CH176468A - Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungen. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungen.

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CH176468A
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Industrie Elin Akt Elektrische
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Elin Ag
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  Verfahren zur Steuerung von Gas- oder Dampfentladungen.    Das Problem der Steuerung von     Gas-          oder    Dampfentladungen liegt zur Hauptsache  in der Art und Weise, wie den den einzelnen       Anoden    zugeordneten Steuergittern die ge  eignete Steuerspannung aufgedrückt wird,       bezw.    wie ihre Grösse und ihr Verlauf bei  der Regelung variiert wird.  



  Es sind     diesbezüglich    schon eine grosse  Anzahl von Lösungen bekannt     ,geworden,     beispielsweise die Verwendung von     entspre-          ehenden    phasenverschobenen Hilfsspannun  gen oder die Kombination von phasenkon  stanten Hilfsspannungen mit variablen  Gleichspannungen oder die Heranziehung  von     kontaktgesteuerter    Gleichspannung.

    Keines dieser Verfahren kann voll befrie  digen, da sie zum Teil umständlich und  teuer im Aufbau,     schwerfällig    in der     Rege        -          Jung    und vielfach     beschränkt    im     Regel-          bereich    oder in einem bestimmten Regel  bereich unsicher sind.  



       Die    vorliegende Erfindung betrifft nun  ein Verfahren zur Steuerung von Entladungs-         röhren    mittelst Gitterbeeinflussung, bei dem  zur     Lieferung    der     Gitterspannung    Hilfs  wechselspannungen gleicher Phasenzahl wie  das Hauptsystem in fester Phasenlage be  nützt werden und welches bezweckt, bei ein  fachstem Aufbau und     kleinster        Regelleistung     eine einwandfreie Regelung über den ganzen  Bereich     zwischen    Null-     und        Vollwert    zu ge  statten.

   Es ist dadurch gekennzeichnet, dass  die von     einem    Hilfstransformator     sinus-          förmig    gelieferte Gitterspannung während  ihrer negativen Halbwelle am Gitter verzerrt  wird und die Regelung     .durch        Veränderung     dieser Verzerrung erfolgt.  



  Zur Ausführung dieses Verfahrens kann  beispielsweise die in     Fig.    1 gezeigte Anord  nung dienen.  



  Die     Gitterspannung    wird aus einem  Hilfstransformator, der die gleiche Phasen  zahl wie der     Haupttransformator    besitzt, den  Gittern über die Widerstände     P    und     r    zu  geführt. Die Kapazitäten der Gitter gegen  die Kathode sind durch     zusätzliche    Konden-           satoren    C im geeigneten Ausmasse vergrössert.  Zwischen     ]Kathode    und dem     Sternpunkt    des       Hilfstransformators    ist noch eine Doppel  gruppe zweier     gegensinnig    geschalteter Ven  tile vorgesehen.

   Dabei soll der     Richtungssinn     von     V,    derart     sein,        dass    bei     Strom±luss    die  Gitter negative Spannung erhalten, während  Strom durch     V2    positive     Spannung    auf die  Gitter bringt. Die Stromdurchlässigkeit 'die  ser beiden Ventile     bezw.    ihr scheinbarer       Eigenwiderstand        (zweckmässigerweise    werden  dafür     Hochvakuumglühventile    mit Gitter ge  wählt) kann durch geeignete Steuerspannun  gen an den Gittern G, und     G,    verändert  werden.  



  Bei Betrieb der Anordnung nach     Fig.    1  werden die Kondensatoren C und damit die       Steuergitter        g    durch den     Hilfstransformator          hintereinander    über V, negativ geladen und  über     V,        entladen    (negative     "Halbwelle")    und  positive über     VZ    geladen und über V,     wieder     entladen (positive     "Halbwelle"),    wobei die  Lade-     und        Entladeströme    die Widerstände     R     durchfliessen.

   Wählt man die Stromdurch  lässigkeit der     Ventile    V, und     VZ    gleich  gross, so     wird    auch die Dauer der positiven  und negativen Halbwelle der Gitterspannung  gleich sein. Wird dagegen zum Beispiel der  Widerstand des Ventils     V,    grösser als der des  Ventils V, gemacht, so wird die Dauer der  negativen Halbwellen vergrössert, die der po  sitiven Halbwellen entsprechend vermindert,  und zwar aus folgenden Gründen.

