CH176140A - Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsgefässen und Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsgefässen und Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.

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CH176140A
CH176140A CH176140DA CH176140A CH 176140 A CH176140 A CH 176140A CH 176140D A CH176140D A CH 176140DA CH 176140 A CH176140 A CH 176140A
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Ladislaus Von Kramolin Leon
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Ladislaus Von Kramolin Leon
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  Verfahren zur Steuerung von Gas- oder     Dampfentladungsgefässen    und Anordnung  zur Durchführung dieses Verfahrens.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Steuerung von Gas- oder       Dampfentladungsgefässen,    bei dem durch die  Steuerung von Hilfselektroden eine Ände  rung der von dem betreffenden Entladungs  gefäss an einen Verbraucher abgegebenen  Energie möglich ist. Weiterhin lassen sich  mit dem hier beschriebenen Verfahren aber  auch alle andern Aufgaben lösen, welche  sonst durch eine Steuerung durch veränder  liche Phasenverschiebung an Steuerelektro  den, z.

   B. nach dem bekannten     Toulon-          Patent,    gelöst werden können, wie zum Bei  spiel die Aufgabe der     Frequenztransforma-          tion    oder der Phasenkompensation usw. Bei  den Regeleinrichtungen nach Art des     Toulon-          Patentes    wird zur Steuerung ein     Phasen-          sehieber    oder irgend etwas derartiges be  nutzt, um die Phasenverschiebung der an  der Steuerelektrode wirksamen Spannung  gegenüber der Spannung der Hauptelektrode  während des Betriebes zum Zwecke der    Steuerung zu verschieben.

   Ein solcher Pha  senschieber ist aber insbesondere, wo es sich  um kleinere Einrichtungen handelt, unter  Umständen ein im Verhältnis zur Gesamt  apparatur teures Einzelteil.  



  Um derartige Phasenschieber zu vermei  den, wird nach der Erfindung in der Weise  verfahren, dass für jede     Hauptentladungs-          strecke    mehrere Steuerelektroden vorgesehen  werden, denen im wesentlichen phasenfeste       Steuerspannungen    zugeführt werden, wobei  die Amplitude der Steuerspannung minde  stens einer Steuerelektrode jeder     Hauptent-          ladungsstrecke    geregelt wird. Das Verfah  ren kann zum Beispiel so ausgeführt wer  den, dass man für jede     Hauptentladungs-          strecke    zwei Steuerelektroden vorsieht und  die Amplitude beider Steuerspannungen  gleichzeitig, und zwar im gegenläufigen  Sinne, regelt.

   Zu dem Zwecke kann man zwei  Steuerstromkreise vorsehen, die phasenver  schobene Wechselströme führen und ein ge-           ureinsames    Regelorgan besitzen, das an bei  den Steuerstromkreisen je     eine    Steuerspan  nung in der Weise abgreift, dass bei Er  höhung der einen     Steuerspannung    die an  dere Steuerspannung sinkt. Der gleiche Ge  danke lässt sich natürlich auch auf mehr als  zwei Steuerspannungen ausdehnen.  



  d ist ein Entladungsgefäss, das eine  Anode e und eine Kathode f enthält. Die  Kathode ist in vorliegendem Ausführungs  beispiel als Glühkathode gedacht, doch ist  der Heizkreis weggelassen, um die Zeichnung  möglichst anschaulich zu gestalten. Natür  lich kann ebensogut eine Quecksilberkathode  verwendet werden, wie überhaupt jedes Ent  ladungsgefäss verwendet werden kann, das  mit Gasen oder Dämpfen     Gas-Dampfgemi-          schen,    z. B. Quecksilberdampf- und Edel  gasen oder dergleichen gefüllt ist. In die  ses Entladungsgefäss, zweckmässig zwischen  Anode und Kathode, sind nun zwei Steuer  elektroden g und     k    eingeführt.

   Im Falle des  vorliegenden - Ausführungsbeispiels mögen  die zwei Steuerelektroden     ziemlich    nahe bei  einander angeordnet sein. Bei a sei ein be  liebiger Verbraucher angeschaltet und bei b  ein Wechselstromnetz angeschlossen. Paral  lel zum Gleichrichter liegt ein Transforma  tor     tr,    der die Steuerspannung liefert, doch  ist es auch möglich, ohne einen solchen  Transformator auszukommen, die Steuer  spannung also direkt vom Netz abzuzweigen.  Die Sekundärwicklung dieses Steuertransfor  mators ist nun an zwei parallele Stromkreise  angeschlossen, und zwar ist der eine Strom  kreis durch eine Drosselspule h induktiv und  der andere Stromkreis durch einen Konden  sator i     kapazitiv    belastet.

