CH176647A - Einrichtung zum Kühlen der Gusszeilen bei Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen. - Google Patents

Einrichtung zum Kühlen der Gusszeilen bei Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen.

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CH176647A
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Mergenthaler Setzmasch Haftung
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Mergenthaler Setzmaschfab Gmbh
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  Einrichtung zum Kühlen der     Gusszeilen    bei     Natrizensetz-    und     Zeilengiessmaschinen.       Bei     Matrizensetz-    und     Zeilengiessmaschi-          neu    werden bekanntlich die aus der Giess  form ausgestossenen Zeilen in einem Zeilen  schiff gesammelt. Bei sehr starken Zeilen  besteht nun der Nachteil, dass sie zur Zeit  des     Ausstossens    nicht genügend abgekühlt  sind, so dass sie beim Hineinfallen in das  Zeilenschiff, da sie noch zu weich sind, leicht  beschädigt werden können. Um diesen Nach  teil zu beseitigen, ist bereits vorgeschlagen  worden, das Zeilenschiff selbst mit einer  Wasserkühlung zu versehen.

   Es ist aber  noch nicht gelungen, diese Aufgabe so zu  lösen, dass sie tatsächlich     allen    Anforderun  gen gerecht wird, insbesondere so, dass nur  die jeweils neu ausgestossene Zeile gekühlt  wird, dagegen die übrigen Zeilen aus dem  Bereich des Kühlwassers entfernt sind.  



  Die vorliegende Erfindung löst diese Auf  gabe. Zu diesem Zweck ist gemäss der Er  findung neben dem     Zeilenschiff    an der Ein-    fallsteile der Zeilen ein mit Kühlwasserzu  führung versehener Behälter angeordnet, in  den die ausgestossene Zeile auf eine Hebe  vorrichtung hineinfällt, welche die Zeile im  Arbeitstakt der Giessmaschine nach der Küh  lung in die Höhe des Zeilenschiffes anhebt,  auf das sie durch den     Zeilenstösser    gescho  ben wird.  



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei  spiel dieser Einrichtung, und zwar ist:       Fig.    1 eine Seitenansicht der Einrichtung  mit den in Betracht kommenden Teilen der       DZaschine,          Fig.    2 einen Grundriss dazu, und       Fig.    3 eine Ansicht von vorn.  



  In der Zeichnung ist 1 das Giessrad,  welches in üblicher Weise dreh- und ver  schiebbar im Maschinengestell gelagert ist.  Das Giessrad ist in der Stellung gezeigt, in  welcher eine gegossene Zeile 2, und zwar  eine starke, mit Rippen versehene Zeile,      durch den     Ausstosser    3 ausgestossen wird,  um in das Zeilenschiff zu gelangen.  



  Das Zeilenschiff besteht aus einem im  Querschnitt winkelförmigen Blech 5, in wel  chem die Zeilen nebeneinander aufgestapelt  werden. Neben diesem Zeilenschiff, und zwar  unterhalb der Stelle, an welcher die Zeilen  aus der Giessform ausgestossen werden, ist  nun ein Behälter 6 vorgesehen, dessen Boden  erheblich tiefer liegt als der Boden des  Zeilenschiffes. Dieser Behälter, dessen obere  Öffnung in gleicher Flucht mit dem Zeilen  schiff 5 liegt, ist an seiner Rückwand, die  der Maschine zugekehrt ist, oben mit einer  Wasserzuleitung 7 und am Boden mit einer  Wasserableitung 8 verbunden. An der Zeilen  abfallstelle ist die übliche Rinne 9 vorge  sehen, welche die abfallende Zeile 2     führt,     und zwar so, dass sie neben dem Zeilenschiff  5 über den Behälter 6 gelangt und in die  sem hineingleitet.

   In dem Behälter liegt eine  Hebevorrichtung, bestehend aus einem     bügel-          förmigen    Rahmen 11 mit einem Boden 10,  welcher schräg liegt, und zwar parallel zu  dem Boden des     Zeilenschiffes    5. Die Hebe  vorrichtung ist in dem Behälter 6 geführt  mit Hilfe von Führungsrippen 12, und der  Boden 10 ist so breit, dass er den ganzen  lichten Querschnitt des Behälters ausfüllt.  Die aus der Rinne 9     herabgleitenden    Zeilen  fallen demnach, wenn sie den Behälter 6  erreichen, auf den Boden 10 der Hebevor  richtung auf und gelangen in die in     Fig.    1  strichpunktierte Lage.  



