Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und zum Einlegen von aus einer Dichtungs- und einer Schutzscheibe bestehenden Einlegescheiben in Verschlusskapseln von Flaschen und andern Gefässen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Her stellung und zum Einlegen von aus einer Dichtungs- und einer Schutzscheibe be stehenden Einlegescheiben in Verschluss kapseln von Flaschen und andern Gefässen, insbesondere für Anwendung bei solchen, gewöhnlich vollautomatisch arbeitenden Kapselherstellungs- und Verschlussmaschinen geeignet,
die mit Werkzeugen zum Ein legen einer aus einem in gewissem Grade elastischen Material bestehenden Abdich tungsscheibe in die Kapsel versehen sind, Diese Maschinen haben in den letzten Jahren eine immer grössere Verbreitung zum Verschluss von Flaschen und andern Gefässen, die Bier, Mineralwässer und andere Getränke enthalten, erhalten. Als Abdichtungsmaterial in der Kapsel hat sich Kork als das zweck mässigste Material erwiesen. Es hat aber eine Menge Nachteile. So gibt Kork, trotz Paraffinierung oder sonstiger Imprägnier behandlung, leicht dem Inhalt einen gewissen Beigeschmack, wobei einige Getränke sich besonders empfindlich gezeigt haben.
Ferner ist es schwer, Korkscheiben zu erhalten, die so frei von Poren sind, dass sie nicht die Flüssigkeit oder eventuell Kohlensäure in dieser durchlassen. Auch wenn die Flüssig keit zwischen der Korkscheibe und der Kapsel bleibt, hat es sich gezeigt, dass wenn die Kapsel, wie es im allgemeinen der Fall ist, aus Aluminium hergestellt ist und die Flüssigkeit gewisse Salze enthält, wie es gewöhnlich bei Mineralwässern vorkommt, diese Salze die Aluminiumkapsel angreifen.
Um diese Nachteile zu beseitigen, hat man die Korkeinlage mit einer Schutz scheibe gewöhnlich bestehend aus besonders präpariertem Papier, Stanniol oder der gleichen, versehen. Zur Befestigung dieser Scheibe auf der Korkscheibe verwendet man verschiedene Verfahren, aber das zweck mässigste dürfte sein, dass die Schutzscheibe auf der einen Seite mit einer sehr dünnen Schicht aus Guttapercha oder ähnlichem Stoff überzogen ist, der bei verhältnismässig niedriger Erhitzung schnell schmilzt und somit die Schutzscheibe an der Korkscheibe befestigt.
In einigen Fällen sind zwar früher Vorrichtungen zur Anbringung von Schutz scheiben im Zusammenhang mit der Kapsel herstellung, so dass beide Operationen in der selben Maschine vorgenommen werden, vor geschlagen worden, diese Vorrichtungen sind aber zu primitiv gewesen, um den Forde rungen der modernen Technik zu genügen.
Bei bis jetzt bekannten Konstruktionen zur Bewirkung einer solchen Belegung ist es notwendig gewesen, diese Belegung der Korkscheibe als einen von der Herstellung der Kapsel und gegebenenfalls des Ver schlusses selbst ganz getrennten Vorgang und in verhältnismässig komplizierten Ma schinen zu bewirken.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, die Belegung der Abdichtungsscheibe mit der Schutzscheibe in direktem Zusammen hang mit der Herstellung der Kapsel und gegebenenfalls des Verschlusses vorzu nehmen, so dass die Kapselherstellung, das Einlegen der Abdichtungsscheibe, deren Versehung mit der Schutzscheibe und, in gewissen Fällen, auch der Verschluss der Flasche bezw. des Gefässes, zweckmässig in kontinuierlicher Folge auf eine vollkommen befriedigende Weise erfolgt.