   Der Zu  fluss, der     negativen    Ladung zu den Konden  satoren über das gut leitende Ventil V, ist       relativ    gross, der Abfluss dieser grossen Elek  trizitätsmenge, der über das Ventil     V,    er  folgen muss, ist dagegen stark gehemmt und  dauert daher ziemlich lang. Gerade das um  gekehrte gilt bei der positiven "Halbwelle".

    Der     Zufluss    der positiven Ladungen durch  das Ventil     V2    ist entsprechend der geringen  Durchlässigkeit dieses Ventils nur gering,  der Abfluss dieser kleinen Elektrizitätsmenge  über das gut leitende Ventil V, wird daher       s        e        'hr        rase        h        beendet        sein.     



  Der besseren Übersichtlichkeit wegen  wird bei dieser Erklärung der Wirkungs-    weise des Verfahrens angenommen, dass an  den Gittern keine     'Stromableitung    eintritt.  Diese     Annahme    ist für die negative Phase  der Gitterspannung vollauf     berechtigt,    da der  dabei an den     Gittern    auftretende Rückstrom  nur Bruchteile eines     Milliamperes    beträgt,  also gegenüber den     Gittersteuerströmen    die  praktisch etwa 10. bis 300     mA    gewählt wer  den, tatsächlich vernachlässigt werden kann.

    Der weitere Verlauf der Gitterspannung von  negativen     Werten    gegen Null und weiter auf  positive Werte ist für die Wirkungsweise der  Steuerung     nur    bis zum Zündmoment der da  zugehörigen Anode von Interesse. Dabei sind  nach Gefäss und Gitterkonstruktion     grund-          sätzlich    zwei Fälle zu unterscheiden. Ent  weder tritt der     Zündmoment    schon bei ne  gativen Wertender     Gitterspannung    oder erst  bei positiven     Werten    ein. Im ersteren Falle  erfolgt also die     Zündung    bei einem negativen  Gitterpotential also zweifellos praktisch  wieder bei Gitterstrom Null.

   Im     zweiten     Fall kann     extremerweise    der Gitter- und       Anodenzündmoment    zusammenfallen, aber  auch dann ist das Gitter     bis    zu seinem kriti  schen Wirkungszeitpunkt praktisch stromlos.  



  Die Gitter sind also während des Durch  laufens der Sperrphase stromlos bis zum  Anoden     bezw.        Gitterzündmoment;    während  der daran anschliessenden Gitterphase ist die  Spannung Gitterkathode durch die Charak  teristik der Entladung auf den nur wenige  Volt betragenden Wert .der     Brennspannung     fixiert.

   Für     .die    Wirkungsweise der Steue  rung ist eigentlich nur die negative Phase  bis zum Zündmoment von primärem In  teresse, die positive Phase nur insofern, als  die stets gleiche Brennspannung unabhängig  von der jeweiligen Regelstellung für den  Übergang auf die nächste negative Phase  stets gleiche     Bedingungen        gewährleistet.    Da  bei ist weiters zu beachten, dass durch den  während der positiven Halbwelle     fliessenden     Gitterstrom und die damit zusammen  brechende Spannung am     zugehörigen    Kon  densator das     Potential    des     Mittelpunktes    M,  gegenüber jenem von     MZ    verschoben wird,

    wodurch der     Stromfluss    durch die Ventile V,      und     Y2    und damit die Möglichkeit     einer          Steuerung    durch ihre     Beeinflussung        bedingt     ist.

   Nimmt man an, dass beide Ventile     V1     und     VZ    voll offen sind und an den Gittern  des Hauptkolbens überhaupt keine Stromab  leitung eintritt, so erfolgt der Spannungs  verlauf an den     Gittern    der normalen     sinus-          förmigen    Spannung des Hilfstransformators,  wobei zwar durch die Schaltelemente<I>B, r</I>  und C eine gewisse Spannungsabsenkung und  Phasenverschiebung gegenüber der     Transfor-          matorklemmspannung    vorhanden sein wird,  was aber für die Wirkungsweise und grund  sätzliche Betrachtung ganz belanglos ist  (Grenzfall 1     Fig.    2).

