CH174996A - Versteifungsgewebe mit umsponnenem Rosshaar und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Versteifungsgewebe mit umsponnenem Rosshaar und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH174996A
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CH
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horsehair
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yarn
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Inventor
Fa Carl R Grosslaub
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Fa Carl R Grosslaub
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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

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  Versteifungsgewebe mit umsponnenem     Rosshaar    und Verfahren zu dessen Herstellung.    Die Erfindung betrifft ein Versteifungs  gewebe mit umsponnenem     Rosshaar.        Eine     genügend feste     Verwebung    des     Rosshaares          :nacht    infolge der     Glätte    und der     Steifigkeit     des     Rosshaares    erhebliche Schwierigkeiten.  Es sind schon verschiedene Mittel zur Lösung  dieser Aufgabe vorgeschlagen. Alle Mittel  haben sich aber als mehr oder weniger unzu  länglich erwiesen.

   So zum Beispiel wurde  versucht, das     Rosshaar    durch     Appreturmittel     festzuhalten. Die Appretur geht aber beim  Waschen oder Bügeln oder beim     Nasswerden     des Kleidungsstückes im Regen wieder her  aus, so dass das     Rosshaar    an den aus dem  Gewebe herausragenden Enden sehr     leieht     herausgezogen werden kann. Ferner wurde  versucht, diesem Übelstande, dadurch abzu  helfen,     dass    ein aus mehreren     Rosshaaren    be  stehender Strang auf seiner Länge mehrfach  (in geeigneten Abständen) mit Knoten ver  sehen wurde. Die Knoten sollen gegen eine  Längsverschiebung des     Rosshaarzwirnes    im  Stoff sichern.

   Mit einem solchen Rossha.ar-    zwirn kann aber nur ein Stoff bis zu einer  Breite von höchstens 60 bis 70 cm hergestellt  werden, da die     Posshaare    im Pferdeschweif  nicht länger wachsen.  



  Man hat sich bisher mit einem     Rosshaar-          garn    beholfen, das aus einem oder mehreren  Leitfäden neben dem     Rosshaar    und einem  oder mehreren Umspinnfäden     besteht    und  gegebenenfalls in sieh verdreht wurde.

   Ein  derartiger     Rosshaarzwirn    ist zwar nicht ganz  so leicht wie ein glattes, das heisst unvor  bereitetes     Rosshaar    aus dem Gewebe heraus  zuziehen; es zeigen sieh aber auch bei Ver  wendung eines so vorbereiteten     Rosshaar-          zwirnes    im Grunde genommen die gleichen  Mängel, die darin bestehen, dass insbesondere  bei den weniger guten, also weniger dicht  gewebten Qualitäten selbst der gesamte     Ross-          ha,arfaden    mühelos aus dem Gewebe heraus  gezogen werden kann.  



  Der nötige Halt des     Rosshaares        in    dem  Gewebe wird der Erfindung gemäss dadurch  erzielt, dass die mit dem     Rosshaar    verarbeite-           ten    Textilfäden in gewissen Abständen Ver  dickungen aufweisen, die das     Rosshaar        im          Rosshaarfaden    und dadurch     im    Gewebe selbst  festhalten. So zum Beispiel kann als Leit  faden für den     Rosshaarfaden    ein sogenanntes       Noppengarn    -oder auch ein geflammtes     Nop-          pengarn    verwendet werden.

   Derartige     Nop-          pengarne    können .auch als Umspinnfäden  dienen. Ebenso     ist    es natürlich möglich, bei  der Herstellung des     Rosshaarfadens    sowohl  für den     Leit-,    als auch für den Umspinn  faden derartige     Noppengarne    heranzuziehen.  Es wird dadurch erreicht, dass sich das     Ross-          haar    einkerbt, so dass sich der     Rosshaarfaden     im Gewebe nicht verschieben und auch aus  diesem nicht herausgezogen werden kann, und  zwar auch selbst bei den billigeren Qualitä  ten nicht, bei welchen loser gewebt wird.

    Auch bei diesen     gewährleistet    die Verwen  dung von     Noppengarn    oder geflammtem       Noppengarn    -einen festen Halt des     Rosshaar-          fadens    im Gewebe. Zweckmässig ist es aller  dings bei billigeren Qualitäten, das     heisst    bei  loseren Geweben, die Noppen zu vergrössern,  das     heisst    also ein     Noppengarn    mit entspre  chend grösseren Noppen zu wählen.  



  Dadurch, dass der Abstand .der Noppen im  Garn beliebig verändert, also auch beliebig  verkleinert werden kann, lässt sich ohne       Schwierigkeit    erreichen, dass selbst bei ganz       kleinen        Gewebestücken        billigster        Qualität     ein Herausziehen des     Rosshaarfadens    aus dem  Gewebe unmöglich ist. Der Halt des     Ross-          haares    ist so gross, dass er allen Anforderun  gen genügt.  



