CH176697A - Verfahren zur Herstellung von furnierten Gegenständen aus Holz. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von furnierten Gegenständen aus Holz.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von furnierten Gegenständen aus Holz. Die Herstellung von furnierten Gegen ständen aus Holz, wie Türen, Möbel oder Möbelbestandteile, welche doppelt gekrümmte Flächen aufweisen, wurde bisher so ausge führt, dass die Furniere aus einzelnen Teilen zusammengesetzt aufgebracht wurden. Meist wurden die Furnierteile mittelst Gehrung zusammengefügt. Dadurch entsteht der Ein. druck, dass der betreffende Gegenstand aus mehreren Stücken zusammengesetzt ist.
Bei einer glatten, rechteckigen Fläche mit abgerundeten Kanten wurde bis anhin zuerst die Fläche furniert und dann das Furnier über die Kanten gepresst. Ferner ist es bekannt, das Furnier mit einem heissen Gegenstand oder mit der Hand aufzureiben, zu welchem Zweck das Furnier durch Feuchtig keit schmiegsam gemacht weiden muss. Da durch entsteht der Nachteil, dass bei gänz lichen Austrocknen des Holzes Risse sich einstellen. Auf einfach gekrümmte Flächen wurden Furniere auch schon in heissem Sand aufgepresst. Auch nach andern bekannten Ver fahren, wie dem Vakuumverfahren oder dem Pressverfahren mit Gummischlauch und Heiss wasser können nur einfach gekrümmte Flächen furniert werden.
Bei nach dem Verfahren nach vorliegen der Erfindung hergestellten furnierten Gegen ständen aus Holz, die mindestens eine dop pelt gekrümmte (z. B. in der Längs- und in der Breitenrichtung) Fläche aufweisen, er weckt die Fläche den Eindruck, dass der Gegenstand aus einem Stück hergestellt sei.
Die Herstellung erfolgt erfindungsgemäss der art, dass zunächst der Blindholzteil mit der entsprechend gekrümmten Fläche hergestellt wird, dann eine Matrize (Negativform) der gekrümmten Fläche des Blindholzteils ge gossen, dann ein Furnierblatt der Fläche des Blindholzteils angepasst und mit Hilfe der Matrize auf die mit einem Bindemittel versehene Fläche des Blindholzteils aufge- presst wird.
Im folgenden wird das erfindungsgemässe Verfahren anhand beiliegender Zeichnung beispielsweise erläutert. Fig. 1 und 2 zeigen zwei Ausführungs beispiele von Schranktüren Fig. 3 und 4 zeigen in Horizontal- bezw. Vertikalschnitt die Art des Furnierens der Schranktüre nach Fig. 1, und - Fig. 5 und 6 in ähnlichen Schnitten das Furnieren des mittleren Teils der Türe nach Fig. 2.
Die Türe nach Fig. 1 zeigt eine in der Höhen- und Breitenrichtung gekrümmte Aussenfläche mit einem über die Grundfläche 1 ringsum vorstehenden Rand 2 und einem ebenfalls vorstehenden rechteckigen Mittel stück 3. Das Profil der Aussenfläche ist in der Höhen- urid Breitenrichtung aus den Schnitten der Fig. 3 und 4 ersichtlich. Um diese Türe herzustellen, wird zunächst der Blindholzteil 4 der Türe mit der entsprechend gekrümmten Aussenfläche ausgeführt. Dann wird eine Matrize 7 als Negativform der gekrümmten Aussenfläche aus irgend einem Material, z.
B. aus Gips, Aluminium oder Zink, gegossen, wobei dafür Sorge zu tragen ist, dass der zwischen Blindholzteil und Ma trize bestehende Abstand auch an den Schräg flächen gleich der Dicke des Furnierblattes ist. Dann wird das Furnierblatt 5 dieser Fläche angepasst, ohne dass es an den Stellen, wo Profile zusammenstossen (z. B. bei 6 in Fig. 1) in Gehrung geschnitten wird. Mittelst der Matrize wird dann das Furnierblatt auf die mit einem Bindemittel versehene Aussen fläche des Blindholzteils angepresst.
Bei der Türe nach Fig. 2 wird der mittlere Teil - 8, welcher eine in der Höhen- und Breitenrichtung gekrümmte Fläche aufweist, die mit vier Kanten gegen die Mitte ansteigt, auf die vorbeschriebene Weise hergestellt. 4' ist der Blindholzteil, 5' das angepasste Furnierblatt und 7' die Matrize. Dieser mittlere Teil der Fläche wird dann noch durch die Rahmenteile 9 eingefasst, welch letztere auf die bisher übliche Weise berge- stellt werden, da sie nur in einer Richtung gekrümmt sind.
Anstatt viereckige Grundform könnten die Gegenstände aus Holz auch vieleckige oder runde Grundform haben.
Bei den nach dem vorbeschriebenen Ver fahren hergestellten Gegenständen zeigen die furnierten Flächen ein vollkommen sattes Aufliegen des Furnieres, das auch beim Trocknen , erhalten bleibt, ohne dass später Risse entstehen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von furnierten Gegenständen aus Holz, welche mindestens eine doppelt gekrümmte Fläche aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst der Blindholzteil mit der entsprechend gekrümm ten Fläche hergestellt, dann eine Matrize der Fläche des Blindholzteils gegossen, dann ein Furnierblatt der Fläche des Blindholzteils angepasst und mit Hilfe der Matrize auf die mit einem Bindemittel versehene Fläche des Blindholzteils aufgepresst wird, so dass die Fläche den Eindruck erweckt, dass der Ge genstand aus einem einzigen Stück herausge arbeitet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize aus Gips hergestellt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize aus Alu minium hergestellt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von furnierten Gegenständen mit eckiger Grundform, bei welchen Profile in Gehrung zusammenstossen; dadurch ge kennzeichnet, dass das Furnierblatt an den Gehrungsstellen nicht geschnitten ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH176697D CH176697A (de) | 1934-05-14 | 1934-05-14 | Verfahren zur Herstellung von furnierten Gegenständen aus Holz. |
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