Transformator mit Ölisolation. Bei Öltransformatoren dient das Öl im allgemeinen sowohl zur Isolation der span nungsführenden Teile, als auch zur Abfüh rung der Verlustwärme. Bei Transformato ren, z. B. bei solchen kleinerer Leistung, bei denen nur geringe Wärmemengen abzufüh ren sind, werden der einfacheren Herstellung wegen viereckige Ölbehälter mit glatten .Blechwänden verwendet. Diese Bauart hat den Nachteil, dass die Transformatoren eine verhältnismässig grosse Ölmenge enthalten, und dass, namentlich in den Ecken der Öl behälter sieh sehr viel Öl befindet, das weder zur Isolation noch zur Wärmeabfüh rung ausgenutzt wird.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Transformator mit Ölisolation, insbesondere auf einen Spannungs- oder Stromwandler und bezweckt eine Verringerung der für der artige Transformatoren benötigten Ölmenge. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss da durch gelöst, dass der Eisenkern und das Ge häuse, die zu erden sind, von der Hochvolt wicklung überall ungefähr gleichen Abstand haben und derart geformt sind, dass das ge samte im Transformator befindliche Öl elek trisch annähernd gleichmässig beansprucht ist.
Hierdurch wird erreicht, dass der Trans formator nur so viel Öl enthält, wie für die Isolation der spannungsführenden Teile be nötigt wird, so dass eine erhebliche Verrin gerung der Abmessungen und eine Verbilli gung des Transformators erzielt wird. Fer ner wird auch die Brandgefahr, die durch die Verwendung der brennbaren Isolierflüs- sigkeit entsteht, erheblich herabgemindert.
Es ist zwar bereits vorgeschlagen wer-' den, zur Verkleinerung der Ölmenge die viereckigen Behälter von Transformatoren mit ausgesparten Ecken zu versehen. Diese Anordnung bedingt jedoch einen kompli zierten Aufbau des Ölgefässes, ohne dass da mit das erstrebenswerte Ziel, nur elektrisch beanspruchtes<B>01</B> zu verwenden, vollkommen erreicht werden kann.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung dargestellt. Die Abb. 1 und \? zeigen einen Spannungswandler im Aufriss bezw. im Grundriss. Der Spannungs wandler besitzt einen als Manteltype aus gebildeten Eisenkern a, der die Primärwick lung b und die Sekundärwicklung c in der üblichen Anordnung trägt.
Der Eisenkern a wird durch einen besonders geformten Dek- kel d und einen entsprechend geformten Bo den e nach oben und unten derart abge schlossen, dass diese beiden Teile mit dem Eisenkern zusammen das Gehäuse für das zur Isolation dienende Öl bilden, wobei der Eisenkern ca und das Gehäuse derart geformt sind, dass das gesamte im Transformator be findliche<B>01</B> elektrisch annähernd gleich mässig beansprucht ist.
Sowohl der Deckel d, als auch der Boden e sind so ausgebildet, dass der Abstand der geerdeten Teile, das sind das Gehäuse und der Eisenkern, von der Hochspannungswicklung überall unge fähr gleich gross ist, wobei scharfe Kanten durch Abrundungen der Bauteile vermieden sind. In. entsprechender Weise sind auch die durch die Joche des Mantelkernes gebil deten Kernfenster mit Abrundungen ver sehen.
Die in dem Deckel d angeordneten Durchführungsisolatoren f für die Hochspan- nungszuleitungen sind in bekannter Weise hohl ausgebildet und dienen so gleichzeitig als Olausdehnungsgefäss. Ein eigentlicher Ölkasten ist, wie ersichtlich, nicht erforder lich; vielmehr bildet der Eisenkern a selbst einen Teil der -Wandung des Ölgefässes, des sen übrige Wandungen durch den Deckel d und den Boden e gebildet sind.
Da der Eisenkern aus geschichteten Ble chen besteht, kann es unter -Umständen vor kommen, dass Öl zv,ischen den einzelnen Blechen des Kernes hindurch nach aussen sickert. Um die hierdurch bedingten Ölver- luste zu vermeiden, ist es zweckmässig, die äussern Stirnflächen der Blechpakete des Mantelkernes a mit einer geeigneten Abdich tung zu versehen.
Ein Ausführungsbeispiel einer derarti gen Anordnung ist in Abb. 3 dargestellt, die einen Teil des Eisenkernes a und des auf ihn gepressten Deckels d eines Transfor mators zeipt, dessen Eisenkern und das Ge- häuse, die zu erden sind, von der Hochvolt wicklung überall ungefähr gleichen Abstand haben und derart geformt sind, dass das ge samte, im Transformator befindliche Öl elek trisch annähernd gleichmässig beansprucht ist. Zwischen Eisenkern und Deckel d ist zunächst ein Dichtungsmaterial g gelegt. Um die äussern Stirnflächen des Kernes a ist ferner ein dünnes Blech h gelegt, das oben und unten umgebördelt und gegebenen falls mit dem Kern verlötet ist.
Um eine Abdichtung der Pressbolzen i. zu vermeiden, die den Eisenkern a zusam menpressen und ihn mit dem Deckel d und dem Boden e zusammenhalten, ist es zweck mässig, die Pressbolzen ausserhalb des Eisen kernes anzuordnen, wie dies aus Fig. 1 und 3 zu ersehen ist.
Um die Anordnung der Dichtungsbleche h entbehrlich zu machen, kann man gemäss Fig. 4 und 5 den Transformator so ausbil den, da.ss der Boden und der Deckel des Öl- gefässes selbst seitlich vorragende Ansätze besitzen, die die Stirnflächen der Blech pakete aussen überdecken. Hierdurch wird der Aufbau des Wandlers noch weiter ver einfacht und verbilligt.
Im einzelnen bezeichnet a den geerdeten Eisenkern, der in gleicher Weise -wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 3 ausgebildet ist und die hier nicht dargestell ten Wicklungen trägt. d und e sind der Deckel bezw. Boden des geerdeten Ölgefässes.
Die den Deckel bezRT. den Boden des Öl- gefässes bildenden Teile d und e besitzen überall ungefähr den gleichen Abstand von der Hochvoltwicklung und sind derart ge formt, dass das gesamte im Transformator befindliche Öl elektrisch annähernd gleich mässig beansprucht ist. Abweichend von der Ausführung nach Fig. 1 sind der Deckel und der Boden des Ölgefässes mit Ansätzen <I>k</I> und in ausgerüstet, die die Stirnflächen der Kernbleche überdecken und die nach. aussen in Flansche n übergehen.
Wie ins besondere aus Fig. 5 zu ersehen, sind die Flansche n unter Zwischenlage einer Dich tung o durch Schrauben p aufeinander- gehresst. Weitere Dichtungsstellen befinden sich bei<I>q</I> und<I>r. f</I> ist einer der im Deckel d sitzenden Durchführungsisolatoren.