CH176144A - Schaltungsanordnung zum Betrieb von Entladungsröhren. - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Betrieb von Entladungsröhren.

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CH176144A
CH176144A CH176144DA CH176144A CH 176144 A CH176144 A CH 176144A CH 176144D A CH176144D A CH 176144DA CH 176144 A CH176144 A CH 176144A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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  Schaltungsanordnung zum     Betrieb    von Entladungsröhren.    Die Erfindung betrifft eine Schaltungs  anordnung zum Betrieb von Entladungsröhren  mit einer indirekt geheizten Glühkathode  und besteht darin, dass automatisch wirkende  Schaltmittel vorgesehen sind, um mehrere  innerhalb des Heizkörpers vorhandene Reiz  elemente während der     Anheizzeit    parallel  und, sobald die Kathode die Betriebstempe  ratur erreicht hat, in Reihe zu schalten.  



  Eine indirekt geheizte Kathode besteht  aus einem Heizkörper und einer von diesem  elektrisch isolierten, Elektronen abgebenden  Kathodenschicht, welche von dem     Heizele-          ment    durch Wärmestrahlung oder vorzugs  weise Wärmeleitung auf die zur Emission       erforderliche    Arbeitstemperatur erhitzt wird.  In     letzteren    Falle wird beispielsweise als  Kathodenträger ein Röhrchen aus einem       keramisohen        Stoff    verwendet, welches aussen  auf einer entsprechend vorbereiteten metal-         lischen    Zwischenschicht einen emissionsfähi  gen Überzug trägt, und in dessen Bohrung  das Heizelement eingeführt ist.

   Da der kera  mische Körper die zu erwärmende Masse  vergrössert, wird durch seine Anwesenheit  naturgemäss auch die     Anheizzeit,    d. h. die  Zeit, welche die Kathode braucht, um nach  Einschalten des Heizstromes die Arbeits  temperatur zu erreichen, verlängert. Die     An-          heizzeit    wird bei gleichen zu erwärmenden  Massen einer Kathode um so länger, je klei  ner die zum Betriebe der Kathode erforder  liche Heizleistung ist. Es ist bekannt, dass  indirekt geheizte Kathoden der gebräuch  lichen Ausführung etwa 1 Minute Zeit brau  chen, bis sie ihre volle Emission erreichen.  Diese Erscheinung wird     insbesondere    von  den Besitzern von Rundfunkgeräten unange  nehm empfunden.

   Es ist daher nicht nur ge  boten, die     Anheizzeit    im Falle der Anwen-      Jung kleinerer Heizleistung zu verringern,  sondern es ist dringend erwünscht, auch die  bisher als unvermeidlich hingenommenen     An-          heizzeiten    zu verkürzen. Daher gewinnt die  erfindungsgemässe Anordnung besondere Be  deutung bei Kathoden mit einer Heizleistung  von 3 Watt und darunter.

   Wenn zum Bei  spiel bei einer indirekt geheizten Kathode  mit einem aus mehreren Heizelementen zu  sammengesetzten Heizkörper während des  normalen Betriebes diese Heizelemente sämt  liche in Reihe geschaltet sind, so ist die im  Heizkörper verbrauchte Leistung, wenn n  Elemente vorhanden sind und der Wider  stand eines Elementes R Ohm und die zur  Verfügung stehende     Heizspannung    E Volt  beträgt,
EMI0002.0004  
   Watt.  



  Werden nun unter Benutzung der erfin  dungsgemässen Anordnung die Wiederstands  elemente während der     Anheizperiode    alle  parallel geschaltet, so -wird nunmehr die  verbrauchte Leistung, da der resultierende  Widerstand aus n parallel liegenden Elemen  ten von je R Ohm bekanntlich
EMI0002.0006  
   Ohm be  trägt,
EMI0002.0007  
   Watt. Man sieht unmittelbar,  dass der Leistungsverbrauch um den Faktor       n2    vergrössert worden ist. Dadurch wird aber  die     Anheizzeit    auf einen Bruchteil ihres ur  sprünglichen Wertes herabgesetzt und gleich  zeitig werden auch die bisher einer Vermin  derung des     Heizleistungsbedarfs    entgegen  stehenden Hindernisse beseitigt.

   Im allge  meinen wird es bereits genügen, den Heiz  körper aus zwei Widerstandselementen zu  sammenzusetzen, da man in diesem Falle  schon die vierfache     Anheizleistung    erhält.  



  Selbstverständlich darf und soll die Pa  rallelschaltung nur so lange aufrecht erhal  ten bleiben, -bis die Arbeitstemperatur der  Glühkathode erreicht ist. Im einfachsten  Falle nur kann der Übergang von der Pa  rallel- zur Reihenschaltung der Widerstands  elemente durch die Bedienungsperson von  Hand bewerkstelligt werden, doch erfordert    dies auch dann grosse Aufmerksamkeit, da  mit eine unzulässige Überlastung der Ka  thode, welche zur Zerstörung derselben füh  ren würde, vermieden wird. Es ist daher  erwünscht, die Umschaltung, wie dies die  Erfindung vorzieht, selbsttätig eintreten zu  lassen, sobald die     vorgesehriebene    Emission  erreicht ist. Hierfür bieten sich verschiedene  Möglichkeiten.

