CH176473A - Anastigmatische Röntgenröhre. - Google Patents

Anastigmatische Röntgenröhre.

Info

Publication number
CH176473A
CH176473A CH176473DA CH176473A CH 176473 A CH176473 A CH 176473A CH 176473D A CH176473D A CH 176473DA CH 176473 A CH176473 A CH 176473A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ray tube
tube according
filaments
anode
cone
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Pohl Ernst
Original Assignee
Pohl Ernst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pohl Ernst filed Critical Pohl Ernst
Publication of CH176473A publication Critical patent/CH176473A/de

Links

Landscapes

  • X-Ray Techniques (AREA)

Description


      Anastigmatische    Röntgenröhre.    Alle bekannten Konstruktionen von Rönt  genröhren zeigen in verschiedenem Masse eine  Abhängigkeit der     Zeichenschärfe    in einem  Bildpunkt von dem Neigungswinkel der       Brennfleckfläche    zu dem nach dem betreffen  den Punkt des Bildträgers (photographische  Platte, Leuchtschirm usw.) führenden Pro  jektionsstrahl. Ist beispielsweise der     Brenn-          fleck    bandförmig, so macht sich bei einer  Röntgenaufnahme eine - deutliche, oft sehr  störende Abnahme der Schärfe des Bildes  von der Mitte nach beiden Seiten und ganz  besonders von dem der Anode zugekehrten  nach dem der Kathode zugekehrten Bildteil  hin bemerkbar.

   Diese Eigenschaft der Rönt  genröhre,     Bildteile    ungleicher Schärfe zu er  zeugen, wird meist als     "Astigmatismus"    be  zeichnet. Aber auch elliptische und kreis  förmige Brennflecke zeigen, sofern die       Brennfleckebene    mit der Bildebene einen  Winkel bildet (meist     zwischen    45 und 80  ),  diese Erscheinung.

   Streng genommen könnte  nur ein     punktförmiger    Brennfleck oder eine    kugelförmige Brennfläche     anastigmatisehe     Bilder liefern: Brennflecke in     greis-    oder  Ringform, deren Fläche parallel zur Bild  ebene verläuft, würden praktisch     anastigma-          tische    Bilder erzeugen, jedoch können sie im  Interesse der Gesamtschärfe, die mit der  Grösse des Brennfleckes abnimmt, nur sehr  klein sein. Um die mittlere Gesamtschärfe  des Bildes nicht übermässig zu verringern, ist  man zum     strichförmigen_Brennfleck    (Strich  fokus) übergegangen.

   Gerade bei dieser  Röhrenausführung     tritt    aber ein besonders  deutlicher Astigmatismus     auf.     



  Gegenstand der Erfindung ist nun eine  Röntgenröhre, deren Belastbarkeit diejenige  der normalen     Strichfokusröhren    übertrifft  und derjenigen der Röhren mit drehender  Anode für Momentaufnahmen nur wenig  nachsteht, die jedoch vollkommen     anastigma-          tisch    arbeitet.

   Bei dieser neuen Röhre bildet  die die Röntgenstrahlen - aussendende     Brenn-          fläche    die äussere, -mit Elektronen gleich  mässig belegte Mantelfläche einer aus schwer      schmelzendem Metall, zum Beispiel Wolf  ram, bestehenden, schlank kegelförmigen  oder     kegelformähnlichen    Anode, deren Spit  zenwinkel höchstens<B>30'</B> beträgt, und deren  Achse auf das     Strahlenaustrittsfenster    zu  gerichtet     ist.    Dabei erscheint die     wirksame     bilderzeugende Brennfläche von jedem Punkt  der Bildebene aus     im    wesentlichen als Kreis.

           Fig.    1 der     Zeichnung    veranschaulicht den  Grundgedanken der Erfindung schematisch.  In ihr ist a die kegelförmige Anode, b die       Randlinie    der Kegelgrundfläche, c die Kegel  achse, die in ihrer     Verlängerung    im Punkt e  die Bildebene     g    durchdringt.

   Die Punkte, in  denen die Verlängerung .der einzelnen Er  zeugenden des Kegels a über seine Spitze  hinaus die Bildebene g treffen, bilden auf  dieser     einen        Kreiss        f.    Von allen Punkten, die  innerhalb des Kreises     f    liegen, ist .der Grund  kreis b des Anodenkegels a     vollständig    sicht  bar.

