CH177055A - Entladungsröhre mit einer Glühkathode und einer Menge in der Entladungsröhre enthaltenen flüssigen Materials. - Google Patents

Entladungsröhre mit einer Glühkathode und einer Menge in der Entladungsröhre enthaltenen flüssigen Materials.

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CH177055A
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mercury
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Entladungsröhre    mit einer     Gliihkathode    und einer Menge in der     Entladungesröhre     enthaltenen flüssigen Materials.    Die Erfindung bezieht sich     auf,eine        Ent-          ladirrie;sröhre    mit einer Glühkathode,     vor-          ziigsweise    mit einer     Oxydkathode,    wobei die  Entladung in einem dampfförmigen Mittel       erfolgt.    Dieses Mittel kann zum Beispiel       (-biecksilberdampf    sein (gegebenenfalls mit  Gasen, zum Beispiel Argon, Neon, Helium       gismiseht)    ;

   zu seiner Erzeugung befindet sich  eine Menge     flüssiges    Material, in vorliegen  dem Beispiel Quecksilber,, auf dem Boden der       Entladungsröhre.     



  Solche Entladungsröhren werden zum       Beispiel    als     Gleiehrichter    für Wechselstrom  oder als Relaisröhren verwendet.  



  Zur Erzielung der erforderlichen     Dampf-          erdwicklung    muss das flüssige Material, zum  Beispiel Quecksilber auf eine hinreichende  Temperatur erhitzt werden, was am     ein-          faehsten    dadurch erreicht wird, dass die Ka  thode in dessen Nähe angeordnet wird. Dies  hat aber den Nachteil, dass das Quecksilber  durch das von der Kathode verdampfende         Haterial    stark verunreinigt wird. Falls zum  Beispiel eine mit     Bariumoxyd    überzogene  Glühkathode verwendet wird, so wird von  der Kathode Barium abdampfen und mit dem  Quecksilber eine Legierung bilden.  



  Nach einer gewissen Dauer wird infolge  dessen der Dampfdruck bei der gegebenen  Temperatur viel niedriger, als er sein würde,  wenn reines Quecksilber vorhanden wäre, so  dass sich die Eigenschaften der Entladungs  röhre in unerwünschter Weise ändern.  



       ,Gemäss    der Erfindung wird dieser Nach  teil in solcher Weise behoben, dass die Vor  teile .der Bauart, bei der die Kathode in un  mittelbarer Nähe des flüssigen     Materials    an  geordnet ist (Kathodenschutz durch hohen  Dampfdruck), beibehalten werden.  



  Dies wird -dadurch erzielt; dass die Glüh  kathode in der unmittelbaren Nähe der Ober  fläche des flüssigen Materials angebracht ist,  aber durch eine mit Öffnungen versehene      Wand davon getrennt ist, derart, dass der ent  wickelte Dampf im wesentlichen durch diese  Öffnungen, die Kathode bestreichend, ent  weicht.  



  Zweckmässig wird die Kathode zu diesem  Zweck in einem Behälter untergebracht, des  sen Seite, aus der die Entladung heraus tre  ten soll, offen ist, wobei in den Seitenwänden.  Öffnungen zum Einströmen des Dampfes,  also zum Beispiel des Quecksilberdampfes  angebracht sind. Oberhalb dieser Öffnungen  ist der Behälter zweckmässig mit einem Ring  mantel verbunden, der den direkten Weg vom  Entladungsraum zu der Quecksilberoberfläche  in der Hauptsache abschliesst. Einerseits ist  auf diese Weise eine vollkommene Trennung  zwischen der Kathode und dem flüssigen  Quecksilber vorhanden, und anderseits wird  der Vorteil beibehalten, dass die Kathode sich  unmittelbar im     Quecksilberdampfstrom,    also  in einem Raum mit verhältnismässig hoher  Quecksilberdampfdichte befindet.

   Dieser  Druck erhält bei der eben erwähnten Ausfüh  rungsform der Röhre sogar einen höheren  Wert als sonst möglich ist, da annähernd der  gesamte entwickelte Quecksilberdampf in  einen verhältnismässig engen Raum unmittel  bar um die Kathode hereinströmt. Obgleich  sich die Kathode etwas über dem Quecksilber  befindet, wird bei der Kathode praktisch der  gleiche Dampfdruck wie     unmittelbar    an der       Quecksilberoberfläche    bestehen. Wenn hin  gegen der Weg des     Quecksilberdampfes    sich  bereits gerade bei der Quecksilberoberfläche  erweitern würde, so würde dies auch unmit  telbar eine starke Ausdehnung des Queck  silberdampfes und eine entsprechende Ver  ringerung der Dampfdichte herbeiführen.

