoliermaterial be  deckten, verschliessbaren Deckel ausgerüstet  ist. Oben und untenan der Trockenvorrich  tung 9 sind zur besseren Isolierung ge  schlitzte drehbare Anschlussklappen 14, 15  angebracht.  



  Oberhalb der Trockenvorrichtung sind  Mittel vorgesehen, um den Einzelfaden un  ter völliger Vermeidung von Spannungs  schwankungen aufzuwickeln, was für eine  gleichmässige Zwirnung des Fadens von gröss  ter Wichtigkeit ist. Wird nämlich der Faden  an irgend einer Stelle durch Spannungs  schwankung verstärkt (bei geringer     Ver-          streckung)    oder geschwächt (bei grosser     Ver-          streckung),    so wandert d er anfänglich gleich-    mässig verteilte Draht des Fadens an die  schwächste Stelle, an der sich dann bei Ent  spannung des stark gezwirnten Fadens ein  sogenannter "Krängel" bildet.

   Es wurde er  kannt, dass Spannungsschwankungen durch  den von der Aufwickelspule hin- und her  gehenden Fadenführer verursacht werden, da  sich die Fadenlänge zwischen dem vorletz  ten, ruhenden Fadenführer und dem vor der  Spule hin- und hergehenden Fadenführer  ständig ändert. Dementsprechend wird bei  der Spulvorrichtung nach Fig. 1 die     Auf-          uvickelspule    16 hin- und herbewegt, während  der vor letzterer befindliche Fadenführer 7.7  ruht. Dadurch sind jegliche Spannungs  schwankungen ausgeschlossen, und zudem  kann die erwähnte Strecke zwischen dem.  vorletzten Fadenführer (dem Deckel 15) und  dem letzten Fadenführer 17 beliebig klein  gehalten werden, was maschinenbautechnisch  von grossem Vorteil ist.

   Dementsprechend       wird    die Spule 16, zum Beispiel eine Rand  oder Kreuzspule, von einer Kurvennuten  trommel 18 hin- und herbewegt, während sie  über das Getriebe 19, 20 entsprechend der       Bewicklungszunahme    mit abnehmender Dreh  z     a        'hl        ametrieben        2n        wird.     



  Die     Abzugsgeschwindigkeit    der Spule 16  ist dabei um soviel kleiner, als sich der  Faden zwischen den Abzugswalzen 6, 7 und  der Spule 1-6 zusammenzieht, sofern es nicht  vorgezogen wird, den Faden zu     strecken    und  ihm dadurch andere Eigenschaften zu geben.  



  Je nach den Eigenschaften des     verwende-          ten    Fadenmaterials kann die     Zwirnung    in  einem oder, wie üblich, in mehreren Arbeits  prozessen durchgeführt werden. Jeder Ar  beitsprozess wird mit einer     Zwirnung    ver  bunden, so     dass    Arbeiten,     wie    Dämpfen der  fertigen Spulen, oder Umspulen, gänzlich  entfallen können.

   Die einzelnen Arbeits  prozesse unterscheiden sieh bei den verschie  denen Beispielen lediglich in der     Aufspul-          vorrichtung.    Der Faden wird nämlich in der  letzten Operation in jene     Spulenform    ge  bracht, wie sie .die Weberei, Stickerei oder  Wirkerei     etc.    verlangen, wie zum Beispiel in.       Schussspulenform,    in     Fl,aschenspulenform,    in      konische Kreuzspulenform mit abfallenden  Enden etc. Zweckmässig erhält der Faden  in dieser letzten Operation nur noch wenig  Drehungen, um die relativ teuren Maschinen  zur Herstellung von Spezialspulen voll aus  nützen zu können.

   Mit Vorteil wird sogar  dem Faden in der vorletzten Operation mehr  Drehung gegeben, als er haben soll, damit er  dann in der letzten Operation wieder etwas  aufgedreht werden kann, wodurch ebenfalls  die "Krängelbildung" herabgesetzt wird.  



