CH175422A - Mit einem den Reibungswiderstand erhöhenden Belag versehene Trommel. - Google Patents
Mit einem den Reibungswiderstand erhöhenden Belag versehene Trommel.Info
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Description
Mit einem den Reibungswiderstand erhöhenden Belag versehene Trommel. Gegenstand der Erfindung ist eine Trom mel (zum Beispiel Riemenscheibe, Seilscheibe, Bremsscheibe und dergleichen) mit einem den Reibungswiderstand erhöhenden Belag. Solche Beläge etwa aus einem Material von hohem Reibungswert (zum Beispiel Gummi, Leder, Textilmaterial oder dergleichen) auf einer Riemenscheibe haben den Zweck, die Übertragungsfähigkeit des Riementriebes zu steigern. Veraltete Seil- oder Keilriemen triebe können durch Anwendung solcher Be läge in Riementriebe mit erhöhter Leistung umgewandelt werden. Ein solcher Belag muss mit grosser Spannung auf den Scheiben auf gebracht werden, um den im Betrieb auftre tenden Belastungen standzuhalten, da sonst Stauchungen und Brüche des Belages auf treten.
Erfindungsgemäss wird der Belag auf einer Unterlage angeordnet, unter deren Ver mittlung der Belag mit der Trommel durch mindestens ein Spannglied verspannt ist. Insbesondere vorteilhaft ist eine solche Unterlage für Beläge, die aus mehreren bezw. vielen Teilen (zum Beispiel Querstreifen, Schrägstreifen, Längsstreifenteilen usf.) zu sammengesetzt sind, die unter Vermittlung der Unterlage miteinander verbunden wer den können.
Zweckmässig ist eine Ausführungsform, bei welcher der Belag auf einer zu einem Ring geschlossenen Unterlage aus Metall auf gebracht ist.
Als Spannglieder können zum Beispiel eine oder mehrere geile, zweckmässig ein oder mehrere Bänder in Keilform dienen, durch welche der aufgebrachte Belag die erforder liche Spannung und ohne weitere Befesti- gungsmittel einen festen .Sitz auf der Trom mel erhalten kann. Diese Zwischenglieder, die einen bleibenden Bestandteil des Belages bilden können, können in der eingetriebenen Stellung gesichert werden, zum Beispiel durch Kerben, Nieten, Löten, Schweissen und dergleichen.
Eine solche Aufbringung von Belägen auf Trommeln hat den Vorteil, dass Beläge in kurzer Zeit und in einfacher Weise auf Trommeln aufgebracht werden können und dass der aufzuspannende Belag nicht mit so grosser Genauigkeit vorzupassen ist wie etwa bei einem Aufpressen oder bei einem Warm aufziehen.
So kann man zum Beispiel einen Gummi belag auf einen Metallring aufvulkanisieren oder einen Lederbelag auf einen Metallring aufnieten usf. und diesen Metallring unter Vermittlung von Spanngliedern auf der Trommel aufspannen.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 schematisch zwei Ausführungsbeispiele eines aus einzelnen Teilen, zum Beispiel aus Längsstreifen bestehenden Belages für Rie menscheiben im Querschnitt gezeigt, derart, dass die Berührungsflächen eines auf die Trommel aufgesetzten Riemens mit letzterer durch diese Teile verringert wird, wogegen in den Fig. 3 bis 8 mehrere Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes veran schaulicht sind, in welchen der Belag nach Fig. 1 oder 2 ausgebildet sein kann.
Der Belag besteht zum Beispiel aus Lederstreifen. 1 oder irgend einem Material zweckmässig mit höherem Reibungswert als der Riemen, .die entweder ungeteilt über den ganzen Umfang durchlaufen, oder aus ein zelnen Streifenteilen zusammengesetzt sind, .die entweder ohne Zwischenraum oder mit Zwischenraum aufeinanderfolgen.
Die Streifen 1 bezw. die Streifenteile sind auf einer Unterlage 2 aus einem Metallband, zweckmässig auf einem dünnen Stahlband an gebracht, mit welchem sie zum Beispiel durch Nieten mit versenkten Köpfen vereinigt sind, wobei die Befestigungsmittel in solcher Zahl und in solchem Abstand voneinander ange ordnet sind, dass, die auf den Belag durch den Riemen ausgeübten Schub- und Zug kräfte aufgenommen und unschädlich ge macht werden. Die Unterlage 2 kann gegebenenfalls von grösserer Breite sein als der mit ihr verbun dene Belag (Fig. 1) und gegebenenfalls kann für alle oder mehrere Belagstreifen eine ge- meinsame Unterlage 2 verwendet werden (Fig. 2).
Die Verbindung des zum Beispiel aus einem mit Gummi, Leder oder dergleichen vereinigten Metallring bestehenden Belagrin ges 6 mit dem Riemenscheibenkranz 5 er folgt bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 mittelst Bänder 7 von keilförmigem Querschnitt, :die zwischen Scheibe 5 und Be lagring 6 zum Beispiel mittelst eines Ham mers 8 und eines Setzstückes 9 eingetrieben sind.
