CH177482A - Vakuumentladungsapparat mit flüssigkeitsgekühltem, metallenem Vakuumgefäss. - Google Patents
Vakuumentladungsapparat mit flüssigkeitsgekühltem, metallenem Vakuumgefäss.Info
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Description
Yakuumentladungsapparat mit flüssigkeitsgekühltem, metallenem Vakuumgefäss. In .dem Hauptpatent ist .ein Vakuum- entladungsapparat, zum Beispiel ein Q,ueck- silber.dampfgleichrichter, beschrieben, dessen Kühlflüssigkeit freie Wasserstoffionen höch stens in sehr ,geringem Umfang enthält bezw. abgibt, um zu vermeiden, dass freie Wasser stoffionen durch die Gefässwandungen hin durchdnffun.dieren und im Innern des Va kuumgefässes den Betrieb gefährdendeWasser- stoffaufladungen zur Folge haben.
Es hat sich nun in der Praxis heraus gestellt, dass die in dem Hauptpatent bei spielsweise angegebenen wasserstoffionen- freien Kühlflüssigkeiten aus verschiedenen Gründen nicht in allen Fällen den zu stellen den Anforderungen ,genügen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein Vakuumentladungsapparat nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, bei welchem als Kühlmittel eine Halogen verbindung benutzt ist.
Es kann eine aromatische oder alipha- tische Halogenverbindung verwendet sein. Es kann jede Chlorverbindung in Frage kom men, wie Trichloräthylen, Chloräthan, Tetra chlorkohlenstoff; Aphachlornaphthalin usw.
Die Verwendung von Halogenverbindun gen hat gegenüber andern ebenfalls wasser- stoffionenfreien Kühlmitteln den Vorteil, .dass die Halogenverbindungen nicht feuer gefährlich sind. Infolgedessen ist es nicht nötig, die Kühlräume des betreffenden Va kuumgefässes mit .grösserer Wandstärke aus zuführen, als dies mit Rücksicht auf die in den Gefässen betriebsmässig vorhandenen Drucke erforderlich ist. Bei Verwendung feuergefährlicher Kühlmittel müssten die Kühlräume entsprechend den gesetzlichen Vorschriften mit grösserer Wandstärke aus geführt werden, so dass der Apparat ver teuert würde.
Die Ausbildung der Kühlräume für die Halogenverbindung kann beliebig sein, zum Beispiel können Siedekühler benutzt werden. Vorteilhaft wird man mit iSiedetemperaturen von 40 bis 80 arbeiten, damit bei den im Siedekühler auftretenden, normalen Betriebs temperaturen von 40 bis 60 keine allzu grossen Drücke auftreten.
Zweckmässig wird eine Kühlflüssigkeit ausgewählt; welche in keiner Weise die Metallwandungen der Kühlräume angreift. Es ist hierbei zu beachten, .dass es sich nicht um Transport- oder Aufbewahrungsgefässe für die in Frage kommenden Flüssigkeiten handelt, sondern um ,Gefässe, die für einen über Jahre sich erstreckenden Betrieb be stimmt sind und die infolge ihrer elek trischen und sonstigen Einrichtungen ver hältnismässig sehr teuer sind.
Infolgedessen wird vorteilhaft auch die geringste Korrosion durch die Kühlflüssigkeit vermieden, .da eine solche nach langer Betriebsdauer zu Stö rungen führen kann.
Die Halogenverbindungen enthalten aber gewöhnlich Verunreinigungen, welche im Laufe der Zeit unter Umständen die Metall wandungen durch Abspaltung von Chlor oder Chlorwasserstoff angreifen können. Diese können vor der Verwendung,der Kühl flüssigkeit durch eine Behandlung mit alka- lisehen Stoffen unschädlich gemacht werden. Als solche alkalischen Stoffe kommen zum Beispiel Natronlauge, Soda, Pottasche, Cal ciumhydrogyd und andere alkalische Stoffe in Frage, die in festem Zustand oder in einem geeigneten Lösungsmittel wie Wasser, Alko hol gelöst, beispielsweise als alkoholische Kalilauge angewendet werden können.
Es können zum Beispiel 1,000 ccm Tetrachlor- kohlengtoff mit 1000 ccm alkoholischer Kali lauge längere Zeit in einem mit einem Rück flusskühler versehenen Gefäss .gekocht wer den. Nach dem Erkalten trennen .sich die Flüssigkeiten nach ihrem spezifischen Ge wicht in zwei iSchiohten. Der Tetrachlor- kohlenstoff kann dann für sich abgelassen und so lange mit Wasser gewaschen werden,
bis das Alkali vollkommen entfernt ist und Neütralreaktion des Tetrachlorkohlenstoffes festgestellt werden kann. Die verbleibenden Spuren von Feuchtigkeit können durch irgendein bekanntes Trockenmittel, wie Phos- phorpentogyd oder,dergleiehen entfernt wer den. Die Behandlung der Halogenverbin dungen behufs Entfernung der unerwünsch ten Bestandteile kann gegebenenfalls auch unter Druck erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vakuumentladungsapparat nach dem Pa tentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmittel eine Halogenverbindung verwendet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vakuumentladungsapparat nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel .aus einer aromatischen Halogenverbindung besteht.2. Vakuumentladungsapparat nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass .das Kühlmittel aus einer aliphatischen Halogenverbindung besteht. 3. Vakuumentladungsapparat nach Patent anspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass ,das Kühlmittel aus einer Chlorverbin dung besteht. 4. Vakuumentladungsapparat nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel aus Tetrachlorkohlenstoff besteht.5. Vakuumentladungsapparat nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlmittel verwendet ist, das zur Unschädlichmachung seiner instabilen An teile einer Vorbehandlung mit alkalischen -Stoffen unterzogen worden ist.
Applications Claiming Priority (2)
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