   Berücksichtigt man den       Cütterstrom        während    der positiven Phase,  so ändert sich der Verlauf der Kurve in  erster Annäherung nach der in     Fig.    2     strich-          liert    gezeichneten Weise.  



  Im Grenzfall 2     (Fig.    3) sei das Ventil       V.    vollkommen     gesperrt.    Die     Spannung    an  den Gittern erreicht dann annäherungsweise  -den negativen Scheitelwert der     Spannung    des  Hilfstransformators und bleibt unverändert  auf diesem Wert.  



  Wird nun bei     unveränderter        Einstellung     des Ventils     V,    das Ventil     V2    mehr und mehr  freigegeben, se entladen sich die Kondensa  toren C zufolge ihrer Eigenspannung und un  ter dem Einfluss der vom Hilfstransformator  gelieferten Gegenspannung mehr oder minder  schnell und der zeitliche Verlauf der Span  nung an den     Gittern    folgt.     Kurven,        wie    sie  mit der Bezeichnung     e,    -     e,    in     Fig.    4 ein  gezeichnet sind.

       e,    und     eo'    sind die beiden  vorerwähnten     Grenzfälle.    Für das Verfahren  in der     vorbeschriebenen    Form kann als Ven  til     V,    auch an Stelle eines     Rochvakuumven-          tils    ein     Dampfentladungsrohr    mit praktisch  verschwindendem     Innenwiderstand    und ohne  Steuerorgan     verwendet    werden, da     bisher     eine Beeinflussung dieses Ventils zur Rege  lung nicht erwähnt wurde.

   In     Fig.    4 ist auch  die     Gitterkennlinie    eingezeichnet, die von den       Entladungskurven    an den Punkten Z, bis Z4       geschnitten    wird, was vier verschiedenen  Zündzeitpunkten     entsprechen    würde. Berück  sichtigt man auch bei     Fig.    4 wieder den    Gitterstrom während der positiven Phase,. so  gelten wiederum     näherungsweise    die     strich-          lierten    Linien, was aber offensichtlich, da es  sich um gegenüber dem     Zündzeitpunkt    zeit  lich später liegende Momente handelt, für die  Wirkungsweise der Steuerung ohne Belang  ist.  



  Das Regel-     bezw.        Steuervermögen.    des  Verfahrens lässt sich aber noch erweitern,  wenn nicht nur das Ventil     V2,    sondern auch  das Ventil     V,    durch Verändern seiner Gitter  spannung beeinflusst wird. Mit wachsendem  Widerstand von     V,    wird die Ladekurve der  Kondensatoren immer flacher verlaufen       (Fig.    5).

   Wird der     Widerstand    beider Ven  tile jeweils gleichgewählt und nur     in.    seiner  Grösse gleichzeitig geändert, so ergeben sich  an den Gittern     Sinuskurven,    deren Scheitel  spannung mit zunehmendem Widerstand der       Ventilröhren    abnimmt, .das heisst der Verlauf  .der     Kurven    nach Grenzfall 1 wird nur quan  titativ verändert     (Fig.    6).

   Dies ist eigentlich  nicht ganz exakt; abgesehen von der     Ab-          Leitung,    die im Gitter     während    der     positiven     Welle     auftritt        (strichlierte        -Linie),    bewirkt  die Veränderung des     Ventilwiderstandes,    der  in Serie mit dem Kondensator liegt, auch  noch eine gewisse     Phasenverschiebung,    die  aber     für,die    nachstehenden Betrachtungen be  langlos ist und auch absolut genommen, bei  richtigem     Dimensionierungsverhältnis    von  C und B min.

   und B max., wobei unter letz  teren die jeweilige Summe aller     Ohmschen     Widerstände zu verstehen ist, nur kleine  Werte erreicht.  



  Wird nun der Widerstand von     VZ        kleiner     als der von     V1    gemacht, so ergeben sich be  sonders steil abfallende Entladungskurven,  was mit Rücksicht auf einen     möglichst    schar  fen     Schnitt    mit der     Gitterkennlinie    er  wünscht ist     (Fig.    7).  



