CH177388A - Vakuumentladungsgefäss mit von der Pumpe getrenntem Vakuumgefäss und reiner Quecksilberkathode. - Google Patents
Vakuumentladungsgefäss mit von der Pumpe getrenntem Vakuumgefäss und reiner Quecksilberkathode.Info
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Description
Yakuumentladungsgefäss mit von der Pumpe getrenntem Vakuumgefäss und reiner Quecksilberkathode. Bei Vakuumentladungsgefässen, also Quecksilberdampfgleichrichtern, Umrichtern und Invertern, insbesondere mit von der Pumpe getrenntem Vakuumgefäss und reiner Quecksilberkathode, bei denen in einem Va;
kuuingefäss mehrere Anoden einer gemein samen Kathode gegenüberstehen, ist es erfor derlich, die einzelnen Anoden in je einer Anodenkammer unterzubringen, um Rück zündungen zu vermeiden, die dadurch ent- stelien können, dass Ionen aus dem nach den benachbarten Anoden fliessenden Lichtbogen einer sperrenden Anode zugeführt werden.
Ein weiterer Grund für Rückzündungen ist, dass der von der Kathode ausgehende, ,iiisserst heftig bewegte Quecksilberdampf strahl in grossen Mengen Quecksilberionen mit sich reisst.
Gemäss der Erfindung- werden zur Ver meidung von Riickzündungen und eines star ken Lichtbogenabfall.es bei Gleichrichtern mit von der Pumpe getrenntem Vakuum- gefäss und reiner Quecksilberkathode in die ses chemisch inaktive Gase in der Grössen ordnung von einem bis fünfzehn Hundertstel mm Hg-Säule eingefüllt.
Es können sämtliche Edelgase, also He lium, Neon, Argon, Kryptoa, Xenon verwen det werden.
Da. der von der Kathode ausgehende di rekte Quecksilberdampfstrahl im allgemeinen in einem besonderen Kondensationsraum nie derbeschlagen wird, besteht die Möglichkeit, dass die in das Gefäss eingefüllten Edelgase in den obern Teil dieses Kondensations raumes durch die Wirkung des Strahls ge drängt und dort zurückgehalten werden, so dass trotz des Einfüllens von Edelgasen nach einiger Zeit eine Verarmung an Gasteilchen in der Umgebung der Anoden eintritt.
Um diesen Nachteil zu beheben, werden zweckmässig die Raumteile ,des Vakuum- gefäss-es, in denen der direkte von der Ka thode ausgehende Quecksilberdampfstrahl das eingefüllte Edelgas zu komprimieren be strebt ist, durch besondere Wege mit der Umgebung der Anoden verbunden, so dass das Edelgas die Möglichkeit hat, durch diese besonderen Wege immer wieder zu entwei chen und zurückzukehrsn in die Umgebung der Anoden. Es entsteht also ein kontinuier licher Kreislauf des Edelgases, der von dem von der Kathode ausgehenden Quecksilber dampfstrahl angetrieben wird.
Ferner ist der zwar geringfügigen, aber doch stets vorhandenen Gasaufzehrung Rech nung zu tragen. Bei Vakuumentladungs- gefässen, die viele Tausende von Betriebs stunden ihre Eigenschaften bewahren sollen, ist es erforderlich, die Edelgasmenge aus be sonderen Vorratsbehältern zu ergänzen, die entweder von Hand oder selbsttätig in Ab hängigkeit von einer Vakuummesseinrichtung betätigt werden, so dass eine ausreichende Menge Edelgas aus dem Vorratsgefäss in das Vakuumentladungsgefäss nachströmt.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt einen Gleichrichter gemäss der Erfindung mit seinen Kondensatoren im Längsschnitt, der längs der Linie I-1 der Fig. 2 geführt ist; Fig. 2 zeigt einen Querschnitt der Fib. 1; Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungs form des Gleichrichters im Längsschnitt, bei der eine Vorrichtung zur selbsttätigen Nach füllung .des chemisch inaktiven Gases vor gesehen ist;
Fig. 4 zeigt diese Ausführungsform im Querschnitt, und Fig. 5 stellt eine abgeänderte Ausfüh rungsform eines Einzelteils der Nachfüllein- riehtung gemäss Fig. 3 dar.
