CH177009A - Dichtungsring zur Abdichtung der Kolben und der Kolbenstangen von Kolbenmaschinen. - Google Patents
Dichtungsring zur Abdichtung der Kolben und der Kolbenstangen von Kolbenmaschinen.Info
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Description
Dichtungsring zur Abdichtung der Kolben und der Kolbenstangen von Kolbenmaschinen. Die Erfindung betrifft einen Dichtungs ring zur Abdichtung der Kolben und der Kolbenstangen von Kolbenmaschinen.
Die bekannten Konstruktionen von Kol benmaschinen haben den- Nachteil, .dass die Dichtungsorgane unbedingt mit irgend einem besonderen, von aussen zugeführten Schmier mittel geschmiert werden müssen. Dies hat eine bedeutende Verteuerung des Betriebes zur Folge und zwecks Verringerung des Schmierölverbrauches auf ein Minimum sind teure Einrichtungen nötig. Bei Dampf maschinen verursacht das Schmieröl eine Ver unreinigung des Abdampfes, so dass dieser für bestimmte Zwecke nicht verwendbar ist, da er zu grosse Olmengen enthält. Bei Kom pressoren kann infolge der erhöhten Luft temperatur das Schmieröl zur Entzündung kommen, mas eine Explosion und somit ein Zertrümmern der ganzen Maschine zur Folge haben kann.
Durch das Schmieröl werden die Kühler verunreinigt, was eine besondere Einrichtung zur Abscheidung des Öls erfor dert. Auch bei Kühlmaschinen verursacht die Schmierung mit<B>01,</B> Glyzerin usw. oft unangenehme Störungen. Ebensolche Un annehmlichkeiten, infolge Notwendigkeit der Schmierung, entstehen bei Verbrennungs motoren.
Durch die Erfindung werden diese Nach teile dadurch beseitigt, dass der Dichtungs ring aus selbstschmierendem Material besteht und zwecks Vermeidung einer nachteiligen mechanischen Beanspruchung beim Anpres sen desselben durch wenigstens ein in radialer Richtung des Ringes federndes metallisches Organ nachgiebig .gelagert ist.
In den Zeichnungen sind einige Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Kolbenkompressor im Schnitt. In Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen Kolbenring, in Fig.3 durch einen Kohlen stopfbüchsenring .dargestellt. Fig. 4 ist ein Kohlenkolbenring im Agialschnitt. In Fig. 5 ist eine besondere Ausführungsform eines Dichtungskohlenringes dargestellt. Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des Dich tungskohlenringes, ebenso die Fig. 7 bis 10.
Die Fig. 11 und 12 sind Schnitte durch Dich tungseinrichtungen, bei denen mehrere Koh lendichtungsringe nebeneinander angeordnet sind. Die Fig. 13 bis 18 zeigen Schnitte durch Dichtungsringe, bei welchen die Mas sen des selbstschmierenden Dichtungsringes um Armierungseinlagen angeordnet sind. Die Fig. 19 ist die Endansicht auf einen Dich tungsring, dessen Metalleinlagen aus Blechen gebildet sind, Fig. 20 und 21 sind eine Draufsicht auf einen Teil solcher Ringe.
Fig. 22 ist eine Stirnansicht auf einen aus mehreren Teilen bestehenden Ring, Fig. 23 zeigt eine Einzelheit der Einlage. Fig. 24 ist ein Schnitt durch eine besondere Ausfüh rungsform eines Dichtungsringes. Fig. 25 bis 33 stellen Schnitte durch besondere Ausfüh rungsformen von in das Kolbengehäuse ein gelegten Dichtungsringen dar, wobei Fig. 30 eine Draufsicht äuf Fig. 29, Fig. 33 eine Draufsicht auf Fig. 32 ist.
Fig. 34 bis 37 zeigen die Anbringung der Einlage an der Unterseite des Ringes, wobei Fig.37 einen Mittelschnitt durch Fig. 36 .darstellt. Die Fig.25 bis 35 und 38, 3'9 veranschaulichen Fälle, in denen der Kolben für das Einlegen der Ringe ,geteilt ist, Fig. 36 und 37, ferner Fig.40 bis 46 zeigen Anordnungen für das Einlegen der Ringe in die Nuten des un geteilten Kolbens.