  Welche speziellen Formen der vorge  schriebenen Stromvarianten man wählt,  hängt von den besonderen Bedingungen ab.  Die universellsten Möglichkeiten bietet die  Beeinflussung beider Ventilröhren, dagegen  ergibt das     Arbeiten    mit     uxiveränderlichexn         Ventil     V,    den Vorteil, nur ein Gitter     G,    be  einflussen zu müssen.  



  Die     Wahl        .der        Grundphasenverschiebung     (in     Fig.    4) hängt von der Phasenzahl der  Gesamtanlage und vom Umfang des gefor  derten Regelbereiches ab. Für Sechsphasen  betrieb und vollständige     Regelung    von Null       bis        Vollwert    ist das Regelgebiet durch  Schraffierung in     Fig.    8     angegeben.    Im wei  teren sind bei dieser Figur gleich grosse       Innenwiderstände    der beiden Ventile     V,    und       VZ    für den     Vollastpunkt    angenommen,

   wäh  rend zur     Einstellung    kleinerer Lastwerte der       Innenwiderstand    des Ventils     V,        verkleinert,     jener von     V=    vergrössert wird. Dieses spezielle  Regelverfahren stellt natürlich nur ein Bei  spiel der     verschiedenen    möglichen Varianten  des Grundgedankens vor.

   Eine weitere Ver  besserung im     Sinne    eines     steileren        Kurven-          verlaufes    für den zur     Steuerung        benützten     Entladungsvorgang ergibt sich, wenn im  Ladestromkreis der Anordnung eine hohe       Induktivität        eingeschaltet    wird.

   Es wird da  durch erreicht, dass die Drossel während der  zweiten     Viertelwelle    des     Aufladevorganges          ihre    magnetische Energie in den Kondensator       hineinliefen.    Das negative Spannungsmaxi  mum an Gitter und Kondensator wird durch  die vorhandene     Induktivität    erhöht und tritt  zeitlich später ein.

   Der     Entladevorgang    kann  daher durch Wahl     kleinerer        Innenwider-          stände    in     VZ    gewaltsam beschleunigt     werden,     was einem steileren Verlauf der     Entlade.     kurven     entspricht.    Damit die     Induktivität     nur für den Ladevorgang wirksam ist, muss  sie zwischen den beiden     Punkten        a    und b  .der     Fig.    l eingeschaltet werden.

   Dabei darf  nicht übersehen werden, dass sich die Lade  vorgänge der einzelnen Gitter überlagern und  vorstehende Massnahme daher mit wachsen  der Phasenzahl ihre     Wirkung    mehr und mehr       verliert.    Es kann daher zweckmässig sein,  beispielsweise für     Sechsphasenbetrieb,    das  Hilfssystem in zwei     gleichartige    Drehstrom  systeme oder drei     gleichartige        Einphasen-          stromsysteme    aufzulösen     (Fig.    9).

   Es     ist          selbstverständlich    auch - möglich, an     Stelle     der auf der Kathodenseite angeordneten Ven-         tile    je ein Paar Ventile direkt in den Gitter  zuleitungen vorzusehen. Der Effekt ist     dann.     derselbe, jedoch wird die notwendige Ventil  zahl höher.  



  Das vorliegend beschriebene Steuerungs  verfahren     ist    noch insofern erweiterungs  fähig, als das Steuersystem nicht direkt auf  die Gitter der     Hauptentladungsgefässe    ein  wirken muss, sondern nach Art einer     Nas-          kadenanardnung    unter     Zwischenschaltung     weiterer     Hilfsentladungsgefässe.    Diese Mass  nahme, für die     Fig.    10     ein    Schaltbeispiel  gibt, erscheint im ersten Augenblick als über  flüssige Komplikation. Bekanntlich ist aber  die Steuercharakteristik aller Entladungs  gefässe     temperatur-    und damit belastungsab  hängig.

   Ein     und.derselbe        Regeleingriff    wird  daher je nach Belastung und Temperatur  zustand der Belastungsgefässe mehr oder  minder verschiedene Regelergebnisse liefern.  Durch indirekte oder     Kaskadensteuerung    lässt  sich diesbezüglich eine Verbesserung errei  chen.