1 ist der als Kathode dienende Queck silberspiegel des Gleichrichters und 2 sind die sechs Anoden, die in Anodenrohren 5 untergebracht sind. Das Vakuumgefäss be steht aus einem Oberteil 3 und einem Unter teil 4. In dem Oberteil befindet sich der zur Kondensation der Hauptmenge des aus der Kathode 1 verdampfenden Queclzsilber.die- nende Dom 6. Die Anodenarme 5 und der Dom 6 sind von der Kühlflüssigkeit 7 um spült. Im Unterteil 4 ist über der Kathode 1 ein Führungsrohr 8 angeordnet, welches ,den Quecksilberdampf zu dem Konden sationsdom 6 leitet.
Die Kühlung des Unter teils erfolgt durch die Kühlflüssigkeit 9. Von der einen Anode 2 nach der Anode 1 ist der Weg des Lichtbogens durch eine gestrichelte Linie andedeutet. Zur Kondensation der sie denden Kühlflüssigkeit dienen die Konden satoren 13 bezw. 14, die durch die Ruhrleitun gen 11 bezw. 12 mit den Kühlräumen in Verbindung stehen. Die Kondensatoren sind in einem Luftschacht 15 angeordnet und werden durch den Ventilator 16 gekühlt.
Wie bereits dargelegt, wird das ein gefüllte Edelgas sieh durch die Wirkung des Quecksilberstrahls in dem obern Teil des Kondensationsraumes 6 sammeln. Um es von hier in die Umgebung der Anode 2 zu brin gen, sind Rohrleitungen 17 vorgesehen, die mittelst .Stützen 18 befestigt sein können. Die Einströmöffnung der Rohrleitungen 17 ist der gekühlen Wandung des Kondensations raumes zugekehrt, wie die Fig. 1 erkennen lässt.
Hierdurch wird die Rohrmündung dem direkten Strom des Quecksilberdampfes ent zogen, ausserdem ist es vorteilhaft, die Edel gase an einer solchen Stelle aus dem Konden sationsraum herauszuleiten, die verhältnis mässig kalt ist.
Bei der Ausführung gemäss den Fig. 3 und 4 sind an Stelle der Rohre 17 direkte Verbindungsrohre 19 zwischen .den Anoden kammern 5 und dem Kondensationsraum 6 vorgesehen. Um die Rohrmündungen vor dem direkten Strom des Quecksilberdampfes zu schützen, ist ein besonderer Schirm 20 an gebracht. Bei einer derartigen Anordnung der Verbindungswege .entsteht ein kontinu ierlicher Kreislauf des Edelgases, der un gefähr genau so wie der Strom der ionisier ten Gase verläuft.
Ferner ist eine Nachfüllvorrichtunb für das chemisch inaktive Gas vorgesehen. Diese besteht aus dem, aus Eisenblech oder der- gleichen hergestellten Vorratsgefäss 31 für das als chemisch inaktives Gas dienende Edelgas, welches mit d-em Kondensations raum 6 eine konstruktive Einheit bildet. Im Boden des Vorratsgefässes befindet sich ein rohrförmiger Ansatz 33, in welchen der gas- ?D durchlässige zum Beispiel eine Glas fritte, eingesetzt ist.
Die Glasfritte 34 wird zweckmässig mit einem Glasrohr 4.1 und die ses mit einem Metallrohr 45, welches mit- telst eines Zwischenstückes an den Ansatz 33 angeschweisst ist, vakuumdicht verschmolzen. Während des Betriebes ist die Glasfritte 34 normalerweiso mit Quecksilber 35 bedeckt und hierdurch verschlossen. In das Queck silber taucht ein Verdrängungskörper 36 ein. Dieser wird durch die Magnetspule 37 vermittelst des Magnetkernes 38 angehoben, welcher sich in einem Rohr 48, zweckmässig aus unmagnetischem Stahl bewegt.