  Bei der mit dem Ausführungsbeispiel  nach Fig. 3 möglichen Herstellung von     Can-          netten    wird praktisch jede Spannungsschwan  kung wie folgt vermieden, wobei das Ausfüh  rungsbeispiel 3 mit Ausführungsbeispiel 1  bis auf die Aufwickelvorrichtung überein  stimmt. Der Anbau der Aufwickelvorrich  tung ist folgender:  Die Cannette 21 sitzt auf der Welle 22,  die von den Zahnrädern 23, 24, 25 und 26  angetrieben wird. Das Zahnrad 24 erhält  seinen Antrieb mittelst Gleitstein und Zap  fen 27 vom Zahnrad 25, das exzentrisch zum  Zahnrad 24 auf der Welle 28 sitzt, die die  Kurvennutentrommel 29 für den Faden  führer 30 trägt. Somit ändert sich periodisch  mit jedem Hin- und Hergang des Faden  führers 30 die Umdrehungsgeschwindigkeit.

    der Cannette, und zwar derart, dass die Dreh  zahl mehr oder weniger genau umgekehrt  proportional dem Durchmesser ist, auf den  der Faden aufgewickelt wird, da. bekanntlich  der Wicklungsaufbau bei Cannetten konisch  ist.  



  Neben der eigentlichen hin- und hergehen  den     Bewegung    führt der Fadenführer noch  eine zusätzliche Vorwärtsbewegung in der  Längsrichtung der Canette ans, um diese  in ihrer ganzen Länge bewickeln zu können.  Diese zusätzliche Vorwärtsschaltung des  Fadenführers 30 wird wie folgt erreicht: In  dem von der Kurvennutentrommel 29 an  getriebenen Mitnehmer 31 des Fadenführers  30 ist eine Büchse 32 drehbar gelagert. Diese  Büchse 32 wird von den Rädern 33, 34, 35,  36 und dem     Ritzel    37 angetrieben, so dass  sie neben der hin- und hergehenden Bewe-    gung noch eine Drehung ausführt.

   Der  Fadenführer sitzt auf der mit Gewinde     ver-          sehenen    Stange 38, die von der ebenfalls mit  Gewinde     ausgestatteten    Büchse 32 mitgenom  men wird, aber au der Drehung durch den in  der geschlitzten Büchse 39 geführten Keil  40 verhindert wird. Mit jeder Umdrehung  der Büchse 32 wird somit der Fadenführer  30 um einen Gewindegang zusätzlich nach  vorn geschaltet.  



  Beim Beispiel der     Trockenvorrichtung     nach Fig. 3 fehlt ein eigentlicher Heizkörper.  Es befindet sich lediglich im untern Teil der  Heizvorrichtung ein Brenner 10,2, der ähnlich  wie die bekannten Brenner der     Gasseng-          maschinen    ausgebildet sein kann. Der nasse  Faden kann über oder direkt durch die Flam  men     hindurchgezogen    werden, wodurch     sich     sofort um den Faden die erwünschte Dampf  schicht bildet, so dass dieser nicht über 100   C  erhitzt werden kann. Die übrige Ausbildung  der Trockenvorrichtung kann dieselbe wie  beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 sein.  



  An Stelle von     Cannetten    können auch  konische Spulen mit abfallenden Enden er  zeugt werden. Auch hier müssen die Ab  zugsgeschwindigkeit, sowie die Fadenspan  nung möglichst konstant bleiben, um Un  regelmässigkeiten im     Zwirn    zu vermeiden.  Um dies zu erreichen, müssen Spulen und  Fadenführer .auf ziemlich komplizierte Art  und Weise angetrieben werden, denn es sind  folgende     Punkte    zu berücksichtigen:  1. Zunahme des mittleren Durchmessers.  2. Veränderung des Durchmessers wäh  rend eines Hin- und Herganges des Faden  führers.  



  3. Veränderung der Verhältnisse von  maximalem zu minimalem Durchmesser wäh  rend eines Hin- und Herganges des Faden  führers bei zunehmender     Bewicklung.     



  4. Veränderung der     Fadenführergeschwin-          digkeit    bei einem Hin- und Hergang und bei  zunehmender     Bewicklung,    um überall eine  gleiche Schichtdicke zu erhalten.  



  5. Veränderung des Verhältnisses von  maximaler zu minimaler     Geschwindigkeit    des  Fadenführers bei zunehmender     Bewicklung.         6. Die durch Punkt 4 bedingte verschie  dene Schräglage des Fadens auf der Spule.  



