CH176377A - Kamera-Schlitzverschluss mit ungleichzeitig ablaufenden Vorhängen und nach Belieben zuschaltbarem Hemmwerk für den zweiten Vorhang. - Google Patents

Kamera-Schlitzverschluss mit ungleichzeitig ablaufenden Vorhängen und nach Belieben zuschaltbarem Hemmwerk für den zweiten Vorhang.

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CH176377A
CH176377A CH176377DA CH176377A CH 176377 A CH176377 A CH 176377A CH 176377D A CH176377D A CH 176377DA CH 176377 A CH176377 A CH 176377A
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Leitz G M B H Ernst
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Leitz Ernst Gmbh
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  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description


      Kamera-Schlitzversehluss    mit ungleichzeitig ablaufenden Vorhängen und nach Belieben       zuschaltbarem    Hemmwerk für den zweiten Vorhang.    Die Erfindung betrifft einen     Kamera-          Schlitzverschluss    mit ungleichzeitig ablau  fenden Vorhängen und nach Belieben zu  schaltbarem Hemmwerk für den zweiten  Vorhang.  



  Der erfindungsgemässe     Schlitzverschluss     zeichnet sich dadurch aus, dass bei zuge  schaltetem Hemmwerk dieses erst zur Wir  kung gelangt, kurz bevor ein Begrenzungs  anschlag der ersten Vorhangachse seinen  Gegenanschlag erreicht hat.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt, und zwar zeigen die       Fig.    1 die äussern Organe an der einen  Kameraseite bei bis zu ihren Anschlägen  aufgezogenen Vorhängen und eingeschal  tetem Hemmwerk; die       Fig.    2 die nämliche Ansicht wie     Fig.    1  bei ausgeschaltetem Hemmwerk; die       Fig.    3 und 4 einen Grundriss des Mecha  nismus in abgelaufenem     bezw.    aufgezogenem  Zustand;

   die         Fig.    5 die nämliche Ansicht     wie        Fig.    1  mit bis zum tiefsten Punkt     eingeschaltetem     Hemmwerk, was der     0f    f     enstellung    des Ver  schlusses entspricht;

   die       Fig.    6 einen     achsialen    Schnitt durch  Vorhangwalze und Rollen der beiden Vor  hänge, und die       Fig.    7 eine Ansicht eines     Stellknopfes.     Die beiden nicht dargestellten, den  Schlitz bildenden Vorhänge sind derart an  geordnet, dass beim Aufziehen des Schlitz  verschlusses der erste Vorhang     mittelst    zwei  auf die Rollen 1, 2 sich aufwickelnder Bän  der von einer in der Zeichnung nicht sicht  baren, in bezug auf die     Fig.    3, 4 und 6  links     befindlichen    unter Federwirkung  stehenden Spannwalze abgewickelt wird,  während der zweite Vorhang auf     die    Walze  3 aufgewickelt und durch Bänder,

   die  gleichfalls an einer links     befindlichen    Spann  walze befestigt sind, gespannt gehalten wird.  



  Die hierzu nötige     Drehbewegung    wird  zum Beispiel von der     gleichfalls    nicht dar-      gestellten     Filmvorschaltvorrichtung    aus dem  Zahnrad 4     übermittelt,    welches die Rolle 1,  die damit verbundene Welle 5, die zweite  gleichfalls damit     verbundene    Rolle 2 sowie  die Walze 3 über den durch die Rolle 2 mit  genommenen Stift des     Mitnehmers    7 dreht.  Die     Mitnahme    des Stiftes 6 geschieht, in  dem das eine Ende des kreisbogenförmigen  Ausschnittes 33, der sich um mindestens  drei Viertel einer vollen Umdrehung in der  Rolle 2 erstreckt, gegen diesen Stift an  schlägt.  



  Das Auslösen des Verschlusses geschieht  derart, dass die Rollen 1, 2 zur Bildung des  Schlitzes zuerst ablaufen, was durch den  kreisbogenförmigen Ausschnitt 33 ermög  licht wird,     und    erst später die Walze 3; je  später dies geschieht, desto grösser ist der  gebildete Schlitz und somit die Belichtungs  zeit. Die Ablaufrichtung gibt der Pfeil     in          Fig.    1 an, die Ablaufstellung ist durch den  Anschlag 14, der zusammen mit einem  festen Anschlag 32 wirkt, begrenzt, und  entspricht der Lage gemäss     Fig.    6.  



  Am Ende des     Aufziehvorganges    schnappt  der Anschlagarm 8 des     Mitnehmers    7 in  den Sperrhebel 9 ein, wodurch die Walze 3  des zweiten Vorhanges festgehalten wird  gleichzeitig mit einem Festhalten der auf  das     Zahnrad    4 wirkenden     Aufziehvorrich-          tung    durch den nicht dargestellten Auslöse  knopf der Kamera.  



