CH175093A - Verfahren zum Schleifen mit umlaufendem Schleifkörper. - Google Patents

Verfahren zum Schleifen mit umlaufendem Schleifkörper.

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CH175093A
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  Verfahren zum Schleifen mit     umlaufendem    Schleifkörper.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zum Schleifen mit umlaufendem       Schleifkörper,    welches dadurch gekennzeich  net ist, dass ein mit künstlich erzeugten Hohl  räumen durchsetzter     Schleifkörper    von     zell-          förmiber        Struktur,    dessen Gesamthohlraum  volumen mehr als 50% des Gesamtvolumens  des Schleifkörpers beträgt, verwendet und  mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr  als 25     m/sek.    betrieben wird.  



  Die Wirtschaftlichkeit von Schleifverfah  ren ist in erster Linie abhängig von der Um  fangsgeschwindigkeit der Schleifkörper. Der  Umfangsgeschwindigkeit sind aber gewisse  Grenzen . gezogen, die in erster Linie ab  hängig     sind    von der     innern    Festigkeit des  verwendeten Schleifkörpers. Bei Überschrei  tung gewisser Grenzen     tritt    die Gefahr des       Zerspringens    des     Schleifkörpers.    ein, während  ausserdem noch andere     Nachteile,    wie zum  Beispiel     örtliche    Überhitzungen usw., auf-    treten können.

   Aus genannten Gründen be  stehen in ,den meisten     Staaten    gesetzliche Be  stimmungen, durch welche maximale Um  fangsgeschwindigkeiten für den     Sühleifprozess     festgelegt sind. Die gesetzlichen     Normen    be  wegen sich im allgemeinen     zwischen    8 bis  10     m/sek.    für     Sandsteinscheiben,    bis zu  25     m/sek.    für keramisch gebundene Schei  ben und bis zu 45     m/sek.    für Scheiben, bei  welchen Kunstharze oder     Gummi        als    Binde  mittel dienen.

   Auch für die verschiedenen  Schleifarten haben     ,sich    verschiedene Normen  ausgebildet. Für Flächenschliff mit sogenann  ten Topfscheiben     betragen    die zugelassenen  Höchstgrenzen im allgemeinen 2'5     m/sek.,    für       Peripherieflächenschliff    und automatischen       Werkzeugschliff    30     m/sek.,    und bei Aussen  rund- und Innenschliff     3,5        m/sek.     



  Mit Rücksicht auf die verhältnismässig       geringe    "Sprengfestigkeit" der bisher be  kannten Schleifscheiben wird in der     Praxis              zumeist        wesentlich    unterhalb der gesetzlich  zugelassenen obern Grenzen für die Um  fangsgeschwindigkeiten gearbeitet.  



  Es wurde gefunden, dass man den     iSchleif-          prozess        mit    umlaufenden Schleifscheiben, je  doch     ohne    Gefahr des     Zerspringens,    mit       Schleifkörpern    von     zellförmiger        Struktur,     welche also mit     künstlich    erzeugten Hohl  räumen     durchsetzt    sind und     deren    Gesamt  hohlraumvolumen mehr als<B>50%</B> des Gesamt  volumens des     Schleifkörpers    beträgt,

   unter  erheblicher     Überschreitung    der     bisher        ent-          stehenden        Höchstwerte    der Umfangsgeschwin  digkeiten     duxehführen    und dabei auch Vor  teile nach anderer Richtung erzielen kann.  Das     Gesamtvolumen    der Hohlräume gegen  über :dem     Gesamtvolumen    des Schleifkörpers       bezw.,des    von Zellen     .durchsetzten    Teils des  selben kann     beipielsweise    mehr     als        60%    be  tragen.  



  Es hat sich überraschenderweise heraus  gestellt,     dass    derartige     Schleifscheiben    trotz  ihrer     gelockerten    Struktureine     Sprengfestig-          keit        aufweisen,    welche die     Sprengfestigkeit     bisher üblicher Schleifscheiben, insbesondere       kompakter    Schleifscheiben, gleicher Grösse  erheblich, gegebenenfalls um das zwei- bis  dreifache,     übersteigt.     



       Die    Schleifkörper der genannten Art kön  nen mit höheren, vorzugsweise erheblich  höheren Umfangsgeschwindigkeiten als den  bisher üblichen     bezw.    zugelassenen betrieben  werden. Man kann dabei zum Beispiel Schleif  körper, und     zwax        etwa        Schleifscheiben    oder  dergleichen     mit    keramischer Bindung, sei es  zur Durchführung des     Flächenschliffes    mit       sogenannten    Topfscheiben,

   des Peripherie  flächenschliffes     und(automatischen        Werkzeug-          schliffes    oder dergleichen mit wesentlich  mehr als 2.5     m/sek.        Umfangsgeschwindigkeit     betreiben, zum Beispiel Aussenrund- und       Innenschliff    mit     Umfangsgeschwindigkeiten     von     mehr    als 35     m/sek.    durchführen.

       Peri-          pherieflächenschliff        und    automatischen     Werk-          zeugsehliff    kann man zum Beispiel mit Um  fangsgeschwindigkeiten von erheblich mehr       als    .60     m/sek.    ausführen, wie sie bisher als       zugelassene    Höchstgrenze     galten.       In gleicher Weise kann     inan        diese     Geschwindigkeiten     auch    bei     Von;

  -endung          gummigebundener    oder mittelst     Kunsthai-zeii     gebundener Körper zur     Anwendung    bringen  und hierdurch besondere, nach verschiedenen       Richtungen    hin sich auswirkende Vorteile er  zielen.  