  7. Abnahme der Bewicklungslänge bei  zunehmendem Durchmesser.  



  Ein diesen Anforderungen entsprechender  Antrieb ist im Ausführungsbeispiel nach  Fig. 4 veranschaulicht.  



  Der Antrieb erfolgt über die beiden Ko  nustrommeln 41, 42, wobei der Riemen 45  mittelst Nocken 43 und Riemenführer 44  entsprechend der zunehmenden Bewicklung  der Spule 46 verschoben wird. Mit der Trom  mel 42 sind die beiden Konustrommelnpaare  47, 48 und 49, 50 verbunden. Durch das  Trommelpaar 49, 50 wird die Spule 46 über  das Getriebe 51 angetrieben, wobei der Rie  men 52 von der Gabel 53 mit nach und nach  kleiner werdendem Ausschlag hin- und her  geschoben wird. Dies wird dadurch erreicht,  dass das Lineal 54 von einer Kurvennuten  trommel 55 hin- und herbewegt wird. Von  diesem Lineal 54 aus wird ein mit Schlitz  57 versehener Schwenkhebel 56, an den die  Riemengabel 53 angelenkt ist, hin- und her  geschoben. Im Schlitz 5 7 wird der Schwenk  bolzen 58 des Winkelhebels 59 mittelst  Nocken 60 langsam verschoben.

   Durch das  vom Trommelpaar 41, 42 angetriebene Konus  trommelpaar 47, 48 werden über Zahnräder  61, 62 die Kurvennutentrommeln 63, 64 und  55 angetrieben. Durch die Trommel 55 wird,  wie schon erwähnt, die Riemengabel 53     hin-          und    herbewegt. Durch die Trommel 64 wird  der Fadenführer 65 über das Lineal 66 und  den Schwenkhebel 67 angetrieben, wobei  ebenfalls wieder, um den Hub des Faden  führers 65 langsam verändern zu können, der  in dem Schlitz 68 des Schwenkhebels 67 ein  greifende     Schwenkbolzen    69 mittelst des  Hebels 70 und des Nockens 71 verschoben  wird. Die Trommel 63 dient zum Hin- und  Herschieben der Riemengabel 72.

   Auch hier  wird wieder auf die schon beschriebene Art  und Weise     mittelst    des Lineals 74, des  Schwenkhebels 75, des Schwenkbolzens 76,  des Hebels 73 und des Nockens 77 der Aus  schlag der Riemengabel 72 langsam ver  ändert.    Die Wirkungsweise der verschiedenen Ge  triebe ist folgende:  Durch das Konustrommelpaar 41, 42 und  den Nocken 48 wird die Tourenzahl bezw.  die Hubzahl der Spule 46 und des Faden  führers 65 entsprechend der Zunahme des  mittleren Spulendurchmessers verlangsamt,  während mittelst der Kurvennutentrommel  55 und des Konustrommelpaares 49, 50 die  Tourenzahl der Spule 46 bei jedem Hin- und  Hergang des Fadenführers 65 entsprechend  der verschiedenen Spulendurchmesser und der  verschiedenen Schräglagen des Fadens auf  der Spule 46 reguliert wird.

   Durch den  Nocken 60, den Hebel 59, den Schwenkbolzen  58 und dem Schwenkhebel 56 wird bewirkt.  dass diese     Tourenzahlschwankungen    langsam  kleiner werden, da mit zunehmender     Bewick-          lung    das Verhältnis des maximalen zum  minimalen     Spulendurchmesser    abnimmt. Da  die     Tourenzahlschwankungen    der Spule 46 in  direktem Zusammenhang mit der Stellung  des Fadenführers 65 stehen, wird die Trom  mel 55 direkt von -der     Fadenführertrommel     64 angetrieben.

   Diese Trommel 64 erhält  ihren Antrieb durch das vom Getriebe 41,  42 angetriebene     Konustrommelpaar    47, 48,  dessen Riemen durch das Getriebe 63, 72, 74  und 75 so     gesteuert    wird, dass die Schicht  dicke der Spule 46 überall dieselbe wird, das  heisst die     Fadenführergeschwindigkeit    muss  umgekehrt proportional zum jeweiligen     Spu-          lendurchmesser    sein.

