CH176467A - Gleichrichter mit schmelzflüssigem Elektrolyten. - Google Patents

Gleichrichter mit schmelzflüssigem Elektrolyten.

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CH176467A
CH176467A CH176467DA CH176467A CH 176467 A CH176467 A CH 176467A CH 176467D A CH176467D A CH 176467DA CH 176467 A CH176467 A CH 176467A
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Industrie Elin Akt Elektrische
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  Gleichrichter mit     schmelzflüssigem    Elektrolyten.    Es sind elektrolytische     Gleichrichter    mit  schmelzflüssigem Elektrolyten bekannt, und  zwar hauptsächlich für die     Gleichrichtung     hoher Stromstärken bei niedrigen Spannun  gen. Bei     jedesmaliger    Inbetriebnahme der  artiger Gleichrichter     muss    der Elektrolyt zwi  schen den Elektroden mindestens teilweise  geschmolzen werden, um einen     Stromfluss    von  einer Elektrode zur andern zu ermöglichen.

    Bisher erfolgte dies hauptsächlich durch       Aussenbeheizung    des Gefässes, welches die  Elektroden und den Elektrolyten enthält;  hierbei wurde Gasheizung oder elektrische  Heizung angewandt.     )X'ohl    wurde vereinzelt  auch eine elektrische     Innenbeheizung    des       Elektrolytgefässes    vorgeschlagen, wobei je  doch bei der Anordnung des     Innenheizkör-          pers    auf die Lage der Elektroden keine  Rücksicht genommen wurde, so dass vor Be  ginn des     Gleichrichterbetriebes    die gesamte       Elektrolytmenge    geschmolzen werden musste.

    Diese     bekannten    Verfahren sind nachteilig,    weil verhältnismässig grosse     Elektrolytmen-          gen    geschmolzen werden müssen, bevor das       Elektrolytventil    unter Strom gesetzt werden  kann, so dass das, Anheizen einen erheblichen  Energieverbrauch und erheblichen Zeitauf  wand erfordert.  



  Die an sich bekannten, im     Innern    des       Elektrolytgefässes    befindlichen elektrischen       Wärmequellen    werden erfindungsgemäss in  bezug auf die Elektroden derart angeordnet,  dass zunächst die     zwischen    den Elektroden  befindliche     Elektrolytmenge    geschmolzen  wird. Die     Aufschmelzung    der restlichen       Elektrolytmenge    kann mit Vorteil durch die  Verlustwärme des Gleichrichters während des  Betriebes erfolgen.  



  Die elektrischen Wärmequellen können  besondere elektrische Heizkörper sein, welche  direkt im     Elektrolyten    liegen oder gegen den  Zutritt des Elektrolyten geschützt sind; es  ist aber auch möglich, einen entsprechenden       Anheizstrom    durch     bestimmte    Elektroden      oder Teile von Elektroden     hindureb.zuschicl@en,     so dass die in diesen Elektroden entwickelte  Stromwärme das Aufschmelzen des Elektro  lyten bewirkt und besondere Heizkörper ent  behrlich sind.  



  In den Gleichrichtern mit schmelzflüssi  gem Elektrolyten wurde bisher Kali- oder       Natronsalpeter    als Elektrolyt verwendet.  (Schmelztemperatur     31-0    bis 340 Grad C).  Die Elektroden sind     bekannterweise    aus Ei  sen und Aluminium     bezw.    Wolfram oder       Tantal.     



  Der Spannungsabfall beträgt zirka 3 bis  5 Volt in der stromdurchlässigen Richtung;  bei einer Stromstärke von beispielsweise  1000     Amp.    beträgt also der Verlust im     Elek-          trolytventil    3 bis 5     kw.    Soll die Verlust  wärme ohne Überhitzung des Elektrolyten  abgeführt werden können, so ist die bekannte  Wärmeisolation des Gefässes unzulässig und  ,es muss im Gegenteil darauf gesehen werden,  dass die     wärmeabgebende    Oberfläche des Ge  fässes nicht zu klein ist.  



