CH176649A - Vorrichtung zum Trocknen von Tiefdruckpapierbahnen. - Google Patents

Vorrichtung zum Trocknen von Tiefdruckpapierbahnen.

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CH176649A
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CH
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Inventor
Maschinenfabrik Augsburg-Nue G
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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  Verfahren zum Trocknen von     Tiefdrnckpapierbahnen.       Die Leistung der Tief     druckmaschinen     war bisher durch die Schwierigkeit der     Farb-          trocknung    begrenzt. Die Farbe besteht aus  den im Firnis     angeriebenen    Farbkörpern,  denen ein Verflüssigungsmittel     Xylol,        Toluol     oder Benzol zugesetzt ist. Dieses     Farbver-          flüssigungsmittel    muss nach dem Aufbringen  der Farbe auf das Papier durch     Verdunsten     entfernt werden, damit die Farbe nicht  schmiert; die Farbkörper bleiben auf dem  Papier zurück.  



  Die Verdunstung ist, ebenso wie die Ver  dampfung ein     Wärmeübertragungsvorgang;     man muss also der Farbe Wärme zuführen.  Man hat zu diesem Zweck .die Trockenluft  stark beheizt. Da der Temperaturunterschied  zwischen Luft     und    Farbe bei diesem Ver  fahren hoch ist, so ist die Trockenleistung  zwar befriedigend, aber einerseits ist bei die  sem Verfahren der Wärmeaufwand sehr  hoch; es wird viel Energie verbraucht; an  derseits verdunstet das in der Papierbahn    enthaltene Wasser und die Papierbahn wird  daher trocken und reisst leicht. Ausserdem  treten durch Verziehen der Papierbahn     Re-          gisterschwierigkeiten    ein.

   Man hat schon ver  sucht, mit Luft von normaler Temperatur zu  trocknen; aber man ist bei diesem Verfahren  von der unrichtigen Auffassung ausgegangen,  dass sich die Luft     verhältnismässig    sehr rasch  mit     Flüssigkeitsdämpfen        sättigt    und hat  daher die auf die Papierbahn     aufgeblasene     Luft     unmittelbar    nach dem     Auftreffen    auf  die Bahn wieder abgesaugt. Man braucht  hierbei sehr viel Luft, ohne eine befrie  digende Trockenwirkung zu erzielen.

   Es ist  der Zweck der Erfindung, die erwähnten       Nachteile    der bekannten Verfahren zu ver  meiden und ein Trockenverfahren zu schaf  fen, bei dem bei geringem Wärmeaufwand  ,das Verflüssigungsmittel der Farbe in wirk  samer Weise zum Verdunsten gebracht wird,  bei der aber das Wasser in der Hauptsache  in der Papierbahn verbleibt und ein Ver-      ziehen der Bahn durch die zu     :starke    Erwär  mung vermieden wird.

   Es     gilt    also vor allem,  den hohen Temperaturunterschied zwischen  Luft und Papierbahn zu     beseitigen;    es     muss     aber an die Stelle dieses hohen     Temperatur-          unterschiedes    im Gegensatz zu den     erwähnten     bekannten     "Frischlufttrocknungen"    ein an  deres     Mittel    gesetzt werden, :das eine wirk  same     Wärmeübertragung    gewährleistet.

   Es  ist .durch Versuche festgestellt worden, dass  es durchaus nicht erforderlich     ist,    die Luft       unmittelbar    nach dem     Auftreffen    auf die  Bahn wieder abzusaugen,     :dass    es vielmehr  sehr wohl möglich ist, sie auf eine ,gewisse  Strecke an der Papierbahn entlangzuführen,  ehe sie sich mit Flüssigkeitsdämpfen sättigt.

    Das Verfahren ,gemäss :der     Erfindung,    bei  dem die zum Trocknen erforderliche Wärme  menge der Papierbahn durch     einen    Glasluft  strom zugeführt, und vor dem     Wiederabsau-          gen    in einem engen Kanal, dessen Boden die  Papierbahn bildet,     :dieser    letzteren entlang ge  führt     wird,    besteht     nun        :

  darin,        dass    die Luft  innerhalb des     Trockenkanals    mit einer     @Ge-          schwindigkeit    von mindestens 20     m/sek.    an  der Bahn entlanggeführt     wird,    so     :dass    er       einen    Teil der     in    ihr     enthaltenen        Wärme    an  sie abgibt.