   Es treten daher in  diesen beiden Zweigen phasenverschobene  Ströme auf, und zwar tritt in dem einen  Zweig ein voreilender, in dem andern Zweig  ein nacheilender Strom auf gegenüber der  Netzspannung     bezw.    der Spannung der  Hauptanode ein. Sowohl in dem Zweig des       Kondensators    i, wie auch in dem Zweig der  Drosselspule     h    befindet sich eine Hälfte des  kreisförmig gebogenen Widerstandsstreifens       k.    Die Mitte . des     Widerstandsstreifens    ist    mit dem noch freien Ende der Sekundärseite  des Steuertransformators verbunden.

   Ausser  dem ist der Steuertransformator     tr    über eine  geeignete     Anzapfungsstelle,    die eventuell  veränderlich gemacht werden     kann,.mit    der  Kathode f verbunden. In diese Verbindungs  leitung kann eine     Vorspannbatterie        Yb    ein  geschaltet sein, welche eine konstante nega  tive oder positive     Gleichstromvorspannung     an die     Gitter    g und c legen kann, doch ist  dies nicht unbedingt erforderlich.

   Durch die  beschriebene Anordnung erhalten nun die  Gitter g und c Steuerspannungen aufge  drückt, welche eine im wesentlichen kon  stante, von dem Kondensator i und der Dros  selspule     h.    abhängige Phasenverschiebung ge  genüber der Anode e aufweisen, und zwar ist  es zweckmässig, die Phasenverschiebung zwi  schen den aus dem Zweig i und dem aus dem  Zweig h stammenden Steuerspannungen.  etwa     zwischen    90 und 45  , also etwa 60  , zu  wählen.

   Durch Drehen des Hebels l     wird     nun gleichzeitig die Spannung an einer  Steuerelektrode erhöht, wenn sie an der an  dern vermindert wird und umgekehrt, und  zwar kann die Wechselspannung durch Be  tätigung des Hebels l an jeder der beiden  Steuerelektroden von null bis zu einem be  stimmten     llaximalvert    geändert werden.

   Be  findet sich nun der Hebel l in einer Lage,  welche dem Gitter g eine Maximalspannung,  dem Gitter c eine Minimalspannung gibt, so  wirkt hauptsächlich nur das Gitter g mit der  ihm eigentümlichen, durch das Bestimmungs  stück i im wesentlichen festgelegten Phasen  lage, während das Gitter c ausser Wirkung  ist, und der durch das Entladungsgefäss ge  hende Strom     @v        ird    durch die Steuerelektrode  mit der durch 7. bestimmten Phasenlage be  einflusst.

   Wird der Hebel     G    um etwa 180    gedreht, so     wirkt    das     Entladegefäss    wie ein  gesteuertes     Gasentladungsrohr,    welches nur  ein Gitter besitzt, wobei dieses Gitter mit  einer     Steuerspaunung    gesteuert     wird,    deren  Phasenlage im wesentlichen durch das Be  stimmungsstück     h    gegeben ist.

   Hat der  Schieber Z irgendeinen Zwischenwert, so hat  auch die durch die beiden Gitter g und c ge-           gebene    Phasenlage einen Zwischenwert und  man sieht hieraus, dass man auf diese Weise  eine Steuerung erreicht, welche ein resultie  rendes Steuerfeld an den Gittern zu erzeugen       gestattet,    welches beliebig in seiner Phase  gegenüber der Anodenspannung geändert   -erden kann. Dabei entsteht aber diese ver  änderliche Phasenverschiebung des resultie  renden Feldes in der Röhre selbst, muss also  der Röhre nicht von aussen zugeführt wer  den.