  Verwendet man als Elektrolyt     ein    Salz  mit niedrigem Schmelzpunkt     wie    Aluminium  chlorid,     galziumchlorid,        Natriumphosphat,     Zinkchlorid     bezw.    ein Salzgemisch mit nie  drigem Schmelzpunkt, so kann die Betriebs  temperatur unter 300 Grad herabgesetzt wer  den und damit verringern sich auch ohne  Wärmeisolierung des Gefässes die Leerlauf  verluste.  



  Die hier in Betracht kommenden Elektro  lyten sind im     festen    Aggregatzustands fast  durchwegs schlechte     Elektrizitätsleitc-r    und  schlechte Wärmeleiter, hingegen im flüssigen       Aggregatzustande    gute Elektrizitätsleiter  und     gute    Wärmeleiter. Der bessere Wärme  durchgang im flüssigen     Aggregatzustande     kommt zum Teil auch dadurch zustande, dass  in den Flüssigkeiten ein Wärmetransport  durch Konvektion eintritt.  



  Die in den elektrischen Heizkörpern     bezw.     in den zur Anheizung herangezogenen Elek  troden in     Wärme    umgesetzte Leistung ist  entweder von vornherein so klein, oder wird  nach einer     gewissen        Anheizzeit    derart herab-    gesetzt, dass die     entwickelte    Wärmemenge  von dem umgebenden, nicht geschmolzenen  Salz durch Wärmeleitung abgeführt wird. Es  ist also ein Zustand erreicht, der stationär  bleibt, solange der Gleichrichter unbelastet  ist. Wird der Gleichrichter belastet, so tritt  zu der von der elektrischen Heizung ent  wickelten Wärmemenge die Verlustmenge  hinzu, die sich aus dem Spannungsabfall und  dem Durchgangsstrom ergibt.

   Es bilden sich  bei stufenweiser Steigerung der     Belastunr-          immer    neue Gleichgewichtszustände aus, wo  bei die geschmolzene     Elektrolytmenge        immer     grösser und die wärmeisolierende Schicht aus  nicht geschmolzenem Salz immer dünner  wird. bis bei -einer bestimmten Belastung die  ganze     Elektrolytmenge    geschmolzen ist.

   Es  tritt also bei der beschriebenen Anordnung  der elektrischen Heizkörper in unmittelbarer  Nähe der Elektroden     bezw.    bei der     Vz-rwen-          dung    der Elektroden als     Heizkörper    und bei  Bemessung der Heizleistung derart, dass nur  ein Teil der     Elektrolytmenge    durch Fremd  heizung geschmolzen wird, worauf die durch  die elektrische     Heizung    entwickelte Wärme  menge von dem umgebenden, nicht geschmol  zenem Salz durch Wärmeleitung abgeführt  wird, eine     selbsttätige    Anpassung der     Ver-          hältnisse    hinsichtlich Wärmeableitung an die  entwickelte Wärmemenge ein,

   so sowohl  einen guten Wirkungsgrad bei     Teillasten,    als  auch eine     anstandslose    Abfuhr der Verlust  wärme bei Vollast ermöglicht. Die Ober  flächentemperatur des Gefässes ist bei dieser  Bauart veränderlich.     Sie    ist am niedrigsten  im Leerlauf, wenn bloss die     Elektrolytmenge     um .die Elektroden geschmolzen ist und die  dicke Schicht     ungeschmolzenen        Salz.-,s        ein     wesentliches Temperaturgefälle verbraucht.       Sie.    soll ihren Höchstwert erreichen, wenn die  ganze     Elektrolytmenge    geschmolzen ist.

   Bei  diesem Höchstwert der     Oberflächentemp.ra-          tur    ist die Abfuhr der bei Vollast auftreten  den Verluste möglich, wenn die Gefässober  fläche richtig gemessen ist. Eine sehr er  wünschte Wirkung dieser Anordnung ist die  Schonung des Gefässes durch möglichst     ni!-          drige    Erhitzung.