   Ein  Dampfdruck von wenigstens ungefähr 0,1 mm  kann auf diese Weise im angenommenen  Kathodenbehälter sehr leicht erzielt werden.  Der Entladungsröhre selbst kann eine grosse  Kühlfläche gegeben werden, oder zwischen  den Kathodenraum und den Anodenraum  kann ein besonderer Kondensationsraum von  grösserem Durchmesser eingefügt werden,  der durch enge Arme mit dem erstgenannten  Raum in Verbindung steht.

      Bei einem praktischen     Auführungsbei-          spiel    eines Kathodenbehälters mit Ring  mantel ist der letztgenannte, das Quecksilber  von dem Entladungsraum trennende Mantel  als ein Zylinder ausgebildet, der an einer  oder mehreren Stellen einen geringeren Durch  messer als die begrenzenden Teile der     Wanil     der Entladungsröhre hat, so dass das in der  Entladungsröhre kondensierende     Quecksilber     die Möglichkeit hat, längs der Aussenseite  dieses Zylinders zu dem     Quecksilbervorrat     zurückzufliessen. Der Behälter, in dem die  Kathode angeordnet ist, wird dann durch  eine     Querwand    des Zylinders gebildet.

   Da  die Kathode in einem Behälter angeordnet  ist, kann sie der Quecksilberoberfläche näher  gebracht werden, als es sonst möglich wäre,  so dass eine sehr wirksame Dampfentwick  lung entsteht. Der Boden des Behälters kann  vorteilhaft in den Quecksilbervorrat ein  getaucht werden, und es kann sogar der Be  hälter soweit in das Quecksilber gesenkt wer  den, dass sich die Kathode unterhalb der  Oberfläche des ausserhalb des Behälters vor  handenen Quecksilbers befindet.  



  Zur Erzielung einer zweckmässigen An  ordnung ist bei einem Ausführungsbeispiel  der Erfindung .der den Kathodenbehälter ent  haltende Zylinder am untern Ende in einer  tassenförmigen Vertiefung der Wand der  Entladungsröhre angeordnet, die dann den  Quecksilbervorrat enthält.  



  Zur Vermeidung baulicher Verwicklun  gen ist es vorteilhaft, die     Zuführungsdrähte     für die Kathode an einem von der Kathode  abgekehrten Ende in die Wand der Entla  dungsröhre einzuschmelzen. Hierdurch er  übrigt sich die isolierte Durchführung der  Zuführungsdrähte durch den Quecksilbervor  rat und durch die Wände des Kathoden  behälters.  



  Der beispielsweise erwähnte Kathoden  behälter kann an den Zuführungsdrähten der  Glühkathode befestigt sein. Diese Zufüh  rungsdrähte werden ziemlich lang ausfallen,  aber um trotzdem eine feste     Anordnung    zu  erhalten, kann man die tassenförmige, den  Quecksilbervorrat enthaltende Vertiefung da-      zu benutzen, an der Unterseite des den Ka  thodenbehälter umschliessenden Zylinders  Führungen anzuordnen, die an der Wand der       tassenförmigen    Vertiefung anliegen. Hier  durch werden mögliche seitliche Bewegungen  auf ein Minimum beschränkt.  



  In der Zeichnung sind zwei     beispielsweise     Ausführungsformen der Erfindung dar  gestellt.  



       Fig.    1 ist ein schematischer Schnitt durch  das untere Ende einer Entladungsröhre mit  einem darin angeordneten Kathodenbehälter;       Fig.    2. zeigt eine vollständige Entladungs  röhre, und zwar eine     Gleichrichterröhre,    wo  bei der untere Teil im Schnitt mit einer     ge-          rinderten    Ausführungsform des Kathoden  behälters dargestellt ist.  



  Im untern Ende der Entladungsröhre 1       (Fig.    1) befindet sich ein Quecksilbervorrat  2, oberhalb dessen eine Kathode 3 angeordnet       it.    Die Kathode wird von einem Behälter 4  umschlossen, der auf der obern Seite, die der  nicht dargestellten Anode zugekehrt ist, of  fen ist. An dem Behälter ist .ein Ringmantel  5 festgeschweisst, der die Quecksilberober  fläche von dem Entladungsraum trennt, aber  einige Öffnungen 6 besitzt, durch welche das  in der Entladungsröhre kondensierende       Quecksilber    zu dem     Quecksilbervorrat    2     zu-          t,üekfliessen    kann.