   Die wirksame bildgebende Brennfläche  ist     stets    praktisch kreisrund, die effektive  Brennfläche ist aber die     Kegelmantelfläche.     Da der Grundkreis b des Kegels parallel  zur Bildebene liegt, ist eine     perspektivische     Verkürzung des Kreisdurchmessers d selbst  von einem Punkt des Kreises f aus betrachtet  äusserst gering.

   Beträgt beispielsweise der       Winkel    a an der Spitze des Kegels 22  ,  so ist die grösste perspektivische Verkürzung  des Durchmessers d der Kegelgrundfläche,  von einem Punkt der Kreislinie f aus be  trachtet, gleich  
EMI0002.0020     
    Die perspektivische Verkürzung beträgt somit  weniger als 2 %, also beispielsweise bei einem  Durchmesser des     Kegelgrundkreises    von  6     mm    weniger als 0,12     mm.    Man erhält hier  nach innerhalb des Kreises f eine praktisch  völlig gleichbleibende Zeichenschärfe.  



  Bei .der     praktischen    Ausführung braucht  der Kegel nicht unbedingt eine gerade Er  zeugende zu haben; .diese kann gegebenen-    falls     etwas    gekrümmt sein, etwa so, dass die  Fläche ein     Rotationshyperboloid    ist. Als  Material für den Kegel kommt ein schwer  schmelzbares Metall, insbesondere Wolfram,  in Betracht. Gegebenenfalls können auch ent  sprechende Legierungen in Frage kommen.  Die Kühlung kann durch Wärmestrahlung  erfolgen. Man kann aber auch die massive  Kegelanode mit einer stielartigen Verlänge  rung in ein gut wärmeleitendes Material, zum  Beispiel Kupfer,     einbetten.    Wird die Kegel  anode als Hohlkörper ausgeführt, so kann die  Kühlung durch ein in ihrem Innern rasch  zirkulierendes Medium erfolgen.  



  Die gleichmässige     Belegung    .des Kegel  mantels der Anode mit Kathodenstrahlen  (Elektronen) kann mittelst 'Glühkathoden er  folgen, die den Kegelmantel umgeben. Diese  erhalten vorzugsweise     Schraubenlinienform     und werden zweckmässig samt der Kegel  anode in ein als Sammelvorrichtung dienen  des trommelförmiges Metallgehäuse ein  geschlossen. Ein solches Ausführungsbeispiel  der Erfindung ist in     Fig.    2 dargestellt. In  dieser ist die Kegelanode a von einem     trom-          melförmigen    Gehäuse h umschlossen, dessen  Achse mit der Kegelanode zusammenfällt.  Die der Grundfläche .des Kegels zugekehrte  ebene Wand i .des Gehäuses weist eine Durch  trittsöffnung k für die Kegelanode auf.

   Die  andere Stirnwand     j    des Gehäuses hat gegen  über der Spitze des Kegels a eine Strahlen  austrittsöffnung m. Das aus Metall be  stehende Gehäuse     h    erhält ein der Anode ent  gegengesetztes Potential. Die     Öffnung    k wird  so gross bemessen, dass bei Hochvakuum keine  selbständigen Entladungen zwischen Anode  und Gehäuse stattfinden können.  



  Im Gehäuse     h    sind in der Nähe der  Trommelwand als Kathoden zwei .diametral  einander gegenüberliegende, zum Beispiel  schraubenlinienförmig gewundene Glühdrähte       n    derart angeordnet, dass die Schraubenachsen  mit den     Achsen,des    Anodenkegels     a    in einer  Ebene liegen. Nach der     Zeichnung    verlaufen  die Schraubenachsen parallel zur Kegelachse;  sie können aber auch zu ihr derart ,geneigt  sein, dass sie sich schneiden.

   Versuche haben      gezeigt, dass bei richtiger Dimensionierung  der trommelförmigen Sammelvorrichtung die  Schraubenachsen parallel zur Kegelachse  verlaufen können, ohne dass dadurch die Be  legung der     Kegelmantelfläche,    sei es bei ge  ringer Elektronenemission (wenige     mA    Röh  renstrom), sei es bei sehr hoher Elektronen  emission (Röhrenstrom bis 1000 und mehr       mA),    eine ungleichmässige wird.  



  Die Glühdrähte     n    können ein- oder zwei  polig isoliert in die Sammelvorrichtung ein  geführt werden. Man kann sie parallel oder  hintereinander schalten und ihnen das gleiche  Potential wie der Sammelvorrichtung oder  ein anderes Potential geben.  



  Um bei gleichbleibender     Glühdraht-          heizung,    speziell bei Verwendung eines pul  sierenden Röhrenstromes, den     Emissionswert     zu variieren, kann man in der Nähe der  Glühdrähte Hilfselektroden in Form von Git  tern, Stäben usw. anordnen, deren Potential  verschieden von dem der Glühdrähte ist.  



