CH176897A - Verfahren und Maschine zum Transport frisch gesponnener Kunstseide vom Fällbad in den Nachbehandlungsbottich. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Transport frisch gesponnener Kunstseide vom Fällbad in den Nachbehandlungsbottich.

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CH176897A
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Feldmuehle A-G Vorma Rorschach
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Feldmuehle A G Vormals Loeb Sc
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    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
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Description


  Verfahren und Maschine zum Transport frisch gesponnener     Kunstseide    vom     Fällbad     in den Nachbehandlungsbottich.    Beim erfindungsgemässen Verfahren zum       "Transport    frisch gesponnener Kunstseide  vom     Fällbad    in den Nachbehandlungsbottich,  wird frisch gesponnene Kunstseide auf rei  fenartige     Aufwickelkörper    aufgewunden,  nachdem diese mittelst eines gemeinsamen  Drehgestelles in ihre auf der     Spinnbadseite     der     Kunstseidenspinnmaschine    befindliche  Antriebs- und Arbeitsstellung bewegt wor  den sind,

   in der sie am Umfang abgestützt  und angetrieben werden und aus welcher  Stellung die     Aufwickelkörper    nach dem Be  wickeln mit Kunstseide durch Drehen des  Drehgestelles nach einer auf der     hintern     Seite der Spinnmaschine befindlichen Ab  gangsstelle bewegt werden, von der aus sie  in einen Nachbehandlungsbottich übergelei  tet werden, und bei welcher Drehbewegung  des Drehgestelles dieses einen neuen Satz  leerer, vorher in dasselbe eingelegter reifen  artiger     Aufwickelkörper    in die Antriebs  und     Arbeitsstellung    bewegt.

      Es ergibt dies den grossen Vorteil, dass  die Kunstseide vom Entstehen an bis und  mit der Nachbehandlung, weil alle damit  zusammenhängenden Vorgänge an ein und  derselben Maschine stattfinden, nicht in die  Hand genommen werden muss.  



  Dieses Verfahren soll beispielsweise mit  Hilfe der Zeichnung näher erklärt werden,  welche ein Ausführungsbeispiel von der  ebenfalls Erfindungsgegenstand bildenden  Maschine zur Ausübung dieses Verfahrens  veranschaulicht. Es zeigt:       Fig.    1 die Maschine im Aufriss mit       Schnitt,          Fig.    2 den stirnseitig vorgesehenen An  trieb des Drehgestelles,       Fig.    3 das Drehgestell teilweise im Axial  schnitt nach der Linie     A-B    der     Fig.    1,       Fig.    4 im Aufriss einen geänderten An  trieb des Drehgestelles, und       Fig.    5 einen     Axialsehnitt    dieses Antrie  bes,

   während           Fig.    6 und 7 Aufrisse zur Erklärung  von zwei andern Ausführungen     einer    Ein  zelheit     (Anordnung    von zwei Nachbehand  lungsbottichen an Stelle eines einzigen) sind.  



  In     Fig.    1 und 2 bezeichnet 1 das     Ma-          scbinengestell,    an dessen einer Längsseite  sich das Spinnbad 2 und die Wasserrinne 3  befinden, während auf der andern Längs  seite des Maschinengestelles ein eine Nach  behandlungsflüssigkeit, z. B. Waschwasser  oder     Entschwefelungsflüssigkeit    enthalten  der Bottich 4 angeordnet ist.

   Auf der Ober  seite des Maschinengestelles 1 sind Lager  böcke 5 angebracht, welche eine Hohlwelle  6 aufnehmen, zwischen je zwei einander be  nachbarten Lagerböcken 5 sind auf der  Hohlwelle 6 zwei zur Bildung     ein.    und des  selben Drehgestelles dienende Tragkörper 7  und 8     (Fig.    3) angeordnet, von denen der  erste einen Hohlkörper darstellt und gleich  zeitig als Lagerkopf 9 zur Abstützung der  Hohlwelle 6 im benachbarten Lagerbock 5  dient, während der Tragkörper 8 neben dem  zweiten Lagerbock 5 auf der zentralen Hohl  welle 6 festsitzt.