   Es erübrigt sich also ein besonderer  Phasenschieber für die Röhre, da den Steuer  elektroden ja nur     Spannungen    einer im we  sentlichen festen unveränderlichen Phasen  lage zugeführt werden und nur die Span  nungsgrösse der Steuerspannung verändert  wird, nicht aber deren Phasenlage. Für die  Veränderung des Spannungswertes genügt  aber ein einfacher Widerstand, und es lässt  sich daher mit Hilfe eines einfachen, wie ein  billiger Regelwiderstand für Radio gebauten       Potentiometers    eine Regelung erreichen, die  in der Wirkung einer mit Phasenschieber  vorgenommenen Regelung ähnlich ist, nur  werden hierzu bedeutend einfachere Einzel  teile benötigt.

   Der Transformator     tr    ist, wie  bereits eingangs erwähnt wurde, nicht unbe  dingt nötig, da man die Steuerspannungen  auch direkt von der Hauptleitung abzweigen  kann. Es dürfte aber wohl kaum eine nen  nenswerte Komplikation bedeuten, weil mit  den gesteuerten Gleichrichtern meist sowieso  Transformatoren verbunden sind zur Erzeu  gung der für den betreffenden Zweck- gerade  benötigten Anodenspannung. Es ist dann  möglich, die Sekundärwicklung des Trans  formators     t)-    auf dem Eisen des sowieso  vorhandenen Transformators irgendwo unter  zubringen.

   Die Drosselspule     lz    oder der Kon  densator     i.    kann auch durch einen rein     Ohm-          sehen    Widerstand ersetzt werden, da es nur  darauf ankommt, zwei parallele Stromkreise  zu schaffen, die gegeneinander eine entspre  chende Phasenverschiebung haben.

   Die für  die Durchführung des Verfahrens erwünschte  Symmetrie der Phasenlage der beiden Steuer  elektroden g und c gegenüber der Phase der  Hauptentladung lässt sich durch entspre-         chende    Ausgestaltung und     Unterbringung     der Sekundärwicklung des Transformators fr  an     einer    günstigen Stelle des Haupttransfor  mators erreichen, insbesondere, wenn der  Haupttransformator ein     Mehrphasentrans-          formator    ist, wo dann durch Anordnung der       Sekundärwicklung    des Transformators     tr    an  bestimmten Stellen des Eisens des Haupt  transformators jede     beliebige    Phasenlage er  reicht werden kann,

   so dass also es dann auch  bei Verwendung eines     Ohmschen    Widerstan  des an Stelle von     i    oder<I>h</I> leicht möglich ist,  zu erreichen, dass die Phase einer     Spannung     an der einen Steuerelektrode um     ebenso    viel  gegenüber der Phase der Hauptentladung  nacheilt, wie die Phase der     Spannung    an der  andern     Steuerelektrode    gegenüber der Phase  der Hauptentladung voreilt. Eine absolute  Symmetrie ist im übrigen nicht erforderlich.

    Die Steuerelektroden g und c sollen, wie be  reits oben     erwähnt,    ziemlich nahe beieinander  angeordnet sein,     wenn    die     Spannungen    an  dem Teil von<I>k,</I> welcher sich im Kreis<I>i</I> be  findet, ungefähr den Spannungen an dem  Teil von     k    entspricht, welcher sich in einem  Kreis mit     1a    befindet.

   Sind die     Gitter    rela  tiv weit voneinander angeordnet, so dass sie  in ihrer     Steuerwirkung    verschieden sind, also  verschiedene Durchgriffe aufweisen, so muss  das dadurch kompensiert werden, dass die an  der betreffenden Steuerelektrode wirksam  werdende     Spannung    proportional dem Durch  griff der betreffenden Steuerelektrode grö  sser ist als an der andern.

   Man kann die  Gitter     g    und c eventuell auch ganz nahe zu  sammenlegen, also sie in einer Ebene anord  nen, so dass sich die Gitterstäbe des einen  Gitters jeweils zwischen den Stäben des an  dern Gitters     befinden.    Selbstverständlich  kann man nicht nur in den Entladungsraum  hineinragende     Gitter    verwenden, sondern  man kann auch aussen an der Röhre in an  sich bekannter Weise angebrachte Metall  manschetten oder dergleichen als Steuerelek  troden verwenden, oder man kann ein Steuer  gitter mit einer     Aussensteuerelektrode    kom  binieren usw., und wobei es im letzten Fall  für die Erreichung einer gleichmässigen Re-      <B>9</B> elun- aber dann ratsam ist, die     Steuerspan-          Z,