        Eine weitere Ausführung .der Erfindung  weist eine Schaltanordnung für .die Reizkör  per von Gleichrichtern mit schmelzflüssigem  Elektrolyten auf, die es ermöglicht, ohne das  für diese Heizkörper bereits bekannte Um  schaltrelais und ohne     Kontaktthermometer     auszukommen und trotzdem für das rasche  Anheizen eine grosse Heizleistung und für  den Betrieb eine mit Rücksicht auf den Wir  kungsgrad erwünschte niedrige Heizleistung  zu erzielen. Zu diesem Zwecke werden die  beiden Enden eines Heizwiderstandes an die  Elektroden des betreffenden Ventils ange  schlossen. Solange das Salz zwischen den  Elektroden nicht geschmolzen ist, ist es nicht  leitend.

   Es fliesst daher durch den Elektro  lyten kein Strom und an dem zu den Elek  troden parallel geschalteten Heizwiderstand  liegt die vom Transformator gelieferte     Wech-          selspannung,    die der zu erzeugenden Gleich  spannung entspricht. Es fliesst daher -durch  den Heizwiderstand ein Wechselstrom. Sowie  durch die Wärmeentwicklung des Heizwider  standes der Elektrolyte zwischen den Elek  troden geschmolzen ist, wird er gut. leitend  und die Spannung zwischen den     Elektroden          -eht    während der     Stromführungszeit    auf den  Spannungsabfall von 3 bis 5 Volt zurück  und ist während der Sperrzeit in der frühe  ren     Grösse    verbunden.

   Es ist daher der Ef  fektivwert der     Spannung    am Heizwiderstand  und damit auch die Heizleistung im Gleich  richterbetrieb wesentlich herabgesetzt. Der zu  den Elektroden parallel geschaltete     Heiz-          widerstand    wirkt ferner     a1;5        Uberspannungs-          sehutz    und verhindert einen Durchschlag der       Oxydhaut    auf den Anoden, welche der Sitz  der Ventilwirkung ist, bei plötzlichen     Span-          1iitn\;

  ,serhöhungen,    die infolge     d r        Ind.uktivi-          tät    der     Transformatorenwicklungen    und     d,--r     unter Umständen     verwendeten        Drosselspuien     bei raschen     Stromänderungen        auftri--tcn.     



  Bei der beschriebenen Bauart von     Cl2ich-          riehtern    mit schmelzflüssigem Elektrolyten  ist nicht nur jene     Elektrolytmenge    vorhan  den, die sich zwischen den Elektroden befin  det und die für die     Stromführung    unbedingt  benötigt wird, sondern noch eine Schutz-    Schicht' aus dem gleichen Salz oder Salz  gemisch, welches sich auch zwischen den  Elektroden befindet. Diese Schutzschicht um  gibt die Elektroden und den     Heizkörper    all  seitig. Ihre thermische Wirkung, die darin  besteht, dass sie bei niedrigen Belastungen  fest bleibt und wärmeisolierend wirkt, hin  gegen bei hohen Belastungen schmilzt und  eine gute Wärmeableitung vermittelt, wurde  im vorstehenden bereits auseinandergesetzt.

    Die durch die Schutzschicht vergrösserte       Elektrolytmenge    wirkt auch     insoferne    gün  stig, als der Elektrolyt erst nach längerer  Betriebszeit in so starkem Masse durch das  Auflösen von Metalloxyden, die von den  Elektroden stammen, verunreinigt wird,     da,ss     die Wirkungsweise :des Gleichrichters dar  unter leidet.  



  Wird ein     elektrolytischer    Gleichrichter  der beschriebenen Bauart nach vorheriger  länger dauernder Vollast, wenn bereits, die  ganze     Elektrolytmenge    geschmolzen ist, über  lastet, so verdampft ein Teil des Elektro  lyten. Für die Kondensation der so gebilde  ten Dämpfe können entsprechende Kühlober  flächen über dem Flüssigkeitsspiegel des ge  schmolzenen Elektrolyten vorgesehen wer  den, das heisst das Gefäss soll so hoch     sain,     dass es nur teilweise mit dem Elektrolyten  gefüllt ist, obwohl der Elektrolyt auch nach  oben hin eine Schutzschicht über den Elek  troden bildet.

   Die Höhe des über dem Flüs  sigkeitsspiegel vorgesehenen Kondensations  raumes soll     zweckmässigerweise    mindestens  ein     Drittel    der mit dem     Elektrolyten    gefäll  ten Höhe ausmachen.  



  Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten  für die erfindungsgemässe Anordnung der  Heizkörper in bezug auf die Elektroden der  art, dass beim     Einschalten     & r Heizkörper  zunächst die zwischen den Elektroden be  findliche     Elektrolytmenge    geschmolzen wird.  Entweder verhindert man den Zutritt des  Elektrolyten zum Heizkörper, wobei dann die  Heizkörper hinsichtlich der Baustoffe und  der Betriebsspannung ohne Rücksicht auf  den Elektrolyten ausgeführt werden können,      oder man legt die Heizkörper in den Elek  trolyten und muss dann die Baustoffe der  Heizkörper und ihre Betriebsspannung unter  Rücksichtnahme auf den Elektrolyten wäh  len.  



  Die Bauart, bei welcher der Zutritt des  Elektrolyten zum Heizkörper verhindert  wird, hat früher     insoferne    zu Anständen ge  führt, als es wiederholt vorkam, dass nach  längerem Betrieb des     elektrolytischen    Ven  tils die Trennwand zwischen dem     Elektro-          lytbehälter    und dem     Heizkörper    undicht  wurde, worauf der Elektrolyt Zutritt zu  .dem Heizkörper erlangte und dieser letzter  zerstört wurde.  



  Um solche Störungen zu vermeiden, und  doch die Anordnung im Sinne der Erfindung  so zu treffen, dass beim Anheizen vorzugs  weise jene     Elektrolytmenge    geschmolzen  wird, die sich zwischen den Elektroden be  findet, kann das den Elektrolyten enthaltende  Gefäss eine oder mehrere vollkommen     ab-          geSchlossene        Einstülpungen    zur Aufnahme  der Heizkörper besitzen, wobei sich dann die  Elektroden um diese     Einstülpungen    grup  pieren. Es ist auch möglich, eine solche     Ein-          stülpung    der Gefässwand als Elektrode des       Elektro'lytventils    zu verwenden.

   Beispiels  weise kann bei einem     Ehktrolytgleichrichter     mit Elektroden aus Aluminium und Eisen  und mit einem     eisernen        Elektrolytgefäss    an  Stelle einer     besonderen    Eisenelektrode die       Einstülpung    des     Elektrolytgefässes    als Eisen  elektrode verwendet werden.  



  In     Fig.    1 ist     a    ein zylindrischer Heiz  körper, der in eine zylindrische     Einstülpung     e des     Elektrolytgefässes    b, das beispielsweise  als Eisen oder Stahl besteht, von unten hin  einragt. Die     zylindrische,_    nicht sperrende  Elektrode d umschliesst die     Einstülpung    e;  ihr stehen beispielsweise bei einem Zweiweg  ventil die beiden     sperrenden    Elektroden f  und g gegenüber. Sämtliche Elektroden sind  durch Bolzen an dem- Deckel h aus Isolier  material befestigt.

   Die Bauart nach     Fig.    1  hat den Vorteil, dass der     Heizkörper        a    jeder  zeit ohne Entfernung der Elektroden aus dem       Elektrolyten    leicht ausgewechselt werden    kann und dass der Deckel     7a,    welcher das       Elektrolytgefäss    nach oben abschliesst, nur  von den Anschluss-     bezw.    Befestigungsbolzen  der Elektroden durchsetzt wird, so dass in  einfacher Weise ein dichter Abschluss des       Elektrolytgefässes    erreicht werden kann.  



  Handelt es sich um .ein     Elektrolytventil     für höhere Stromstärken, so kann es vorteil  haft sein, die Elektroden nicht zylindrisch,  sondern plattenförmig auszuführen. Eine  solche Ausführungsform des Erfindungs  gegenstandes ist in     Fig.    2 im Aufriss und in       Fig.    3 im     greuzriss    dargestellt. Es handelt  sich um ein dreiphasiges     Ventil    mit den Alu  miniumelektroden<I>f. g</I> und     la,    welche den  miteinander verbundenen Eisenelektroden d  gegenüberstehen. Diese     Elektrodenanordnung     befindet sich in einem Gefässe b, welches mit  dem Elektrolyten c gefüllt ist und das durch  die Isolierplatte k abgedeckt ist.

