Elektrische Schreibmaschine. Die Erfindung betrifft eine elektrische Schreibmaschine mit einem Typenzylinder, der mit Hilfe von Anschlägen eingestellt wird, die von den angeschlagenen Tasten bewegt werden, und der nach erfolgter Ein stellung gegen das Papier geschleudert wird. Sie besteht darin, dass ein Anschlagarm, der mit den Anschlägen zusammenarbeitet, mit einem von einem Elektromagneten bewegten Getriebe verbunden ist, dass der Anschlag arm länger ist als der Radius des getriebe nen Teils des Getriebes, und dass die mit dem Anschlagarm in Eingriff kommenden Teile der Anschläge auf einem zwischen der Achse des Typenzylinders und derjenigen des Anschlagarmes verlaufenden Bogen liegen.
Vermöge dieser Anordnung ist es mög lich, die von den Tasten bewegten Anschläge auf einem Kreisbogen von verhältnismässig kleinem Zentriwinkel anzuordnen, also auf einem flachen Bogen. Das ist von besonderer Bedeutung dann, wenn die Typen auf deni ganzen Umfang des Typenzylinders ange ordnet sind. Denn wenn in diesem Falle der Anschlagarm an der Typenzylinderwelle an geordnet wäre, müssten die Anschläge auf einem Bogen von grossem Zentriwinkel an geordnet sein, so dass die Verbindung mit den sie einstellenden Tastenhebeln schwierig sein würde.
Wichtig ist, dass die mit dem Anschlagarm in Eingriff kommenden Teile der Anschläge auf einem Bogen liegen, der zwischen der Achse des Anschlagarmes und derjenigen des Typenzylinders verläuft. Dar aus ergibt sich die Möglichkeit, die An schläge mit den Tastenhebeln zu verbinden, ohne dass dadurch die Maschine eine zu grosse Tiefe erhält. Ausserdem ergibt sich daraus die Möglichkeit, einen kurzen An schlagarm von geringem Massenwiderstand vorzusehen, eine Tatsache, die für das schnelle und geräuschlose Schreiben von gro sser Bedeutung ist.
Zweckmässig sind für die einzelnen Be- w egungen, nämlich für die Drehbewegung des Typenzylinders, für die Reihenschaltung und für die Anschlagbewegung des Typen zylinders Elektromagnete vorgesehen, die zweckmässig mit Drehankern versehen sind, bei denen also die Drehachse des Ankers quer zu den Kraftlinien liegt und von diesen geschnitten wird. Ferner ist das Ganze zweckmässig derart ausgebildet, dass die An ker am Ende der Bewegung sieh in oder nahe ihrer Mittelstellung befinden.
Bei bekannten, in elektrischen Schreib maschinen verwendeten Elektromagneten, bei denen der Anker um eine seitlich des An kers angeordnete Achse in der Richtung der Achse des Hernes bewegt wird, wird zu Be ginn der Bewegung eine geringe Kraft aus geübt, die bis zu einem Höchstwert steigt, der dann erreicht wird, wenn der Anker voll kommen angezogen ist. Beim Betriebe von Schreibmaschinen benötigt man jedoch zu Anfang eine grosse Kraft, während zum Schluss der Bewegung eine geringe Kraft ausreicht und erwünscht ist.
Denn zu Be ginn der Bewegung müssen die zu bewegen den Teile beschleunigt werden, während am Schluss der Bewegung eine Verzögerung er forderlich ist. Dieser Bedingung genügt der Magnet mit Drehanker deshalb besonders gut, weil bei diesem das Drehmoment des Ankers zu Beginn der Bewegung gross ist und sich im Verlauf der Bewegung dem Null wert nähert oder null wird.