Zwei zur Durchführung des erfindungs gemässen Verfahrens geeignete Ausfüh- riulgsbeispiele der Vorrichtung gemäss der Erfindung werden auf der beigefügten Zeichnung gezeigt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Maschine von vorn, unten im Schnitt nach der Linie G-H in Fig. 2 gesehen; Fig. 2 zeigt einen Grundruss des Maschi nentisches mit darauf angeordneten Ma schinenteilen; oberhalb des Tisches und oberhalb einer in Fig. 1 markierten, gebro- ebenen Schnittebene I-K-L-M befind liche Teile sind entfernt;
Fig. 3 zeigt einen Scliiiitt nach q-B-C-D in Fig. 2, und Fig. 4 in grösserem Massstabc einen Schnitt nach E-F in Fig. <B>92;</B> Fig. 5 bis 12 zeigen teilweise schematisch eine andere Ausführungsform der Vorrich tung;
Fig. 5 zeigt ein Aggregat derselben in Draufsicht, Fig. G im Schnitt nach 0-P in Fig. 5; Fig. 7 und 8 zeigen Seitenan sichten einer und derselben Einzelheit mit den Teilen in zwei verschiedenen Lagen;
Fig. 8a zeigt eine Abänderung dieser Ein zelheit; Fig. 9 zeigt in grösserem Massstabe einen Schnitt nach R-S in Fig. 5, und Fig. 10 zeigt auch in grösserem Massstabe eine Einzelheit von links aus in Fig. 5 ge sehen. Fig. 11 und 12 zeigen in grösserem Massstabe einen Grundruss und eine Seiten ansicht einer andern Einzelheit.
Die beiden Ausführungsformen der Vor richtung gemäss der Erfindung werden hier bei einer Maschine zur Herstellung von kompletten Kapseln verwendet gezeigt, d. h. bei Maschinen, die das Kapselarbeitsstück aus einem Metallstreifen ausstanzen, dasselbe biegen und eine Korkscheibe in die so her gestellte Metallkapsel einlegen.
Von den bekannten Teilen der Maschine betrifft 1 die Kapselstanze für die Aus stanzung und Formung der Kapsel, 2 eine Rinne, in der die Kapsel gegen das Kork einlegwerkzeug 3, 21 gespeist wird (in der gezeigten Ausführung erfolgt dies mit Hilfe von Druckluft) ; 4 bezeichnet ein Rohr, in welchem die Korkscheiben a gelagert sind, 5 den Förderer, der aus dem genann ten Rohr die Scheiben a zum Korkeinlege- werkzeug speist und seine hin- und her gehende Bewegung durch das Zahnritzel G erhält, das durch Vermittlung der Welle 7, des Zahnritzels 8 und der Zahnstange 9 seine Bewegung von der Welle 9a erhält.
die den Kapselstanzstempel antreibt. Der Förderer ist in Fig. 1 in seiner einen, in Fig. 2 in seiner andern Endlage gezeigt. Mit 14a, 14b und 14e sind Teile einer Sicherheitseinrichtung bezeichnet, die die Maschine anhält, wenn keine oder eine defekte Abdichtungsscheibe gespeist wird. Diese Sicherheitseinrichtung arbeitet mit einem zu dem Werkzeug 3 gehörigen Ein führungskolben 21 auf bekannte Weise zu sammen, welcher von einem Hebel 14e und einer Schiebstange 14f angetrieben wird..
deren Bewegung von der genannten Sicher heitseinrichtung kontrolliert wird.
Es ist nun ein Mechanismus vorgesehen, der in Zusammenwirkung mit den übrigen Werkzeugen eine Schutzscheibe b (siehe Fig. 5 und 6) aus dem in Bandform vorhan denen Belagmaterial ausstanzt, diese an der Korkscheibe 'befestigt und die Doppelseheibe in die Kapsel einführt, wonach die Kapsel < :
uf bekannte Weise nach einem Sammelbe- hälter oder dem Verschlussorgan der Ver- schlussmaschine befördert und auf dem Gefäss bezw. der Flasche angebracht werden kann.
10 bezeichnet ein mit zwei Walzen arbei tendes Speiswerk zur Förderung des Bandes, aus dem die Schutzseheiben ausgestanzt wer den. Das Band ist in Fig. 3 mit einer strich punktierten, in Fig. 4 mit einer vollgezogenen Linie 10a gezeigt.
Das Speiswerk erhält seine Bewegung von, der Welle 7 über einen auf dieser sitzenden Kurbelarm 11, einen auf der einen Walzenwelle des Speiswerkes sitzenden Kurbelarm 11a, eine diese beiden Teile ver bindende Kurbelstange llb und ein Schritt- -erk llc und 11d. 12 ist eine Führungsrolle für das Band, die in einer Rinne 13 in dem Masehinentisch läuft.
