CH177573A - Verfahren zur Herstellung gereifter Alkalizellulose aus Sulfitzellstoff. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gereifter Alkalizellulose aus Sulfitzellstoff.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung gereifter Alkalizellulose aus Sulfitzellstoü. Um Zellstoff für die Herstellung glänzen der Viskoseseide geeignet zu machen, ist es üblich, den Sulfitzellstoff nach der Behand lung mit Natronlauge geeigneter Konzentra tion in Form von Alkalizellulose einer Rei fung zu unterwerfen. Hierbei wird die Alkalizellulose in einzelnen Blechbehältern verteilt in einem gleichmässig temperierten Raum einige Tage (meist 4 bis 5 Tage) aufbewahrt. Durch diese Lagerung wird die Natronzellulose für die Xanthogenierung vor bereitet.
Das Verfahren zur Herstellung gereifter Alkalizellulose aus Sulfitzellstoff nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine ein lösliches Salz des Schwefelwas serstoffes enthaltende Alkalizellulose mit einem sauerstoffhaltigen Gas behandelt.
Es sind zwar schon Verfahren bekannt geworden, bei denen man die Xanthogenie- rung in Gegenwart von Schwefelnatrium durchführt. Schwefelnatrium ist auch schon den Tauchlaugen zugesetzt worden. Das Neue der gegenwärtigen Erfindung ist die Behand lung der ein lösliches Salz des Schwefel wasserstoffes enthaltenden Alkalizellulose mit Luft oder einem andern sauerstoffhaltigen Gas.
Es hat sich herausgestellt, dass die Zufuhr von Sauerstoff zu schwefelnatrium- haltiger Alkalizellulose einen sehr raschen Abbau der Zellulose herbeiführt, so dass in 2-3 Stunden ein Zustand der Alkalizellulose erreicht wird; wie er nach einer Reifung von ungefähr 4-5 Tagen im Reiferaum eintritt.
Die Imprägnierung mit Schwefelnatrium kann auf verschiedene Weise erreicht werden. Das Schwefelnatrium kann beispielsweise der Tauchlauge unmittelbar zugesetzt werden. Die Alkalizellulose kann aber auch naeh Abtrennung der eigentlichen, sohwefelalkali- freien Tauchlauge noch einmal mit schwefel- natriumhaltiger Tauchlauge durchtränkt und erneut abgeschleudert oder abgepresst werden.
Die Behandlung der Alkalizellulose mit Luft oder sauerstoffhaltigem Gasgemisch wird zweckmässig nach Abtrennung der Alkali zellulose von der Tauchlauge in der Zentri fuge, im Zerfaserer oder in einer Xanthat- maschine vorgenommen.
Der rasche Abbau der Viskosität gibt insbesondere die Möglichkeit, die Herstellung der Spinnlösung in einem fortlaufenden Ar beitsverfahren innerhalb weniger Stunden durchzuführen, denn an die unter Zusatz von Schwefelnatrium durchgeführte Schnellreife kann direkt in einem und demselben Gefäss die Xanthogenierung und Lösung des Xantho- genates in verdünnter Natronlauge oder in Wasser angeschlossen werden.
<I>Beispiel:</I> Der zu verarbeitende Zellstoff wird 2 Stun den lang in einer Tauchlauge, bestehend aus 15,1 0Jo NaOH und 2,7 0% Na2S, merzerisiert. Das merzerisierte Produkt wird zwei Stunden unter Einleiten eines kräftigen Luftstroms zerfasert, sofort sulfidiert und das Xantho- genat zu einer Viskose von 7,
5 % Zellstoff und 6,5% Alkali gelöst. Die erhaltene Vis- kose zeigt eine Viskosität von 11", während unter gleichen Bedingungen, aber ohne Gegenwart von Na2S und ohne Zuleiten eines Luftstroms Viskositäten über 300" erhalten werden.
Auch eine Behandlung der Alkalizellulose mit Sauerstoff und eine darauffolgende Ein wirkung von Schwefelalkali auf die Alkali zellulose führt nach der Xanthogenierung und Lösung nicht zu einer gleich niedrig viskosen Zellstofflösung, wie sie durch gleich lange Behandlung einer schwefelalkalihaltigen Alkalizellulose mit Sauerstoff erhalten werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gereifter A1- kalizellulose aus Sulfitzellstoff, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine ein lösliches Salz des Schwefelwasserstoffes enthaltende Alkalizellulose mit einem sauerstoffhaltigen Gas behandelt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als lösliches Salz des Schwefelwasserstoffes Schwefelnatrium verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das lösliche Schwefel wasserstoffsalz der ursprünglichen Tauch lauge zugesetzt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassAlkalizellulose nachAb- trennung einer schwefelalkalifreien Tauch lauge noch einmal mit schwefelnatrium- haltigerTauchlauge durchtränkt und erneut von Lauge befreit wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als sauerstoffhaltiges Gas Luft verwendet wird.
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| CH177573D CH177573A (de) | 1933-06-27 | 1934-06-13 | Verfahren zur Herstellung gereifter Alkalizellulose aus Sulfitzellstoff. |
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