   Die Tragkörper 7 und 8  besitzen zwei einander diametral gegenüber  stehende Arme 10 und 11     (Fig.    1) zur La  gerung je einer Welle 12     bezw.    13, auf denen  sich Rollen 14     bezw.    15 befinden; der ein  zelne Tragkörper 7     bezw.    8 bildet mit den  zwei kürzeren Armen 10 und 11 zusammen  eine Art Armkreuz.

   Ausser durch die Wel  len 12 und 13 der kürzeren Arme haben die  beiden Tragkörper 7 und 8 des gleichen  Drehgestelles an ihren längeren Armen  durch zwei Wellen 18 und 19     (Fig.    1, 3)  miteinander Verbindung und ferner durch  zwei Wellen 20 und 21, welch letztere auch  dem benachbarten und gegebenenfalls noch  mehr auf der gleichen Hohlwelle 6 gebil  deten Drehgestellen     gemeinschaftlich    sind.  In dem in     Fig.    3     linksseitig    angeordneten  Lagerbock 5 durchsetzen die durchgehenden  zwei Wellen 20 und 21 den Lagerkopf 9 des  dem benachbarten zweiten Drehgestell zu  geordneten Tragkörpers 7.

   Im hohlen Trag  körper 7 befinden sich zwei     Kettentriebe    23  und 24, durch welche einerseits die beiden    Wellen 18 und 20 und anderseits die beiden  Wellen 19 und 21     miteinander    in Bewe  gungsverbindung stehen. Diese Ausfüh  rungsart hat den Vorteil, dass die durch  gehenden Wellen leicht und sicher abge  stützt     bezw.    gelagert werden können, so oft,  als es die Länge der Maschine bedingt.  



  Die der zentralen Welle 6 am nächsten  liegenden zwei Wellen 20 und 21 sind an  ihrem in     Fig.    3 gezeichneten Ende, mit dem  sie     ein    auf der Hohlwelle 6 befestigtes Zahn  rad 25 (siehe auch     Fig.    2)     durchsetzen,    mit  einem Antriebsrad 26     bezw.    27 versehen. Ein  auf einer Welle 28     (Fig.    3) festsitzendes  Zahnrad 29 dient dem     Antrieb    des Zahn  rades 25 und damit aller auf der zentralen  Welle 6 gebildeten Drehgestelle.

   Auf einer  Welle 30     (Fig.    3) ist ein Zahnrad 31 be  festigt, mit welchem gemäss     Zeichnung    das  Rad 27 der Welle 21 im Eingriff ist, zwecks  Drehung dieser Welle 21. Durch periodisches  Drehen des Drehgestelles     bezw.    der Dreh  gestellreihe um 180   werden in wechselnder  Folge Räder 26 und 27     mit    dem festen An  triebsrad 31 in Eingriff gebracht, so dass  jeweils die Welle 20     bezw.    21, sowie die  durch den     Kettentrieb    23     bezw.    24     mit    ihr  gekuppelte Welle 18     bezw.    19 angetrieben  wird.

   Es werden dann auch die auf den mit  einander gekuppelten Wellen 20 und 18       bezw.    21 und 19 festsitzende Rollen 32       bezw.    33     mitgedreht,    welche der Lagerung  und dem Antrieb der     Aufwickelkörper    34  dienen, die reifenartige Gestalt haben, wie  aus     Fig.    1, 2 und 3 hervorgeht. Wie ohne  weiteres klar ist, können verhältnismässig  viele     Aufwickelkörper    34 in der Länge des  einzelnen Drehgestelles     nebeneinander    an  geordnet werden, da sie lediglich an ihren  erhöhten Umfangsrädern abgestützt werden.  



  In der Stellung des Drehgestelles gemäss       Fig.    1 befindet sich der auf den Rollen 33  der beiden Wellen 21 und 19 abgestützte       Aufwickelkörper    34 in der     mit    I bezeich  neten Antriebs- und Arbeitsstellung.