Im Maschinentisch 14, unter dem Schutz seheibenband, sind ein Stanzstempel 15 (Fig. ) und eine Matrize 15a angeordnet. Der Stempel 15, der in Fig. 3 und 4 in aufgescho bener Lage ,gezeigt wird, erhält seine auf und niedergehende Bewegung durch Vermitt- lun-- eines Hebels 16 (Fig. 2) von einer Nockenrolle 17 auf der Welle 7. Von den übrigen Teilen bezeichnet 15b eine Lager hülse für den Stempel.
Ein Förderer 18, der ,eine hin- und hergehende Bewegung durch Vermittlung eines Hebels 19 von einer Kurvenrolle 20, die auch auf der Welle 7 montiert ist, erhält, speist die ausgestanzte Schutzscheibe nach dem Einlegwerkzeug 3. Der Förderer 18 läuft in einer Führung 18a. die in dem Maschinentisch festgeschraubt ist.
18b in Fig. 4 bezeichnet eine Abdeckplatte. Damit die Schutzscheibe von dem Stempel 15 freigemacht wird und auf geeignetem Niveau über diesen im Verhältnis zum Förderer kommt, hat der Stempel eine zentrale Boh rung für einen Zapfen 18c (Fig. 4), der unter der Wirkung einer Feder 18d die ausge stanzte Schutzscheibe in :geeigneter Höhe über den Stempel hält, welche Höhe von einer Zapfen- und Nutverbindung 18e bestimmt wird.
Der Stempel wird naeh dem Nieder gehen stillgehalten (infolge entsprechender Form der Nockenrolle 17), bis der Förderer 18 die Schutzscheibe von dem Zapfen 18c weggeschoben hat. Damit sich der Förderer frei über dem Zapfen verschieben kann, hat er eine Nut 18f auf der Unterseite. Der Ein führungskolben 21 des Einlegwerkzeuges ist als elektrisches Heizelement ausgebildet, das den erforderlichen elektrischen Strom durch die Leitungsdrähte 2;2' erhält.
Um die Wärme in dem obern Teil des Einführungskolbens zu konzentrieren, ist der Teil 23' aus Material mit besonders guter Wärmeleitungsfähigkeit, zum Beispiel Kupfer, ausgeführt. Die Wärmezu fuhr wird auf bekannte Weise mittelst eines Rheostates geregelt.
Die Vorrichtung wirkt folgendermassen: Aus dem auf der Oberseite mit Gutta- percha oder dergleichen überzogenen Band 10a (Fig. 3) stanzt der Stempel 15 eine Schutzscheibe aus, die durch den Förderer 18 durch eine Rinne 15c geschoben wird, derart, dass sie auf den in der untern Lage befind- liehen Einführungskolben <B>21</B> zu liegen kommt. Dieser ist vorher an den elektrischen Strom geschaltet worden und ist somit erhitzt.
Ehe der Kolben 21 seine aufwärtsgehende Bewegung beginnt, wird von dem Förderer 5 aus dem 7,ufuhrrohr 4 eine Korkscheibe in solcher Höhenlage eingeführt, dass sie ober halb der auf dem Einführungskolben 21 ruhenden Schutzscheibe zu liegen kommt. Inzwischen hat die Kapselstanze 1 die Metallkapsel fertiggestellt, und diese wird an das Korkeinlegwerkzeug oberhalb des Ein führungskolbens 21 und der :
dort ruhenden Schutzscheibe und Korkscheibe herangeför- dert. Der Einführungskolben wird dann nach oben geführt und presst die Korkscheibe in die Kapsel hinein, wobei er gleichzeitig die Schutzscheibe gegen die Korkscheibe presst. Durch die Hitze des Einführungskolbens schmilzt der ,guttaperchaartige Belag der Schutzscheibe und die gleichzeitige Pressung sorgt dafür, dass die Schutzscheibe an der Korkscheibe haftet, so dass, die Kapsel, wenn sie von dem Werkzeug freigemacht wird,
um weiter nach dem Sammelbehälter oder nach dem Verschlussorgan befördert zu werden, mit einer Korkscheibe mit angebrachter Schutz scheibe und bereit, auf dem Gefäss bezw. der Flasche angebracht werden zu können, ver sehen ist.
Die Schutzscheibe kann alternativ -aber die Korkscheibe gelegt werden, wobei in die sem Fälle gegebenenfalls eine Erhitzung nicht notwendig ist. Ferner kann sie aus zwei oder mehreren Schichten aus gleichem oder ungleichem Material, die mit einem Klebstoff vereinigt sind, aufgebaut sein.