In Fig. 1 ist 1 der Kolben, welcher sich im Zylinder 2 bewegt. Er ist mit Kohlen dichtungsringen 3 versehen. Die Kolben stange 4 des Kompressors ist an beiden Sei ten durch die Stopfbüchsen 5, 6 gedichtet, welche ebenfalls durch Kohlenringe 7, 8 ge bildet werden.
In Fig. 2 ist ein Kolbenring 3 aus Kohle dargestellt, welcher in das metallische Futter 9 eingesetzt ist.
Fig. 3 stellt einen Kohlenstopfbüchsen- ring 7, 8 dar, welcher in das metallische Futter 10 eingesetzt ist. In Fig. 4 ist ein Kohlenkolbenring 3 im Schnitt angedeutet. Aus .dieser Abbildung ist ersichtlich, dass sowohl das Futter 9, als auch der Kohlenkolbenring 3 durch einen einzigen schrägen Schnitt durchschnitten sind.
Bei den bisher bekannt gewordenen Kon struktionen von Dichtungsringen aus Kohle, Graphit oder ähnlicher Masse war der Dich tungsring entweder in mehrere Segmente ge teilt, oder er war mit einer metallischen Unterlage fest verbunden. Die erste Ausfüh rung gewährleistet keine vollkommene Dich tung und kein gleichmässiges Andrücken des Dichtungsringes auf die Dichtungsfläche, während bei der zweiten Ausführung die selbständige Spannung es Kohlendichtungs ringes verhindert wird und ausserdem schäd liche Spannungen von :der Unterlage auf den Kohlenring übertragen werden, wodurch ent weder die Verbindung zwischen dem Kohlen ring und der metallischen Unterlage oder der Kohlenring beschädigt werden.
Diese Nachteile können dadurch beseitigt werden, dass :der geschlitzte metallische Ring lose, eventuell gegen Seitenverschiebung ge sichert, in den Kohlenring eingelegt ist. Der Dichtungsring kann dabei aus zwei gleich achsigen selbständigen, aufeinander lose ge lagerten Ringen bestehen. Beide dieser Ringe können ohne irgend welche feste Verbindung aufeinander gelagert sein, wodurch die federnde Wirkung des metallischen Ringes gleichmässig auf den Dichtungskohlenring übertragen wird. Die Dichtungswirkung eines derartigen Dichtungsringes kann man in ver schiedenen Fällen der Anbringung der Ringe in Maschinen nach Bedarf vergrössern oder verringern, je nach der Wahl eines entspre chenden metallischen federnden Materials, aus welchem der federnde metallische Ring hergestellt ist.
Die Sitzflächen zwischen bei den Ringen können zylindrisch sein, jedoch mit Vorteil können diese zwecks achsialer Sicherung mit Nuten beliebiger Gestalt ver sehen sein. Derart ausgebildete Dichtungs ringe gestatten eine radiale Bewegung .des dichtenden Ringes. In dem Falle jedoch, wenn die Nuten in Form eines Schwalben- Schwanzes oder auf andere Weise ausgeführt sind, ist es nötig, eine derartige Verbindung des Kohlenringes mit dem metallischen Ring mit einem Spiel zu versehen, welches eine Verschiebung in noch eine vollkommen gleichmässige Federung des Dichtungsringes gestattenden Grenzen zulässt.
Der federnde Dichtungsring kann an einer Stelle seines Umfanges auf normale Weise durchschnitten sein, wobei der Schnitt des Dichtungsringes und der Schnitt des metal lischen Ringes an gleicher Stelle geführt sein kann oder beide Schnitte gegenseitig versetzt sein können.
In Fig. 4 ist der Kohlendichtungsring 3 mit einem Vorsprung versehen, welcher in die entsprechende Nut des metallischen Rin ges 9 einfällt.
In Fig. 5 ist auf .dem metallischen Ring 9 der Dichtungsring 3 lose aufgesetzt.
Der Dichtungsring resp. der metallische Ring kann auch mit einer Nut beliebiger C*estalt versehen sein, in welche eine entspre- ehende Rippe des metallischen Ringes bezw. des Dichtungsringes eingreift.
Zwecks Verbesserung der achsialen Siche rung des Dichtungsringes 3, wie sie in Fig. G dargestellt ist, kann man gemäss Fig. 7 den Ring zu beiden Seiten längs des Umfanges abschrägen.
Gemäss Fig. 8 ist der metallische Ring 9 mit einer Schwalbenschwanznut 11' versehen, in welcher der Kohlenring mittelst seiner Rippe 11 mit Spiel gelagert ist.