   Es ist  hierbei die Welle 21 durch ihr Rad 27 gemäss       Fig.    3 mit dem Rad 31 der Antriebswelle  30 gekuppelt, und es wird somit der Auf-      Wickelkörper 34 durch die mit den zwei an  getriebenen Wellen 21 und 19 sich     mitdre-          henden    Rollen 33 am     >umfang    angetrieben,  wobei der gemäss     Fig.    1 aus der Düse 35  kommende     Kunstseidefaden    36 über einen  Leiter 37 auf den in der eingezeichneten  Pfeilrichtung sich drehenden     Aufwickelkör-          per    34 aufgewunden wird.

   Nachdem dann  dieser     Aufwickelkörper    34     bezw.    sämtliche  in der Antriebs- und Arbeitsstellung I be  findlichen     Aufwickelkörper    mit Kunstseide  bewickelt worden sind, wird das Drehgestell       bezw.    die ganze Reihe der vorgesehenen  Drehgestelle von der Welle 28     (Fig.    3) aus  in Richtung des in     Fig.    1 eingezeichneten  Pfeils     1I    um<B>180'</B> gedreht.

   Dabei kommen  die bewickelten     Aufwickelkörper    34 aus der  genannten Stellung I in die in     Fig.    1     mit          III    bezeichnete Abgangsstellung, aus wel  cher sie dem Nachbehandlungsbottich 4 zu  geleitet werden, wie später noch näher er  klärt wird. Bei genannter     Verschwenkung     des Drehgestelles kommt ein neuer Satz lee  rer, vorher in der Abgangsstellung     III    in  das Drehgestell eingelegter     Aufwickelkör-          per    in die Antriebs- und     Arbeitsstellung    I.

    Dieser zweite Satz     Aufwickelkörper    sitzt  dann auf den Rollen 32 der beiden Wellen  18 und     =20,    welche bei     erwähnter        Verschwen-          kung    des Drehgestelles in Antriebsverbin  dung mit der Antriebswelle 30 kommen, in  dem die beiden längeren Arme der Tragkör  per 7 und 8, wie natürlich auch deren kür  zere Arme 10 und 11, gegenseitig ihre Lage  vertauscht haben.

   Die Wellen 19 und 21  sind bei erwähnter     Verschwenkung    des  Drehgestelles von der Antriebswelle 30 ab  geschaltet worden, womit der Antrieb der  bewickelten     Aufwickelkörper    aufgehört hat,  von welchen aus die neu nachfolgende Kunst  seide beim     Zrerschwenken    des Drehgestelles  zu den neu in die Antriebs- und Arbeits  stellung bewegten     Aufwickelkörper    kommt,  um dann von diesen aufgewickelt zu werden.  



  Die an der Maschine vorhandenen Dreh  gestelle befinden sich in einer Verschalung  38     (Fig.    1) von teilweise bogenförmigem  Querschnitt und mit einer Anschlagklappe    39 im Bereiche der Abgangs- und Einlege  stelle     III        für    die     Aufwickelkörper.     



  In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel  dient die     Verschälung    zum Sichern der Fel  gen gegen das     Herausspringen    aus dem Dreh  gestell. Es ist aber auch angängig und  durchaus im Sinne der Erfindung, die Dreh  gestelle so auszubilden, dass sie die Felgen  für sich allein, ohne Zuhilfenahme der Ver  schalung, festhalten, bis diese bei der hin  tersten     Auswerfstelle    angelangt und dann  von den Drehgestellen frei gegeben werden  können. Zu diesem Zwecke müssen nur die  Arme 10 und<B>11</B> länger ausgeführt  -erden  und etwas beweglich     sein,    damit sie bei der  Drehung die Reifen ohne Zuhilfenahme der  Verschalung lose halten, in der hintern Stel  lung aber frei gehen können.

   Mit der Frei  gabe der Felgen vom Drehgestell muss auch  die Verschalung den Felgen den Austritt  gestatten. Zu diesem Zwecke sitzt die Ver  schalungsklappe 39 mittelst einer Welle 40  am untern Teil 41 genannter Verschalung  und kann mittelst eines Kurbeltriebes 42, 43       verschwenkt    werden.

