CH176740A - Elektronenröhre. - Google Patents

Elektronenröhre.

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CH176740A
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Gesellschaft Fuer D Telefunken
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Telefunken Gmbh
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Description


  Elektronenröhre.    Die Erfindung betrifft eine Elektronen  röhre, bei welcher der störende Einfluss     voii     dem Elektronenaufprall ausgesetzten Isola  toroberflächen und auf nicht definiertem  Potential gehaltenen Leitern auf den Ent  ladungsvorgang durch     Abschirmmassnahmen     ausgeschaltet wird.  



  Es ist bekannt,     da.ss    die Entladungsstrecke  einer Elektronenröhre, welche das empfind  lichste Relaissystem darstellt, über das die  Technik derzeit verfügt, auch auf an sich  schwache Störungen, deren Quellen sowohl  ausserhalb, als auch innerhalb des Ent  ladungsgefässes liegen können, anspricht, so  dass eine sorgfältige Abschirmung der Röhre  und insbesondere der Entladungsbahnen  selbst am Platze ist. Dieser Gesichtspunkt  spielt vor allem auch in Anfangsstufen eines  Verstärkers oder Empfängers eine Rolle, da  gerade dort kleine Nutzamplituden vorliegen,       "velche    leicht von Störungen übertroffen oder  erheblich beeinflusst werden können.

   Dem-    entsprechend wurde auch schon eine Reihe  von     Abschirmmassnahmen    vorgeschlagen, um  entweder von aussen kommende Störfelder  unschädlich zu machen oder den Einfluss  von     Wandladungsvorgängen    auszuschliessen.  Hierzu gehört zum Beispiel die     Metallisie-          rung    des Glaskolbens auf der Innen- oder  Aussenseite, die     Anbringung    eines zwischen  der Glaswand und dem     Elektrodensystem     befindlichen Metallzylinders oder auch die       Kapselung    des     Elektrodensystems        mittelst     eines Metallkörpers.

   Nach unseren Unter  suchungen sind diese Massnahmen nicht in  allen Fällen ausreichend, und sie genügen  vor allem nicht, um die Störungen, welche  durch die aus der eigentlichen Entladungs  bahn heraustretenden Elektronen und deren  Beeinflussung .durch Störfelder verursacht  werden, zu beseitigen. Um dies in vollem  Umfange zu erreichen, ist es vielmehr erfin  dungsgemäss notwendig, durch eine Ab  schirmvorrichtung dafür zu sorgen, dass      weder Isolierteile noch auf nicht definiertem       Potential    gehaltene Leiter von Elektronen  getroffen werden können.  



  Zum besseren Verständnis des     Erfin-          dungsge0,enstandes    wird auf folgende Zu  sammenhänge und Vorgänge innerhalb einer  Entladungsröhre Bezug genommen: Jedes       Elektrodensystem    der bisher üblichen Aus  führungsform bietet die Möglichkeit, dass  Elektronen an     verschiedenen    Stellen die       cigentliche,    zwischen Kathode und Anode  verlaufende Entladungsbahn verlassen und  sich innerhalb des Glaskolbens bewegen.  Solche     Austrittspunkte    finden sich beispiels  weise bei     Elektrodensystemen    mit beiderseits  offenen zylindrischen oder prismatischen  Elektroden an den offenen Stirnseiten.

   Elek  tronen treten auch in die Umgebung über,  wenn die äusserste Elektrode, welche zumeist  als Anode dient und auf einem hohen posi  tiven Potential gehalten wird, durchbrochen  ausgeführt ist. Dies geschieht aus ther  mischen Gründen, um die Wärmeabstrah  lung aus dem Innern des Entladungsraumes  zu fördern und eine unerwünschte Tempera  turerhöhung, welche zur thermischen Emis  sion nicht geheizter Elektroden, zum Beispiel  der     Gitter,    Anlass gibt, zu vermeiden. Der  Elektronenaustritt wird besonders auch bei  solchen     Elektrodensystemen    begünstigt, in  denen die äussere Elektrode keine geschlos  sene Fläche darstellt, wie es häufig bei       plattenförmigen    Anoden der Fall ist.

   Die  Störungen, welche durch diese im Vakuum  raum befindlichen Elektronen hervorgerufen  werden, können mannigfacher Art sein und  hängen sowohl mit der Einwirkung äusserer  Felder, als auch mit dem elektrischen Zu  stand der Isolierteile zusammen.  