  An dem Bügel 11 ist oben eine Schraube  oder ein Stift 13 befestigt, der in ein Lang  loch 14 eines Hebels 15     einfasst.    Dieser He  bel ist um einen Zapfen 16 schwenkbar und  sein hinterer Arm 17 liegt in dem Bereich  eines Stiftes 18, der an einem Lenker 19  angeordnet ist. Der Lenker 19 ist mit dem  Hebel 20 verbunden, der am unteren Ende  des Giessschlittens 21 anfasst, um diesen in  der bekannten Weise zu heben und zu sen  ken.

   Wird der Giessschlitten gesenkt, so  drückt der Stift 18 auf den     Hebelami    17  und hebt dadurch die Hebevorrichtung 10,  11 aus der ausgezogenen gezeichneten unte-         ren    Lage in die strichpunktiert angedeutete  obere Lage, in welcher der Boden 10 der  Hebevorrichtung in gleicher Höhe und bün  dig mit dem Zeilenschiff 5 liegt, so dass eine  auf dem Boden 10 liegende Zeile ohne weite  res in das Zeilenschiff eingeschoben werden  kann. Oberhalb des Behälters 6 ist ein       Stösser    22 angeordnet, welcher um einen  Zapfen 23 schwenkbar an einem U-förmigen  Bügel 24 angeordnet ist. Der Bügel 24 um  fasst den Behälter 6 und sein zweiter Schen  kel ist mit einem     wagrechten    Schieber 25  verbunden.

   An dem     U-förmigen    Bügel 24  fasst eine Feder 26 an, deren zweites Ende  an einen im Maschinengestell angeordneten  Stift 27 angreift. Die Feder ist bestrebt, den  Schieber 25     riebst    Bügel 24 und     Stösser    22  in der in den     Fig.    2 und 3 gezeichneten  Lage zu halten, in welcher die vordere, in       Fig.    3 nach links gekehrten Fläche des       Stössers    22 am Anfang des     Zeilenschiffes     steht. An den Schieber 25 fasst nun ein  Lenker 28 an     (Fig.    2), der an das eine Ende  des doppelarmigen Hebels 29     angelenkt    ist.

    Der Hebel ist um einen festen am Maschi  nengestell angeordneten Zapfen 30 schwenk  bar und sein zweiter Arm trägt eine Rolle  31, welche sich gegen das Giessrad oder den       Giessradschlitten    legt. Bei der Vorwärtsbe  wegung des     Giessradschlittens    wird der He  bel 29 in die in     Fig.    2 gestrichelte Lage  geschoben. Der Hebel bewegt dadurch     aueh     den Schieber 25 nebst     Stösser    22 in die ge  strichelte Lage, in welcher die     Vorderfläche     des     Stössers    bündig mit der Aussenwand des  Behälters 6 liegt.  



  Das Kühlwasser fliesst durch einen Schlauch  oder ein Rohr 32 zu. In diese Zuleitung  kann ein in der Zeichnung nicht dargestell  ter Hahn oder ein Ventil eingeschaltet wer  den, welches     ebenfalls    durch einen bewegten  Teil der Maschine so gesteuert werden kann,  dass das Wasser nur zu bestimmten Zeiten,  nämlich dann, wenn eine neue Zeile ausge  stossen wird, die gekühlt werden soll,     zufliesst,     nach dem Kühlen aber abgestellt wird.  



  Die Arbeitsweise der Einrichtung ist dem  nach folgende      Die durch den Ausstossei 3     ausgestossene     Zeile 2 gleitet durch die Rinne 9 bei der in       Fig.    1 ausgezogen gezeichneten Lage der  Hebevorrichtung 10, 11 abwärts; sie fällt  in den Behälter 6 hinein auf den Boden 10  der Hebevorrichtung.  



  Falls der     Wasserzufluss    gesteuert ist, wird  er in diesem Augenblick geöffnet und das  Wasser spritzt aus der Zuleitung 7 auf die  in dem Behälter liegende Zeile 2, um sie  abzukühlen. Bei angesteuerter Wasserzu  führung fällt die Zeile bereits durch den  Wasserstrahl hindurch und wird dauernd  von ihm bespült. Das Kühlwasser fliesst am  Boden des Behälters     durch    die Leitung 8 ab.  