   Diese Verschalung ist  durch ihren untern Teil 41 an die     eine     Längswand des     Spinnbades    2 angeschlossen  und weist oberhalb der zweiten Längswand  dieses Bades 2 eine Fensterwand 44 auf und  besitzt an ihrer Decke     einen    Kanal 45 für  den Abzug der Gase, welche in dem von der  Verschalung eingeschlossenen Spinn- und  Wickelraum, sowie aus dem Nachbehand  lungsbottich 4 gesammelt werden, der durch  in ein und     derselben    Höhenlage angeordnete  Rohrleitungen 46 mit dem erwähnten ver  schalten Raum Verbindung hat.  



  Beim     Verschwenken    der Drehgestelle fin  den die von der Antriebs- und Arbeitsstel  lung I     wegbewegten    bewickelten     Aufwickel=          körper    34     _    mit ihren seitlichen Umfangsrän  dern an den auf der Welle 12     bezw.    13 vor  handenen Rollen 14     bezw.    15 Anschlag und  gemäss Ausführungsbeispiel zu gegebener  Zeit noch an der     bogenförmigen    Fläche der  Verschalung, so dass die     Aufwickelkörper     nicht aus den Drehgestellen     herausrollen     können.

   Beim Öffnen der Klappe 39     mittelst         des Kurbeltriebes 42, 43 verlassen die in die  Abgangsstelle     III    gekommenen, bewickelten  Felgen die Drehgestelle, indem sie unter  dem Einfluss der Schwerkraft der Anschlag  klappe 39 folgen, welche man in den vorher  von seinem Deckel 47 befreiten Bottich 4       hineinsehwenkt.,    so dass die     Aufwickelkörper     in den     Bottich    4 hinein rollen     bezw.    gleiten,  in dem sie auf Stützleisten 48 aufzustehen  kommen;

   in     Fig.    1 sind strichpunktiert zwei  Zwischenstellungen der     Aufwickelkörper    auf  ihrem Wege aus der Abgangsstelle     III    in  den die Nachbehandlungsflüssigkeit für die  Kunstseide enthaltenden     Bottich    4 gezeich  net.

   Nachdem auf diese Weise ein bewickel  ter Satz Felgen aus den Drehgestellen in den  Bottich 4 weiter befördert worden ist, wird  an gleicher Stelle ein neuer Satz leerer rei  fenartiger     Aufwickelkörper    in die Dreh  gestelle eingebracht, indem die Felge zu  nächst auf die in passende Lage zurück  geschwenkte Klappe 39 aufgelegt und so  dann durch     Schliessen    dieser Klappe in die  Drehgestelle hinein, das heisst zwischen zwei  Arme des Armkreuzes bewegt werden, wie  ohne weiteres klar ist.

   Bei der nächsten  Drehbewegung der Drehgestelle nach erneu  tem Ablauf der für einen Satz     Aufwickel-          körper    erforderlichen     Bewicklungszeit    wer  den die vorher leer eingelegten     Aufwickel-          körper    vom Drehgestell mitgenommen, wo  bei sie auf der untern bogenförmigen Fläche  der Verschalung rollen, bis sie so weit an  gehoben sind, dass sie auf die Rollen 32     bezw.     33 der Wellen 18 und 20     bezw.    19 und 21  aufzusitzen     kommen,    in welcher Lage die       Aufwickelkörper    die Antriebs- und Ar  beitsstellung erreichen.  



  Es ist von grösster     Bedeutung,    dass die  Drehgestelle mit den Felgen, die zusammen  ein beträchtliches Gewicht ausmachen und  ausserdem einseitig belastet sind, stossfrei ge  schwenkt     und    ebenso stossfrei zum Stillstand       kommen.    Sie müssen ferner immer an ein  und derselben Stelle gesichert und festgehal  ten werden.  



  In den     Fig.    4 und 5 ist beispielsweise  eine hierfür geeignete     Vorrichtung    angege-         ben.    Auf der zentralen hohlen Welle 6 ist  eine Scheibe 50 befestigt, welche am Um  fang zwei einander diametral gegenüber  stehende Aussparungen 51 aufweist.