  Beim Auslösen des Verschlusses wird  diese letzte Vorrichtung freigegeben, so dass  sie durch die Rollen 1, 2 mitgenommen wird  während der erste Vorhang abläuft. Der  gleichzeitig von der auf der Welle 5 sitzen  den Lochscheibe 10 und dem Stift 11 mit  genommene Stellknopf 12 gerät nach einer  gewissen Umdrehung mit seinem Anschlag  13 gegen den Sperrhebel 9,     verschwenkt    ihn  und befreit somit den über     Mitnehmer    7 und  Stift 6 mit der Walze 3 verbundenen An  schlagarm 8: Der zweite Vorhang setzt sich  in Bewegung und läuft gleichfalls ab. Die  Breite des dabei gebildeten Schlitzes hängt  vom Winkel ab, um welchen der Anschlag  13 sich vor Erreichen des Sperrhebels drehen    kann.

   Dieser Winkel kann durch Drehen  des Stellknopfes nach erfolgtem Aufziehen  der Vorhänge, das heisst durch Einstecken  des Stiftes 11 in das eine oder andere Loch  der Lochscheibe 10 eingestellt werden.  



  Das Aufziehen des Verschlusses     benötigt     eine knappe Umdrehung der Welle 5, die  gleichfalls durch die Anschläge 14 und 32  begrenzt wird.  



  Wie aus der Abbildung des Stell  knopfes 12 in     -Fig.    7 zu     entnehmen    ist, kön  nen Belichtungszeiten von     '/"o    bis zu     '/2o     Sekunden eingestellt werden, sowie die Zeit  aufnahme, bei welcher der erste Vorhang  beim Drücken auf den     Auslöseknopf    auf  geht, der Anschlag 13 jedoch erst     dann    den  Hebel 9     verschwenkt,    wenn man den Aus  löseknopf     loslässt,    der über nicht dargestellte       Mittel    die Rollen 1, 2 gleich nach abgedeck  ter Bildbühne     stillsetzt,    um sie beim Los  lassen wieder frei zu geben.  



  Grössere Belichtungszeiten als     '/=o    Sek.       sind    bei der beschriebenen Einrichtung aus  dem Grund nicht möglich, weil in diesem  Fall für die Schlitzbildung der erste Vor  hang fast vollständig abläuft, bevor der  zweite     in.    Wirkung tritt. Um mehr als     1/z"     Sekunden belichten zu können, ist ein Hemm  werk vorgesehen, das während dem Ab  laufen des ersten und vor dem Auslösen des  zweiten Vorhanges zur Wirkung gelangen  kann.  



  Dieses Hemmwerk üblicher Art ist in  15 dargestellt und besitzt einen     in    den Gabel  hebel 16 eingreifenden Stift 17. Der Träger  18 dieses Hebels sitzt auf einer längsver  schiebbaren und einander in einem Schlitz  19     verschwenkbaren    drehbaren Stange 20,  die unter dem Druck der Feder 21 gegen  ein Kurvenstück mit Kurve 22 anliegt.  Beim     Verschwenken    der Stange 20 wird  diese an ihrem sich im Schlitz 19 bewegen  den Ende durch einen um die Schraube 35  drehbaren Hebel 23 geführt.  



  Das     verschwenkbare    Ende der Stange 20  trägt eine Nase 24, die in die Ebene einer  Nase 25 des     Mitnehmers    7     hineinverschoben     werden kann.      Das Kurvenstück gehört einem zweiten  Stellknopf 26 an, durch dessen Drehen man  das eine Stangenende und die Nase 24 mehr  oder weniger in der Höhe verschieben kann.  Wie aus den Angaben in     Fig.    3 ersichtlich,  dient dieser zweite Stellknopf für das Ein  stellen von Belichtungszeiten von     1/zo    bis  1.

   Sekunde sowie für das Einstellen auf voll  ständiges     Offenlassen    des Verschlusses, und  zwar wie folgt:  Auf der Welle 5 sitzt eine     Nockenscheibe     27, die auf eine Blattfeder 28 derart ein  wirkt, dass sie dieselbe bei auf     '/o    Sek.     mit-          telst    des Stellknopfes 12 eingestellter Belich  tung, kurz vor Ablauf des zweiten Vor  hanges gegen die Wand 29 andrückt (also  aus Lage gemäss     Fig.    4 in Lage gemäss       Fig.    3 niederdrückt), was eine Längsver  schiebung der Stange 20 in der Bohrung 34  zur Folge hat in diejenige Lage, in welcher  die Nasen 24, 25 in einer     gemeinsamen     Ebene liegen.  



  Ist der zweite Stellknopf 26 gemäss       Fig.    2 eingestellt, das heisst auf Sek.,  so geraten dennoch diese Nasen nicht gegen  einander, und es läuft der Verschluss in der  angegebenen Weise mit einer beliebigen  zwischen     1/0o    und     1/=o    Sek. einstellbaren Ge  schwindigkeit ab. Wird aber der zweite  Stellknopf 26 aus der genannten Lage ge  dreht, so verschiebt die Kurve 22 die Nase  24 derart, dass sie mit der Nase 25 in Ein  griff geraten kann.

