Schmiervorrichtung für Druckfluidumleitungen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung für Druckfluidumlei- tungen, wie sie z. B. bei pneumatischen Werkzeugen, wie Druckluft-Bohrhämmern und dergleichen vorhanden sind. Zur Schmierung der innern Organe eines solchen Druckluftwerkzeuges ist es erwünscht, das Schmieröl in den zum Werkzeug gehenden Druckluftstrom einzuführen und diesem Zweck dient der Erfindungsgegenstand.
Das Neue bei der Schmiervorrichtung gemäss der Erfindung besteht nun darin, dass dieselbe ein Ventilgehäuse besitzt, das die an sein eines Ende angeschlossene Ölkammer mit der an sein entgegengesetztes Ende an geschlossenen Druckfluidumleitung verbin det und einen mit einem Ventilsitz zusam menwirkenden Ventilkörper aufweist, wel cher so ausgebildet und angeordnet ist, dass bei Unterbrechung der Fluidumzufuhr zur Druckfluidumleitung der Ventilkörper auf seinen Sitz lediglich durch den in der Öl kammer herrschenden Druck gepresst wird, welcher auf die gegen die Schmierölkammer hin gerichtete Fläche des Ventilkörpers ein wirkt.
Zweckmässigerweise ist der Ventil körper so gestaltet, dass er den Querschnitt des Ventilgehäuses ausfüllt.
Dank dieser Ausbildung wird bei Unter brechung der Druckfluidumzufuhr zur Flui- dumleitung das in der Ölkammer eingeschlos sene Druckfluidum das Ventil schliessen, so dass ein Ausrinnen von Öl in die Fluidum leitung während der Betriebspausen der be treffenden Maschine oder des Werkzeuges verhindert wird.
Zweckmässig wird die Austrittsöffnung des Schmieröls aus der Ölkammer in das Ventilgehäuse mittelst eines in das Ventilge häuse eingesetzten Pfropfens aus porösem oder aufsaugfähigem Material abgeschlos sen, und zwar kann dieser Pfropfen selbst den Ventilkörper bilden oder mit dem Ven tilkörper verbunden sein, so dass sich Pfrop fen und Ventilkörper miteinander bewegen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch die Schmiervorrichtung für eine Druckluftleitung längs der Durchgangsase des Luftweges, und Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht der Vor richtung in Richtung der Pfeile in Fig. 1 gesehen sowie einen Teilschnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1.
In beiden Figuren sind die gleichen Teile durch gleiche Überweisungszeichen bezeich net.
Die Schmiervorrichtung weist ein Ge häuse von im wesentlichen rohrartiger Form auf mit einer innern Wandung 10 und einer äussern Wandung 11, welche beide zylind risch sind und den Luftweg gleichachsig umgeben.
Die innere Wandung 10 bildet einen rohrförmigen Luftweg, der einen Teil der Luftleitung bildet, durch welche die Druckluft dein Werkzeug zugeführt wird. An beiden Enden sind Gewindebohrungen 12 vorgesehen, in welche die Druckluftleitung eingeschraubt wird. Der eine Leitungsab schnitt führt von der Druckluftquelle zum einen Gewindeteil 12 und der andere Lei- tungsabschnitt vom andern Gewindeteil 12 zum Werkzeug.
Zwischen der innern Wandung 10 und der äussern Wandung 13 liegt die Ölkammer 7.3. Die innere Wandung 10 hat zwei ein ander gegenüberliegende Öffnungen 14, von welchen jede mit Gewinde zum Einschrau ben eines als Pfropfenhülse ausgebildeten Ventilgehäuses 15 versehen ist. Die äussere Wandung 11 hat zwei gleichachsig mit den Öffnungen 14 angeordnete @ grössere Öffnun gen 16, welche durch eingeschraubte Stopfen 17 abgeschlossen sind.
Eine der Öffnungen 16, und zwar zweckmässigerweise die obere dient als Füllöffnung zum Einfüllen des Öls in die Ölkammer. Durch Abnehmen der Stopfen 17 werden die Pfropfenhülsen 15 zu gänglich und können durch die Öffnungen 16 hindurch eingesetzt oder herausgenommen werden.
Jede Pfropfenhülse 15 besteht aus einem rohrförmigen Metallteil, in dessen in den Luftweg hineinragendes Ende ein Nippel 18 eingeschraubt ist. Die Bohrung 23 im Nippel ist so bemessen, dass sie in der Zeiteinheit 0 eine bestimmte Menge Schmieröl in den Luftweg eintreten lässt. Am innern Ende hat der Nippel ein abgesetztes Stück 19, des sen Endfläche als Ventilsitz dient und hinter dem Nippel sitzt, in der Pfropfenhülse ein kolbenförmiger Pfropfen 20 aus aufsauge fähigem Material, welcher mit einer End scheibe 21 aus Leder versehen ist.
Jeder die ser Pfropfen 20, 21 bildet einen Ventilkörper, dessen Lederscheibe beim Aufsitzen auf den Ventilsitz des zugehörigen Nippels die Boh rung desselben abschliesst.