   Die Wirkungsweise einer Schaltung  nach     Fig.    10 ist nach dem     Vorbeschriebenen     leicht     verständlich.    Die     Aufladung,der    Gitter  und Kondensatoren auf negative     Spannung     erfolgt wieder durch das Ventil     V,.    Für die  Entladung ist aber nicht mehr der Strom des  Ventils     V,    direkt massgebend, da den Kon  densatoren die beiden     Hilfsventile    H,     V    pa  rallel geschaltet sind. Für diese Hilfsventile  werden zweckmässiger     Glühkathodenröhren     mit     Dampffüllung]    verwendet.

   Die Kapazität  der Gitter dieser beiden Hilfsventile ist zwei  fellos viel kleiner als     jene    der     Hauptgitter,     welche durch Zusatzkondensatoren beliebig  vergrössert werden kann.  



  Das Ventil     V"    kann daher mit winzigen       Entladeströmen    arbeiten. Bei Unterschrei  tung des für die Hilfsventile kritischen Wer  tes ihrer     Gitterspannung    wenden diese zün  den, womit die Kondensator- und auch Haupt  gitterspannung fast augenblicklich zusam  menbricht.

   Die Verwendung der     Hilfsventile     ergibt somit zwei Vorteile: Einerseits wird  die     Entladekurve    für den     Kondensator     und damit für die Hauptgitter ausserordent  lich steil und damit die     Steuerung    vom Be-           lastungszustand    der     Hauptentladungsgefässe     unabhängiger,     anderseits    arbeiten die Hilfs  ventile über den ganzen Regelbereich unter  praktisch gleichen     Bedingungen,    so dass sie  selbst keine merklichen     @    Temperaturschwan  kungen und damit auch keine Temperatur  abhängigkeit aufweisen.  



  Eine     andere    Ausführungsform des Ver  fahrens ist folgende:  An Stelle der in     Fig.    1 vorgesehenen bei  den Ventile     V1    und     V2    kann ein Ventil und  ein gewöhnlicher     Ohmseher    Widerstand R  verwendet werden.

       Die        Unsymmetrie    der  Steuerspannung bleibt dabei erhalten,     .denn     der Stromdurchgang durch das zweite Ventil       entspricht    einem     Nebenschluss    des Wider  standes, und es ist nach wie vor die Strom  stärke in der aus Widerstand und Ventil ge  bildeten     Kombination    von der     Durchgangs-          riehtung    abhängig. Die Veränderung der     Un-          symmetrie    kann     in    diesem Fall sowohl durch  Steuerung des Ventils, als auch durch Ver  änderung des Widerstandes durchgeführt  werden.

           Die    Tatsache, dass die     Unsymmetrie    der  Steuerspannung durch blosse Veränderung  des Widerstandes geregelt     werden    kann, gibt  die Möglichkeit, an Stelle der steuerbaren  Hilfsventile     umgesteuerte    Ventilstrecken zu  benützen. Eine     derartige        Schaltung        zeigt     <B>Mg. 11.</B>  



  Diese Anordnung unterscheidet sich von  der nach     Fig.    1 im wesentlichen dadurch, dass  an Stelle des     gittergesteuerten        Glühkathoden-          ventils        V2    ein     ungesteuertes    Ventil und an  Stelle des     Ventils        V,.    ein mit R bezeichneter       Ohmscher    Widerstand getreten ist. Die  Schaltung nach     Fig.    11 arbeitet ähnlich wie  die nach     Fig.    1.

   Auch hier kommt infolge  der     einseitigen    Stromdurchlässigkeit des  Hilfsventils eine Verzerrung der     Sinusspan-          nungen    zustande. Je grösser der Widerstand  R im Vergleich zum Widerstand des     Hilfs-          ventils    in der Durchlässigkeitsrichtung ist,

         umso-    grösser ist der Unterschied der     Leit-          fähigkeiten    der Kombination     Hilfsventil-          Widerstand    R in den beiden Stromrichtun-    gen und umso bedeutender     ist    auch der Un  terschied in der Dauer der beiden Halbwellen  der     Gitterspannung        bezw.    die erzielte Ver  zerrung.