  Wird neben .dem als Leitfaden dienenden       Noppengarw    auch für den oder die Umzwirn  fäden     Noppengarn    verwendet, so wird da  durch das     Rosshaar    nochmals eingekerbt, sein  Halt im     Rosshaarfaden    und dadurch im Ge  webe selbst also noch weiter erhöht.  



       Bei    der Herstellung des Gewebes kann  das umsponnene     Rosshaar    grundsätzlich so  wohl im Schuss, als auch in der     Kette    ver  arbeitet werden. Die Verwendung von     Nop-          pengarn    für das umsponnene     Rosshaar    ergibt  nicht nur Vorteile für das     Rosshaargewebe,     sondern auch für das Webverfahren selbst,    insofern     nämlich,    als beim Weben die Nop  pen als     Merkzeichen    dienen.

   Wenn zum Bei  spiel das beim     erfindungsgemässen    Verstei  fungsgewebe verwendeten     Rosshaargarn        wie     die bekannten     Rosshaargarne    noch zusätzlich  gedreht wird, um den Halt, des     Rosshaares     im Gewebe noch weiter zu erhöhen, so wer  den nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung bei der     Verwebung    sowohl von links  gedrehtem Garn, als auch von rechts gedreh  tem Garn Garne mit     verschieden    farbigen  Noppen verwendet, z. B. ein links     gedrehtes          tes    Garn mit blauer und ein rechts gedrehtes  Garn mit roter Noppe.

   Es wird also zum  Beispiel beim Weben für den Schuss ab  wechselnd ein Garn mit blauer Noppe und  dann ein Garn mit roter Noppe verarbeitet.  Die abwechselnde Verwendung verschieden  gedrehter Garne verhindert bekanntlich ein  Rollen des Gewebes, das bei Verwendung nur  eines einseitig gedrehten Garnes zu beobach  ten ist. Die Möglichkeit, bei der Herstellung  des Versteifungsgewebes gemäss der Erfin  dung die Farbe der Noppe jeweils der Dre  hung entsprechend wählen zu können, ge  währleistet auf besonders einfache und zu  verlässige Weise ein     richtiges    Abwechseln       eines    links gedrehten Garnes mit einem  rechts gedrehten Garn, ohne dass besondere  Merkzeichen, zum Beispiel an den Spulen,  notwendig sind, die selbstverständlich Arbeit,  Zeit und damit Kosten verursachen.  



  Als Merkzeichen können die Noppen  übrigens auch bei einem nach dem beschrie  benen Verfahren hergestellten Gewebe selbst  dienen. Die Noppen im     Noppengarn    kehren       nämlich    in etwa gleichen Abständen von 1,     ?,     3, 4 oder mehr Zentimetern     wieder,    so dass  bei der Verarbeitung des umsponnenen     R.oss-          haares    als     Schussfäden    die Noppen der auf  einander folgenden     Schussfäden    bei passend  gewählter Breite des Gewebes so     angeordnel#     werden können,

   dass sie in Richtung der     Kea-          fäden    sich erstreckende Streifen bilden, deren  Abstand dem     Abstand    der Noppen im Garn  voneinander entspricht. Durch diese     Streifte     wird das Gewebe über seine ganze     Breite     gezeichnet. Besondere Zeichnungen,     wie    sie      bisher notwendig waren,     zum    Beispiel durch  Einweben anders gefärbter     Kettfäden,    wer  den also erspart und damit die Herstellungs  kosten herabgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Versteifungsgewebe mit umsponnenem Rosshaar, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Rosshaar verarbeitete Textilfäden im gewissen Abstande Verdickungen aufweisen, die das Rosshaar im Rosshaar- faden und dadurch im Gewebe selbst festhalten. Il.
    Verfahren zur Herstellung eines Verstei fungsgewebes mit umsponnenem Ross- haar nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung eines mit Noppengarn verarbeiteten R.oss- haares, bei dem die Noppen entsprechend der verschiedenen Drehung des Rosshaar- garnes verschiedene Färbung haben, die verschieden gefärbten Rosshaargarne ab wechselnd eingewebt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Versteifungsgewebe nach dem Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitfaden für das Rosshaar ein Nop- pengarn ist. 2. Versteifungsgewebe nach dem Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Umspinnfaden für das Rosshaar ein Noppengarn ist.
CH174996D 1933-04-28 1934-01-03 Versteifungsgewebe mit umsponnenem Rosshaar und Verfahren zu dessen Herstellung. CH174996A (de)

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