   In die  eine Aussparung 51 fasst eine     Mitnehmer-          klinke    52, welche seitlich an einem auf der  Scheibe 50 drehbar gelagerten Kettenrad 53  angeordnet ist; an diesem Kettenrad 53  könnten auch zwei     Mitnehmerklinken    52 vor  gesehen sein, von denen jede in die eine der  an der Scheibe 50 vorhandenen zwei Aus  sparungen 51 eingreifen würde. Über das  Kettenrad 53 ist eine Kette 54 gelegt, die       einerends    an einer Kurbel 55 angreift     und          anderends    ein     Gegengevricht    56 trägt. Die  Teile 50 bis 54 bilden eine einseitig wir  kende     Mitnehmerkupplung.     



  Beim Drehen der Kurbel 55 in der in       Fig.    4 eingezeichneten Pfeilrichtung wird  durch die Kette 54 das Kettenrad 53 mit  gedreht, welches     mittelst    der     Mitnehmer-          klinke    52 die Scheibe 50 und folglich die  zentrale Welle 6     mitdreht.    Dadurch werden  die auf der Welle 6 festsitzenden Tragkör  per der Drehgestelle     bezw.    diese selbst ge  dreht. In     Fig.    5 ist nur ein Tragkörper 7  gezeichnet, der hier keine hohlen Arme auf  weist, die Kettentriebe 23 und 24 der Wel  len 18, 20 und 19, 21 sind hier seitlich neben  dem Tragkörper 7 angeordnet.  



  Die     Mitdrehung    des Kettenrades 53 und  folglich der     Drehgestelle    erfolgt zwangs  läufig durch Motorantrieb mindestens wäh  rend einer halben Umdrehung der Kurbel 55  von     A-B,    worauf der     Antriebsmotor    abge  stellt oder eine diesen mit der Welle 70 ver  bindende Kupplung ausgerückt und demzu  folge das     Kettenrad    53 unter dem Einfluss  des Gegengewichtes 56 leer in die Ausgangs  stellung A zurückgedreht wird. Diese Stel  lung ist die Ausgangsstelle für die nächst  folgende Aktion der Welle 70. Die Klinke  52 ;leitet dabei über die Scheibe 50 und  kommt dann mit deren zweiten Aussparung  51 in Eingriff.

   Nach jeder Drehung der  Drehgestelle um<B>180'</B> kommt ein federbela  steter Sperrhebel 57 mit der     einen    von zwei      Rasten<B>58</B> der Scheibe 50 in Eingriff, wo  durch das Drehgestell     in    seiner jeweiligen  Stellung gesichert ist; die beiden einander  diametral gegenüberstehenden Rasten 58 be  finden sich an einem erhöhten Rand der  Scheibe 50.  



  Es sind Vorkehrungen getroffen, um mit:  diesem Antrieb eine allmählich zunehmende  Anfangsbewegung und eine allmählich ab  nehmende     Schlussbewegung    des Drehgestel  les zu erreichen, damit das Drehgestell ohne  Stösse in Anfangs- und     Endstellung    kommt,  was insbesondere für grosse Drehgestelle  wichtig ist. Es ist Bedingung, dass die die  Kurbel 55 tragende Welle 70 zu bestimmten  Zeiten zwangsläufig mindestens eine halbe  Umdrehung, das heisst zweckmässig etwas  über den Punkt B hinaus ausführt, und dass  durch Gegengewicht, Feder oder dergleichen  die Kurbel 55 wieder in ihre Anfangsstel  lung A zurückgebracht wird.  



  Gemäss     Fig.    6 ist ausser dem Bottich 4  noch ein zweiter, tiefer als dieser angeord  neter Bottich 4' vorgesehen, wobei angenom  men ist, dass die Nachbehandlung der auf  die     Aufwickelkörper        aufgewundenen    Kunst  seide in zwei auf die beiden     Bottiche    verteil  ten, aufeinanderfolgenden Arbeitsphasen er  folgt. Die erste Arbeitsphase wird in dem  höher angeordneten Bottich 4 vollzogen, wel  chem die mit Kunstseide bewickelten Felgen  34 durch Öffnen der an der Verschalung 38  vorgesehenen Anschlagklappe 39 und einer  zweiten Anschlagklappe 60 aus der Ab  gangsstellung     III    zugeleitet werden.