Um zu verhindern, dass die Hitze sich von dem Einführungskolben 21 zu dem Material band für die Schutzscheiben verbreitet, wo durch der Belag weich werden oder sogar vor der Ausstanzung schmelzen würde und die Schutzscheiben an dem einen oder andern Maschinenteil kleben und Unterbrechung des Betriebes verursachen würden, wird die Bahn für das Band kühl gehalten durch Aufblasen von Luft durch eine Anzahl Löcher 25, denen Pressluft durch eine Leitung von einer geeig neten Druckluftquelle, z. B. dem Gebläse, das Druckluft für die Bewegung der Kapsel lie fert, zugeführt.
Damit die Schutzscheibe augenblicklich an der Korkscheibe haftet, ist es ferner notwendig, dass die Korkscheibe kühl gehalten wird, bis sie über die Schutz scheibe und den Einführungskolben 21 ge langt. Auch diese Kühlung kann durch Druckluft erfolgen, die z. B. den Behälter 4 kühlt. Selbstverständlich können auch andere Teile um den Einführungsstempel 21 herum auf dieselbe Weise gekühlt werden.
Der oben beschriebene Mechanismus zum Herstellen und Einlegen der Scheiben bildet einen integrierenden Teil der Kapselherstel- lungsmaschine. Bei ler Herstellung von Kap seln ohne Korkscheiben oder ohne Schutz scheiben muss man entweder eine Maschine verwenden, die den obenerwähnten Mechanis mus nicht hat oder, wenn solcher vorhanden ist, ihn ausser Funktion halten, während diese Kapseln hergestellt werden.
Im Hinblick hierauf kann der mit dem Anbringen der Schutzscheiben zusammen hängende Mechanismus auch in einem Zusatz aggregat bestehen, das in der Maschine an gebracht oder aus derselben entfernt wer den kann, je nachdem Kapseln mit oder ohne Schutzscheiben hergestellt werden sol len. Auf eine einfache Weise kann der Mechanismus derart ausgeführt werden, dass die Schutzscheibe entweder über oder unter der Korkscheibe in der Kapsel angebracht wird.
Der Konstruktion des unten näher er läuterten Aggregates liegt der Grundsatz zugrunde, dass eine grössere Anzahl Kork scheiben gleichzeitig unter Behandlung sind zwecks Anbringung der Schutzscheiben, wo bei die Scheiben in einer (gegebenenfalls mehreren) Reihe über einen Tisch aus einem Zufuhrrohr oder dergleichen vorgespeist und dabei mit je einer Schutzscheibe ver sehen werden, die durch ein ähnliches Stanz werkzeug, das im vorigen beschrieben wor den ist, aus einem Materialband abgeschnit ten wird.
Die Korkscheiben werden schritt weise aus dem Zufuhrrohr gespeist und pas sieren hierauf an einem Förderer vorbei, der die einzelnen Schutzscheiben vorschiebt, ferner an einem oder mehreren Heizkolben und schliesslich an einer Anzahl Druck kolben vorbei, die die Schutzscheiben auf die Korkscheiben festdrücken und sie gleich zeitig abkühlen, so dass sie ordentlich an haften. Dann werden die Korkscheiben in raine zum Einschieben in die Kapseln ,geeig nete Lage geführt, wie vorher beschrieben ist.
In Fig. 5 bis 12 sind rein bauliche Einzelheiten weggelassen oder nur ange deutet, damit die Figuren leichter verständ lich werden.
Das Aggregat weist die Gestellplatte 30 aiif, die an dem innern Teil 31 des Maschi nentisches 14, 31 lösbar befestigt ist.
Die Platte ist mit einem Fussstück 32 und zwei Schraubenbolzen 33 veranschau licht. Bei der praktischen Ausführung kann sie natürlich auf andere Weise ausgeführt sein. Das Zufuhrrohr für die Korkscheiben a ist um ein Stück oberhalb des Maschinen tisches abgeschnitten und der untere Teil 4 ist an eine Öffnung 34 der Platte 30 ange schlossen, während der obere Teil 4a um ein erhebliches Stück nach rechts über die Platte versetzt ist. Zwischen diesem Rohr teil 4a und der Öffnung 34 werden die Korkscheiben in einer Reihe mittelst eines Förderers gefördert, der aus zwei Stangen 35, 36 besteht, die mit Aussparungen für die Scheiben versehen sind.