Die Lederscheibe 21 jedes Pfropfens hat einen kleineren Durchmesser als das Saug material des Pfropfens; der Pfropfen kann sich in der Pfröpfenhülse in achsialer Rich tung bewegen. Das dem Nippelende gegen über liegende Ende jeder Pfropfenhülse hat eine Öffnung 22, durch welche das Öl aus der Ölkammer eintreten kann. Der Nippel ist wie bereits erwähnt in das Ende der Pfropfenhülse eingeschraubt und wenn der selbe herausgenommen wird, kann der Pfropfen in seine richtige Lage durch das Ende eingeführt werden, in welches der Nip pel eingeschraubt wird.
Gegegebenenfalls kann auch eine nicht gezeichnete Druckfeder zwischen dem Pfrop fen und der durch die Vereinigung des ab gesetzten Stückes 19 mit dem Nippelkörper 18 gebildeten Schulter eingelegt werden, um das Abheben des Pfropfens vom Ventilsitz zu unterstützen, wenn der Luftdruck in der Luftleitung annähernd gleich gross wie je ner in der Ölkammer ist.
Wenn im Betrieb die Druckluft durch den Luftweg, d. h. den innern Durchgang der Schmiervorrichtung zwischen den Gewinde enden 12 hindurchtritt, strömt dieselbe eben falls durch die Öffnungen in den Nippeln, um die Pfropfen von ihren Sitzen abzuheben und die Nippelbohrungen 23 freizugeben. Da der Durchmesser jeder Lederscheibe 21 kleiner ist als jener des Pfropfens 20, kann die Luft durch den porösen Pfropfen und die Öffnungen ?\? hindurch in die Ölkammer eintreten und in dieser Weise wird kurze Zeit nach dem Einlass der Druckluft in die Luftleitung der Druck in der Ölkammer gleich gross sein wie jener in der Luftleitung.
Infolge der hin- und hergehenden Bewegung des Bohrhammers oder eines ähnlichen Werk- zeuges werden in der Luftleitung Pulsatio- nen entstehen und diese Pulsationen bewir ken einen Ausfluss von kleinen Mengen Öl aus den Aufsaugepfropfen 20 durch die Nippel hindurch. Auf diese Weise nimmt die Druckluft bei ihrem Durchgang durch die Vorrichtung etwas Schmieröl auf und diese Ölmenge kann durch entsprechende Bemessung der Bohrung in den Nippeln nach Bedarf. eingestellt werden. Die Druckluf t geht dann mit der auf diese Weise zuge setzten Ölbeimengung zu dem zu betreiben den Werkzeug.
)renn nun die Luftzufuhr in der Druck luftleitung unterbrochen wird, fällt der Druck darin sofort ab und wird beträcht lich unter die Höhe des zu dieser Zeit in der Ölkammer herrschenden Druckes sin ken. Infolgedessen werden die Pfropfen durch den auf sie einwirkenden Druck in den Pfropfenhülsen nach einwärts getrieben, so dass ihre Ventilscheiben 21 auf die Sitze gedrückt werden, wodurch alles weitere Übertreten von Öl in die Luftleitung ver hütet wird.
Auf diese Weise verhindern die durch die Pfropfen gebildeten Ventile das Aus treten von Öl aus der Ölkammer in die Luft leitung während der Betriebspausen, und so bald das Werkzeug wieder in Betrieb ge nommen wird, findet wieder ein Austritt von<B>01</B> in die Druckluftleitung statt.
Bei den bisherigen Schmiervorrichtungen bestand allgemein der Nachteil, dass wäh rend der Betriebspausen<B>01</B> in die Druckluft leitung auslief, und wenn der Betrieb wieder aufgenommen wurde, wurden mit dem ersten Luftstoss grosse Ölmengen mit in das Werk zeug hineingerissen, woraus sich eine über- mässige Schmierung und eine Ölverschwen- dung ergab. Diese Ölverschwendung ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen un zulässig, sondern auch weil die Ölkammer rascher als unbedingt nötig geleert wird, so dass dieselbe öfter wieder gefüllt werden muss, als bei der beschriebenen Schmiervor richtung.
Durch Verhinderung des Ausrin- nens von Öl in die Luftleitung während der Betriebspausen wird diese Ölvergeudung verhütet und eine einzige Füllung der Schmiervorrichtung wird für eine längere Zeitdauer ausreichen als wenn keinerlei Mass nahmen getroffen sind, um dieses Ausfliessen von<B>01</B> zu verhindern.
Anstatt des beschriebenen Ventils kann auch ein metallisches Ventil vorgesehen sein und der Ventilkörper könnte auch vom Pfrop fen vollständig getrennt sein, wobei zweck mässig eine Feder vorgesehen wäre, um den ersteren von sseinem Sitz abzuheben, wenn der Pfropfen nach auswärts bewegt wird. Aber auch in diesem Falle wäre der Pfrop fen das Mittel, durch welches das Ventil ge schlossen wird, wenn die Luftzufuhr in der Luftleitung unterbrochen wird.
Ausserdem ist die Verwendung eines Pfropfens an und für sich oder eines solchen aus aufsaugfähigem Material nicht unbe dingt erforderlich.
An Stelle der in der Beschreibung er wäluzten Druckluft könnte für das Anwen dungsgebiet der Vorrichtung auch ein an deres Druckfludium, z. B. Dampf oder ein Gas in Betracht kommen.
An Stelle der einzigen Öffnung 22 könnte jede Pfropfenhülse auch mit meh reren Öffnungen versehen sein.