Zeitschalter. Die Erfindung bezieht sich auf einen Zeitschalter mit beim Ablaufen des Trieb- werkes zurücklaufender Aufzugswelle, zum wahlweisen Ein- oder Ausschalten von elek trischen Stromkreisen bei ReklamebeBuch- tungsapparaten, elektrischenHaushaltgeräten, Rundfunkempfängern, Weckvorrichtungen, Nachttischlampen und dergleichen.
Der Zeitschalter nach der Erfindung be sitzt gegenüber den bekannten Apparaten dieser Art den Vorteil, dass die Stunden- und die Minutenangaben getrennt sind, wodurch der Apparat übersichtlich gestaltet werden kann und ein genaues Einstellen des Zeit schalters ermöglicht wird.
Zweckmässig ist dieser Schalter noch so durchgebildet, dass er bei abgelaufenem Triebwerk als gewöhnlicher Schalter zum Ein- und Ausschalten des elektrischen Stro mes dienen kann, während er bei eingestellter Zeit zum Zu- oder Abschalten eines an diesen Zeitschalter angeschlossenen Gerätes dient. Erfindungsgemäss ist .die Aufzugswelle mit einer Vorrichtung für die Minutenangabe versehen, welch erstere zum Beispiel eine Minutenskala aufweisen kann, .deren Stel lung gegenüber einem Fixpunkt die Zeit angabe bestimmt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt; es zeigt; Fig. 1 den Zeitschalter in Ansieht von vorn, Fig. 2 in Seitenansicht, Fig. 3 die Schaltvorrichtung in schema tischer Darstellung, Fig. 4 die Kupplung der Aufzugswelle mit dem Stundenzifferblatt, Fig. 5 das Triebwerk nebst Einstellein richtung.
Die Vorrichtung ist in einem Gehäuse G eingebaut, das mit Steckstiften 14 zum Auf setzen auf Steckdosen mit Stromzuführungs- leitungen und mit Steckbuchsen 12 zum An- schluss von Stromverbrauchern versehen ist. Innerhalb des Gehäuses befinden .sich die Schaltvorrichtung, Teile der Einstelleinrich tung und das Triebwerk.
Die an einem Iso lierstück 16 befestigten Kontaktfedern 15 und 18 sind durch Stromleitungen 17 und 24 mit je einem Steckstift bezw. einer Steck buchse verbunden. Die Schaltvorrichtung be steht aus einem Schaltstück 27, welches bei 25 drehbar gelagert und mit einem Sperr zapfen 22 versehen ist. An dem Stift 20 greift eine Zugfeder 2'1 an, deren anderes Ende mit einem um den Drehpunkt 25 schwenkbaren Griffhebel 9 verbunden ist. Ferner gehört zu der Schaltvorrichtung ein bei 28 drehbar gelagerter Hebel 29, der unter ,der Wirkung einer Zugfeder 23 steht.
Das Schaltstück 27 ist mit einem isolierten Kon taktzapfen 19 versehen. Das Triebwerk der Schaltvorrichtung besteht aus einer Welle 39, die mit einem Drehknopf 11, dem Zahn trieb 42, sowie einer Friktionsscheibe 47 und der Bügeldruckfeder 49 fest verbunden ist. Zwischen der Scheibe 47 und der Feder 49 befindet sich das lose auf der Welle 39 sitzende Zahnrad 48.
In den Zahntrieb 42 greift ein Zahnrad 45 ein, welches fest auf der Welle 46 angeordnet und mit. der bei 38 verankerten Triebfeder 37 versehen ist. :1u1' der Welle 39 befindet sich ferner ein Mit- nehmerstück 34 mit einem Mitnehmerstift 33, der in das Malteserkreuz 30 eingreift. Das Malteserkreuz ist mit einem Zifferblatt 36 und einem Schaltstift 31 versehen und auf .der Achse 35 drehbar gelagert. Das Zahn rad 48 greift in den Zahntrieb 50 ein, der gemeinsam mit dem Schwinganker 43 auf einer Welle 40 fest angeordnet ist.
