CH177179A - Verfahren zur Herstellung eines Körpers im Boden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Körpers im Boden.

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    • E02D5/34—Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Körpers im Boden.    Gegenstand der Erfindung ist ein     Ver-          fiffiren    zur Herstellung eines Körpers, zum  Beispiel Ortpfahls und Fundamentes, im Bo  den mittelst inden Boden eingebrachten aus  dehnungsfähigen und allseitig geschlossenen  Mantels, der aus biegsamem Material besteht.  Der Mantel wird nach dem Einbringen in  den Boden mittelst eines in ihren Holhlraum  eingeführten Druckmittels, zum Beispiel  Druckwasser, Druckluft, oder unter Druck  stehender Baustoffmischung, ausgeweitet.  kn  Dabei kann der Mantel in den Boden hinein  gerammt, oder in ein vorher im Boden     ams-          geführtes    Loch eingebracht werden.

   Dieses  Loch kann durch Rammunog eines Vertreib  rohres, einer Vortreibspitze oder dergleichen  hergestellt werden, wobei das Vortreibrohr  nacoh erfolgter Rammung wieder herausge  zogen wird. Die Vortreibspitze kann natür  lich im Boden verbleiben, wenn keine Ein  richtung zur Wiedergewinnung, getroffen ist.  Auch kann die Herstellug des Loches     mit-          telst    Bohrrohren und Erdbohrern erfolgen.  Der Mantel kann in das Vortreibrohr ein-    geführt und dieses erst hierauf gezogen wer  den.  



  Die Herstellung des Loahes zur     Auf-          tn     nahme des Mantels kann natürlich auch mit  etwa sonst noch geeigneten technischen  Hilfsmitteln erfolgen, wie ganz allgemein  autch die Einbringung des Mantels in das  Erdreich. Dabei kann der Mantel auch nur  an bestimmten Stellen im Boden     angordnet     werden, zum Beispiel am untern Ende eines       Erdlot'hes    zwecks Herstellung eines, Pfahl  fusses oder im Bereich weicher     Erds-chichten,     die verdichtet werden sollen.  



  Im Bereich besonders nachgiebiger     Bo-          denschissliten,    wie zum Beispiel     inder    Nähe  der     Bodeneberfläche,    kann es     zweckmässio#     sein, gewisse Massnahmen zu treffen,     umden     Mantel auch dort wegen des fehlenden oder       Ole     ,     rinzeren        Ge#rendruckesdes    =schliessenden  Materials genügend widerstandsfähig zu     ma-          ühen.    Zum Beispiel wird ein Mantel, der sich  im Erdreich befindet,

   im allgemeinen im un  tersten Teil den grössten und im obersten       Teilden    kleinsten Gegendruck des Erdreiches      erfahren. In solchen Fällen bestelit die     Mög-          liehkeit,    diass sieh der Mantel bei einem be  stimmten Innendruck an der Stelle seiner  grössten Tiefe am wenigsten und an seinem  obern Teil am stärksten ausdehnt. Je grösser  die Ausdehuunry wird, umso grösster und     uii-          günsticer    kann die Materialbeanspruchupng  des Mantels Lind seiner Verbindunuen bezw.  der Löt- oder Schweissstellensein.

   Im untern  Teil könnte der Innendruck noch gesteigert  werden, während vielleicht im obern Teil der  Mantel bei Steiuerting, des Inuendruckes  schon platzt. in solchen Fällen können die  Mäntel zum Beispiel im obern Teil mittelst  einer über, das obere Mlantelende geleuten  starren, oder bis zu einem gewissen Grade  elastischen Haube verstärkt werden. Es kann  zum Beispiel auch zwgeekmässig sein, den  Mantel oben und unten in eine Spitze oder  keilförmig auslaufen zu lassen, um diese En  den widerstandsfähiger zu machen.  



  Zwecks Herstellung von Ortpfählen kann  so vorgegangen werden, dass in die zum Bei  spiel vermittelst Druckluft, oder     Druckwas-          ser    im Boden ausgeweiteten Mäntel Beton  oder Beton mit Eisenarmierunog oder sonst  ein geeignetes Material eingeführt wird. Nach  ,dem Erhärten des eingeführten Betons kann  ,der auf diese Weise hergestellte Pfahl zur  Aufnahme grösserer Lasten dienen, indem na  turgemäss nicht nur der Boden unter der un  tern Grundfläche dieses Pfahls am Trauen  teilnimmt, sondern vor allem auch die Um  fangfläche des Pfahls infolge der zwischen  dem Erdreich und dem Mantel bestehenden  Reibungswiderstände bezw. Haftung.