   Das     Elek-          tro'lytgefäss        wird    von einem horizontalen  Rohre e durchsetzt, welches den Heizkörper       a    aufnimmt. Sämtliche Eisen- und Alu  miniumelektroden, die an der Isolierplatte     k     befestigt sind, besitzen entsprechende     Aus-          nehmungen,    so dass sie von oben über das  horizontale Rohr e geschoben werden können.  Auch hier braucht durch den Heizkörper a  nur ein kleiner Teil der     Elektrolytmenge    ge  schmolzen zu werden, bevor die Inbetrieb  nahme des Gleichrichters möglich ist, näm  lich jene Schicht, welche zwischen der Au  ssenwand des Rohres e und den Elektroden  liegt.  



  Wird der     Anheizwiderstand    derart aus  geführt. dass der blanke     Heizleiter        unmi-Hel-          bar    im Elektrolyten     liegt,    dann erzielt man,  wie erwähnt, den Vorteil unmittelbarer  Wärmeübertragung vom     Heizleiter    auf den  Elektrolyten und kurzer     Anheizzeit.    Hierbei  ist Voraussetzung, dass der Elektrolyt den       Heizleiter    nicht angreift und dass sich der  infolge der Leitfähigkeit des geschmolzenen  Elektrolyten auftretende Stromübergang aus  dem     Heizleiter    in den Elektrolyten nicht  störend bemerkbar macht.  



  Bei Elektrolyten, die in der Hauptsache  aus Natron- oder Kalisalpeter oder Ge-      mischen dieser     beiden'    Salze bestehen, kann  Eisen als Material für den blanken, im Elek  trolyten liegenden Heizleiter verwendet wer  den. Durch Versuche wurde festgestellt,     dass     Leiter ans Eisen oder Stahl gegen schmelz  flüssige Elektrolyten der vorerwähnten Zu  sammensetzung sehr widerstandsfähig sind,  während viele andere Metalle und     Legirun-          gen,    darunter auch solche, die im     allgem.=inen     weit korrosionsbeständiger als Eisen sind,  verhältnismässig rasch angegriffen werden.

    Wie vorstehend erwähnt, muss bei der Aus  führung des     Anheizwiderstandes    mit blan  ken, metallischen Leitern, die im Elektro  lyten liegen,     verhindert    werden, dass durch  den Stromübergang aus dem     Heizleiter    in  .den flüssigen Elektrolyten der Heizstrom  während des Schmelzvorganges übermässig  stark ansteigt und dass durch diesen Strom  übergang der     Heizleiter    angegriffen wird.  Man erreicht dies, indem man an den     Heiz-          widerstand    eine Wechselspannung legt, deren  Effektivwert<B>100</B> Volt nicht überschreitet.

    Die für den     Anheizwiderstand    erforderliche  Wechselspannung kann entweder dem Netz  oder einer besonderen Heizwicklung des  Transformators, oder auch jener     Transforma-          torw        icklung    entnommen     werden.,die    über das  elektrolytische Ventil den Gleichstrom liefert.  



  Verwendet man für den     Anheizwider-          stand    blanke, im Elektrolyten liegende Eisen  leiter und hält die vorstehend angegebene  Grenze für die am     Anheizwiderstand    lie  gende Wechselspannung ein, so kann man  erreichen, dass die Heizleistung während des       Anheizvorganges    sich innerhalb gewisser  Grenzen hält, weil die wesentliche     Steigerung     des Widerstandes des Eisenleiters, die für sich  allein     betrachtet.    die     Heizleistung    im Verlauf  des     Anheizvorganges    stark herabsetzen  würde.

   durch die Stromleitung des Elektro  lyten, welche anfänglich, so lange der Elek  trolyt fest ist, praktisch nicht vorhanden ist  und sich erst bemerkbar macht, wenn der       Elektrolyt    in der Umgebung des     Anheiz-          widerstandes    bereits geschmolzen     ist,    zum  Teil kompensiert wird.

