CH176629A - Anlage zur Herstellung von Kohlensäure. - Google Patents
Anlage zur Herstellung von Kohlensäure.Info
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Description
Anlage zur Herstellung von Kohlensäure. Die Erfindung bezieht sieh auf eine An lage zur Herstellung von Kohlensäure, bei welcher die Kohlensäure durch Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material erzeugt, durch eine Flüssigkeit absorbiert und aus der Flüssigkeit durch Auskochen wieder entfernt wird. Mit Hilfe dieser Anlage kann die Kohlensäureherstellung ökonomischer als bis her gestaltet werden. Die Befreiung der kohlensäurereichen Absorptionsflüssigkeit von der Kohlensäure durch Erhitzen erfolgt erfindungsgemäss in einem Kocher, in welchem die Kohlensäure liefernde Feuerung vorgesehen ist. Im wesentlichen besteht die neue Anlage darin, dass die Einrichtungen zum Auskochen der Kohlensäure im Feuerungsraum des Kochers untergebracht sind, in welchem Raume die zu gewinnende Kohlensäure entwickelt wird, und dass die Anordnung derart getroffen ist, dass Wärmeaustausch zwischen Verbrennungs gasen, zufliessender kohlensäurereicher und abströmender kohlensäurearmer Absorptions flüssigkeit stattfindet. Diese Ausbildung er- möglicht durch den Prozess bedingte Erwär mungen und Abkühlungen auf rationellste Weise. Die heissen Verbrennungsgase und die heisse ausgekochte (kohlensäurearme) Ab sorptionsflüssigkeit geben Wärme ab, werden also abgekühlt; die kalte auszukochende (kohlensäurereiche) Absorptionsflüssigkeit wird erhitzt. Der Kocher ist zweckmässig derart ausge bildet, dass er einen Verbrennungsraum, einen den Verbrennungsraum umgebenden von kohlensäurereicher Absorptionsflüssigkeit er füllten Raum und einen den letzteren Raum umgebenden dritten Raum enthält. Auf der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemässen Anlage dargestellt. Es zeigen in schema tischer Darstellung die Fig. 1 eine Gesamt anlage, die Fig. 2 einen Absorptionsturm. in einem Längsschnitt, die Fig. <B>3.</B> diesen Turm in einem Schnitt nach ,der Linie III-III,der Fig. 2; die Fig. 4-6 veranschaulichen den in Fig. 1 bloss: angedeuteten Kocher in drei ver schiedenen Schnitten; Fig. 4 :stellt einen Längsschnitt dar; die Fig. 5 und 6 zeigen Schnitte nach den Linien V-V bezw. VI-V I der Fig. 4. Mit 1 (Fig. 1) ist der mit einer Koks- feuerung versehene Kocher bezeichnet. Die Leitung 2 verbindet den Kocher mit dem Asehenfänger 3, dem mit Koks gefüllten Reiniger 4 und dem innerhalb des Reinigers 4 angeordneten Absorptionsturm 5. In der Lei tung 2 ist das Gebläse 6 vorhanden. An dem im Absorptionsturm liegenden Ende der Lei tung 2 ist ein Strahlapparat 7 vorgesehen. Aus den Brausen 8 tritt Wasser aus, das über den im Reiniger vorhandenen Koks rieselt. Das für Pottaschelauge bestimmte Reservoir 9 ist durch die Leitung 10 mit dem Absorp tionsturm 5 und durch die Leitung 11 mit dem Kocher 1 verbunden. Die Leitung 10, in der die Pumpe 13 eingebaut ist, führt zur Vernebelungseinrichtung 12. Die Leitung 14 verbindet Absorptionsturm und Kocher. In der Leitung 14 ist die Pumpe 15 angeordnet. Die Leitung 16 führt aus dem Kocher zum Kondensator 17 und zum Gasometer 18. Der, in Fig. 2 und 3 dargestellte Absorp tionsturm 19 stellt eine vom Absorptions- turm 5 Ausführungsform dar. Die Leitung 10', die zur Vernebelungsein richtung 20 führt, isst vom Kühlrohr 21 um geben, dessen Zuleitung mit 22 und dessen Ableitung mit 23 bezeichnet ist. Der Ab sorptionsturm 19 besitzt einen ihn teilweise umgebenden Doppelmantel. Indem Raum 24 zwischen, dem Innenmantel 25 und dem Aussenmantel 26 münden Rohre 27. Durch Rohre 28 ist der Raum 24 mit dem Innern des Turmes 19 verbunden. 2' ist die Rauch gasleitung, 7' der Strahlapparat. 14' ist die für die kohlensäurereiche Lauge bestimmte und zum Kocher führende Leitung. Der Kocher 1 (Fig. 4 bis, 6) zerfällt im wesentlichen in drei konzentrisch geteilte Räume. Im innern Raum 29 ist die Feuerung vorgesehen. Die Heizöffnung isst mit 30, der Rost mit 31 bezeichnet. Die Zufuhr der Ver brennungsluft erfolgt durch 32, die Zufuhr von Sekundärluft durch 33. Aus dem Raume 29 (Feuerungsraume) führen Rohre 34 in die Sammelkammer 35. Der den Feuerungsraum umgebende Raum 36, durch den die Rohre 34 hindurchgehen, ist ständig von Flüssigkeit erfüllt. Die Leitung 14 g eht in die Schlauge 37 über, die in den Raum 36 mündet. Aus diesem Raume führen Steigrohre 38 zur Brause 39. Über dem Feuerungsraume 29 befindet sich die Pfanne 40. Der Raum 36 isst vom Raum 41 umgeben. Die Leitung 11 führt zum Reser voir 9. 