   Da aber, wie schon  erwähnt, das Verhältnis vom     maximalen    zum  minimalen     Spulendurchmesser    mit zunehmen  der     Bewicklung    abnimmt, muss der Aus  schlag der Riemengabel 7<B>2</B> durch den Nocken  77, den Hebel 73, den Schwenkbolzen 76 und  den Schwenkhebel 75 entsprechend ver  kleinert werden. Durch das Getriebe 66, 67,  69, 70 und 71 wird auch noch der Ausschlag  des Fadenführers 65 mit zunehmender     Be-          wicklung    verkleinert, um eine Wicklung mit  abfallenden Enden zu erhalten.    Die Kurven der verschiedenen Nocken  und Trommeln können so festgelegt werden,  dass man während der ganzen Bewicklungs-      zeit eine absolut konstante Abzugsgeschwin  digkeit erhält.  



  Die einzelnen Getriebe und Hebelmecha  nismen können durch andere, gleichwertig  arbeitende Organe ersetzt werden. Es können  zum Beispiel auch die Kurvennütentrommeln  durch Nocken und umgekehrt ersetzt werden.  Auch ist es möglich, das eine oder andere  Getriebe vollständig wegzulassen, wenn man  die dadurch     entstehenden    kleinen     Ungenauig-          keiten    in Kauf nehmen will; oder man kann  einzelne Getriebe durch einfachere und billi  gere, die zwar vielleicht nicht ganz genau  nach der verlangten Charakteristik arbeiten,  ersetzen. Insbesondere könnten zum Beispiel  die Getriebe 49, 50, 52, 53, 57, 55, 56, 54,  59, 60 und 47, 48, 61, 62, G3, 72, 73,  74, 75, 76, 77 durch je ein sogenanntes Un  rundgetriebe mit verstellbarer Exzentrizität  ersetzt werden.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5  sind diese beiden Unrundgetriebe durch ein  einziges ersetzt, ohne dass dadurch die Un  genauigkeiten allzu gross werden. In diesem  Falle wird die Spule 46 von der     Fadenführer-          trommel    64 über die beiden Zahnräder 78,  79 angetrieben, während diese vom Trommel  paar 41, 42 über das Unrundgetriebe 80, 81,  dessen Exzentrizität mit Hebel 82 und Ex  zenter 83 verstellt werden kann, angetrieben  wird.  



  Fig. 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausfüh  rungsbeispiel, bei dem jede Spannungs  schwankung ebenfalls vermieden wird, um  dadurch einen möglichst gleichmässigen Zwirn  zu erreichen.  



  Der Faden wird durch die mit konstan  ter Geschwindigkeit laufenden     Abzugswalzen     84, 85 von der Zwirnspule 1 abgezogen und  über eine Ausgleichsvorrichtung 86 der     koni-          sehen    Kreuzspule 46 mit oder ohne abfallen  den Enden zugeführt. Die Drehzahl ist wäh  rend eines Hin- und Herganges des Faden  führers 65 konstant, nimmt aber entsprechend  dem zunehmenden mittleren     Spulendurch-          messer    langsam ab.

   Während jedem     Hin-          und    Hergang des Fadenführers 65 wechselt  also die Abzugsgeschwindigkeit der Spule 46    entsprechend     ihrer        Konizität,        während    der  Faden durch die Abzugswalzen 84, 85 mit  konstanter Geschwindigkeit von der Zwirn  spule 1 abgezogen wird.

   In der Ausgleichs  vorrichtung 8-6 wird der Faden, solange die  Spule 46 langsamer abzieht als die Walzen  84, 85, aufgespeichert und wieder abgegeben,  wenn die Abzugsgeschwindigkeit grösser     wird     als die der Walzen     .84,    85.     Es    ist also ledig  lich erforderlich, dass die mittlere Abzugs  geschwindigkeit der Spule     4.6    genau gleich  gross ist wie die der Walzen     84,    8.5.  



  Die Ausgleichsvorrichtung 86 ist derart  ausgebildet, dass sowohl das Aufspeichern wie  das     Wiederabgeben    des Fadens     praktisch     vollständig ohne Spannungsschwankungen  vollzogen wird, und zwar in der einfachen  Weise,     da.ss    an die sich bildende     Fadenschleife     ein ganz     leichtes    Gewicht 87 gehängt und  in einem Rohr '88 geführt wird. Am obern  Rohrende wird der Faden noch durch zwei  Leitrollen 98, 90 geführt.  