   Durch  das in den Mantel eingeführte Druckmittel,  zum Beispiel Druckwasser, wird der Mantel  mit entsprechend grossem Druck gegen das  Erdreich gedrückt, so dass durch die zwischen  dem Mantel und dem Erdreich eintretenden  Spannungsverhältnisse am Pfahlumfaug eine  grosse Tragfähigkeit erzielt wird. Ein     sol-          eher    Pfahl kann naturgemäss eine grössere  Tragfähigkeit aufweisen als ein Rammpfahl,  indem bei letzterem beim Rammen jeweils die  Reibung zwischen Pfahl und Erdreich über  wunden worden muss und dadurch am Pfahl-    umfäng künstlich eine Gleitfläche erzeugt  wird.  



  Durch den Druck des Druckmittels,  zum Beispiel an einem     Manemeter    abgelesen  werden kaan, wird der ausdehnungsfähige  Mantel gegen das, umschliessende Erdreich  gepresst. Die genaue Kenntnis dieses Druckes  bietet zum Beispiel gegenüber bekannten  Verfahren zur Herstellung von Ortpfählen  bei denen man gar keinen Überblick hat, wel  che Kräfte letzten Endes zwischen Pfahlum  fang und Erdreich wirken, wesentliolie Vor  teile.  



  Der Mantel kann zweckmässigerweise aus  Blech aus Eisen, Zink, Kupfer hergestellt  werden. Als Mantelmaterial kann natürlich  auch jedes andere, Metall oder sonst ein geeig  neter Baustoff irgendweleher Art Verwen  dung finden. Darunter fallen auch Tuche  oder irgendwelche Gewebe in Form von  Schläuchen und Säcken, sowie auch elasti  sches, dehnbares Materivl, wie Gummi und  dergleichen.  



  In den beigefügten Abbildungen sind  beispielsweise     Ausführungsformen    allseitig  geschlossener Mäntel dargestellt, die zur  Durchführung des erfindungsgemässen     Ver-          fahrens#    verwendet werden können.  



       A-bb.   <B>1</B> zeigt im     Aufriss    einen Mantel  zum Beispiel zur Herstellung von Ortpfäh  len ans Beton oder Eisenbeton. Den Quer  schnitt des in Sternform, möglichst eng     zu-          sammeng        gefalteten        Mantels,        zeigt        Abb.    2     an     .der breitesten Stelle.

   Bei     solcher,Querschnitt-          form    kann der Mantel     möo"lichb-tano,    gefaltet  werden, so     dass,    der Querschnitt des noch nicht  ausgedehnten Körpers möglichst 'klein ist-,  aber die Abwicklung sämtlicher Falten einen       mögliehet    grossen Umfang ergibt.

   Beim bei  spielsweise     sternförmiggen    Querschnitt     (Abb.     2) dehnt sieh der Mantel infolge eines     indas     Innere eingeleiteten Druckmittels, zum Bei  spiel Druckwasser aus, bis er einen ange  nähert kreisförmigen Querschnitt aufweist,  dessen Umfang gleich der Abwicklung des  Sternquerschnittes ist.     Abb.   <B>3</B> und 4 zeigen  einen Mantel, dessen Querschnitt eine     ha.rmo-          nikaartige,    Faltung     asufweist.    Ebenso zeigen      Abb. 5 und 6 einen Mantel, der in der     Längs-          riehtung    hiarmonikaartig ausgebildet ist.

   Es  können auch Mäntel verwendet werden, deren  Form eine Kombination der Form nach  Abb. 5, 6 mit derjenigen nach Abb. 1, 2  ist. Die Falten können in ganz beliebiger  Weise ausgebildet sein, so dass zum Beispiel  Mäntel entstehen, die nach jeder Richtung  sich erweitern können.    Abb. 7 zeigt einen Mantelquerschnitt, der  sich zur Herstellung von Ortpfählen mit  länglichein Querschnitt zum Beispiel ähnlich  oder cleich einem Rechteek eiornet. Solche  Pfähle 7 ergeben, nebeneinander angeardnet,  <B>n</B>  Pfahlwände. Lässt man die Falten von zwei  benachbarten Pfählen ineinandergreifen, wie  beispielsweise aus der Abb. 8 hervorgeht, so  entstehen Wände mit dichten Fugen.' Dabei  kann der Mantelquerschnitt auch nach Abb. 9  mit Nut und Feder ausgebildet werden.

   Es  entstehen hierbei bei Wirkung des Druck  mittels dichte Fugen zwischen den einzelnen  Pfählen, ähnlich wie bei Spundwänden. Der  die Nut enthaltende Teil und die Feder  können auch aus Profileisen bestehen, die in  gleeigneter Weise zwischen das die Falten  aufweisende     Wandungsmaterial    eingeschaltet  sind.    Abb. 10 zeigt, die Spitze eines Mantels  nach Abb. 1. Die Spitze wird hier durch  eine steife Haube a überdeckt, so     dass    die  Spitze vor Überbeanspruchungen geschützt  bleibt. Solche Überbeanspruchungen könnten  auftreten, wenn der Boden im Bereich der  Spitze sehr     nachgiebi   <U>g</U> ist und deshalb dort  der Ausdehnung des Mantels keinen, oder nur  gerinogen Widerstand entgegensetzt.