       Man        kann    weiters statt für zwei  oder mehrere     Gitter    eine gemeinsame Kom  bination aus Ventil und Widerstand vorzu  sehen, für jedes Gitter eine eigene Kombina  tion     anbringen,    oder aber auch für jedes Git  ter nur ein eigenes     Ventil    vorsehen, während  der Widerstand für alle oder mehrere Gitter  gemeinsam bleibt.

   Der Vorteil der     Anbrin-          gung    getrennter Ventile für die     einzelnen          Gitterkreise    liegt vor allem in der geringe  ren Strombelastung der Hilfsventile.     Eine     Schaltung mit getrennten Ventilen zeigt       Fig.    12.  



       Prei    der Erklärung     ,der        Wirkungsweise     dieser Schaltung     ist    es am besten, mit dem  Augenblick zu beginnen, in dem das Steuer  gitter     bezw.    der Kondensator     g,    die vorher  negative Sperrspannung besassen, spannungs  los     bezw.    nahezu spannungslos werden und  dadurch die Zündung der zugehörigen       Hauptentladungsstreeke    herbeiführen.

   In  diesem Zeitpunkt wechselt auch die Span  nung am Ventil V ihr Vorzeichen, so dass  das Ventil stromdurchlässig     wird    und  den Kondensator     K        überbrückt.    Dieser Zu  stand dauert so lange an, bis die negative  Halbwelle der Spannung des Hilfstransfor  mators beginnt. Jetzt     wird    das Ventil V wie  der undurchlässig und der Kondensator     K          bezw.    das     Steuergitter    erhält negative Sperr  spannung. Früher oder später klingt diese  Sperrspannung über den Widerstand R wie  der ab. Sobald der Kondensator K entladen       ist,    findet die nächste Zündung der Ent  ladungsstrecke statt.

   In .der     Schaltung    nach       Fig.    12 sind die     Ventilstrecken        V,.,        V,    in  gleicher Weise     wie    die     Kondensatoren        K,,          K2    parallel zu den Strecken     Gitter-Ka-          thode    angebracht     und,da    die Strecken Gitter  Kathode ebenfalls mit     Ventilwirkung    aus  gezeichnet sind, kann man die Funktion der       Hilfsventile    -den Strecken     Gitter-Kathode     übertragen;

   wodurch eigene zusätzliche Ven  tile in Fortfall kommen. Dabei ist es jedoch  erforderlich, die     Widerstände    und Konden-           satoren    so zu dimensionieren, dass die Grösse  der zur Bildung der     Unsymmetrieerforder-          lichen    Ströme in die Grössenordnung der zu  lässigen     Gitterströme,    das sind einige     Milli-          ampere,    fallen.  



  Die     Schaltung    einer Anordnung mit Aus  nützung der     Ventileigenschaft    der     Gitter    mit  getrennten Widerständen für die einzelnen  Gitter zeigt     Fig.    13. Die     Wirkungsweise        @die-          ser    Schaltung ist folgende:  In ,den Halbperioden, in denen die Span  nung der zugehörigen     Transformatorphase          positiv    ist,     wird    das Gitter zur Zündung       kommen    und     Strom    führen, wodurch der  Kondensator     überbrückt    wird.

   In jenen Halb  perioden, während denen die Transformator  spannung     negativ    ist, ist die     Strecke    Gitter  Kathode gesperrt und der Kondensator wird  zu     Beginn    .der Halbperiode aufgeladen und  dann wieder entladen. Die nächste Zündung  des Gitters kann erst erfolgen, wenn der  Kondensator bis auf die Spannung Null ent  laden     ist.    Dann wird der Kondensator wie  der überbrückt und so ergibt sich eine perio  dische Folge von     Einschaltvorgängen.     



  Die Zeit, die der Kondensator zur La  dung und Wiederentladung benötigt, hängt  sowohl von der     Grösse,der    Kapazität, als auch  von der Grösse des Widerstandes in Serie mit  dem     Kondensator    ab, also vom Produkt     CR.     Damit     ergibt    sich, dass durch     Veränderung     einer oder beider Grössen des     Produktes,    die       Unsymmetrie    und damit der Zündmoment ,des  Gitters,     sowie    der     zugehörigen    Hauptanode  verändert werden kann.