In Fig. 9 ist der Kohlendichtungsring mit einem Fussstück 11" versehen, welches in einer entsprechenden Ausnehmung .des metal lischen Ringes geführt ist. Auch in diesem Falle ist zwischen metallischem Ring und Dichtungskohlenring ein bestimmtes Spiel vorhanden.
Fig. 10 veranschaulicht ein Ausführungs beispiel, bei welchem der metallische Ring 9 mit einer Rippe 12 versehen ist, welche in eine entsprechende Rinne des Dichtungs ringes 3 eingreift. In Fig. 11 sind mehrere Kohlendichtungs ringe 3 lose in einem einzigen Tragring 13 gelagert.
In Fig. 12 sind ebenfalls mehrere Ringe in einem einzigen metallischen Ring lose ge lagert, wobei jedoch die Rippen am metal lischen Ring angeordnet sind.
In Fällen hoher Beanspruchung von Dich tungsringen aus selbstschmierendem Material ist es nötig, sie genügend zu versteifen, wo bei man jedoch darauf achten muss, dass die Federung .des Ringes den Betriebsbedingun gen entspricht.
Entsprechend den folgenden Ausführungs- beispielen kann dies dadurch erzielt werden, dass man die selbstschmierende Masse des Ringes mit einer Einlage armiert, deren Material vom Material des Dichtungsringes verschieden ist, wobei dieses Material eine grössere Elastizität besitzt als das Material des Dichtungsringes. Die Einlage ist in,der selbstschmierenden Masse lose gelagert. Das Material der Einlage muss einerseits ge nügende Festigkeit, anderseits den Betriebs bedingungen entsprechende Elastizität und Bindefähigkeit aufweisen.
Aus diesen Grün den kann die Einlage entweder aus metal lischem Material, metallischem Gewebe oder Blech, welches gegebenenfalls mit Löchern bezw. Öffnungen beliebiger Gestalt versehen sein kann, hergestellt sein. Der Querschnitt der Einlage kann beliebige .geometrische Form besitzen. Zwecks weiterer Erhöhung der Festigkeit der Ringe aus selbstschmie rendem Material - im Falle, dass diese über aus hoch beansprucht sind - kann man auch im Innern der selbstschmierenden Masse mehrere federnde metallische Einlagen an ordnen, welche gegebenenfalls miteinander verbunden sein können. Die Einlagen selbst können entweder einteilig oder mehrteilig ausgeführt werden.
Besteht der DicUtungs- ring aus mehreren Segmenten, so können diese in Umfangsrichtung entweder durch eine einteilige Einlage miteinander verbun den werden, oder man kann die Einlage auch in mehrere Teile teilen, wobei die Zwischen räume der Einlage sich mit den Zwischen- räumen des Ringes aus selbstschmierender Masse decken können oder die Einlagen diese Zwischenräume überbrücken können.
In Fig. 13 ist die selbstschmierende Masse des Dichtungsringes 9 mit einer metallischen Einlage 14 versehen, deren geometrische Form im Querschnitt ein Kreis ist.
Fig. 14 veranschaulicht ein Beispiel, wo zwecks Erhöhung der Festigkeit der selbst schmierende Dichtungsring durch zwei metal lische Einlagen 14 armiert ist.
Fig. 15 stellt .dieselbe Anordnung der Ein lagen wie Fig. 14 dar, bloss mit dem Unter schiede, dass die Einlagen 14 rechteckigen Querschnitt besitzen.
Gemäss Fig. 16 hat :die Einlage 14 im Querschnitt 1-Form, .gemäss Fig. 17 T-Form. In Fig. 18 ist ein Beispiel veranschaulicht, wo die Einlage 14 kreuzförmigen Querschnitt besitzt.
Fig. 19 stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher die metallischen Einlagen durch Bleche 15 gebildet sind, welche gegebenen falls mit runden Löchern 15' (Fig. 20) oder Ausschnitten 15" von rechteckiger Form ver sehen sind, wie Fig. 21 veranschaulicht.
In Fig. 22 ist eine Stirnansicht auf einen aus mehreren Segmenten 16 bestehenden Ring angedeutet, welche in Umfangsrichtung durch die Einlagen 14 miteinander verbun den sind. Zwecks Sicherung einer vollkom menen Abdichtung sind die Fugen 17 zwi schen den einzelnen Segmenten klein.
Aus Fig. 23 ist ersichtlich, dass die Zwi schenräume 19 in den Einlagen 14 versetzt sein können, gegenüber dem Zwischenraum 20 zwischen den einzelnen Segmenten.