   Die Zuführungsdrähte 7  und 8 der Kathode 3 sind mittelst der Röhr  chen 9 isoliert durch das     Quecksilber    und den  Boden des Behälters 4 hindurchgeführt. Un  terhalb des ringförmigen Mantels 5 sind im  Behälter 4 Öffnungen 10 vorgesehen. Das  von der Oberfläche verdampfende Queck  silber kann nur durch diese Öffnungen 10  entweichen, und der gesamte entwickelte  Dampf wird somit in den Raum um die Ka  thode herum eingeführt, so dass dort ein ver  hältnismässig hoher Dampfdruck entsteht, der  der     Kathode,    die sonst durch     Verdampfung          und    durch Aufprallen von Ionen aus der  Entladung schneller verbraucht werden       könnte,    eine längere Lebensdauer sichert.

    Zwischen der Wand der Entladungsröhre 1  und dem Ringmantel 5 verbleibt nur soviel  Raum, dass das in der Entladungsröhre kon-         densierte    Quecksilber längs der Wände der  Röhre wieder nach dem Quecksilbervorrat  zurückfliessen kann.  



  In     Fig.    2 sind die der     Fig.    1 entsprechen  den Teile mit den gleichen Bezugsziffern be  zeichnet. Die Kathode 3 befindet sich hier  in einem Behälter 4, dessen Boden 11 in das  Quecksilber eingetaucht ist, so dass eine sehr  starke Erhitzung des     Quecksilbers    stattfinden  muss. Die sich an den Kathodenbehälter an  schliessende Wand 6 ist hier     zvlindrisch    aus  gebildet; trotzdem ist praktisch die ganze  Oberfläche des Quecksilbervorrates 2: von dem  Entladungsraum getrennt, da der Zylinder in  einer tassenförmigen Vertiefung 12 steht, die  das     Quecksilber    enthält.

   Der Behälter 4     ist     an der obern Seite mit einer Verlängerung  13 ausgestattet; welche das Quecksilber noch  weiter vor von der Kathode zerstäubendem  oder verdampfendem Material schützt, und  ausserdem die Steigerung des Dampfdruckes  in der Nähe der Kathode fördert.  



  Die Zuführungsdrähte 7 und 8 der Ka  thode sind von     Steatitröhrchen    14 umgeben  und am gegenüberliegenden Ende 15 der  Entladungsröhre eingeschmolzen. Um die  Zuführungsdrähte in der richtigen gegen  seitigen Entfernung zu halten, ist ein sich  parallel zu ihnen erstreckender Metalldraht  16 zwischen .den Zuführungsdrähten angeord  net, der     Metallquerstützen    17 trägt, welche  die     Steatitröhrchen    14 umschliessen. Der  Körper, von dem der     Kathodenbehälter    4  einen Teil bildet, ist mittelst der Stützdrähte  18 gleichfalls an den     Steatitröhrchen    14 be  festigt.

   Seitliche Verstellungen der Kathode  werden dadurch vermieden, dass der damit  verbundene Zylinder 6 in seiner Bewegung  durch :die Wände der     tassenförmigen    Ver  tiefung 12 begrenzt ist.  



  Zur richtigen Zentrierung dienen die Rol  len 19, die drehbar auf     Stützdrähtchen    an  geordnet sind, die an dem untern Ende des  Zylinders -6 festgeschweisst sind.  



  Der Draht 16 ist an die Verlängerung 13  des Kathodenbehälters 4 geschweisst, so dass  es möglich ist, bei Isolierung dieses     Drahtes     gegenüber den     Kathodenzuführungsleitern    an      diesen Behälter ein bestimmtes Potential an  zulegen. Der Draht 16 ist nämlich mit  einem Zuführungsdraht 20 verbunden, der  mittelst einer Einschmelzung 21 durch die  Wand der Entladungsröhre 1 hindurchgeführt  ist. Man kann zum Beispiel ein Potential an  legen, das höher als das Kathodenpotential  ist, und auf diese Weise den Behälter als       Zündelektrode    zur Einleitung der Haupt  entladung     benutzen.     