  In dem Raum zwischen dem Elektroden  system und der Glaswand vorhandene Elek  tronen bilden dort Raumladungen, deren Be  stand und     Verteilung    vielfach von Zufällig  keiten abhängt. Diese sind daher oft labil  und neigen zu sprungweisen Übergängen.       welche.    sich beispielsweise als knackende  Geräusche unangenehm .bemerkbar machen.    Unter Umständen tritt auch     eine    periodische  Pendelbewegung dieser freien Raumladun  gen nach Art der     Barkhausen-Kurzschwin-          gungen    auf.

   Es ist leicht einzusehen, dass  diese Raumladungen gegen     äussere    Felder  bedeutend empfindlicher sind als der inner  halb des eigentlichen     Entladungsraumes    zwi  schen den Elektroden übergehende und durch  definierte Potentiale gesteuerte Elektronen  strom.  



       Weitere    Störungen können von solchen  im Innern des Glaskolbens befindlichen Iso  latoren oder Leitern ausgehen, welche nicht  auf einem definierten Potential gehalten     und     durch die Elektronen aufgeladen werden. Die  Grösse und der Bestand dieser Ladungen  hängt vielfach von Zufälligkeiten ab und  bringt eine weitere Unsicherheit in die Funk  tion der Röhre.  



       Schliesslich    wären in diesem Zusammen  hang noch     Sekundäremissionseffekte    der Iso  lierteile mit besonderem Nachdruck zu er  wähnen. Die Innenwand des Glaskolbens,  sowie die zur Halterung des Elektroden  systems dienenden Isolierbrücken können  durch Kriechströme, welche von der Anoden  einschmelzung ausgehen, auf positives Poten  tial aufgeladen werden. Dieser Fall tritt mit  grosser Wahrscheinlichkeit -dann auf, wenn  die Anodenspannung eingeschaltet wird, be  vor die volle Emission der Kathode erreicht  ist, wie dies auf den Betrieb von Röhren in  den üblichen     Netzanschlussgeräten    allgemein  zutrifft.

   Wenn diese Flächen durch die aus  dem Entladungsraum     abirrenden    oder durch  die durchbrochene Anode hindurchtretenden  Elektronen mit einer Geschwindigkeit ge  troffen werden, -die dem Potential der Fläche  entspricht, so werden sie zu Sekundäremis  sion veranlagt. Die emittierenden Oberflä  chen wirken dann wie Elektroden, und da  sie mit dem Steuergitter     kapazitiv    gekoppelt  sind, rufen sie im Gitterkreis je nach Phasen  lage ihrer Spannung     Dämpfungs-    und Kapa  zitätsvergrösserungen oder     -verkleinerungen     hervor.

   Alle diese Erscheinungen sind nicht  nur an sich sehr störend, sondern ihr Auf  treten ist besonders dadurch unangenehm,           dass-    es sich um weitgehend unkontrollierbare  und von Zufälligkeiten abhängige Vorgänge  handelt.  



  Zur Verhinderung dieser Schwierigkeiten  wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die  Röhre mit einer derart beschaffenen und an  geordneten     Elektronenabschirmvorrichtung    zu  versehen, dass weder Isolierteile noch auf  nicht definiertem Potential gehaltene     Leiter     von Elektronen getroffen werden können.  Nicht abzuschirmen sind selbstverständlich  nicht metallisierte Teile des keramischen  Kathodenröhrchens von indirekt geheizten       Glühkathoden;    da diese einerseits mit dem  Kathodenpotential in Berührung stehen und  anderseits ausserhalb der Flugbahn der Elek  tronen liegen, ist eine Störung durch diese  Flächen nicht zu erwarten.

   Im Bedarfsfalle  kann aber leicht darauf geachtet werden,  dass der ganze innerhalb der     Abschirmvor-          r;        chtung    befindliche Teil des keramischen  Kathodenträgers metallisiert oder von beson  deren     Abschirmflächen    abgedeckt ist. Da  durch ist die Gewähr gegeben,     dass    weder  unkontrollierbare     Aufladungen    eintreten noch  eine Sekundäremission von Isolierteilen  stattfindet.

   Die     Absehirmflächen    der Ab  schirmvorrichtung können auch durchbrochen  ausgeführt werden, so dass die thermischen  Eigenschaften des     Elektrodensystems    hin  sichtlich der Wärmeabstrahlung aus dem  Innern des Entladungsraumes nicht ver  schlechtert werden. Um in diesem Falle den  Übertritt von Elektronen in den Raum ausser  halb der     Abschirmvorrichtung    zu verhindern,  kann dieser an ein festes, beispielsweise nega  tives oder Kathodenpotential gelegt werden.  