  Beim     Niedergang    des Giessschlittens 21  wird unter Vermittlung des Gestänges 15  bis 20 die Hebevorrichtung 10, 11 in die  strichpunktiert angedeutete Lage gehoben  und dadurch die Zeile in gleiche Höhenlage  mit dein Zeilenschiff 5 gebracht. Der ober  halb des Behälters 6 liegende Stösse) 22  wird durch die hochgehende Zeile angehoben,  wobei er um einen Drehzapfen 23 schwingt.

         E",    folgt nun die Vorwärtsbewegung des       (liessradschlittens,    der durch das Gestänge  25, 28-31 den Stösse) 22 zurückzieht, so  dass seine Stirnseite hinter die Zeile gelangt,  und bei dem darauffolgenden Rückgang des       Cliessradschlittens    bewegt sich der Stösse)  unter der Wirkung der Feder 26 wieder in  seine Anfangslage und stösst die gekühlte  Zeile von dem Boden 10 in das Zeilenschiff  hinein. Beim nächsten Kreislauf der     11laschine     wiederholt sich der Arbeitsgang.  



  Die     Einrichtung    kann baulich auch an  ders ausgestaltet werden, sofern man damit  den Rahmen der Erfindung nicht verlässt;  insbesondere können die mechanischer) Mittel  zum Heben und Senken der     Hebevorrichtung     und zum     Vorbewegen    des     Stössers    andere  sein. Auch ist es nicht notwendig, dass ihre  Bewegung von dem Giessschlitten     bezw,    dem       (xiessrad    abgeleitet wird, man kann vielmehr  auch andere Kurven der Hauptwelle dazu  verwenden oder auch für diesen Zweck be  sondere Kurven auf die     Hauptwelle    aufsetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Kühlen der Gusszeilen bei blatrizensetz- und Zeilengiessmaschinen, gekennzeichnet durch einen neben dem Zei lenschiff an der Einfallsteile der Zeilen an geordneten, mit Kühlwasserzuführung ver- sehenen Behälter (6), in den die ausgestossene Zeile auf eine Hebevorrichtung (10, 11) hin einfällt, welche die Zeile im Arbeitstakt der Giessmaschine nach der Kühlung in die Höhe des Zeilenschiffes anhebt, auf das sie durch den Zeilenstösse) (22) geschoben wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (6) als ein schmaler, der Stärke der dick sten Zeile entsprechender Kasten mit schräger oberer Öffnung ausgeführt ist, dem an der hintern obern Seite das Kühlwasser zugeführt wird, während die Abführung am Boden vorn erfolgt. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kühlwasserzuführung beim Einfallen einer neuen Zeile in Tätig keit gesetzt und nach dem Kühlen der Zeile wieder abgestellt wird. 3.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebe vorrichtung einen in dem Behälter (6) durch Führungsrippen (12) geführten Rah men mit einem parallel zu dem geneigten Zeilenschiff (5) liegenden Boden (10) zur Aufnahme der Zeile aufweist und dass am obern Ende des Rahmens ein durch die Bewegung des Giessschlittens gesteuer tes Gestänge (15--20) anfasst, welches beim Aufwärtsgehen des Giessschlittens die Hebevorrichtung senkt, dagegen beim Abwärtsgehen des Giessseblittens sie so anhebt, dass_ der Boden (10) der Hebevor richtung bündig mit dem Zeilenschiff (5) liegt. 4.
    Einrichtung nach dem Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeilen stösse) (22) gelenkig an seinem Bewegungs glied (24) angebracht ist, so dass er der im Behälter (6) angehobenen Zeile Platz machen kann. 5. Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2, 3 und 4, da durch gekennzeichnet, dass der Stösser (22) unter Vermittlung eines Gestänges (25, 28-3l) durch den vorgehenden Giessrad schlitten entgegen der Wirkung einer Feder (26) so zurückbewegt wird, dass er mit seiner vordern Fläche hinter die durch die Hebevorrichtung angehobene Zeile fasst, dagegen beim Zurückgehen des Giessschlittens durch die Feder (26) so weit vorgestossen wird, bis die ge kühlte Zeile auf das Zeilenschiff über führt ist.
CH176647D 1933-09-15 1934-09-14 Einrichtung zum Kühlen der Gusszeilen bei Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen. CH176647A (de)

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