            nungen    an den verschiedenen     Gittern,        wie     bereits erwähnt, so zu wählen, dass sie sich       proportional    dem Durchgriff verhalten.  Wenn an Stelle beispielsweise von h ein       Ohmscher    Widerstand verwendet wird, dann  besteht die ganze     Regeleinrichtung    über  haupt nurmehr im einfachsten Fall     aus    einem  Kondensator i und aus     einigen        Ohmschen          Widerständen,

      wovon zwei zu einem     poten-          tiometerartigen    Regulierwiderstand zusam  mengefasst sind und die einzige Verände  rung, womit diese     Vereinfachung    gegenüber  der     Verwendung    eines besonderen Phasen  schiebers erkauft wird, ist die Anwendung  eines zweiten     Gitters,    die aber heutzutage  durch     die    gute     Beherrschung    der     Glasappa-          rate-Herstellungstechnik    kaum mehr irgend  eine Verteuerung ausmachen dürfte und auch  bei grösseren,

   in Metall ausgeführten Ent  ladungsgefässen dürfte     eine    Durchführung  mehr     keine    wesentliche     Komplikation    dar  stellen.  



       Fig.    2 zeigt die Phasenlage der Anoden  spannung, welche punktiert gezeichnet ist,  gegenüber der gestrichelten und strichpunk  tierten Kurve, welche die     Spannung    an den  beiden Steuerelektroden darstellt, wenn der  Hebel 1 sich in     wagrechter    Lage befindet,  also die     Spannung    an     g    und c gleich gross  ist. Diese beiden Spannungen setzen sich zu       einem    Steuerfeld in der Röhre zusammen,  welches in diesem Fall gleiche Phasenlage  wie die     Anodenspannung    hat.

   Wird die       Spannung    der gestrichelt gezeichneten Ent  ladung     vermindert    und die Spannung der  strichpunktiert gezeichneten Entladung er  höht, so ergibt sich daraus ein wirksames  Steuerfeld, welches etwa die Gestalt der aus  gezeichneten Kurve in     Fig.    2 enthält, also       ein.    Feld, das nach der Seite der     strichpunk-          tierten    Kurve hin verschoben ist.  



       Fig.        ä    zeigt eine     Anordnung    bei einem       Doppelweggleichrichter,    welche nach obigem  wohl ohne weiteres verständlich ist. Als  Kathode wurde hier eine Quecksilberkathode  gewählt, wie überhaupt jede Kathodenform,  also beispielsweise auch aktivierte Selbst-         aufheizelektroden    usw., Verwendung finden       können.    Für jede der beiden Anoden ist in  diesem Fall ein Steuerwiderstand vorgesehen  und die beiden Steuerhebel<I>l</I> und     h    sind  durch eine gemeinsame Achse gekoppelt.

   Um  für beide Spannungen um<B>180'</B> phasenver  schobene Steuerspannungen zu erzielen, sind  die Steuerwiderstände     bezw.    die     ihnen    zu  geordneten Kapazitäten     il,        i.        und        Induktivi-          täten        h"        h2    je an eine besondere     Transfor-          matorwicklung    gelegt, deren Spannungen       entgegengerichtet    sind.

   An Stelle von zwei  Gittern,     bezw.    je zwei     Steuerelektroden    lassen  sich auch drei Gitter     bezw.    drei Steuerelek  troden verwenden, die dann in noch     vollstän-          digerer    Weise eine Regelung ermöglichen,  da man dann tatsächlich das resultierende  Steuerfeld in der Phase vollkommen gleich  mässig um<B>180'</B> verschieben kann.

   Die drei  phasenverschobenen Zweige lassen sieh ent  weder durch Anordnung von     Kunstphasen     mit Hilfe von Widerständen,     Kondensatoren     und Selbstinduktionen erreichen oder aber  sie lassen sich direkt von     einem    Haupttrans  formator abzweigen, wenn in diesem Haupt  transformator,     wie    dies bei Mehrphasen  strom ja immer der Fall ist,     immer    an  irgendeiner Stelle ein Drehfeld     vorhanden     ist.