  An solchen Stellen des     Elektrodensystems,     wo nachweislich keine Elektronen austreten  können oder keine Beeinflussung der Ent  ladung stattfinden kann, kann die     Abschirm-          vorrichtuno;    fehlen. Dies ist beispielsweise  der Fall, wenn die Anode aus einem geschlos  senen     Vollblechzylinder    besteht; in diesem  Falle kann die Abschirmung durch zwei an  den Stirnseiten angeordnete -Kappen erfolgen.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes.    In     Fig.    1 ist ein Ausführungsbeispiel mit  einem das     Elektrodensystem    allseitig um  schliessenden     Abschirmkäfig    dargestellt. Es  ist 1 der Glaskolben mit dem     Quetschfuss    2,  auf welchem das     Elektrodensystem        montiert     ist. 3 bedeutet die Kathode, 4 eine Gitter  elektrode und 5 eine beispielsweise als Me  tallnetz ausgebildete Anode. Das Elektroden  system ist von einem Käfig umgeben, wel  cher aus einem zylindrischen Metallnetz G  und zwei     vollwandigen    oder ebenfalls durch  brochenen Stirnflächen 7 und ä besteht.

   Der  Käfig ist mit einer Zuleitung 9 versehen,  um so die Möglichkeit zu haben, ihn an ein  beliebiges     Potential    anzuschliessen. Ebenso  gut kann dieser aber auch bereits im Innern  des Glaskolbens mit einer auf geeignetem  Potential befindlichen Elektrode, zum Bei  spiel der Kathode, verbunden werden. Die  Elektroden werden durch     Isolierbrücken    10  und 11, welche ausserhalb des Käfigs     G     liegen, gehalten und distanziert. Der     Getter-          träger    12 ist ausserhalb des Käfigs an  geordnet.  



  Die     Fig.        \2    zeigt eine Röhre, deren     Elek-          trodensystem    eine aus einem     Vollblechzylin-          der    bestehende Anode 20 enthält. Infolge  dessen genügt es,     Abschirmelektroden    nur an  den beiden Stirnseiten des Anodenzylinders  vorzusehen. Diese bestehen aus zwei aus  einem Metallnetz     angefertigten    Kappen 21  und 22, welche die Enden des Elektroden  systems soweit übergreifen, dass ein Austritt  von Elektronen in den Raum ausserhalb der       Abschirmvorrichtung    praktisch ausgeschlos  sen ist.

   Ebenso ist es unmöglich, dass .das  als Träger für die     Elektrodenstützen    die  nende Isolierstück 23 von Elektronen ge  troffen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektronenröhre, - gekennzeichnet durch eine derart beschaffene und angeordnete Elektronenabschirmvorrichtung, dass weder Isolierteile noch auf nicht definierten Poten tialen gehaltene Leiter von Elektronen ge troffen werden können. UNTERANSPRüCHE 1. Elektronenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sämtliche nicht zur Kathode gehörigen Isolierteile des Elektrodensystems durch eine Abschirm- vorrichtung von dem Elektrodensystem abgeschlossen sind, so dass sie von Elek tronen nicht getroffen werden. 2.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, de ren äusserste Arbeitselektrode ganz oder nahezu elektronenundurchlässig ist, da durch gekennzeichnet, dass Abschirmelek- troden nur .dort vorhanden sind, wo Elek tronen aus der äussern Elektrode aus treten könnten. 3. Elektronenröhre nach Patentanspruch, mit indirekt geheizter Kathode, dadurch ge kennzeichnet, .dass der innerhalb der Ab schirmvorrichtung liegende Teil des aus Isoliermaterial bestehenden Kathoden- .schichtträgers vollständig metallisiert ist. 4.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, mit indirekt geheizter Kathode, dadurch ge kennzeichnet, dass der innerhalb der Ab schirmvorrichtung liegende Teil des aus Isoliermaterial. bestehenden Kathoden schichtträgers durch einen auf negativem oder Kathodenpotential .gehaltenen Schirm gegen die Entladungsbahn abgeschirmt ist. 5. Elektronenröhre nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Abschirm- vorrichtung zwecks Anschlusses an ein konstantes Potential, das nicht positiver als das der Kathode ist, mit einer aus dem Vakuumgefäss herausgeführten Zu leitung versehen ist. 6.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abschirm- vorrichtung innerhalb der Röhre selbst mit der Kathode leitend verbunden ist. i. Elektronenröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abschirm- vorrichtung die Gestalt eines mit End- flächen versehenen zylindrischen Metall körpers besitzt, der die Arbeitselektroden umschliesst.
    S, Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, deren äusserste Arbeits elektrode zylindrisch und ganz oder nahezu elektronenundurchlässig ist, da durch gekennzeichnet, dass die Abschirm- vorrichtung aus zwei aus Metallnetz an- gefertigten Kapen besteht welche die En den des Elektrodensystems übergreifen.
CH176740D 1933-05-17 1934-04-12 Elektronenröhre. CH176740A (de)

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