Fig.24 stellt eine Ausführung dar, wo der armierte Ring mit einer federnden metal lischen Unterlage 21 versehen ist.
Als Hauptbedingung für eine richtige Dichtungswirkung hat sich das volle Auf sitzen der Dichtungsringe auf der Gleitfläche ohne :die Dichtung störende Zwischenräume und ohne unzulässig hohe spezifische Drücke ergeben, wodurch eine rasche Abnützung der Kolbenringe verhindert wird. Diese Bedingungen werden dadurch er füllt, dass der Dichtungsring gemäss Fig. 25 bis 46 aus zwei oder mehreren in eine federnde Unterlage eingelegten Segmenten besteht, oder dass er mittelst anderer federn der Mittel an die Gleitfläche gedrückt wird.
Zwecks Anpassung der Gleitfläche der Dichtungsringe an die Lauffläche des Zy linders müssen diese an die erwähnte Fläche derart federnd angedrückt werden, dass sie aufsitzen, wobei auf sie nicht unzulässig hohe spezifische Drücke ausgeübt werden dürfen. Die Anpressung muss aber doch so stark sein, .dass durch den Druck des Me diums, welches zwischen die Dichtungsflä- cben der Ringe und die Gleitflächen des Zylinders dringt, der Dichtungsring nicht nach innen gedrückt wird und somit nicht ein Zwischenraum entsteht, welcher eine Un- dicUtigkeit zur Folge hätte.
Es muss :deshalb .die Druckkraft verhältnismässig bedeutend; aber dabei doch derart begrenzt sein, dass nicht ein unzulässig hoher spezifischer Druck auf die Gleitfläche des Dichtungsringes aus geübt wird.
Dies kann dadurch erzielt werden, dass die selbstschmierende Masse in eine federnde metallische Unterlage eingelegt ist, welche mit Mitteln zur Sicherung der radialen Lage des Dichtungsringes versehen ist, derart, dass die Umfangsdichtungsfläche des Dichtungs ringes nicht über ein im voraus festgesetztes Mass gegen die Dichtungsfläche des abzu dichtenden Körpers gepresst werden kann.
Der Dichtungsring sitzt auf der Sitzfläche nach dem Einlaufen der Maschine auf, wo bei die Sitzflächen die Federkraft auffangen; derart verhindert man ein ungünstiges Aus einanderspreizen des Dichtungsringes nach aussen hin über die zulässige Grenze.
In den Fig. 25 bis 46, welche Dichtungs ringe und ihre Befestigung im Kolben gehäuse darstellen, sind die Segmente aus selbstschmierendem Material (Kohle, Graphit und ähnliches) mit 3 bezeichnet, die metal li2che Unterlage des Dichtungsringes ist mit 9 bezeichnet und das Kohlengehäuse mit 22. Die Unterlage ist entweder als federndes Futter ausgebildet, welches den Dichtungs ring gegen den Umfang hin auseinander- spreizt, oder es sind unter die Ringsegmente Spiralfedern bezw. Flachfedern 27 eingelegt.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 28 bis 35 ist die selbstschmierende Masse derart in die metallische Unterlage eingelassen, dass ihr Herausziehen aus der Unterlage nicht möglich ist.
Die metallische Unterlage kann dabei durch einen oder mehrere Schnitte in mehrere einzelne federnde Segmente derart geteilt sein, dass ihr federndes Auseinanderspreizen möglich ist und wobei die Länge der Seg mente der Unterlage grösser sein kann als die Länge der Segmente aus selbstschmierendem Material.
Die das radiale Spiel der Unterlage resp. des Dichtungsringes begrenzenden Flächen f, sind entweder auf der Unterlage oder am Dichtungsring selbst angeordnet und verhin dern das Auseinanderspreizen des Ringes über das vorgeschriebene Mass hinaus. Beim Montieren eines neuen Ringes lässt man zwi schen den beiden Flächen f, und<I>f 2</I> ein an gemessenes Spiel, welches das Einlaufen der Dichtungsfläche f-. des Dichtungsringes im Zylinder erlaubt. Das Einlaufen erfolgt lang sam und vorsichtig, so dass während er Ein laufperiode keine Störungen an den -Gleit flächen erfolgen.
Sobald die Fläche f, auf die zugehörige Fläche f 2 am Kolbengehäuse oder am Fangteil 23 aufsitzt, ist die Dich tungsfläche des Ringes entlastet und damit eingelaufen.