   Beispielsweise kann ein Zeit  relais vorgesehen werden, welches nach einer  gewissen, durch     Versuehe    festgestellten und  im allgemeinen nur nach Sekunden bemesse  nen Zeit die Umschaltung veranlasst. Man  kann aber auch die     Umsehaltungsvorrichtung     in Zusammenhang mit dein Emissionsstrom  selbst bringen, indem man ein Relais in den  äussern Kreis einer Gleichstrom führenden  Elektrode, also etwa der Anode oder des  Schirmgitters, legt, welches die Umschaltung  einleitet, sobald der durch die Wicklung  fliessende Strom einen bestimmten Wert er  reicht hat. Um nicht ein allzu empfindliches  Relais verwenden zu müssen, kann man die  ses auch in den mehreren Röhren gemein  samen (zum Beispiel Anoden-) Stromkreis  einschalten.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  mit selbsttätiger Bedienung des     Serieparallel-          urnschalters    zeigt die Abbildung in schema  tischer Darstellung. Es bedeutet 10 eine  Elektronenröhre mit einer Anode 11, einer  Steuerelektrode 12 und einer indirekt ge  heizten Kathode 13. Letztere enthält zwei  Widerstandselemente 14 und 15, welche mit  drei Zuleitungen 16, 17, 18 versehen sind.  Die Heizspannung wird von der Sekundär  wicklung 19 eines Heizwandlers 20 geliefert.

    Der von der     Anodenstromquelle   <I>AB</I> gespeiste  Anodenstromkreis enthält ausser dem Aus  gangsübertrager 21 noch die Wicklung 22  eines zur Umschaltung der     Kathodenheiz-          elemente    14, 15 dienenden Relais, dessen um  den Drehpunkt 23 beweglicher und durch  die Feder 30 in die gezeichnete Ruhelage  gezogener Anker 24 zwei voneinander iso  lierte, leitende Brücken 25 und 26 trägt.  Die Relaiswicklung 22 wird zweckmässig  durch Kondensatoren 27 für Wechselstrom      kurzgeschlossen ; in     Netzanschlussgeräten     kann die Relaiswicklung auch die Siebdrossel  ersetzen     bezw.    ergänzen.

   Die Brücke 26  schliesst in     der    gezeichneten Stellung, welche  als Ausgangslage zu betrachten ist und  einem Zeitpunkt entspricht. an dem kein  oder ein     züi    kleiner Anodenstrom fliesst, die  Kontakte a, b, während die Brücke 25 die  Kontakte c und d miteinander     verbindet.     Wie man durch Verfolgen der einzelnen  Verbindungen leicht feststellen kann, werden  dadurch die beiden Widerstandselemente 14  und 15 parallel geschaltet. Sobald der Ano  denstrom den vorgeschriebenen Wert erreicht  hat, wird der Relaisanker 24 von der Wick  lung 22 angezogen und dadurch in die ge  strichelt eingetragene Stellung gebracht und  in dieser festgehalten, so lange das Gerät  in Betrieb bleibt.

   Die Kontaktbrücke 25  stellt nunmehr einen Kurzschluss zwischen  den Kontakten e und f her und bewirkt  dadurch eine Reihenschaltung der Wider  standselemente 14 und 15 und somit einen       Leistungsverbraucb,    der nur ein Viertel des  Leistungsverbrauchs während der Parallel  schaltung beträgt.  



  Es bedarf wohl keines besonderen Hin  weises, dass die Kontakteinrichtung des Re  lais in an sich bekannter Weise zweckdien  lich durchgebildet werden kann (zum Bei  spiel als Topfrelais usw.), und dass die Um  schaltung statt durch die Stromspule 22  auch durch einen an sich ebenfalls bekann  ten Zeitschalter bewerkstelligt werden kann.  Der Zeitschalter kann beispielsweise durch  ein Federwerk betrieben werden, welches  beim Einschalten des Empfangsgerätes  zwangsläufig aufgezogen wird.

   Schliesslich  können auch     thermoelastische    Schaltrelais  Verwendung finden, welche beispielsweise  einen     Birnetallstreifen    als regulierendes Or  gan besitzen, der bei einer bestimmten Tem  peratur der , Röhre selbst oder. , eines Vor  schaltwiderstandes (zum Beispiel Sicherungs  lämpchen oder     Eisenwasserstoffwiderstand),     der von einem von der Kathodentemperatur  abhängigen Strom durchflossen wird, einen  Kontakt herstellt     bezw.    unterbricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung zum Betrieb von Entladungsröhren mit einer indirekt geheiz ten Glühkathode, deren Heizkörper zwei oder mehr Heizelemente enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass automatisch wirkende Schalt mittel vorgesehen sind, durch welche die Heizelemente während der Anheizzeit parallel und, sobald die Kathode die Betriebstempe ratur erreicht hat, in Reihe geschaltet werden. UNTERANSPRüCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Serie parallelumschalter durch ein Zeitrelais be tätigt wird. 2.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Um schalter durch ein mit einem Federwerk betriebenes Zeitrelais betätigt wird, wel ches Federwerk bei Inbetriebsetzung der Schaltungsanordnung zwangsläufiig aufge zogen wird. 3. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Serie parallelumschalter durch den Entladungs strom einer oder mehrerer Röhren betätigt wird. 4. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Serieparallelumschalter durch den gesamten Emissionsstrom einer oder mehrerer Röhren betätigt wird. 5.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Serieparallelumschalter durch den zu einer auf konstantem posi- tiveu) Potential gehaltenen Röhrenelektrode einer oder mehrerer Röhren fliessenden Strom betätigt wird. <B>6.</B> Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Betätigung des Serie parallelumschalters ein elektromagnetisches Relais vorgesehen ist, dessen Feldwicklung zugleich als Beruhigungsdrossel dient. 7.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschal- tung von Parallel- auf Serieschaltung durch einen Bimetallstreifen ausgelöst wird. <B>8.</B> Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bi metallstreifen durch die Temperatur eines Widerstandes, dessen Stromdurchgang von der Kathodentemperatur abhängt, gesteu ert wird.
CH176144D 1933-06-29 1934-05-30 Schaltungsanordnung zum Betrieb von Entladungsröhren. CH176144A (de)

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