42 ist eine zur Reinigung des Rostes vorgesehene Öffnung. 43 ist eine Schlacken türe. Zur Reinigung der Rohre 34 sind von unten zugängliche Putzlöcher 44 angeordnet. Die Art der Wirkung und Verwendung der dargestellten Apparate ist im folgenden angegeben: In der beim Kocher 1 vorgesehenen Feue rung wird Koks verbrannt. Die Verbren nungsgase steigen vom Rost 31 (Fig. 4 und 5) im Feuerungsraum 29 auf und gelangen durch die Fallrohre 34 in die Sammelkammer 35. In der Sammelkammer wird die durch den Stutzen 32 einströmende Verbrennungs luft von den Verbrennungsgasen umspült und vorgewärmt. Durch die Leitung 2 strömen die abgekühlten Verbrennungsgase in den Aschenfänger 3 (Fig. 1), in welchem Russ, Asche und dergleichen abgeschieden wird, und zum Zwecke weiterer Reinigung in den Reiniger 4. In die Leitung 2 ist zwischen Reiniger und Absorptionsturm 5 das Gebläse 6 eingeschaltet, das die Verbrennungsgase von der Feuerung absaugt und in den Ab sorptionsturm fortleitet. Das Gebläse kann auch an einer andern Stelle der Leitung 2 vorgesehen sein. Aschenfänger und Reiniger sind auf aun sich bekannte Weise ausgeführt. Die aus dem Reservoir 9 in einen der Ab sorptionstürme 5 oder 19 gepumpte Pottasche- lauge wird -durch 12, bezw. 201 vernebelt. Im Absorptionsturm 5, bezw. 19 sind am Ende der Leitung 2, bezw. 2' ein oder mehrere Strahlapparate 7, bezw. 7' (Gasstrabllaugen- sauger) vorgesehen. Durch das :durch den Strahl der Verbrennungsgase erfolgende An saugen und Mitreissender vernebelten, Lauge wird. ein: ,die Absorption förderndes: inniges Vermischen der Gase und :der Lauge erreicht. Die kohlensäurereiche Lauge gelangt mit Hilfe der Pumpe 15 durch die Leitung 14 in den Kocher 1. Die Leitung 14 geht, wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, in die Schlange 37 über. Die Lauge steigt in der Schlange und allmählich im Raume 36 hoch und gelangt schliesslich durch die Steigrohre 38 zur Brause 39. Auf diesem Wege wird die Lauge durch die im untern Teile des Raumes 41 sich sammelnde kohlensäurearme (entgaste) Lauge und durch die durch die Rohre 34 abziehenden Verbrennungsgase er hitzt. Die erhitzte und durch die Brause ver sprühte, Lauge gibt im obern Teile des, Rau mes 41 einen Teil der Kohlensäure ab. Die niederfallende Lauge sammelt sich in der flachen vom Feuerungsraum 29 aus erhitzten Pfanne 40 und gibt noch Kohlensäure ab. Die ausgetriebene Kohlensäure, zieht durch die Leitung 16 ab und wird naceh der im Konden sator 17 erfolgenden Kondensation mitge rissenen Wasserdampfes im Gasometer 18 gesammelt. Die von Kohlensäure befreite Lauge läuft über, sobald die Pfanne 40 voll ist. Im untern Teil des Raumes 41, in dem sich die noch heisse kohlensäurearme Lauge sammelt, findet ein Wärmeaustausch zwi schen der heissen kohlensäurearmen und der in der Schlange 37 hochsteigenden kalten. kohlensäurereichen Lauge statt. Es ist somit dafür gesorgt, dass die Lauge nach der Be freiung von Kohlensäure abgekühlt wird. Die kohlensäurearme und abgekühlte Lauge ge langt durch die Leitung 11 in das Reservoir 9. Die Leitung 11 ist derart angeordnet, dass die Schlange 37 von der angesammelten Lauge möglichst bedeckt bleibt. In Fig. 1 ist der Absorptionsturm 5 inner halb des Reinigers 4 vorgesehen. Bei dieser Anordnung dient der Reiniger als Einrich tung zum Kühlen des Absorptionsturmes. Das aus den Brausen 8 niederfallende Reinigungswasser wirkt soweit kühlend, dass zu hohe Aussentemperaturen oder zu hohe Temperaturen der Lauge oder der Verbren nungsgase das Absorptionsvermögen der Lauge nicht beeinträehtigen. Der in den Fig. 2 und 3 gezeigte Absorp- Bonsturm 19 ist mit einer eigenen Kühlein richtung ausgestattet. Das Kühlrohr 21 wirkt abkühlend auf die in der Leitung 10' auf steigende Lauge und gleichzeitig auch auf den Innenraum des Turmes 19. Die Leitung 10' kann auch schon ausserhalb des Absorp tionsturmes, gekühlt werden. In der Regel genügt die Kühlung innerhalb des Turmes, wenn die Einmündung der Leitung 10' in den Turm nahe dem Boden des