   Es ist bei diesem Verfahren mög  lich, die     Temperatur    der Trockenluft bis zur  Temperatur der Umgebung herabzusetzen,  weil die     Temperatur    der Farbe durch den  Verdunstungsvorgang sinkt, so     .dass        ein    Tem  peraturunterschied zwischen .der Farbe und  ,der frisch     zugeführten    Luft entsteht, der  einen Wärmeübergang     ermöglicht.     



  Es     ist    bereits vorgeschlagen worden, inner  halb eines Trockenkanals, dessen Höhe     etwa     ein     Zehntel    Millimeter oder weniger beträgt.  .die Trockenluft in Form eines entsprechend  dünnen Luftfilms mit einer hohen     Geschwin-          digkeit    an der Papierbahn entlangzuführen;

    bei dieser     Anordnung    handelt es sich aber  nicht     .darum,    ,der Papierbahn die Wärme des  eingeblasenen Luftstromes zuzuführen, son  dern hier bildet die Kanaldecke zugleich die  Wand     einer    Heizkammer, die mit Dampf be  heizt wird     und    der ausserordentlich dünne  Luftfilm soll hier nur dazu dienen, die    Wärme von dieser Heizkammer auf das Pa  pier zu übertragen.  



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs  beispiel einer Vorrichtung zur Ausübung .des  Verfahrens, und zwar zeigt  -     Fig.    1 die Trockenvorrichtung im Längs  schnitt;       Fig.    2 zeigt sie im Schnitt nach     A-B,     und       Big.    3 in Aufsicht.  



  Die Papierbahn 1 wird über die     Leit-          walzen    2 geführt. Sie bildet den Boden eines  im übrigen von einer Wand 5     begrenzten          Kanals.    in welchem auf die Papierbahn ein  Luftstrom von     ungefähr,der    Umgebungstem  peratur mit einer     Geschwindigkeit    von über  20     m/sek.    :durch ein Rohr 3 aufgeblasen wird,  .das in eine Düse 4 ausläuft, und zwar ist  die Form der Düse 4 an ihrem vordern Ende       so    gewählt, dass der Luftstrom beim Austritt  aus der Glasdüse ganz oder annähernd pa  rallel zur Papierbahn verläuft.

   Er wird durch  die Führungswand 5, die parallel zur     Papier-          #bahn    in einem Abstand von wenigstens 4,  höchstens 12 mm verläuft, in .solcher Weise  an :der Papierbahn gehalten,     :dass        .sämtliche     Luftteilchen des ständig     durchwirbelten     Luftstromes in innige Berührung mit .der  Papieroberfläche kommen, wodurch ein Teil  der     Luftwärme    auf die Papierbahn und die  Druckfarbe übertragen wird.  



  Die am Ende :der Führungswand 5 aus  :dem Trockenkanal zwischen dieser Wand und  .der Papierbahn 1     :austretende,        mit        Xylol        ge-          schwängerte    Luft wird nun in an sich be  kannter Weise abgesaugt, damit eine Verun  reinigung :der Luft des Betriebsraumes durch  die     Xyloldämpfe    vermieden wird.

   Es münden  zu diesem Zweck .das Blasrohr 3 und ein  Saugrohr 6 in einen     Kasten,    dessen Aussen  wand 7 in grösserem Abstand von der Papier  bahn verläuft,     :als    die Führungswand 5 .des       Blaslüftstromes.    Die Aussenwand 7 ist ausser  dem     länger    als die Führungswand 5 und am       Austrittsende    des Kastens möglichst nahe an  .die Papierbahn herangeführt. Das Saugrohr  6 ist an den Raum angeschlossen, der zwi-           achen    der     Führungswand    5 .des     Blasluftstro-          mes    und der Aussenwand 7 des Kastens liegt.