Dabei senkt sich das Quecksilber 35 und gibt die Fritte 34 frei, so dass Edelgas aus dem Vor ratsgefäss 31 nachströmen kann. Die Erre gung der Spule 37 wird durch ein Vakuum meter, welches nicht mit dargestellt ist, selbsttätig in Abhängigkeit von dem Va kuumdruck im Innern des eigenlichen Va kuumgefässes derart gesteuert, dass bei zu hohem Vakuum der Gasdurchtritt frei gegeben wird.
Lm die Apparatur für die Regelung des Edelgaseintrittes gegen unzulässig hohe Er- wä.rmung zu schützen, ist ein Schirm 46 vor gesehen.
Zum Evakuieren des eigentlichen Va kuumgefässes ist eine Rohrleitung 39 vor gesehen, die durch das Vorratsgefäss 31 durchgeführt ist. Diese Rohrleitung 39 be findet sich im Innern einer Rohrleitung 40 mit vergrössertem Durchmesser, die an die Vakuumpumpe angeschlossen ist. Man er reicht hierdurch, dass beim Ansaugen durch die Rohrleitung 40 gleichzeitig das eigent liche Vakuumgefäss und das Vorratsgefäss evakuiert werden. Nach beendigter Evakuie rung werden die Rohrleitung 40 und die Rohrleitung 39 zusammen abgequetscht, so dass das Vorratsgefäss 3'1 mit dem Vakuum gefäss nur durch die Fritte 34 verbunden ist.
An Stelle der in Fig. 3 angegebenen Eva- kuierleitungen kann man auch die in Fig. 5 angegebene Leitung 4 7 verwenden. Bei einer solchen Führung der Rohrleitung 47 ist es ebenfalls möglich, von ,einer Stelle aus beide Gefässe zu evakuieren. Nach beendigter Eva kuierung wird dann der ausserhalb der Ge fässe liegende Teil der Rohrleitung 47 ab gequetscht.
Sobald die Evakuierung und Formierung beendigt sind, wird durch die Rohrleitung 41 das für den Abschluss der Fritte 34 er forderliche Quecksilber 35 eingefüllt. Hie rauf wird durch die gleiche Rohrleitung das Vorratsgefäss 31 mit Edelgas beschickt. Die Leitung 41 kann dann ebenfalls abgeschmol zen oder durch eine lösbare Absperrung, zum Beispiel einen Hahn oder ein Ventil 42 abgeschlossen werden.
Um den Edelgasdruek in dem Vorrats gefäss überwachen zu können, ist noch ein vorzugsweise verkürztes Quecksilbermano meter 43 vorgesehen.
Das Vorratsgefäss für das Edelgas kann statt am obern Ende des Kondensations domes für das Quecksilber auch an irgend einer andern Stelle des Vakuumgefässes an geordnet sein.
Es ist auch möglich, an Stelle einer Glas, fritte als gasdurchlässigen Körper einen Körper mit einer feinen Bohrung, zum Bei spiel eine Lochscheibe, zu verwenden. Der Edelgasdruck in dem Vorratsgefäss muss dann derart bemessen .sein, dass er nicht ausreicht, um das Quecksilber durch die Bohrung hin durchzutreiben. Im übrigen ist .der Vorgang sinngemäss genau so wie bei der vorstehend beschriebenen Ausführung, so dass die Durch trittsöffnung in Abhängigkeit von dem Gas druck freigegeben wird.
An Stelle der vorstehend beschriebenen Nachfüllvorrichtung können auch in irgend einer andern Weise ausgebildete Fülleinrich tungen treten.