   Dies ist also nur dann  möglich, wenn der zweite Stellknopf 26 auf  grössere Zeiten als     '/o    Sek. eingestellt wird  und wenn gleichzeitig der erste Stellknopf  12 auf     1/2o    Sek. eingestellt ist, da sonst der  zweite Vorhang durch den Anschlag 13 frei  gegeben wird, bevor die Nase 24 beim Ab  lauf der Welle 5 durch Organe 27 und 28 in  die Bahn der Nase 25 verschoben worden ist.  



  Steht nun der erste Stellknopf auf  Sek. und der zweite auf eine längere Be  lichtungszeit, zum Beispiel auf 1 Sekunde  gemäss     Fig.    1 und 4, so spielt sich folgendes  ab:  Die durch die Kurve 22 niedergedrückte  Nase 24 wird, nachdem die Achse 5     mit       den Rollen 1, 2 ungefähr 3/4 ihrer Rücklauf  drehung (vergleiche     Fig.    7) ausgeführt hat,  also kurz vor dem Zusammentreffen der<B>An-</B>  schläge 14 und 32 infolge der Wirkung der       Nocke    2 7 in die Ebene der Nase 25 ver  schoben, und durch diese letztere     verschwenkt.     Dies bedingt aber ein     Verschwenken    des  Hebels 16 und somit ein Wirksamwerden  des Hemmwerkes 15.

   Dieses     Verschwenken     der Nase 24 kann folglich nur verzögert  vor sich gehen, weil der Hebel 16 durch das  Hemmwerk 15 zurückgehalten wird. Die  Drehung geht solange vor sich, bis die Nase  25 die Nase 24 verlässt, was umso später  geschieht, je mehr die letztgenannte Nase  durch Drehen des zweiten Stellknopfes _26  verstellt worden ist. Bei der tiefsten Lage  dieser Nase kann das Auslösen des zweiten  Vorhanges überhaupt nicht     stattfinden,    weil  gemäss     Fig.    5 die Anschlagschraube 30 der  Nase 24 im Wege steht.

   Der Verschluss  bleibt offen und wird nur dann wieder ge  schlossen, wenn der Stellknopf 26 im einen  oder im andern Sinn gedreht wird, vorzugs  weise im Sinn des     Pfeils    31 der     Fig.    3, weil  dann die Stange 20 plötzlich hochschnellt       und    die beiden Nasen voneinander trennt.  



  Aus der vorangehenden Beschreibung  geht hervor, dass,     wenn    auch das Hemmwerk  eingeschaltet ist (durch Drehen des Stell  knopfes 26 in eine andere Lage als die für  <B>1I20</B> Sek. Belichtung), sämtliche Zeiten, die  Sek. und weniger betragen, eingestellt  werden können, ohne dass das Hemmwerk in  Tätigkeit tritt. Man kann also ohne beson  dere Massnahmen von den langen Belich  tungszeiten durch einfache Einstellung einer  kürzeren Zeit auf diese übergehen, so dass  Fehlbelichtungen ausgeschlossen sind, selbst  wenn das Hemmwerk in Bereitschaftsstel  lung gebracht ist und vergessen wurde, das  selbe wieder auszuschalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kamera-Schlitzverschluss mit ungleich zeitig ablaufenden Vorhängen und nach Be lieben zuschaltbarem Hemmwerk für den zweiten Vorhang, dadurch gekennzeichnet, dass bei zugeschaltetem Hemmwerk dieses erst zur Wirkung .gelangt, kurz bevor ein Begrenzungsanschlag der ersten Vorhang achse seinen Gegenanschlag erreicht hat. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verschluss nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine drehbare, längsver schiebbare und um das eine ihrer Lager verschwenkbare Stange, die an einem Ende mit einem mit dem Hemmwerk im Eingriff stehenden Hebel und am andern Ende mit einer Nase versehen ist, die von einer mit dem zweiten Vorhang verbunde nen Nase verschwenkt werden kann. 2.
    Verschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass kurz vordem Ende des Ablaufes des ersten Vorhanges eine an einer sich hier bei drehenden Achse befestigte Nocken scheibe eine solche Längsverschiebung der Stange bewirkt, dass die beiden Nasen in Eingriff geraten können, wenn durch Be tätigen eines Einstellorganes das die Nase tragende Ende der Stange entsprechend gegen die mit dem zweiten Vorhang ver bundene Nase verschwenkt wurde. 3.
    Verschluss nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Anschlag derart ange ordnet ist, dass in der Lage der grösstmög lichen Verschwenkung der Stange die dar auf sitzende Nase zurückgehalten wird und dabei die mit dem zweiten Vorhang verbundene Nase derart zurückhält, dass dieser Vorhang nicht völlig ablaufen kann. 4.
    Verschluss nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, :dadurch gekennzeichnet, dass das schwenkbare Ende der Stange an einem Hebel angelenkt ist und durch eine Druckfeder gegen ein Kurvenstück des die Verschwenkung bewirkenden Einstell- organes angedrückt wird.
CH176377D 1933-02-18 1934-02-17 Kamera-Schlitzverschluss mit ungleichzeitig ablaufenden Vorhängen und nach Belieben zuschaltbarem Hemmwerk für den zweiten Vorhang. CH176377A (de)

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