Diese Stangen sind bewegbar innerhalb gewisser Grenzen gegen und von einander und ausserdem ge meinsam in ihrer Längsrichtung hin und her beweglich. Zwecks der erstgenannten Bewegung sind sie durch zwei Querstücke 37, 38 (Fig. 9, 10) an jedem Ende, zwecks der letztgenannten Bewegung in zwei Lagern 39, 40 geführt. In dem einen läuft nämlich eine Schiene 41 (Stange), in dem andern eine Schiene 42 (Stange), die beide vom Querstück 37 ausgehen. Die Stangen 35, 36 sind mit Rollen 43, 44 auf der Ober- und hnterseite versehen, die in Führungsnuten in den Querstücken laufen.
Die Bewegung der Stangen 35, 36 in der Längsrichtung wird beispielsweise durch einen Hebel 45 bewirkt (Fig. 5), der an den Antriebs mechanismus der Maschine gekuppelt wird. Bei der Verschiebung der Stangen nach links mit Bezug auf Fig. 5 befördern sie die Korkscheiben a um einen Schritt vor wärts, wonach erstere am Ende des Hubes auseinandergeführt werden. Bei der Ver- schiebung der Stangen nach rechts bleiben die Korkscheiben liegen. Sie werden hierbei von Arbeitskolben 46, 47, 48, die in Fig.6 gezeigt sind, festgehalten. Diese sind in einem Halter 49 befestigt, der in der Ma schine für eine auf- und niedergehende Be wegung gelagert wird.
Während des Zeit momentes, während welchem die Kolben gegen die Korkscheiben gedrückt werden, was zweckmässig durch Federdruck erfolgt, werden die Stangen von dem Hebel 45 zurückgeführt.
Die vorher erwähnte Auseinanderfüh- rung der Stangen 35, 36 erfolgt dadurch, dass Keilstücke 50, 51 (Fig. 5, 6, 9, 10), befestigt auf Armen 52, 53, gleichzeitig am Ende des Speishubes der Stangen zwischen die untern Rollen 44 eingeschwenkt werden, wenn der Arm 52 gegen einen Anschlag 55 stösst (Fig. 5). Beide Arme werden gleich zeitig durch eine einstellbare Verbindung 54 bewegt, die hier aus zwei Stäben, die mit einer Schraubhülse 57 verbunden sind, besteht.
Wenn die Stangen dann nach rechts geführt werden, folgen die Keilstücke und die Arme mit, werden aber vor dem Ende des Hubes angehalten, indem der Arm 53 gegen einen Anschlag 56 stösst. Die Stangen werden von den Keilstücken befreit und greifen durch die Wirkung von Federn 80 aufs Neue um die Korkscheiben. Eine neue Korkscheibe a ist unter dem Rohr 4a weg geschoben worden und die äusserste nach links ist auf eine schwenkbare Klappe 58, die über dem Rohr 4 gelagert ist, hinaus geschoben worden. Diese Klappe hat zur Aufgabe, die Korkscheiben zu wenden, aus Gründen, die aus dem folgenden hervor gehen.
Der Schutzscheibenstanzstempel, der entweder auf dieselbe Weise wie bei der vorigen Ausführungsform beschaffen sein bezw. wirken oder alternativ auf der Ober seite des Materialbandes 12x angeordnet sein kann, wird nicht auf der Zeichnung gezeigt, ist aber in der Öffnung 60 in einem Quer stück 61 verlegt zu denken. Unter diesem läuft der Schieber, der jede Schutzscheibe von der Stanze zu der Korkscheibe schiebt. Dieser Schieber ist hier mit 62 bezeichnet; er ist in Fig. 5 nach einer Korkscheibe vor geschoben gezeigt.
Er erhält seine Bewe gung von dem Hebel 63 und einer Nocken rolle 64, deren Welle 65 an der Unterseite der Platte 30 gelagert ist, welche Welle in analoger Weise wie die Welle 7 (siehe Fig. 2) angetrieben wird.
Das Materialband 12x wird durch ein Speiswerk 10 gemäss der vorigen Ausfüh rungsform vorgespeist, weshalb es hier nur schematisch gezeigt wird. Der Kurbelarm 11 sitzt hier auf der Welle 65 und ist mittelst der Kurbelstange 11b mit dem Kurbelarm Ila verbunden, der das Speiswerk antreibt. Bei dieser Ausführungsform ist die Anord nung getroffen, dass keine Schutzscheibe aus gestanzt wird. wenn eine Korkscheibe fehlt, d. h. nicht aus dem Rohr 4a vorgespeist wird. Diese Kontrollanordnung kann ver schiedenartig ausgeführt werden.