  Die Entladungsröhre 1 hat drei Arme,  von denen in .der Figur nur zwei sichtbar  sind. In jedem Arm ist eine Anode 22 an  geordnet. Die Poldrähte dieser Anoden sind  von     Steatitröhrchen    23 umgeben. Zum wei  teren Schutz der Stelle, an welcher der Zu  führungsdraht und das     Steatitröhrchen    mit  der Anode verbunden sind, ist das hintere  Ende jeder. Anode von einem aus Metallgaze  bestehenden Zylinder 24 umgeben, so dass die  Wärme leicht ausgestrahlt werden kann, wo  durch der Zylinder 24 zugleich als Schutz  gegen Rückentladungen wirkt.  



  Sämtliche Metallteile in der Entladungs  röhre, die mit     Quecksilber    in Berührung  kommen können, bestehen zweckmässig aus  einem Material, das vom Quecksilber nicht  angegriffen wird, zum Beispiel Eisen oder  Chromeisen.     .Statt    dessen können auch Me  tallteile, zum Beispiel aus Kupfer oder Zink,  Anwendung finden, die dann aber vorzugs  weise mit einer Schutzbekleidung, zum Bei  spiel einer Chromschicht, ausgestattet wer  den.  



  An den     Einschmelzstellen    für die Ano  den- und     Kathodenzuführungsdrähte    sind       Chromeisenscheiben    verwendet, deren Rän  der an das Glas der Entladungsröhre an  geschmolzen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Entladungsröhre mit einer Glühkathode, insbesondere einer Ogydkathode, und einer Menge in der Entladungsröhre enthaltenen flüssigen Materials, in dessen Dampf die Entladung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühkathode in unmittelbarer Nähe der Oberfläche des flüssigen Materials an geordnet ist, aber davon durch eine mit Üff- nungen versehene Wand getrennt ist, derart, dass der entwickelte Dampf im \wesentlichen durch diese Öffnungen, die Kathode be streichend, entweicht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode in einem Behälter untergebracht ist, .der auf der Seite, aus der die Entladung tre ten soll, offen ist, wobei in den Seiten wänden ;Öffnungen zum Einströmen des Quecksilberdampfes angebracht sind und der Behälter oberhalb dieser Öffnungen mit einem Ringmantel verbunden ist, der .den direkten Weg von dem Entladungs raum zu der Quecksilberoberfläche im wesentlichen abschliesst. 2.
    Entladungsröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Quecksilber von dem Entladungsraum trennende Ringmantel als ein Zylinder ausgebildet ist, der wenigstens an einer Stelle einen kleineren Durchmesser als die begrenzenden Teile der Wand der Ent ladungsröhre hat, so dass das in der Ent ladungsröhre kondensierte Quecksilber die Möglichkeit hat, längs der Aussenseite die ses Zylinders zu dem Quecksilbervorrat zurückzufliessen, wobei ferner der Behäl ter, in dem die Kathode angeordnet isi:. eine Zwischenwand des Zylinders bildf t 3.
    Entladungsröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Behälters, in dem die Kathode an geordnet ist, in den Quecksilbervorrat ein getaucht ist. 4. Entladungsröhre nach Unteranspruch dadurch gekennzeichnet, dass der den Na thodenbehälter enthaltende Zylinder mm untern Ende in einer tassenförmigen, de Quecksilbervorrat enthaltenden Vertie fung der Wand der Entladungsröhre an geordnet ist. 5.
    Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zufüh- rungsdrähte für die Kathode in die Wand der Entladungsröhre an einem von der Kathode abgekehrten Ende der Ent ladungsröhre eingeschmolzen sind. 6.
    Entladungsröhre nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass .der Katho denbehälter an den Zuführungsdrähten der Glühkathode befestigt ist, wobei seitliche Bewegungen mittelst an der Unterseite des den Kathodenbehälter umschliessenden Zylinders angebrachter Führungen be schränkt werden, die an der Wand der tassenförmigen Vertiefung anliegen und als Rollen ausgebildet sind, die auf am untern Ende des Zylinders festgeschweiss ten Stützdrähten drehbar angeordnet sind. 7. Entladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kathoden behälter mit einem besonderen Poldraht versehen und von den Kathodenzufüh- rungsleitern isoliert ist.
CH177055D 1933-09-01 1934-08-03 Entladungsröhre mit einer Glühkathode und einer Menge in der Entladungsröhre enthaltenen flüssigen Materials. CH177055A (de)

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