   Je nach der Anord  nung des Heizkörpers und der Betriebssspan-         nung    wird die     Heizleistung    am Anfang oder  am Ende des     Anheizvorganges    grösser     sein.     In der Regel :durchläuft die     Heizleistung    ein  Minimum, weil sich zuerst die Steigerung  des Eisenwiderstandes und erst später die  Stromleitung durch den Elektrolyten bemerk  bar macht. Auch     Siliziumkarbid    hat sich als  Material für den     im    Elektrolyten liegenden  Heizkörper bewährt.  



  Bei     Quecksilberdampfgleichrichtern    mit  Eisengefäss,     sogenannten    Eisengleichrichtern,  ist es bekannt, das     Gleichrichtergefäss        mit     Wasser zu kühlen. Bei     E'bektrolytgleichrich-          tern    mit schmelzflüssigem Elektrolyten kann  ebenfalls eine Flüssigkeitskühlung angewen  det werden, und zwar zweckmässig     derart-,     dass     infolge,der        Flüssigkeitskühlung    die mit  dem     Elektrolyten    in Berührung stehende  Wandung des     Gleichrichtergefässes    stets.

    auch bei Vollast und Überlast, mit einer  Schicht von nicht geschmolzenem Salz be  deckt ist. Diese Anordnung     bietet    besondere  Vorteile, wenn der Elektrolyt im geschmol  zenen Zustand die Gefässwand angreift, im  festen Zustand jedoch nicht.  



  Einen weiteren Vorteil, bietet die     Flüs-          sigkeitskühlung,    insbesondere bei solchen       Gleichrichtern.    mit schmelzflüssigem Elek  trolyten, welche der Stromversorgung gal  vanischer Bäder dienen. Bekanntlich     kann     man durch     Beheizung    galvanischer Bäder die  Zeit. die zur Erzielung bestimmter galva  nischer Niederschläge erforderlich ist, be  trächtlich herabsetzen.

   Es kann sogar beson  ders im Winter eine     Beheizung    bestimmter  galvanischer Bäder unumgänglich notwendig  sein.     Zweckmässigerweise        wird    nun der  Gleichrichter mit schmelzflüssigem Elektro  lyten mit Flüssigkeitskühlung versehen, um  seine Verlustwärme für die     Beheizung    gal  vanischer Bäder auszunützen. Man kann ent  weder das den Elektrolyten enthaltende Ge  fäss in das galvanische Bad tauchen lassen,  oder man     lässt    einen Teil der     Badflüssigkeit     des galvanischen Bades durch den Kühl  mantel des     Gleichrichtergefässes    zirkulieren,  wobei dieser Kühlmantel durch Rohre mit  dem galvanischen Bad in Verbindung steht.

        Man kann auch statt der     Badflüssigkeit    des  galvanischen Bades eine besondere Kühl  flüssigkeit, beispielsweise Wasser, zur Küh  lung des     Gleichrichtergefässes    heranziehen  und mit dem Kühlwasser des Gleichrichters  die     Badflüssigkeit    des galvanischen Bades  indirekt heizen. Der vorstehend beschriebene  Gleichrichter mit schmelzflüssigem Elektro  lyten, dessen Verlustwärme zur     Behizung     galvanischer Bäder dient, hat einen ausser  ordentlich hohen Wirkungsgrad, weil fast die  ganze zugeführte Energie teils in Form elek  trischer Energie und teils in Form von  Wärme nutzbar gemacht wird.  



  In     Fig.    4 ist T der Transformator mit der  in Dreieck geschalteten     PrimärvTicklung    p  und der in Stern geschalteten Sekundärwick  lung s. Die Primärwicklung ist über den  dreipoligen Hebelschalter H und die Siche  rungen     Si    an     ,das    Netz angeschlossen.

   Die  Enden     u.,   <I>v,</I>     u    der Sekundärwicklung sind  mit den sperrenden Elektroden     a1,        a.,    und     a;,     des     Elektrolytgleichrichters    verbunden, wäh  rend der Nullpunkt 0 der Sekundärwicklung  über den     Badstromregler    R mit der Anode A  des     elektrolytischen    Bades in     Verbindung     steht.

   Die nicht sperrenden Elektroden     e1,        e_,          e3    und     e,    sind untereinander und mit der Ka  thode     K    des     galvanischen        Bades    verbunden.  Die Heizwicklung     dz    des     Elektrolytgleichrich-          ters    kann     mittelst    des zweipoligen Heizungs  schalters     Hs    an die Phase     o-u    der Sekun  därwicklung angeschlossen werden.