  Um eventuelle kleine     Unstimmigkeiten          zwischen    Abzugsgeschwindigkeit der Walzen  84, 85 und mittlerer     Abzugsgeschwindigkeit     der Spule 46 auszugleichen, sind die Walzen       84,.85    konisch ausgebildet. Stimmen die     Ab-          zugsgeschwindigkeiten    von Spule 46 und  Walzen 84, 85 nicht überein, so wird der  Faden auf den Fadenführer 91 .auf einen  grösseren     bezw.    kleineren Durchmesser der  Walzen 84, 85 zum Auflaufen gebracht, so  dass die Abzugsgeschwindigkeit der Walzen  wieder jener der Spule gleich wird.

   Der  Fadenführer 91 wird von zwei in das Rohr  88 eintretenden     Fühlhebeln    92, 93 durch  Hebel oder andere Übertragungsmittel ge  steuert.     Steigt    oder fällt das Gewicht 87 zu  stark, ist also die Abzugsgeschwindigkeit  der Spule gegenüber jener der Walzen zu  gross oder zu klein, so betätigt das Gewicht  87 die     Fühlhebel    92, 93, die ihrerseits den  Fadenführer entsprechend verschieben.  



  Durch     idie        Konustrommeln    94,     j95,    die  Riemengabel 96 und den Nocken 9.7 wird die  Spule 45 derart     angetrieben,,dass    die mittlere  Umfangsgeschwindigkeit konstant bleibt. Der  Fadenführer 65 wird von der Kurvennuten-      trommel 98 angetrieben, wobei zur Erzeu  gung von Spulen mit abfallenden Enden der  Fadenführerhub durch den Nocken 99 und  den Schwenkhebel 100 entsprechend ver  kleinert werden kann.  



  Es ist klar, dass die verschiedenen An  triebsvorrichtungen oder Teile derselben für  den Fadenführer und die Aufwickelspule bei  allen Ausführungsbeispielen sich für jede       Zwirnstelle    oder für einzelne     Gruppen    von  Zwirnstellen wiederholen oder sämtliche Spu  len und Fadenführer der Maschine antreiben  können.  



  Ebenso ist einleuchtend, dass das im erst  erwähnten     Ausführungsbeispiel    beschriebene  Prinzip des stillstehenden Fadenführers und  der hin- und hergehenden Spule auch auf  alle andern Ausführungsbeispiele durch ein  faches Überleiten der Fadenführungsbewe  gung auf die Spulenachse übertragen werden  kann.  