Für Apparate mit metallenem Vakuum gefäss ist die Erfindung von besonderer Be- deutung, weil diese wegen besserer Beherr schung der Kühlung höhere spezifische Be lastungen zulassen und infolgedessen eine ge nauere Einhaltung der Gasdichte in der Um gebung der Anoden verlangen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vakuumentladungsgefäss mit von der Pumpe getrenntem Vakuumgefäss und reiner Quecksilberkathode, insbesondere ein Gross gleichrichter mit metallenem Vakuumgefäss, dadurch gekennzeichnet, dass in das Vakuum gefäss chemisch inaktives Gas in der Grössen ordnung von einem bis fünfzehn Hundertstel mm HK-Säule eingefüllt ist.UNTERANSPRüCHE 1. Vakuumentladungsgefäss nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungswege zwischen der Um gebung der Anoden und,den Raumteilen des Vakuumgefässes, in denen sich das inaktive Gas durch die Wirkung des Quecksilberdampfstrahls vornehmlich sammelt, vorgesehen sind.2. Vakuumentiadungsgefäss nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnungen der Verbindungswege an möglichst kalten Stellen des Konden- sationsraumes für den Quecksilberdampf liegen und gegen den unmittelbaren Strom des Quecksilberdampfes abge schirmt sind.3. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem obern Teil des Kondensations- raumes Verbindungsrohre unmittelbar durch die Kühlräume in die Umgebung der Anoden führen, so dass sich das in- aktive Gas in demselben Kreislauf wie die ionisierten Gase bewegt.4. Vakuumentladungsgefäss nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ausgleich der Gasaufzehrung ein Vorratsbehälter für das inaktive Gas vorgesehen ist, aus dem die Gasfüllung in dem Vakuumgefäss in Abhängigkeit von dem Vakuumdruck in dem Gefäss nachgefüllt wird.5. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der metallene Vorratsbehälter mit dem Vakuumgefäss baulich vereinigt und ein rohrförmiger Ansatz vorgesehen ist, wel cher in das Vakuumgefäss hereinragt und durch einen gasdurchlässigen Körper ab geschlossen ist, und,dass dieser Rohrstut zen oberhalb des gasdurchlässigen Kör pers mit einer gasundurchlässigen Flüs sigkeit gefüllt ist, in welche als Ver drängungskörper ein Magnetkern ein taucht,dessen die Freigabe oder das Be- decktsein des gasdurchlässigen Körpers bestimmende Eintauchtiefe von der Er regung eines 1Zagnetes abhängig ge macht ist, die ihrerseits durch eine Va kuummesseinrichtung derart gesteuert wird, dass der Gasdurchlass freigegeben wird, sobald der Vakuumdruck unter halb eines vorbestimmten Grenzwertes liegt.6. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorratsgefäss mit einer besonderen, verschliessbaren Zuleitung ausgerüstet ist, durch die nachdem Evakuieren und Formieren des Gefässes die zumBedecken des gasdurchlässigen Körpers erforder liche Flüssigkeitsmenge, sowie das in- aktive Gas eingefüllt werden.7. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Vorratsgefäss ein Manometer zur Überwachung des Gasdruckes angeordnet ist. B. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum gemeinsamen Evakuieren des Va kuumgefässes und des Vorratsgefässes eine Saugleitung durch das Vorratsgefäss geführt ist, welche mit einem Ende in dem Vakuumgefäss mündet und mit dem andern Ende in einer zweiten Saug leitung, welche ihrerseits in das Vorrats- gefäss mündet.9. Vakuumentladungsgefäss nach Ünteran- spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Vorratsgefäss .ein Saugrohr auf gesetzt ist, in dessen lichten Raum un ter Freilassung eines Zwischenraumes von unten her das in dem Vakuumgefäss mündende Saugrohr ein Stück herein ragt. 10. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran- anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein gebogenes Rohr vorgesehen ist, das mit dem einen Ende in dem Vakuum gefäss und mit dem andern Ende in dem Vorratsgefäss mündet, wobei ein Teil des Rohres ausserhalb der beiden Gefässe ver läuft.11. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 10, dadurch .gekennzeichnet, dass der gasdurchlässige Körper mit dem Rohrstutzen zwischen dem Vorratsgefäss und dem Vakuumgefäss unter Zwischen fügung eines Glasteils vakuumdicht ver schmolzen ist.12. Vakuumentladungsgefäss nach Unteran spruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass als gasdurchlässiger Körper eine Metall scheibe mit einer feinen Bohrung vor gesehen und der Druck in dem Vorrats gefäss derart bemessen ist, @dass er nicht ausreicht, um die gasundurchlässige Flüssigkeit durch die feine Bohrung hin durchzutreiben.
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