   Die  Klappe 39 wird hierbei bei dieser Ausfüh  rung mittelst des Kurbeltriebes 42, 43 auf  wärts geschwenkt, wie aus der Zeichnung  ohne weiteres     ersichtbar    ist, während die  Klappe 60, welche auf einer Welle 61 sitzt  und durch ein Zugorgan 62 mit einem Kur  beltrieb 63, 64 verbunden ist, mittelst dieses  Kurbeltriebes abwärts geschwenkt wird. Der  Bottich 4 ist mittelst Achsbolzen 59 schwenk  bar gelagert.

   Nachdem die Kunstseide auf  den aus der Abgangsstellung     III    heraus in  den Bottich 4 geleiteten     Aufwickelkörpern     34 im Bottich 4 einer     Nassbehandlung    unter-    zogen worden ist, wird dieser Bottich 4 in  die     strichpunktierte    Stellung gekippt, wobei  die     Aufwickelkörper    aus dem Bottich 4 her  ausrollen und     in    den vorher von seinem  Deckel 49 befreiten Bottich 4' hineinfallen,  in welchem dann die Kunstseide auf den       Aufwickeikörpern    einer zweiten     Nassbehand-          lung    unterworfen wird.

   Nachdem die Auf  wickelkörper aus der Abgangsstelle     III    in  den Bottich 4 geleitet      -orden    sind, kann an  genannter Stelle ein neuer Satz leerer Auf  wickelkörper in die Drehgestelle eingelegt  werden.  



  Gemäss     Fig.    7 befindet sich der zweite  Bottich 4' beinahe in gleicher Höhe wie der  Bottich 4 und neben diesem. Es ist dabei  angenommen, dass die Nachbehandlung der  auf den     Aufwickelkörpern    34 in den einzel  nen Bottich gebrachte Kunstseide in dem  betreffenden Bottich vollständig durchge  führt wird. Es können hier durch Öffnen  der an der Verschalung 38 vorgesehenen An  schlagklappen     ä9    und 60 die bewickelten       Aufwickelkörper    34 aus der Abgangsstelle       III        in    den von seinem Deckel 47 befreiten  Bottich 4 geleitet werden, oder nach Öffnen  der Anschlagklappe 60 über den Deckel 47  des Bottichs 4 hinweg in den von seinem  Deckel 49 befreiten Bottich 4'.

   Die Mög  lichkeit des wahlweisen     Überleitens    der be  wickelten     Aufwickelkörper    aus der Abgangs  stelle     III    in den einen oder andern der bei  den Bottiche ist insbesondere von Bedeutung  in Fällen, wo mehr Zeit für die Nachbehand  lung der Kunstseide als zum     Spinnen    und  Aufwickeln benötigt wird.  