   Den Verlauf und die  Veränderung der Steuerspannung bei ver  schiedenen Produkten     CR    zeigt     Fig.    14, und  zwar für den Fall     getrennter        Widerstände.          Bei    gemeinsamem Widerstand ergeben sich       ähnliche    Formen des Spannungsverlaufes und  es     bleibt    auch in diesem Fall die Beziehung  bestehen, dass der     Zündmoment    im wesentli  chen durch die Grösse des Produktes     CR    be  stimmt ist.  



  Da mit     wachsendem        Produkt        CR    die       Zündmomentverschiebung        vergrössert        wird,     erhält man die folgende     einfache    Methode  zur     Sehnellbegrenzung    der     gurzschlussströme       von     gesteuerten    Gas- oder     Dampfentladungs-          g        efässen.     



  Bei genügend .später Zündung kann der       Kurzschlussstrom    einen gewissen Wert nicht  mehr     überschreiten    und es genügt bei einer  der oben besprochenen Steuermethoden im  Gitterkreis einen entsprechend grossen Wider  stand zuzuschalten um den     Kurzschlussstrom     unterhalb der zulässigen Grenze zu     halten.     Dadurch, dass man diesen     zuzuschaltenden     Widerstand     dauernd    in Serie mit dem Regel  widerstand lässt, ihn jedoch im Normal  betrieb durch     einen    geeigneten Schalter über  brückt, der im     Kurzschlussfall    geöffnet     wird,

       erhält man eine ausserordentlich einfache  Schaltung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Steuerung von Entla dungsröhren mittelst Gitterbeeinflussung, bei dem zur Lieferung der Gitterspannung Hilfswechselspannungen gleicher Phasenzahl wie das Hauptsystem in fester Phasenlage benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die von einem Hilfstraüsformator sinus- förmig gelieferte Gitterspannung während ihrer negativen Halbwelle am Gitter ver zerrt wird und die Regelung durch Verände rung dieser Verzerrung erfolgt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung der Git terströme über ein oder mehrere Paare gegensinnig geschalteter Ventile erfolgt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, @da- durch gekennzeichnet, dass nur die Hälfte .der vorgesehenen Ventile in ihrer Strom führung beeinflusst wird. 3. Verfahren nach Unteransprueh 1, da durch gekennzeichnet, dass sämtliche Ventile in ihrer Stromführung beeinflusst werden. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Beeinflus sung der Ventile jedes Paares gegen sinnig erfolgt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Beeinflus sung der Ventile jedes Paares gleich sinnig erfolgt. G. Verfahren nach Patentanspruch, :daduroh gekennzeichnet, dass die Steuerung der Gitter der Hauptentladungsgefässe unter Mitverwendung von gittergesteuerten Hilfsventilen erfolgt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung der Unsymmetrien der Steuerspannung auf Grund .der Ventileigenschaften des Git ters selbst erfolgt. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Verzer rung der Steuerspannung und damit die Verschiebung des Zündmomentes durch Regulierung eines Widerstandes in der Phasenleitung erfolgt. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Verzer rung der Steuerspannung und damit die Verschiebung des Zündmomentes durch Regulierung .der Kondensatoren erfolgt. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Verzer rung der Steuerspannung und damit die Verschiebung des Zündmomentes durch Regulierung eines Widerstandes in der Kathodenleitung erfolgt. 11. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Verzer rung der Steuerspannung und damit die Verschiebung des Zündmomentes durch Regulierung von Widerständen sowohl in der Phasen-, als in .der Kathodenlei tung .erfolgt. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Wider stand in der Phasenleitung durch im Kurzschlussfall automatisch erfolgende rasche Zuschaltung eines weiteren Wi derstandes .derart vergrössert wird, class der Stromdurchgang durch die Ent ladungsröhren gesperrt ist. 13.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, da durch .gekennzeichnet, dass der Wider stand in der Kathodenleitung durch im Kurzschlussfall automatisch erfolgende rasche Zuschaltung eines weiteren Wi derstandes derart vergrössert wird, dass der Stromdurchgang durch die Ent ladungsröhren gesperrt ist.
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