    Wie insbesondere aus     Fig.    2 und 3 zu ersehen  ist, liegen die Blas- und Saugrohre am     glei-          ohen    Ende, aber an verschiedenen Seiten des  Trockenkastens; der     Blas-    und Saugluft  strom verläuft dementsprechend in entgegen  gesetzter Richtung vom Kasten aus gesehen.  Der     Trockenkasten    ist durch eine diagonal  durch ihn verlaufende Wand 8 in zwei Teile  geteilt. Es wird auf der einen Seite dieser  Wand     @durcli    das Blasrohr 3 die     Blasluft    ein  geführt und auf der andern Seite durch das  Saugrohr 6 abgesaugt.  



  Das Ende 9 der Führungswand 5 ist um  gebogen und stromlinienförmig abgerundet,  wie     Fig.    1 zeigt; der aus dem Zwischenraum  zwischen der Wand 5     und    der Papierbahn  1, das heisst aus dem Trockenkanal austre  tende     Luftstrom    wird daher in     Richtung    des  Pfeils 10 um das abgebogene Ende 9 der Füh  rungswand 5 herumgeführt und es tritt in  fo1gedessen so     betut    wie keine Luft aus dem  Zwischenraum     zwischen    der Papierbahn 1  und der Aussenwand 7 aus.

   Es wird hier  durch eine     Verunreinigung    der Luft des Be  triebsraumes durch die     angesaugten        Xylol-          dämpfe    vermieden. Die     Blasluftmenge    wird  zweckmässig geringer bemessen als die Saug  luftmenge, so dass an der Stelle 11 auch  Dämpfe, die an andern Stellen der     Maschine     entstehen, mit abgesaugt werden.    Der Trockenkasten kann ausserdem um  -die Achse 12 der Blas- und Saugrohre ge  schwenkt     werden,    so     dass    die Papierbahn  jederzeit freigelegt werden kann.  



  Die     Blasluft    kann auch an einer Papier  bahn     entlanggeleitet    werden, die in an sich  bekannter Weise um eine Trommel herumge  führt ist.  



  Die der Papierbahn zugekehrte Seite der  Führungswand kann zweckmässig so ausge  bildet     werden,    dass sie einen wesentlich an  dern     Rauhigkeitsgräd    besitzt als die Ober  fläohe der     Papierbahn;    hierdurch wird die  Wirbelbewegung der Luft verstärkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Trocknen von Tief druck papierbahnen, bei,dem die zum Trocknen er forderliche Wärmemenge der Papierbahn durch einen Blasluftstrom zugeführt wird, der innerhalb eines engen Kanals, dessen Boden die Papierbahn .bildet, an der Papier bahn entlanggeführt und darauf wieder ab gesaugt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Luft innerhalb des Trockenkanals mit einer Geschwindigkeit von mindestens 20 m/sek. an der Papierbahn entlanggeführt wird und dadurch einen Teil\ .der in ihr ent haltenen Wärme auf die Papierbahn und,die Farbe überträgt.
CH176649D 1932-12-03 1933-10-16 Vorrichtung zum Trocknen von Tiefdruckpapierbahnen. CH176649A (de)

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CH176649A true CH176649A (de) 1935-04-30

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CH176649D CH176649A (de) 1932-12-03 1933-10-16 Vorrichtung zum Trocknen von Tiefdruckpapierbahnen.

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CH (1) CH176649A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755702C (de) * 1936-01-05 1953-02-23 Albert Schnellpressen Vorrichtung zum Trocknen von mit Tiefdruckfarbe bedruckten Papierbahnen
DE764857C (de) * 1936-08-08 1954-08-23 Albert Schnellpressen Trockenkasten zum Trocknen einer mit Farbe, insbesondere Tiefdruckfarbe, bedruckten Papier- oder Stoffbahn

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755702C (de) * 1936-01-05 1953-02-23 Albert Schnellpressen Vorrichtung zum Trocknen von mit Tiefdruckfarbe bedruckten Papierbahnen
DE764857C (de) * 1936-08-08 1954-08-23 Albert Schnellpressen Trockenkasten zum Trocknen einer mit Farbe, insbesondere Tiefdruckfarbe, bedruckten Papier- oder Stoffbahn

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