Der An ker 43 greift in die auf der Welle 41 sitzende Unruhe 44 ein. Der Einschnitt 32 des Mal teserkreuzes 30 ist so flach gehalten, dass der Mitnehmerstift 33 hier beim Ablauf des Triebwerkes festgehalten wird. In dem Ge häuse 6 befindet sich ein Fenster 7. D.@r Drehknopf 11 ist mit einer Einteilung 10 versehen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Beim Inbetriebsetzen des Gerätes wird der Zeitunterschied zwischen der Einstellung und der gewünschten Ein- oder Ausschaltung in Stunden und Minuten festgestellt. Beträgt der Zeitunterschied zum Beispiel 3 Stunden und 40 Minuten, so wird der Drehknopf 11 soweit gedreht, dass die auf dem Zifferblatt 36 befindliche Zahl 3 im Fenster 7 und die Minuten an dem Merkzeichen der Drehknopf skala 10 abzulesen sind.
Der Griffhebel 9 wird dann umgelegt, so dass er entweder in der in Fig. 3 ausgezogen oder aber in der gestrichelt gezeichneten Stellung liegt, ohne dass hierbei ein Stromkreis ein- bezw. aus geschaltet wird. Mit dem Drehknopf 11 ist der Schaltstift 31 aus der Anfangsstellung bewegt und der Hebel 29 freigegeben, so dass er unter dem Zug der Feder 23 das Schalt stück 27 an der Nase 22 sperrt.
Nach zier Umlegung des Hebels 9 ist zum Beispiel in der in Fig. 3 punktierten Stellung 26 die Wirkung der Feder 21 dann derart, dass sie das 'Schaltstück 27 aus der dargestellten Stel lung, in welcher es durch den Hebel 29 und den Sperrzapfen 22 festgehalten wird, heraus zu kippen sucht. Die Zugfeder 37 wurde bei .der Betätigung des Drehknopfes 11 über den Zahntrieb 4? und das Zahnrad 45 aufgezogen. Das Zahnrad 48, das lose auf der Achse 39 zwischen der Reibscheibe 47 und der Bügeldruckfeder 49 sitzt, blieb bei dem Aufzug in Stillstand, da es durch das Uhr werk behindert wurde.
Nach der Einstellung und dem Aufzug :der Feder ä7 setzt sich das Triebwerk sogleich in Bewegung und nach der festgesetzten Zeit, unmittelbar vor seiner Endstellung, drückt der Schaltstift 31 die Nase 29a am Hebel 29 aus der Sperrlage, so dass der Sperrzapfen 22 freigegeben und das Schaltstück 27 durch die Zugfeder 21 um gelegt wird. Der auf dem Schaltstück 27 befindliche Kontaktzapfen 19 tritt dann zwi schen die Kontaktfedern 15 und 18 und der Stromkreis ist geschlossen.
Das Laufwerk läuft hierauf noch einige Minuten, und zwar solange, bis der Mitnehmerstift 33 in den fla chen Malteserkreuzausschnitt 32 eintritt und festgehalten wird, und das Laufwerk kommt somit zum Stillstand. In ihrer Ruhestellung kann die Vorrichtung als gewöhnlicher Schalter .dienen, das heisst der Stromkreis wird bei Betätigung des Schalthebels 9 ein- bezw. ausgeschaltet. Beider Verwendung des Triebwerkes zum Ausschalten wird ebenso verfahren, wie bereits beschrieben.
Durch das Umlegen des Hebels 9 in die in Fig. 3 ausgezogen gezeichnete Stellung nach er folgtem Aufzug wird die Feder 21 in eine solche Zugrichtung gebracht, dass das Schalt stück 2 7 bei seiner Freigabe in die Aussohalt- stellung schnappt. Das Schaltstück 2 7 wird aber von der untern Seite des Hebelknopfes 29d festgehalten. Nach dem Ablauf des Triebwerkes wird es wieder durch den Schalt- stift31 gelöst, so,-dass',esin die entgegengesetzte Stellung hinüberschnellt und der Kontakt zapfen 19 aus seiner Lage zwischen den Kon taktfedern 15 und 1.8 austritt und den Strom kreis öffnet.