Die Flächen f, können entweder längs des ganzen Umfanges oder bloss an einzelnen Stellen, welche vorteilhaft längs des Um fanges verteilt sind, angeordnet sein.
Die Fig. 25 bis 31 veranschaulichen einen Dichtungsring, dessen metallische Unterlage 21 die selbstschmierende M_ asse 3 auf drei Seiten einschliesst.
Die Fig. 34 bis 37 veranschaulichen Aus führungsformen, wo die metallische Unter hge bloss auf der untern Seite des Ringes an geordnet ist, in welche Unterlage die Kohlen segmente eingesetzt sind. Die Fig.40 bis 46 zeigen Anordnungen, bei denen der Dichtungsring bloss aus Seg menten aus selbstschmierendem Material be steht und die metallische Unterlage weg gelassen ist. Die Fig. 25 bis 35 und 38, 39 veranschaulichen Ausführungsformen, wo der Kolben für das Einlegen der Ringe geteilt ist. Die Fig. 36, 37, 40 bis 46 veranschau lichen Beispiele mit ungeteiltem Kolben.
Insbesondere diese letzteren Ausführungs formen ermöglichen das leichte Einpassen der Ringe für ein neuerliches Einlaufen dieser Ringe bei einer etwaigen Revision der Maschine. Hier sind die Organe 23 zur Be grenzung des radialen Spiels der Ringe als einfache, gut herausnehmbare Teile aus gebildet; bei den in den Fig. 27 bis 29 dar gestellten Beispielen lassen sich diese Teile bloss bei Auseinandernehmen des Kolbens anordnen.
Im Falle, wenn mehrere Kolben- rinne nebeneinander angeordnet sind, können die in den Fig. 36 oder 45 angedeuteten Haltezapfen oder Haltevierkante für alle Ringe gemeinsam angeordnet werden; es ist nur nötig, bei der Montage nacheinander die Segmente aller Ringe auf einmal einzu schieben.
Die Berührungsflächen benachbarter Enden der Segmente können derart mit Ein- schnitten und Vorsprüngen 25 versehen sein, dass ein Durchblasen zwischen den Segmen ten nicht möglich ist, gegebenenfalls können Berührungsflächen benachbarter Segmente der metallischen Unterlage des Ringes ähn lich ausgebildet sein (Fig. 32, 33).
Die Fugen der Dichtungsringe aus selbst schmierendem Material und der Unterlagen können gegeneinander versetzt sein, derart, dass die Fugen des einen Teils durch die Segmente des andern Teils überdeckt sind, und die Federn 27, welche zum Auseinander drücken der Segmente dienen, können ent weder im Kolbengehäuse oder am Dichtungs ring befestigt sein. Es kann ein einziges federndes Band für .sämtliche Ringsegmente oder es kann für jedes dieser Segmente wenigstens eine besondere Feder vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Dichtungsring zur Abdichtung der Kol ben und der Kolbenstangen von Kolben maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus selbstschmierendem Material besteht und zwecks Vermeidung einer nachteiligen mecha nischen Beanspruchung beim Anpressen des selben durch wenigstens ein in radialer Rich tung des Ringes federndes metallisches Organ nachgiebig gelagert ist. UNTERANSPRüCHE: 1.Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass sowohl der Ring aus selbstschmierendem Material, als auch das federnde metallische Organ des Ringes durch einen einzigen Schnitt aufgeschnitten ist, zum Zwecke, eine radiale Federung des gesamten Dich- tungsorganes herbeizuführen. 2. Dichtungsring nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass ein federnder metallischer Ring (9) gegen Seitenver schiebung gesichert in einen Kohlenring (3) eingelegt ist. 3. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er federnd ausgebildet ist und aus zwei gleich achsig aufeinander lose gelagerten Rin gen besteht. 4.Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Dich tungsring (3) aus Kohle besteht und lose auf die zylindrische Umfläche eines federnden metallischen Ringes (9) auf gesetzt ist. 5. Dichtungsring nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen mit einer Nut versehenen federnden metallischen Ring (9), in welche Nut eine Rippe (11) des Dichtungsringes (3) eingreift. 6. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sowohl der metallische Ring (9), als auch der Kol benring (3) an mehreren Stellen ihres Umfanges durchschnitten sind.7. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in einem ein- zigen federnden metallischen Ring meh rere Kohlendichtungsringe eingelegt sind. B. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kohlen dichtungsring (3) mit Spiel in die Nut des federnden metallischen Ringes (9) eingelegt ist. 9. Dichtungsring nach Patentanspruch,. da durch gekennzeichnet, dass er mit wenig stens einer metallischen Einlage armiert ist, wobei das Material der Einlage vom selbstschmierenden -Material des Ringes verschieden ist und die Elastizität des Einlagematerials grösser ist als .die Ela stizität des Ringmaterials. 10.Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass .die Einlage in der selbstschmie renden Masse .des Ringes lose gelagert ist. 11. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die Einlage aus einem metal lischen Gewebe besteht. 12. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die Einlage aus Blech besteht, welches mit Durchlochungen versehen ist. 13. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Querschnitt der Einlage die Gestalt eines Kreises besitzt. 14. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Querschnitt der Einlage die Gestalt eines Vierkantes besitzt. 15.Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Querschnitt der Einlage Sternform besitzt. 16. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Querschnitt der Einlage 1-Form besitzt. 17. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich- net, dass der Querschnitt der Einlage T-Form besitzt. 18. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Querschnitt der Einlage die Form eines Kreuzes besitzt. 19.Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass er mit mehreren Einlagen armiert ist, welche miteinander verbun den sind. 20. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 und 19, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen einteilig sind. 21. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 und 19, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen je aus mehreren Teilen bestehen. 22. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9, 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass in den Einlagen vor gesehene Schlitze gegenüber den Fugen des aus mehreren Segmenten bestehenden Ringes aus selbstschmierendem Material versetzt angeordnet sind. 23.Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9, 19 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Fugen zwischen den Teilen der Einlage gegenüber den Fugen des aus mehreren Segmenten be stehenden Ringes aus selbstschmierendem Material versetzt angeordnet sind. 24. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass er mit einer federnden metal lischen Unterlage (21) versehen ist. 25. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er aus meh reren in eine federnde metallische Unter lage (21) eingelegten Segmenten besteht. 26.Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die selbst schmierende Masse (3) in eine federnde metallische Unterlage (21) eingelegt ist, welche mit Mitteln zur Sicherung der radialen Lage des Dichtungsringes ver- sehen ist, derart, dass die Umfangs dichtungsfläche (f3) des Dichtungsringes nicht über ein im voraus festgesetztes Mass gegen die Dichtungsfläche des ab zudichtenden Körpers gepresst werden kann. 27. Dichtungsring nach Patentanspruch, .ge kennzeichnet durch mehrere einzeln ab gefederte metallische Segmente, welche dem aus selbstschmierenden Material be stehenden Dichtungsring als Unterlage dienen. 28.Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 27, dadurch gekennzeich net, dass die Länge der Segmente der Unterlage grösser ist als die Länge der Segmente des mehrteiligen Dichtungs ringes aus selbstschmierendem Material. 29. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteransprüchen 27 und 28, dadurch ge kennzeichnet, dass die Querfugen der metallischen Unterlage (21) gegen die Fugen des Dichtungsringes versetzt an geordnet sind, derart, dass die Fugen des einen Teils durch die Segmente .des an dern Teils überdeckt sind. 30.Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .die Berüh rungsflächen benachbarter Segmente des mehrteiligen Ringes aus selbstschmie rendem Material derart ausgebildet sind, dass das freie Durchblasen zwischen den Segmenten verhindert wird. 31. Dichtungsring nach Patentanspruch und Unteranspruch 25, dadurch gekennzeich net, dass die selbstschmierende Masse (3) derart in die metallische Unterlage (21) eingelassen ist, dass ihr Herausziehen aus der Unterlage nicht möglich ist. 32. Dichtungsring nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass die radiale Sicherung der Ringe durch ein beson deres Organ (23) erfolgt, welches einer seits in das Kolbengehäuse, anderseits in den Dichtungsring eingelassen ist.33. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ring (3) über seine ganze Breite sich erstreckende, parallel zur Ringachse liegende Durch brechungen aufweist, und dass im Ge häuse des Kolbens die genannten Öff nungen durchsetzende Querbolzen (23) gelagert sind, das Ganze derart, dass der Ring nicht über ein bestimmtes Mass hin aus auseinander gespreizt werden kann. 34. Dichtungsring nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ab stützung des Dichtungsringes in radialer Richtung durch eine Feder (27) erfolgt, welche unter den Dichtungsring lose ein gelegt ist.
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