   Ist ein solcher     Mehrphasentransformator     vorhanden, so fallen überhaupt alle Phasen  schiebeeinrichtungen weg und die Regelein  richtung beschränkt sich dann ausschliesslich  auf die Gitter und die etwa in der beschrie  benen Form     potentiometerartig    gebauten Re  gelwiderstände<I>k</I>     mit    den Hebeln<I>1.</I>  



  An Stelle     potentiometerartig    gebauter  Widerstände zur Beeinflussung der Span  nung der Steuerelektroden können natürlich  auch andere geeignete Mittel angeordnet  werden, die eine     Spannungsänderung    gestat  ten. Die Steuerelektroden können an belie  bigen Stellen eines     Entladungsrohres    ange  bracht sein     und    das Rohr kann mit belie  bigen Elektroden ausgerüstet     sein;

      so kön  nen beispielsweise auch alle Hauptelektroden  aktiviert     sein    oder aus Quecksilber bestehen,  so dass also eine Elektrode     fallsweise    Anode  oder Kathode werden kann und das in vor-      liegender Anmeldung beschriebene Steuer  verfahren     kann    dazu benutzt werden, den  einzelnen Hauptelektroden     fallsweise    ihre  wechselnden Aufgaben zuzuweisen.  



  Eine Einrichtung, welche zweckmässig  zur Spannungsänderung der Steuerelektroden  benutzt werden kann, ist in     Fig.    4 noch dar  gestellt. Es ist hier m ein im wesentlichen  kreisförmig gebogenes Entladungsrohr aus       beliebigem    Isoliermaterial, in welches zwei.  Elektroden n und o am     Ende        eingeschmolzen     sind. Das Rohr enthält ausserdem eine       Quecksilberfüllung        cq    und eine     dritte    in die  Füllung hineinragende Zuführung p.

   Der  vom     Quecksilber    freie Raum     kann        entweder     mit einem beliebigen Gas oder Dampf oder  mit Quecksilberdampf gefüllt sein. Werden  nun zwischen den Elektroden     o-p    einerseits  und n -p anderseits phasenverschobene  Ströme eingeleitet, und das Rohr     in    in der  Richtung des     Doppelpfeils    entweder nach  rechts oder links gedreht, so wird im Raum,  welcher der Elektrode     n    zugehörig ist, eine       Verminderung    des Gas- oder Dampfdruckes  eintreten, wenn im Teil o eine Erhöhung ein  tritt und umgekehrt,

   und da bei     einer    zwi  schen     n-p        bezw.    o -p übergehenden Gas  entladung bekanntlich die     Spannung    an der  Gasentladung vom Druck abhängig ist, kann  daher durch Drehen des Rohres in einer oder  der andern Richtung eine Steigerung der  Spannung in der rechen Hälfte erzielt wer  den, bei gleichzeitiger Verminderung der  Spannung an der linken Hälfte oder umge  kehrt.

   Wird nun zum Beispiel der Span  nungsteiler.l nach     Fig.1    durch die Anordnung  nach     Fig.    4 ersetzt, indem die Elektrode     n     und o an     i        bezw.   <I>h</I> und der Punkt<I>p</I> an das  linke Ende der untern Wicklung von     tr    an  geschlossen werden, so werden bei der Dre  hung des Rohres die     Spannungen    zwischen       n        bezw.    o und<I>p</I> und damit auch die Steuer  spannungen der Röhre d sich gegenläufig  ändern. Die Gitter c und y sind dabei an die  Punkte<I>n</I>     bezw.    o des Rohres     m    anzuschlie  ssen.

   Die Elektroden in dem Rohr m können  aktiviert sein und die Entladung im Rohr  kann entweder eine Glimmentladung oder    eine Bogenentladung sein, da in beiden Fäl  len die     Brennspannung    vom Druck abhängig  ist.     Insbesondere    eine Bogenentladung ge  stattet eine weite Veränderlichkeit der Span  nung vom Druck und eine     Anordnung    nach       Fig.    4 hat den weiteren Vorteil, dass die       Spannung    im hohen Masse von der die An  ordnung durchfliessenden Stromstärke unab  hängig ist, so dass man also auch bei wech  selnden Netzverhältnissen konstante Steuer  spannungen zur Verfügung hat.  