   Das mit  dem Elektrolyten gefüllte Gefäss E befindet  sich innerhalb des mit der Kühlflüssigkeit  gefüllten Gefässes KM Die     erwähnte    Kühl  flüssigkeit fliesst aus dem Gefäss     KF    durch  das obere der beiden an der rechten Seite  dieses Gefässes vorhandenen Rohre zu den  im galvanischen Bad angeordneten Rohr  schlangen, kühlt sich in diesem ab und  kommt durch das untere Rohr wieder in das  Gefäss     I,I'    zurück.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPR UCH Gleichlichter mit schmelzflüssigem Elek trolyten, bei welchem das Schmelzen des Elektrolyten durch elektrische Wärmequel- len bewirkt wird, die sich im Innern des Gefässes befinden, gekennzeichnet durch eine solche Anordnug der Wärmequellen in bezug auf die Elektroden, dass beim Einschalten der Wärmequellen zunächst die zwischen den Elektroden befindliche Elektrolytmenge ge schmolzen wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Heizstrom durch Elektroden oder Teile von Elek troden hindurchgeschickt wird, so dass die zum Schmelzen des Elektrolyten er forderliche Wärmemenge als Strom wärme in einer oder mehreren Elektroden entwickelt wird und besondere Heizkör per oder Heizwicklungen entbehrlich sind. 2. Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass um die Elek troden im Leerlauf eine Schutzschicht aus nicht geschmolzenem Salz oder Salz gemisch vorhanden ist. 3.
    Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Elektrolyt ein Salz oder ein Salzgemisch verwen det wird, dessen Schmelzpunkt unter 300 Grad C liegt. 4. Gleichrichter nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass über dem Flüssigkeitsspiegel des geschmolzenen Elektrolyten ein Raum vorgesehen ist, dessen Höhe mindestens ein Drittel der mit Elektrolyt gefüllten Höhe ausmacht, und an dessen Begrenzungsflächen sich Dämpfe kondensieren können, die aus ,dem Elektrolyten aufsteigen. 5: Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Elektro den den Heizkörper umschliessen. 6.
    Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Heizkör per die Elektroden durchsetzen. 7. Gleichrichter nach Patentanspruch, da- @durch gekennzeichnet, dass der Heizkör per in einen egen den Elektrolyten ab- k3 geschlossenen Hohlraum des Elektrolyt gefässes hineinragt. B. Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der für die Aufnahme :des Heizkörpers erforderliche Hohlraum durch eine Einstülpung der Wandungen des Elektrolytgefässes gebil det ist. 9.
    Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Begren- z,xngswand des den Heizkörper um schliessenden Hohlraumes gleichzeitig Elektrode des elektrolytischen Ventils ist. 10. Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Heizwider- stand aus Heizkörpern besteht, die un mittelbar im Elektrolyten liegen und demnach gegen den Elektrolyten nicht isoliert sind. 11. Gleichrichter nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass die im Elek trolyten liegenden Heizkörper aus blan kem Eisen oder Stahl bestehen.
    1?. Gleichrichter nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass die im Elek trolyten liegenden Heizkörper Silizium- karbid enthalten. 1.3. Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spannung für den Heizwiderstand jener Transfor- matorwicklung entnommen wird, @x7elche über das elektrolytische Ventil den Gleichstrom liefert. 14.
    Gleichrichter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das den Elek trolyten enthaltende Gefäss in ein mit einer Kühlflüssigkeit gefülltes Gefäss eintaucht. 15. Gleichrichter nach Patentanspruch, der für die Stromversorgung galvanischer Bäder dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlustwärme des Gleichrichters zur Beheizung der galvanischen Bäder her angezogen wird. 16. Gleichrichter nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass das den Elek trolyten enthaltende Gefäss in das gal vanische Bad eintaucht. 17.
    Gleichrichter nach Unteranspruch 15, da- @durch gekennzeichnet, dass die gal vanischen Bäder durch das Kühlwasser des Gleichrichters mit schmelzflüssigem Elektrolyten beheizt werden.
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