  Selbstverständlich können auch noch  mehr als zwei Bottiche für die Nachbehand  lung vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Transport frisch gespon nener Kunstseide vom Fällbad in den Nachbehandlungsbottich, dadurch ge kennzeichnet, dass frisch gesponnene Kunstseide auf reifenartige Aufwickel- körper aufgewunden wird, nachdem diese mittelst eines gemeinsamen Dreh gestelles in ihre auf der Spinnbadseite der Kunstseidenspinnmaschine befind liche Antriebs- und Arbeitsstellung be wegt worden sind,
    in der sie am Um fang abgestützt und angetrieben wer den und aus welcher Stellung die Auf wickelkörper nach dem Bewickeln mit Kunstseide durch Drehen des Dreh gestelles zu einer auf der hintern Seite der Spinnmaschine befindlichen Ab gangsstelle bewegt werden, von der aus sie in einen Nachbehandlungsbottich übergeleitet werden, und bei welcher Drehbewegung des Drehgestelles dieses einen neuen Satz leerer, vorher in das selbe eingelegter, reifenartiger Auf wickelkörper in die Antriebs- und Ar beitsstellung bewegt.
    II. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass zum 'Aufwinden frisch gesponnener Kunstseide dienende, rei fenartige Aufwickelkörper, nachdem sie mittelst eines gemeinsamen Drehgestel les in ihre auf der Spinnbadseite der Maschine befindliche Antriebs- und Ar beitsstellung bewegt worden sind, an ihrem Umfang auf dem Drehgestell ab gestützt sind und angetrieben werden, aus welcher Stellung die Aufwickelkör- per nach dem Bewickeln mit Kunstseide durch Drehen des Drehgestelles zu einer auf der hintern Seite der Maschine be findlichen Abgangsstelle bewegt wer den,
    von der aus sie nach Freigabe in einen Nachbehandlungsbottich übergelei tet werden, und bei welcher Drehbewe gung des Drehgestelles dieses einen neuen Satz leerer, vorher an der Ab gangsstelle in das Drehgestell eingeleg ter, reifenartiger Aufwickelkörper in die Antriebs- und Arbeitsstellung bewegt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Überlei tung der bewickelten Aufwickelkörper aus der Abgangsstelle in den Nach behandlungsbottich durch Ausschwen ken wenigstens eines Haltegliedes, das an der Verschalung angebracht ist, her beigeführt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Überlei tung der bewickelten Aufwickelkörper aus der Abgangsstelle in den Nach behandlungsbottich durch Ausschwen ken wenigstens eines Haltegliedes, das am Drehgestell angebracht ist, herbei geführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die bewickel ten Aufwickelkörper aus dem Nach- Behandlungsbottich in einen zweiten Bottich übergeleitet werden zwecks wei terer Nachbehandlung der Kunstseide. 4.
    Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Nach behandlungsbottich auf der dem Spinn bad gegenüberliegenden Seite der Ma schine angeordnet ist. 5. Maschine nach Patentanspruch II, zur Ausübung des Verfahrens nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Halteglied- eine Anschlagklappe dient, die sich an einer zur Einschlie ssung des Drehgestelles und des Spinn bades dienenden Verschalung befindet, und mit dem eingeschalteten Raum auch der Nachbehandlungsbottich Verbindung hat, zwecks Sammlung und Ableitung der Gase. 6.
    Maschine nach Unteränspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Verscha lung bei der Drehbewegung des Dreh gestelles gleichzeitig zur" Führung der Aufwickelkörper dient, um zu vermei den, dass diese hierbei das Drehgestell verlassen können. 7.
    Maschine nach Patentanspruch II, zur Ausübung des Verfahrens nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der die bewickelten Aufwickelkör- per zuerst aufnehmende Nachbehand lungsbottich verschwenkbar ist, so dass durch Kippen desselben die Aufwickel- körper aus ihm heraus und in den zwei ten Nachbehandlungsbottich hinein be wegt werden können.
    ss. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass mehrere Bot tiche vorgesehen sind, in welche die be wickelten Aufwickelkörper von der Ab- langsstelle aus wahlweise übergeleitet werden können. 9.
    Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da.ss den am Dreh gestell vorhandenen Aufnahmestellen für die Aufwickelkörper ausser den Ab stützelementen noch ein besonderer An-. trieb für die Aufwickelkörper zugeord net ist, welcher Antrieb jeweils bei der Drehbewegung des Drehgestelles mit einem festen Antrieb in Kupplungs zustand tritt bezw. von demselben ab geschaltet wird. 10.
    Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Dreh- bewegeng des Drehgestelles durch eine einseitig wirkende Mitnehmerkupplung erfolgt, deren Antriebsteil unter Kraft einfluss jeweils in die Ausgangsstellung zurückkehrt. 11. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Dreh bewegung des Drehgestelles durch einen Kurbeltrieb erfolgt, der auf ein Über tragungsorgan wirkt, wobei die Her bewegung und die Hinbewegung der Kurbel zwangläufig erfolgt.
    12). Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet; dass die Dreh bewegung des Drehgestelles durch einen Kurbeltrieb erfolgt, dessen Herbewegung durch Motorkraft, die Hinbewegung durch eine andere, selbsttätig wirkende Kraft veranlasst wird.
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