  Eine weitere beispielsweise     Anordnung     zur Regelung der     Steuerspannung    ist in       Fig.    5 gegeben, wo zwei     Kathodenröhren    r  und s in die die beiden     Zuleitungen    zu den  Steuerelektroden eingeschaltet sind;

   durch       Verschieben    eines Schiebers t an einem Wi  derstand     u        kann    entweder die Röhre     r    oder  die Röhre s stärker geheizt werden, und       wenn.    die     Steuerspannungen    so hoch gewählt  werden, dass die beiden Röhren     mit        Sätti-          gung    arbeiten, so     kann    damit auch bei wech  selnder     Spannung    der     Stromquellen    eine kon  stante, nur vom Regelvorgang abhängige       Spannung    an den Steuerelektroden erzielt  werden,

   wenn die durch die     Entladegefässe    r  und s     hindurchgesandten        Steuerströme    an  konstanten     Widerständen    abgegriffen wer  den. An Stelle von Röhren mit wechselnder  Heizung, wie sie in     Fig.    5 dargestellt sind;  können auch gittergesteuerte Vakuumröhren  oder sonstige     Verstärkerröhren    verwendet  werden,     wie    überhaupt jede Art der Span  nungsregelung angewandt werden kann.

   Es  ist natürlich manchmal unvermeidbar, dass  durch die eine     Spannungsänderung    an den  Elektroden hervorrufenden Konstruktions  mittel auch     Phasenverschiebungsänderungen     an den Steuerelektroden eintreten, doch sind  solche Änderungen der Phasenverschiebung  für den Regelvorgang nicht wesentlich, son  dern bedeuten für den Vorgang selbst un  wesentliche Nebenerscheinungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsgefässen, dadurch gekenn zeichnet, dass für jede Hauptentladungs- strecke mehrere Steuerelektroden vorgesehen und diesen Wechselspannungen von im we sentlichen fester Phase zugeführt werden; wobei die Amplitude der Wechselspannung von mindestens einer Steuerelektrode jeder Hauptentladungsstrecke geregelt wird. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für jede Haupt entladungsstrecke zwei Steuerelektroden vorgesehen werden, und dass diesen je eine phasenfeste, aber amplitudenverän- derliche Spannung zugeführt wird, und dass die Amplituden der beiden Steuer spannungen im gegenläufigen Sinne ge ändert werden.
    PATENTANSPRUCH II: Anordnung zur Durchführung des Ver fahrens nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass für jede Hauptentladungs- strecke zwei Steuerstromkreise 'vorgesehen sind, die phasenverschobene Wechselströme führen, und dass ein gemeinsames Regelorgan bewirkt, dass bei Erhöhung der einen Steuer spannung gleichzeitig die andere Steuer spannung sinkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2.
    Anordnung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Steuer spannungen für die Steuerelektroden einer Hauptentladungsstrecke an den beiden Widerstandsabschnitten eines Spannungs- teilers abgegriffen werden, der mit beiden Steuerstromkreisen verbunden ist.
    B. Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zur gegenläu figen Spannungsänderung leitende Gas entladungsstrecken vorgesehen sind, durch deren gleichzeitige Verdichtung bezw. Verdünnung entsprechende Spannungs änderungen entstehen, die an den Enden der Gasentladungsstrecke abgegriffen und den Steuerelektroden zugeführt werden. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass eine kreisför mig gebogene, durch Quecksilber in zwei gasgefüllte Räume geteilte Röhre aus Iso liermaterial als Regelorgan vorgesehen ist, und dass durch Verschiebung des Quecksilberkörpers innerhalb der Röhre eine Verdichtung bezw. Verdünnung der Gasstrecke stattfindet, von deren Enden die Steuerspannungen abgenommen wer den. 5. Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in die Steuer stromkreise, in welchen phasenverscho bene Wechselströme fliessen, Entladungs röhren geschaltet sind, deren Entladungs strom durch gegenläufige Anderung der Elektronenemission mittelst eines gemein samen Schalters geregelt wird. 6.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in die Steuer stromkreise, in welchen phasenverscho bene Wechselströme fliessen, Entladungs röhren geschaltet sind, deren Entladungs strom durch Gittersteuerung in gegenläu figem Sinne geregelt wird.
CH176140D 1933-03-07 1934-02-27 Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungsgefässen und Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens. CH176140A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767739C (de) * 1937-12-14 1953-04-16 Aeg Phasenschiebereinrichtung zur Steuerung von Entladungsstrecken in Stromrichteranordnungen

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DE767739C (de) * 1937-12-14 1953-04-16 Aeg Phasenschiebereinrichtung zur Steuerung von Entladungsstrecken in Stromrichteranordnungen

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