CH176580A - Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketts und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketts und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.

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CH176580A
CH176580A CH176580DA CH176580A CH 176580 A CH176580 A CH 176580A CH 176580D A CH176580D A CH 176580DA CH 176580 A CH176580 A CH 176580A
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briquettes
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Jacobus Hazelzet Leen Johannes
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Hazelzet Leendert Johannes Jac
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  Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketts und Vorrichtung  zur Ausführung dieses Verfahrens.    Die Erfindung betrifft     ein    Verfahren zur  Herstellung von Brennstoffbriketts     und    eine  Vorrichtung zur Ausführung dieses Ver  fahrens.  



  Man hat schon Briketts     unter        Verwendung     von     Degtrin    oder Stärkemehl als Bindemittel  hergestellt. Solche aus der Presse heraus  kommende Erzeugnisse müssen aber einer  Nachbehandlung unterzogen werden, damit  das in ihnen noch vorhandene Wasser ent  fernt werden kann. Die Nachbehandlung be  steht darin, dass die Formlinge     in    einem Ofen  nachgetrocknet werden. Solche Trockenöfen  weisen aber schon bei geringen Leistungen  der Pressen grosse Abmessungen auf, sind  also verhältnismässig teuer und beanspruchen  viel Raum. Es wurden daher an Stelle sol  cher Trockenöfen auch schon Trockenbahnen  zur Anwendung gebracht, die aber eine be  trächtliche Länge aufweisen und deshalb  ebenfalls kostspielig sind.  



  Es     ist    möglich, die Anwendung solcher  Trockenöfen oder Trockenbahnen zu vermei-    den, wenn die zur Anwendung gelangende       Bindemittelmenge    prozentual stark erhöht  wird oder aber wenn ein anderes     Bindemit-          tel        wie    7 bis 10 %     Wasserglas    oder 8 bis 10     %.          Sulfitlauge    verwendet wird. Solche     Binde-          mittel    wirken aber     nachteilig    auf die Ver  brennung ein und haben ausserdem einen  höheren Aschengehalt der Briketts zur Folge.  



  Bei der Herstellung von Eierbriketts  wird dem brennbaren Feinmaterial vor dem  Pressen Pech als     Bindemittel    zugesetzt     und     dem Gemisch Dampf     zugeleitet,    der zum Er  weichen des Peches dient und- deshalb     eine     Temperatur von     etwa    150 bis 160   C auf  weist, welche der     Schmelztemperatur    des  Peches entspricht.  



  Als weitere     Bindemittel    wurden auch  Zucker oder zuckerhaltige Materialien, wie  Melasse in Vorschlag gebracht. Bei der Ver  wendung dieser     Materialien    ist eine Erhit  zung des aus dem brennbaren Feinmaterial  und dem Bindemittel     bestehenden        Gemisches     bis auf die     Karamellisationstemperatur    des      Zuckers, also bis auf höchstens 200   C  möglich.  



  Demgegenüber ist das Verfahren der vor  liegenden     Erfindung    dadurch gekennzeich  net,     da.ss    das brennbare Feinmaterial mit  einem stärkeartigen     Polysaccharid    als Binde  mittel zusammengebracht und dieses Gemisch  mit der zur     Verhinderung    einer Zerstörung  des     Bindemittels        notwendigen    Menge Feuch  tigkeit auf eine Temperatur von     mindestens     200   C erhitzt     wird,    worauf die     Bildung    der  Briketts in einer Presse     vorgenommen    wird.  



  Die     Vorrichtung    zur     Ausführung    des  Verfahrens der     Erfindung    ist     gekennzeichnet     durch     einen    Raum zur Erhitzung des aus dem  brennbaren Feinmaterial und dem Binde  mittel bestehenden     und    angefeuchteten Ge  misches und einer     Vorrichtung    zur Erhit  zung dieses Raumes, welche     Vorrichtung     derart ausgebildet ist, dass die Temperatur im  Raume auf mindestens 250' C gehalten wer  den kann.  