  Die beschriebene Vorrichtung zum Auf  spulen unter Vermeidung von Fadenspan  nungsschwankungen kann natürlich auch vor  teilhaft an allen andern Textilmaschinen, bei  denen ein Spulprozess durchgeführt wird, wie  zum Beispiel bei Spinnmaschinen, Ring- und  andern Zwirnmaschinen, Umspul-, Cannetier-,  Kreuzspul-, Randspul-, Flaschenspulmaschi  nen etc. Verwendung finden. Dasselbe gilt  für die Trockenvorrichtung, die zum Beispiel  auch an Nasshaspeln, Nasszwirn- und Spinn  maschinen etc. verwendet werden kann. Da  bei kann das verwendete Fadenmaterial aus       Kunstseide,    echter Seide, Baumwolle, Wolle,  Hanf, Flachs etc. bestehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Herstellung von Zwirn, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Zwirnen, Abziehen und Transportieren, Be netzen, Heizen, Dämpfen und Aufwickeln jedes einzelnen Fadens vorgesehen sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch heizbare, geschlitzte Einzelkamine, durch welche je ein Faden hindurchgezogen werden kann. ?. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch .gekennzeich net, dass.die Einzelkamine oben und un ten bis auf eine kleine Öffnung für den Fadendurchlauf geschlossen sind. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass jedes Heizkamin zum Einlegen des Fadens einen Längsschlitz besitzt, der durch einen ebenfalls längsgeschlitz ten, aber drehbaren Mantel überdeckt wird. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass unmittelbar über dem über der Zwirnspindel an geordneten Fadenführer mindestens eine Abzugswalze angeordnet ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet; dass Mittel zum Schlichten jedes einzelnen Fadens vor gesehen sind. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erweichen jedes einzelnen Fadens vor gesehen sind. ?. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zum Anfärben jedes einzelnen Fadens vor gesehen sind. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Faden mit konstanter Geschwindigkeit auf eine zum Zwecke der Fadenverlegung hin- und herbewegliche Spule aufgewickelt wird, während der unmittelbar davor an geordnete Fadenführer ortsfest ist. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung von Schussspulen im letzten Arbeits gang Mittel vorgesehen sind, welche er möglichen, diese mit praktisch konstan ter Umfangsgeschwindigkeit anzutreiben. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch ein exzentrisch an getriebenes, mit derselben Drehzahl wie das Fadenführerantriebsorgan umlaufen des Rad zum Antrieb der Schussspule. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Antrieb von herzustellenden konischen Kreuz spulen mit abfallenden Enden Nocken, Kurvennutentrommeln und Hebel (43, 55, 60, 44, 53, 56 und 59), sowie verstell bare Getriebe (4l, 42 ; 49, 50) und zum Antrieb des Fadenführers Nocken, Kurvennutentrommeln und Hebel (43, 77, 63, 71, 44, 72, 75, 73 und 70) und verstellbare Getriebe (41, 42, 47, 48, 64, 66, 68) vorgesehen sind. 12. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung konischer Kreuzspulen mit abfal lenden Enden diese Spulen über Räder (78, 79) von der Fadenführerkurven nutentrommel (64) aus, die durch mittelst Nocken (43, 83) und Hebeln (44, 82) einstellbare Getriebe (41, 42), 80, 81) antreibbar ist, antreibbar sind. 13.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung konischer Kreuzspulen mit abfallen den Enden diese Spulen über ein Ge triebe (94, 95), das mittelst eines Nockens (97) und eines Hebels (96) derart ver stellbar ist, dass die Drehzahl der Spule entsprechend dem zunehmenden mitt leren Durchmesser abnimmt, antreibbar sind, während der Faden von der Zwirn spindel durch Walzen (84,85) mit gleich bleibender Abzugsgeschwindigkeit ab ziehbar ist und ein in einem Rohr (88) geführtes, in die sich bei jedem Hin- und Hergang des Fadenführers bildende Fadenschleife eingehängtes Gewicht den Faden immer gleichmässig spannt. 14.
    Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein Abzugswalzen paar, zwischen welchem der Faden un mittelbar nach dem Zwirnballon geführt wird. 15. Einrichtung nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass die Abzugs walzen konisch ausgebildet sind. 16. Einrichtung nach Unteransprüchen.
    13, 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Rohr (88) zwei Fühlhebel angeord net sind, die, wenn die mittlere Abzugs geschwindigkeit der Spule gegenüber jener der Walzen (84, 8.5) zu gross bezw. zu klein wird, durch das Gewicht betätig- bar sind, so dass diese durch Übertra gungsorgane den vor den Walzen an geordneten Fadenführer derart zu ver schieben vermögen, dass der Faden auf einen grösseren bezw. kleineren Durch messer der Walzen aufläuft und dem entsprechend die Abzugsgeschwindigkeit der Walzen jener der Spule wieder gleich wird. 17.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs vorrichtung für den Fadenführer und die Aufwickelspule für jede Zwirnstelle sich wiederholt. 18. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs vorrichtung für den Fadenführer und die Aufwickelspule für einzelne Gruppen von Zwirnstellen sich wiederholt. 19. Einrichtung nach Patentanspruch, da-. durch gekennzeichnet, dass die Antriebs vorrichtung sämtliche Fadenführer und Aufwickelspulen der Maschine anzutrei ben vermag.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961067C (de) * 1952-09-26 1957-03-28 Barmag Barmer Maschf Ausgleichsvorrichtung fuer die Abzugsgeschwindigkeit des Zwirnes an Abzwirnmaschinen (Etagenzwirnmaschinen, Doppeldraht-Zwirnmaschinen od. dgl.)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE961067C (de) * 1952-09-26 1957-03-28 Barmag Barmer Maschf Ausgleichsvorrichtung fuer die Abzugsgeschwindigkeit des Zwirnes an Abzwirnmaschinen (Etagenzwirnmaschinen, Doppeldraht-Zwirnmaschinen od. dgl.)

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