Beispiels weise kann die Schutzscheibenstanze ange halten werden. Eine andere, einfachere Lösung besteht darin, das Speiswerk, zum Beispiel durch die in Fig. 5, 7, 8 gezeigte Vorrichtung anzuhalten. Ein Kontrollteil, zweckmässig in der Form eines kleinen Hebels 70 ist durch einen Stahldraht, der über Rollen (nicht gezeigt) läuft, mit einem gegen die betreffende Korkscheibe durch Federdruck anliegenden Fühler in der Form einer Rolle 71 verbunden.
Fehlt eine Kork scheibe, wird der Fühler herabgedrückt, der Teil 70 ändert seine Lage und hebt den Haken 11c, so dass dieser die in Fig. 8 ge zeigte Lage einnehmen wird, wobei er bei der Bewegung der Kurbel 11 im Uhrzeiger drehsinn an der darunterliegenden Kerbe im Kerbenrad lld vorbeipassiert, was wiederholt wird, bis eine neue Korkscheibe unter den Fühler geschoben wird, wenn der Vorschub wieder beginnt.
Fig. 8a zeigt eine andere zweckgleiche Ausführung, bei .der ein Hebel 70a zwischen dem Fühler 71 und dem Kon- trollteil 70 eingeschaltet ist. 70b bezeichnet eine Druckfeder, die auf den Hebel wirkt. Sowohl der Stahldraht, als auch der Hebel 70a kann alternativ unter der Platte 30 ange ordnet werden.
Der Schieber -62 und das Speiswerk 10 wirken zweckmässig derart zusammen, dass während der Vorschiebung der Schutzscheibe nach der Korkscheibe das Speiswerk still steht, während dagegen dieses das Band um einen Schritt vorwärts bewegt, wenn der Schieber von der Korkscheibe weggeführt wird.
Die Wendklappe 58 (siehe besonders Fig. 6, 11, 12) wird jedesmal um eine halbe Dre hung stets in derselben Richtung, zweck mässig im Uhrzeigerdrehsinn von vorne ge sehen, durch eine an der Stange 35 befestigte Zahnstange 74, gedreht, die in ein lose auf der Achse der Klappe sitzendes Ritzel 75 ein greift, das mit einem Haken 76 versehen ist, der seinerseits in ein auf der Achse der Klappe befestigtes Schaltrad eingreift derart, dass die Klappe gedreht wird, wenn die Stan gen 35, 36 zurückgezogen werden, und still steht, wenn sie vorgeschoben werden. Die äusserste Korkscheibe kann dann auf die Klappe aufgeschoben werden. Ein Flansch 78 in der Klappe hält hierbei die Korkscheibe an.
Wenn die Klappe dann gewendet wird, fällt die Korkscheibe in das Rohr 4 mit der Schutzscheibe b nach unten. Die Doppel scheibe wird daher in die Kapsel von dem Schieber 5 und dem Kolben 21 (Fig. 1, 4, 7 ) mit der Schutzscheibe b nach unten gekehrt gespeist werden. Die Bewegung der Klappe kann natürlich auch durch einen andern als den oben beschriebenen Schaltmechanismus, zum Beispiel durch eine Hebelverbindung er halten werden. Falls es erwünscht ist, dass die Schutzscheibe nach oben in der Kapsel ge kehrt ist, wird die Klappe 58 entfernt und die betreffende Korkscheibe wird direkt in das Rohr 4 hineingeschoben, ohne gewendet zu werden.
Von den in Fig. 6 gezeigten Kolben sind 46 und 47 zum Erhitzen, beispielsweise auf elektrischen Wege, wie bei der vorigen Aus führungsform bestimmt. Die übrigen 48, die nen zum Andrücken und Abkühlen der Schutzscheiben. In den beschriebenen Ausführungsformen erfolgt die Formung der Kapsel und die An bringung der Schutzscheibe auf der Kork scheibe in derselben Maschine; die beiden Operationen können aber natürlich auch in verschiedenen Maschinen mit den beschriebe nen Vorrichtungen ausgeführt werden.