Turmes vorge sehen ist und wenn bei dieser Anordnung die Leitung 10' in der im allgemeinen ansehn lichen Höhe des Absorptionsturmes von einem Kühlrohr umgeben ist. Der Absorp tionsturm 19 weist noch eine andere eigen tümliche Einrichtung auf. Nicht absorbierte Kohlensäure gelangt durch die Rohre 27 in den Raum 24, auf dessen Boden sieh etwas Lauge befindet, die die aus den Rohren 27 austretende Kohlensäure absorbiert und beim Ansteigen über ein bestimmtes Mass durch die Überlaufrohre 28 in den Absorptionsturm abläuft. Zwecks Aufrechterhaltung der günstig sten Abs orptionstemperatur kann der Ab sorptionsturin mit einer automatisch wirken den Zufuhrregelung von Laugen verschiede ner Temperaturen versehen sein. Die dargestellte Anlage kann ohne Be triebsdampf arbeiten. Die nötigen Arbeits maschinen werden durch elektrische Kraft betrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlage zur Herstellung von Kohlensäure, bei welcher die Kohlensäure durch Verbren nung von kohlenstoffhaltigem Material er zeugt, durch: eine Flüssigkeit absorbiert und aus der Flüssigkeit durch Auskochen wieder entfernt wird, dadurch .gekennzeichnet, dass .die Einrichtungen zum Auskochen der Koh lensäure im Feuerungsraum eines Kochers untergebracht sind., in welchem Raume die zu .gewinnende Kohlensäure entwickelt wird, und dass;die Anordnung derart ,getroffen ist, dass Wärmeaustausch zwischenVerbrennungs- gaaen, zufliessender koMensäurereicher und abströmender ko@hlensäurearm-er Absorptions- flüssigkeit stattfindet. ÜNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kocher einen Verbrennung rauen, einen den Verbren- nungsrauen umgebenden, von kohlen säurereicher Absorptionsflüssigkeit er füllten Raum und einen den letzteren Raum umgebenden dritten Raum (41) enthält. 2.Anlage nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Verbrennungsraum (29) des Kochens, (1) kommenden Verbrennungs gase die Wandungen der zur Aufnahme der auszukochenden kohlensäurereichen Absorptionsflüssigkeit bestimmten Aus kochgefässe bestreichen und nachher durch Rohre (34) abziehen, welche Rohre den den Verbrennungsraum umgebenden, von kohlensäurereicher Absorptionsflüs sigkeit erfüllten Raum (36) durchsetzen. 3. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass eine im Kocher (1) vorge sehene, von kohlensäurereicher Absorp tionsflüssigkeit durehflossene Schlange (37) den freien Teil der Rohre (34) um gibt und in den Raum (36) mündet. 4.Anlage nach Patentanspruch und Unter- ansprüehen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass aus dem Raum (36) Steig rohre (38) zu einer Brause (39) führen. 5. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die als Auskochgefäss die nende Pfanne als Überlaufpfanne (40) ausgebildet ist. 6. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das zur Ableitung der kohlensäurearmen Absorptionsflüssigkeit aus dem Raume (41) dienende Rohr (11) derart ausgebildet, beziehungsweise angeordnet ist, dass die Schlange (37) durch die im untern Teil des Raumes (41) sich sammelnde kohlensäurearme Absorptionsflüssigkeit möglichst bedeckt wird. 7.Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die die Absorptionsflüssig keit in einen Absorptionsturm führende Leitung von einem Kühlrohr umgeben ist. B. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Leitung (10') der Ab sorptionsflüssigkeit nahe dem Boden des Absorptionsturmes (19) in den Turn mündet und im Turminnern. vom Kühl rohr (21) umgeben ist. 9.Anlage nach Patentanspruch und' Unter- ansprüohen 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet"dass Rohre (217) aus dem Innern .des Absorptionsturmes (19) in einen Raum (24) münden, welcher Raum mit .dem Turminnern durch Rohre (28) ver bunden ist. 10. Anlage nach Patentanspruch und Unter- an.s@prüchen 1 bis. 9, dadurch gekenn zeichnet, dass der Absorptionsturm mit einer automatisch wirkenden Regelung -der Zufuhr von Laugen verschiedener Temperaturen versehen ist. 11.Anlage nach Patentanspruch und Unter sprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen Absorptionsturm (5), der innerhalb eines Reinigers (4) für die durch .die Ver brennung erzeugten kohlensäurehaltigen Gase angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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