       Ausführungsbeispiele:     1. Es wird beispielsweise     Anthrazitfein-          kohle    mit ungefähr 4% Aschengehalt aus  einem Behälter einer     Verteilerplatte    mit Ab  streicher zugeführt, von wo     aus    sie     einem          Desintegrator    oder einer Schleudermühle zu  geführt wird. In den gleichen     Desintegrator     fliesst     einer    analogen Verteilerplatte entlang  ein Strom aus     pulverförmigem        Degtrin,    das  als Bindemittel     Verwendung    findet.

   Die  Verteilervorrichtungen sind derart ausgebil  det und eingestellt, dass je 100 Gewichtsteilen       Feinkohle    etwa 3     bis    4 Gewichtsteile     Deg-          trin        zugesetzt    werden, wobei die Menge des       Bindemittels    der Art der zur     Verwendung     gelangenden Kohle angepasst werden muss,  die bei einer sogenannten fetten Anthrazit  feinkohle, beispielsweise bei     Wales-Anthramt     eine andere     ist    als bei     einer        sogenannten     mageren     Anthrazitfeinkohle,

          beispielsweise     bei der aus dem Ruhrgebiet stammenden       Langinbrahmkohle.     



  Nachdem in der Schleudermühle eine in  tensive     Mischung    stattgefunden hat, wird  die Masse einem Rühr- oder     Knetwerk    zu  geführt, in welches gleichzeitig an verschie-    denen Stellen stark überhitzter Dampf von       mindestens   <B>250'</B> C bei     einem    Druck von  höchstens 2     at.    eingeleitet     wird.    Dieser  Dampf wird     einem        Überhitzer        entnommen,     der mit dem     Knet-    oder Rührwerk     in    Verbin  dung gebracht ist.

   Zur Herstellung von     etwa     1000 kg Briketts pro     Stunde        sind    etwa  250 kg Dampf in der gleichen Zeit erforder  lich. Diese Dampfmenge     entspricht        einem     Wasserzusatz von etwa 4     Gewichtsprozenten     zu den bereits in .der Kohle enthaltenen -8 Ge  wichtsprozenten Wasser, welche Wasser  menge erforderlich ist, um     die    Erhitzung des  feuchten Gemisches auf     mindestens    250   C  vornehmen zu können,     weil    sonst das Binde  mittel verkohlt oder     sonstwie    zerstört würde.

    Während der Erhitzung verdampfen     etwa     $     Gewichtsteile    des     Wassergehaltes;    der  Rest reicht aus,     um    dem Bindemittel die er  forderliche Klebekraft zugeben.  



  Die Masse verlässt das     Knetwerk    bei einer  Temperatur von mindestens 250   C, worauf  sie der Presse zugeführt     wird.    Der Weg vom       Knetwerk    zur Presse wird .so lang gewählt,  dass sich die Mischung etwas abkühlen kann  und die Bildung der     Formlinge    durch .das  Pressen bei einer Temperatur von     etwa     <B>150'</B> C erfolgt.  



  An Stelle des     Degtrins    können auch an  dere stärkeartige     Polysazcharide        verwendet     werden, wie Mais-, Reis-, Tapioka-     und    Kar  toffelstärke oder Abfälle dieser Stoffe oder  des     Degtrins.     



  2. Ein anderes beispielsweises Verfahren  besteht darin, dass .in einer rotierenden Trom  mel, die     mittelst        heisser        Abgase    erhitzt wird,  Feinkohle     vorgetrocknet    und auf     etwa     <B>150'</B> C erhitzt wird, worauf als Bindemittel  Reismehl oder     Tapiokastärkeabfälle    bei  gemischt wird, und zwar 3 bis 4 Gewichts  teile     Bindemittel    auf 100     Gewichtsteile     Kohle.

   Das aus der     Feinkohle    und dem       Bindemittel    bestehende Gemisch wird hier  auf durch einen gegebenen Falles     mittelst     Abgasen hocherhitzten Raum     geleitet,    in  welchen hocherhitzter Dampf     eingeleitet          wird.     