  Die     Verwendung    von Schleifscheiben von       zellförmiger        Struktur    gestattet zum Beispiel  bei einem     Gesamthohlraumvolumen    von mehr  als 60% des     zellendurchsetzten    Gesamtvolu  mens das Arbeiten mit     Umfangsgeschwindig-          keiten    von     mehr    als 45     m/sek.     



  Während, wie oben erwähnt, für kera  misch     gebundene    Scheiben die obere Um  fangsgeschwindigkeit mit 25     m/sek.    fest  gelegt     iet,    zeigen     keramisch    gebundene Schei  ben mit     Zellstruktur        Sprengwerte    von  99     m/sek.        und    mehr, das heisst sie zerspran  gen     erst    bei Erreichung dieser     Umfangs-          gesehwindigkeiten.     



       Infolge    der Durchführung der Schleif  prozesse mit bisher nicht möglichen hohen       Umfangsgeschwindigkeiten    wird die     Ab-          sebliffleistung    erheblich gesteigert, die Span  menge in .der Zeiteinheit ist wesentlich grösser  und der Verschleiss der Scheibe pro Span  einheit erheblich geringer.

   Ein besonderer  Vorzug des     Schleifverfakrens    besteht darin,  ,dass trotz der beträchtlichen     Steigerung    der       Umfangsgeschwindigkeiten    über die bisher  üblichen Masse hinaus nachteilige     Tempera-          tursteigerungen    nicht auftreten; die Erfin  dung gestattet ein ausgesprochen kühles Ar  beiten. Es,     können    infolgedessen manche Pro  zesse, in denen bisher nass geschliffen werden  musste, durch Trockenschliff ersetzt werden.

         Ebenso        kann    man Prozesse, welche     bisher    in  folge Brandgefahr, Verziehen oder     Springen     der     behandelten        Werkstücke    oder Nicht  beständigkeit gegen feuchte Kühlmittel mit  Schnellschliff nicht     durchgeführt    werden       konnten,    nunmehr mit     Schnellschliff        unter          Vermeidung    schädlicher     Überhitzungen    aus  geführt werden.  



  Zur Durchführung des. Verfahrens können       Schleifscheiben    verwendet werden, welche       unter    Verwendung üblichen Schleifkorns, wie           Korund,        Siliziumkarbid,    Flint und der  gleichen, und unter Verwendung üblicher  Bindemittel, zum Beispiel     keramischer    Bin  der, Kunstharze und dergleichen hergestellt  worden sind. Ein besonderer Vorzug besteht  dabei noch darin, dass die Korngrösse des  Schleifkorns erheblich geringer sein kann als  die bisher bei Verwendung kompakter Schleif  scheiben zur Erzielung guter     Schneidwirkun-          gen    erforderlichen     Korngrössen.  

Claims (1)

  1. PATENTAI\TSPRUCH Verfahren zum Schleifen mit umlaufen dem Schleifkörper, -dadurch gekennzeichnet, dass ein mit künstlich erzeugten Hohlräumen durchsetzter Schleifkörper von zellförmiger Struktur, dessen Gesa-mthohlraumvolumen mehr als 50% des Gesamtvolumens des Schleifkörpers beträgt, verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als 25 m/sek. betrieben wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass: ein Schleifkörper mit keramischer Bindung verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und U n teranspruch 1, :dadurch gekennzeichnet, dass als Schleifkörper eine Topfscheibe für Flächenschliff verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schleifkörper für Peripherie flächenschliff verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als 30 m/sek. betrieben wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch :gekennzeichnet, dass ein Schleifkörper für Aussenrund- und Innenschliff verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als 35 m/sek. betrieben wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein .Schleifkörper; dessen Gesamthohlraumvolumen mehr als <B>60%</B> des Gesamtvolumens beträgt, ver- wendet und mit einer Umfangsgeschwin digkeit von mehr als 45 m/sek. betrieben wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schleifkörper.
    dessen Gesamthohlraumvolumen mehr als<B>60%</B> des Gesamtvoalumens beträgt, und welcher keramisch gebunden ist, verwendet und mit einer Umfangs geschwindigkeit von mehr als 45 m/sek. betrieben wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass. ein Schleifkörper mit Kunstharzbindung verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7. dadurch gekennzeichnet, dass als Schleifkörper eine Topfscheibe für Flächenschliff verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schleifkörper für automatischen Werkzeugschliff verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als<B>30</B> m/sek. betrieben wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprächen 5 und 7, :dadurch gekenn zeichnet, dass ein Schleifkörper mit Kunstharzbindung, dessen Gesamthohl raumvolumen mehr als 60% des Gesamt volumens beträgt, verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als 45 m/sek. betrieben wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, :dass - ein Schleifkörper mit Gummibindung verwendet wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 5 und 11, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Schleifkörper mit Gummibindung, dessen Gesamthohlraum volumen mehr als<B>60%</B> des: Gesamtvolu mens beträgt, verwendet und mit einer Umfangsgeschwindigkeit von mehr als 45 m/sek. betrieben wird.
CH175093D 1932-12-01 1933-11-27 Verfahren zum Schleifen mit umlaufendem Schleifkörper. CH175093A (de)

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