  Die Wandungen der die Kegelanode prak  tisch vollständig einhüllenden     Sammelvor-          richtung    können so dick genommen werden;  dass der vorschriftsmässige Röntgenstrahlen  schutz bereits innerhalb des Glaskörpers der  Röhre erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röntgenröhre zur Erzeugung anastigma- tischer Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass die die Röntgenstrahlen aussendende Brennfläche die äussere, mit Elektronen gleichmässig belegte Mantelfläche einer aus schwer schmelzendem Metall bestehenden, schlank kegelförmigen oder kegelformähn- lichen Anode bildet, deren Spitzenwinkel höchstens $0 beträgt und deren Achse auf das Strahlenaustrittsfenster zu gerichtet ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Röntgenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anoden kegel hohl ist und durch ein ihn rasch durchströmendes Kühlmittel gekühlt wird. 2. Röntgenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sammel- vorrichtung aus einem den Anodenkegel allseitig umgebenden Metallgehäuse be steht, das ferner mindestens zwei diame tral einander gegenüberliegende Glüh drähte enthält und gegenüber der Spitze des Anodenkegels eine Strahlenaustritts öffnung aufweist. 3. Röntgenröhre nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass bei Vorhanden sein von nur zwei schraubenförmigen Glühdrähten ihre Achsen in einer Ebene mit der Achse des Anodenkegels -liegen. 4.
    Röntgenröhre nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Glühdrähte in der Nähe der Wand der trommelför- migen Sammelvorrichtung liegen. 5. Röntgenröhre nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zur wahlweisen Regelung der Röntgenstromstärke in der Nähe der Glühdrähte gitter- oder stab- förmige Hilfselektroden angeordnet sind, an die von aussen ein von dem Potential der Glühdrähte verschiedenes Potential an gelegt werden kann. . 6.
    Röntgenröhre nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Sammelvor- richtung infolge ihrer Wandstärke als Strahlenschutz ausgebildet ist.
CH176473D 1934-04-14 1934-07-23 Anastigmatische Röntgenröhre. CH176473A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE176473X 1934-04-14
DE110534X 1934-05-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH176473A true CH176473A (de) 1935-04-15

Family

ID=25750524

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH176473D CH176473A (de) 1934-04-14 1934-07-23 Anastigmatische Röntgenröhre.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH176473A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0584871B1 (de) Röntgenröhre mit einer Transmissionsanode
DE821092C (de) Lichtempfindliches Element
DE102010060484B4 (de) System und Verfahren zum Fokussieren und Regeln/Steuern eines Strahls in einer indirekt geheizten Kathode
DE19957559A1 (de) Wärmeenergiespeicher- und Übertragungsvorrichtung
DE2807735A1 (de) Roentgenroehre mit einem aus metall bestehenden roehrenkolben
DE3716618A1 (de) Strahlenquelle zur erzeugung einer im wesentlichen monochromatischen roentgenstrahlung
DE7901623U1 (de) Röntgenröhre
DE2154888A1 (de) Roentgenroehre
DE69913985T2 (de) Röntgenröhre mit variabler abbildungs-fleckgrösse
DE2064466A1 (de) Röntgen oder Gammastrahlen Szintillator, sowie unter Verwendung eines solchen Szintillator hergestellte Detektorschirme und Bildverstarkerrohren
DE2719609A1 (de) Roentgenroehre
DE3514700A1 (de) Roentgenroehre
DE526003C (de) Roentgenroehre
DE3871913T2 (de) Roentgenroehre mit einer treffplatte aus molybdaen.
CH176473A (de) Anastigmatische Röntgenröhre.
AT143435B (de) Röntgenröhre mit kegelförmiger Anode.
DE662408C (de) Roentgenroehre, insbesondere fuer Durchleuchtung und Aufnahme, mit von der Kathode umgebener Kegelanode
DE483337C (de) Gluehkathodenroehre, insbesondere Roentgenroehre
DE948983C (de) Bildwiedergaberoehre fuer Fernsehzwecke
DE878221C (de) Verfahren zur Herstellung von Mosaikelektroden
DE619621C (de) Roentgenroehre mit durchlochter Hohlanode
DE19805290C2 (de) Monochromatische Röntgenstrahlenquelle
DE727052C (de) Kathodenstrahlroehre fuer Projektionszwecke
AT142495B (de) Braunsche Röhre.
DE2321869A1 (de) Roentgenbildverstaerker