  Es kann aber auch auf die     Anwendung         von hocherhitztem Dampf verzichtet werden,  wenn 100 Gewichtsteilen des Gemisches     etwa     5     Gewichtsteile    Wasser     zugeführt    werden,       bevor    die Temperaturerhöhung auf     minde-          stens   <B>2900'</B> C vorgenommen     wird.    Durch die  dem Gemisch, aus     Kohlefein    und dem Binde  mittel     bestehend,    zugeführte     Feuchtigkeit     wird bewirkt, dass das letztere die erforder  liche Klebekraft erhält und nicht verkohlen  kann.  



  An Stelle des     Anthrazites    kann auch ein  anderer brennbarer Stoff wie Braunkohle,  Koks oder Holzkohle zur     Brikettfabrikation     Verwendung finden. Diese Ausgangsstoffe  werden zerkleinert und in feinkörnigem Zu  stande zur Vermischung mit dem Bindemittel  gebracht.  



  Die aus der Presse     herauskommenden     Formlinge besitzen genügend     Festigkeit,    da  mit sie sofort in Säcke verpackt oder mit  Kippkarren     etc.    transportiert werden können,  was bei den nach den bekannten Verfahren  hergestellten     Briketts    erst nach der durch  geführten Nachbehandlung der Fall ist. Es  werden also bei der Anwendung des Verfah  rens der vorliegenden Erfindung die beson  deren Einrichtungen zum Nachbehandeln der  Formlinge nicht mehr benötigt, wodurch sich  einmal die Anlagekosten erheblich reduzieren  lassen und dann auch die Herstellungszeit er  heblich kürzer wird.  



  Versuche haben ferner ergeben, dass durch  die Anwendung hoher Temperaturen auch an       Bindemittel    erhebliche     Einsparungen    erzielt  werden können. Werden beispielsweise den       Nischvorrichtungen    Dämpfe bei Tempera  turen zugeführt, die in Abweichung von der  Erfindung wesentlich unter 200   C liegen,  so ist die Beimischung von 7 bis 8 Gewichts  teilen des verhältnismässig teuren     Dextrins     auf 100 Gewichtsteile Kohle erforderlich, da  mit die Mischung die erforderliche Klebe  kraft erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Brenn stoffbriketts mit Hilfe eines stärkearti gen Polysaccharides als Bindemittel, da durch gekennzeichnet, dass brennbares Feinmaterial mit dem Bindemittel zu sammengebracht und dieses Gemisch mit der zur Verhinderung einer Zerstörung des Bindemittels notwendigen Menge Feuchtigkeit auf eine Temperatur von mindestens 200' C erhitzt wird,
    worauf die Bildung der Briketts in einer Presse vorgenommen wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen Raum zur Erhit zung des aus dem brennbaren Feinmate rial und dem Bindemittel bestehenden feuchten Gemisches und einer Vorrich tung zum Erhitzen dieses Raumes, wel che Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Temperatur im Raume auf min destens 250' C gehalten werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das aus dem brennbaren Feinmaterial und dem Binde mittel bestehende Gemisch unter Be feuchtung geknetet und so lange erhitzt wird, bis es den Raum mit einer Tempe ratur von mindestens 250' C verlässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das aus dem brennbaren Feinmaterial und dem Binde mittel bestehende Gemisch mit überhitz tem Dampf von mindestens 250 C in Verbindung gebracht wird, welche Dampfmenge derart bemessen ist, dass eine genügende Befeuchtung der Masse erhalten wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass im Raume, in welchem die Erhitzung des aus dem brennbaren Feinmaterial und dem Binde mittel bestehenden feuchten Gemisches durchgeführt wird, ein Knetwerk an geordnet ist, das mit einem Überhitzer in Verbindung steht, welch letzterer Dampf von mindestens <B>250'</B> C bei einem Druck von höchstens 2 at. liefert.
CH176580D 1933-01-16 1934-01-15 Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketts und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. CH176580A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011014069A1 (de) * 2011-03-16 2012-09-20 Rwe Power Ag Verfahren zum Herstellen von Brennstoffformkörpern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102011014069A1 (de) * 2011-03-16 2012-09-20 Rwe Power Ag Verfahren zum Herstellen von Brennstoffformkörpern

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