   In     die-     semn Fall legt sich die Spitze des Mantels  bei Wirkung des     Druohmittels    gegen die  Haube a, die dann den Druck aufnimmt. Die  Haube a kann zweckmässigo, wie aus Abb. 10  ersiohtliceh, mit der Spitze des Mantels fest  verbunden werden. Abb. 11 zeigt eine oolcehe  HEaabe, deren Wandung aus Lamellen b, wie  bei einer Feder, besteht, so dass die Wandung  elalstisch ist und Esirh der Deformation der  Mantelspitze anpasst.

      Nachdem die Mäntel in den Boden auf  irgend eine Weise eingebracht sind und sich  unter dem Druck, zum Beispiel von Druck  wasser oder Druckluft, ausgedehnt haben,  können sie an einer bestimmten Stelle, zum  Beispiel bei Pfählen oben am Kopf, aufge  schnitten bezw. geöffnet werden, oo dass in  den Mantel ein Baustoff, zum Beispiel Be  ton, eventuell mit Eisenarmierung, einge  bracht werden kann. Zu diesein Zweck kann  das im Mantel etwa vorhandene Wasser her  ausgepumpt, oder der Beton kann in bekann  ter Weise unter Wasser eingebracht werden.  



  Auch kann, wenn der Druck während der  Einbringung des Baustoffes, zum Beispiel  des Betons, unverändert bestehen bleiben  soll, der Baustoff mittelst einer Schleuse ein  geschleust werden.  



  <B>In</B> die Mäntel kann     aurh    ausser Beton  eine Eisenarmierung eingebracht werden,  zwecks Herstellung aus Eisenbeton.  



  Als Druckmittel kann auch     vom        Anfanc     an eine unter Druck stehende     Baustoffmi-          ,schung,    zum Beispiel     Gussbeton,    Mörtel,       Zementmiloh    oder dergleichen, Verwendung  finden, so     dass    dann das Druckmittel nicht  erst zum Beispiel durch Beton ersetzt zu wer  den,     brausslit.    Auch kann als     Druükmittel    ein  Gas oder -ein beliebiger flüssiger,     plastisolier     Stoff verwendet     wer-den.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Körpers im Boden, dadurch gekennzeichnet, dass ein allseitig geschlossener, ausdehnungsfähiger, aus biegsamein Material bestehender Mantel, der mit einem Anschlussstück zum Einfüh ren eines Druckmittels versehen ist, in den Boden eingebracht und dann mittelst eines in seinen Hohlraum eingeführten Druo'kmit- tels im Innern unter Druc* gesetzt und da durch ausgeweitet wird.
    UNTERANSPRüCHE- 1. Verfahren nach Patentauspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mantel mit Drueltwasser ausgeweitet -wird und ,durch das Ansehlussstück ein Baustoff eingefüllt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da- durclh gekennztichnet, dass der Mantel mit Druckluft ausgeweitet wird und durehi das Anschlussstück ein Baustoff eingefüllt wird. 3. Verfahren naoh Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass als, Druckmit tel ein unter Druck stehender Baustoff verwendet wird. 4.
    Verfahren nachi Patentanspruchi, da durch gekennzeichnet, dass der Baustoff vermittelst einer Schleuse unter Druck in den Mantel eingeschleust wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass der Mantel nach erfolgter Ausdehnung oben geöffnet und mit einem Baustoff auGgefüllt wird. 6. Verfahren nach Patentansprudh, da durch<U>gekennzeichnet,</U> dass ein Mantel verwendet wird, welcher Falten aufweist. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich- net, dass ein aus Blech bestehender Mail- tel verwendet wird. 8.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Mantel verwendet wird, dessen Enden kegelför mig zulaufen. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Mantel verwendet wird, dessen Enden keilförmig zulaufen. 10. Verfahren nach Patentauspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Mantel verwendet wird, dessen oberes Ende durch eine Haube (a) verstärkt ist. 11. Verfahren nach Patentansprupch, da durch gekennzeielinet, dass ein Mantel verwendet wird, dessen oberes Ende durch Iamellen <B>(b)</B> verstärkt ist. 12.
    Verfahren na-.li Patentanspruch, da durch gekennzeichnet"dass Mäntel neben einander angeordnet werden und zwar derart, dass die Falten der sich berühren den Seiten ineinaudergreifen.
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