Es ist zweckmässig, den aufzuspannenden Ring 6 in einer solchen Länge zu schliessen, dass er leicht und .ohne Zwang gegebenen falls mit einem kleinen Spielraum von Hand auf die Mantelfläche des Drehkörpers aufge schoben werden kann. Nach Eintreiben der Keile übt der Ring durch die erzielte Span nung eine solche Pressung auf die Keilringe und damit auf die Scheibe aus, dass eine Ver schiebung oder Verdrehung :des Ringes auf der Scheibe verhindert ist.
Hat der Belagring 6 im ungespannten Zu stand die Länge L und einen Innendurch messer, .der gleich dem Aussendurchmesser der Scheibe 5 ist, so erfährt er @dureli Ein treiben des Keilbandes 7 bis zur Höhe l2 eine Dehnung gleich dem Betrag 2 n h. Durch die Tiefe, bis zu welcher der Keil eingetrie ben wird oder durch die Wahl eines andern Keilwinkels kann die Spannung im Belag ring in. jeder gewünschten Grösse gehalten werden. Dabei kann,der Winkel des keilför migen ,Spanngliedes so klein gehalten wer den, dass Selbstsperrung eintritt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 hat der Belagring 6 (Unterlagsring mit Be lag) einen keilförmigen Querschnitt, wodurch das Eintreiben des Spanngliedes 7 (Keil, Keilband oder dergleichen) erleichtert ist.
In Fig. 6 ist eine aus zwei Ringen 6 be stehende Unterlage mit Belag gezeigt, wobei die beiden Ringe ein Spannglied 7' gemein- sam haben, das einen doppelkeilförmigen Querschnitt hat.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7 ist der Belagring 6 unter Vermittlung von Spanngliedern 7 auf einem Hilfsring 10 mit keilförmigen Kanten aufgespannt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass der Be lagring 6 auf der parallel zur Mantelfläche liegenden Fläche des Keilbandes aufliegt, im Gegensatz zu den Ausführungen nach Fig. 3 bis 5, wo der Belagring an den schräg liegen den Flächen des Keilbandes anliegt. Auch hier kann das Keilband in Doppelkeilform zum gleichzeitigen Spannen zweier Ringe ausgebildet sein.
In Fig. 8 haben .die Belagringe 6 beider seits abgeschrägte Flächen, um das Einfüh ren und Eindringen der Keile 7 und 7' zu erleichtern. Durch die Verstärkung in der Mitte der Belagringe ist hier eine höhere Spannung zulässig.
Das Profil der Ringe 6 kann so gewählt werden, dass die Keilbänder 7 und die Ringe 6. aus einem Band durch Teilung hergestellt; werden können.
Das Aufspannen des Belagringes zum Beispiel nach Fig. 5 kann auch in umge kehrter Weise dadurch erfolgen, dass der Be lagring auf das um die Mantelfläche des Drehkörpers (Riemenscheibenkranz) herum gelegte Keilband fortschreitend aufgetrieben wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mit einem den Reibungswiderstand erhö henden Belag versehene Trommel, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag auf einer Un terlage angeordnet ist, unter deren Vermitt lung der Belag mit der Trommel durch min destens ein Spannglied verspannt ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Trommel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag auf einer zu einem Ring geschlossenen Unterlage aus Metall aufgebracht ist. 2. Trommel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag auf einer aus mehreren Ringen bestehenden Unter lage angeordnet ist. 3.Trommel nach Patentanspruch, zur Auf nahme eines Riemens, dadurch gekenn zeichnet, dass der Belag aus einzelnen Teilen zusammengesetzt ist, derart, dass die Berührungsfläche eines auf die Trom mel aufgesetzten Riemens mit letzterer durch .diese Teile verringert wird. 4. Trommel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag aus Längsstreifen besteht, die über eine aus mehreren Ringen bestehende Unterlage verteilt sind. 5. Trommel nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Längsstreifen auf einem beson deren Ring angeordnet ist. 6. Trommel nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass der Belagring durch Keile, die in ,den Spalt zwischen Ring und Trommel eingetrieben sind, auf der Trommel auf gespannt ist. 7.Trommel nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Spannglieder ringsumlaufende Reifen in den Spalt zwischen Belagring und Trommel eingetrieben sind. B. Trommel nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für zwei benachbarte Ringe gemein- @same Spannglieder vorgesehen. sind. 9. Trommel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag auf einen Ring keilförmigen Querschnittes aufge bracht ist. 10.Trommel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag unter Ver mittlung von Spanngliedern auf einen Unterlagsring aufgespannt ist. 11. Trommel nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass das Spannglied keil förmigen Querschnitt besitzt.
Applications Claiming Priority (2)
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