Auf der Zeichnung sind ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungengegenstandes und Varianten desselben dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die Maschine, und Fig. 2 ist ein wagrechter Schnitt nach der Linie 2-2 von Fig. 1; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 1 und zeigt den Typenzylinder und den zum Drehen desselben dienenden Zahn sektor; Fig. 4 ist ein Aufriss eines Teils von Fig. 3;
Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung der Sperrvorrichtung für den Anschlag des Ty penzylinders in ausgelöster Stellung; Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt durch den Typenzylinder und den obern Teil der Typenzylinderwelle; Fig. 7 ist eine in grösserem Massstabe ge zeichnete Ansicht des obern Endes der Ty- penzylinderwelle; Fig. 8 ist ebenfalls eine Seitenansicht des obern Endes der Typenzylinderwelle;
Fig. 9 und 10 sind Einzeldarstellungen von Teilen des Anschlagmechanismus in An sicht und Grundriss; Fig. 11 ist eine in grösserem Massstabe gezeichnete Ansicht der Einrichtung zum Zurückdrehen der Sektorwelle und des Ty penzylinders in die Mittelstellung, gesehen in Richtung der Pfeile 11-11 in Fig. 1; Fig. 12 ist ein Grundriss der Einrichtung zum Sperren der Sektorwelle und des Ty penzylinders gegen Drehung in der Mittel stellung;
Fig. 13 ist ein Grundriss von Teilen des Reihenschaltmechanismus; Fig. 14 ist ein Schnitt nach der Linie 14-14 von Fig. 13; Fig. 15 ist eine Ansicht von Teilen des Reihenschaltmechanismus von unten; Fig. 16 ist eine Ansicht des die Taste tragenden Endes eines Tastenhebels; Fig. 17 ist eine Stirnansicht des in Fig. 16 dargestellten Endes; Fig. 18 ist ein Grundriss der Einrichtung zur Begrenzung der Drehbewegung der Sek torwelle;
Fig. 19 ist ein Grundriss einer Variante der Einrichtung nach Fig. 18; Fig. 20 ist eine Seitenansicht dazu, ge sehen von links in Fig. 19; Fig. 21 ist ein Längsschnitt durch den Vorderteil einer Variante der Maschine, bei der der mit den Tasten verbundene, die Kon takte der Stromkreise steuernde Mechanis mus in anderer Weise ausgeführt ist als bei der Maschine nach Fig. 1;
Fig. 21a, 21u, 21c sind Teilansichten zu Fig. 21; Fig. 22 ist eine Vorderansicht der Kon taktfedern von Fig. 21; Fig. 23 ist ein Längsschnitt durch eine Variante der Maschine zur Darstellung einer andern Ausführungsform des Umschalt- und Reihenschaltmechanismus; Fig. 23a ist eine Darstellung des Endes eines der Umschalthebel von Fig. <B>23;
</B> Fig. 24 ist ein Grundriss der 1lechanis- men nach Fig. 23; Fig. 25 ist ein Schnitt nach der Linie 25-25 in Fig. 23 und zeigt den Umschalt- und Reihehschaltbügel und einen Teil des die Reihenschaltung bewirkenden Elektro magnetes;
Fig. 26 und 27 zeigen in Ansicht und Grundriss die Lagerung des in Fig. 23 dar gestellten gezahnten Stückes, das in Verbin dung mit einer am untern Ende der Typen zylinderwelle angebrachten Scheibe die ge naue Höhenstellung des Typenzylinders sichert.
Der Typenzylinder 1 (Fig. 1) ist auf sei ner Welle 2 leicht abnehmbar befestigt. Die Welle 2 (Fig. 6 bis 8) ist am obern Ende an zwei gegenüberliegenden Seiten in ihrem mittleren Teil so ausgefräst, dass zwischen zwei seitlichen Lappen 8 ein spitz zulaufen der Kern 3 stehen bleibt. Die verbleibenden Seitenlappen 8 sind oben zu Spitzen 4 aus gebildet. In den Ausfräsungen sind zwei Blattfedern 5 durch eine Niete 6 befestigt. Der Becher 7, auf dem der Typenzylinder 1 sitzt, ist mittelst einer Klemmschraube 9 unmittelbar auf der Welle 2 befestigt. Die Federn 5 finden in den Ausfräsungen der Welle Führung und Schutz gegen Beschädi gung.
Die Typenzylinderwelle ist in bekannter \'(reise in einer mit einem Zahnrad 11 (Fig. 1, 2, 3, 4, 5) versehenen Büchse 10 geführt und in einem Rohr 12 (Fig. 1, 9, 10) gelagert. das mit seinen Seitenarmen 13, 14 ein Form stück bildet. Dieses ist in Spitzschrauben 15, 16 schwenkbar gelagert, so dass der Ty penzylinder seine Druckbewegung gegen die Papierwalze 17 (Fig. 1) ausführen kann. Die Spitzschrauben 15, 16 sind in Armen 18, 19 gelagert (Fig. 2, 3, 9, 10).
Eine Zug stange 20 verbindet den Teil 14' des Armes 14 mit dem Arm 21, der an der zwischen Spitzschrauben 23, 24 drehbaren Achse 22 des Magnetankers 25 befestigt ist. Bekom men die Spulen des Magnetes 26 Strom, so erfolgt demnach durch die Drehung des An kers 25 die Druckbewegung des Typen zylinders.
Der Elektromagnet 26 ist mit den die Drehung des Typenzylinders bewirkenden Elektromagneten 27, 28 (Fig. 1, 2, 19, 20) parallel geschaltet und wird beim. Nieder drücken einer Taste mit eingeschaltet, wo bei jedoch das Ganze derart ausgebildet ist, dass jeweils nur einer der Magnete 27 und 28 erregt wird. Die Druckbewegung ist je doch zunächst durch eine Klinke 29 (Fig. 1 und 5) gesperrt, die in der Lage nach Fig. 1 eine auf der vierkantigen Welle 30 nach unten verschiebbare Hülse 31 festhält, in deren Nute 32 eine Rolle 33 liegt. Diese sitzt an einem Arm 34 des Formstückes 12, 13, 14 (Fig. 1, 5, 10).
Die Lösung dieser Sperrung, so dass die Hülse 31 nach unten bewegt werden und der Druck erfolgen kann, geschieht kurz, vor Beendigung der Drehung des Typenzylinders.
Die Drehung des Typenzylinders erfolgt dadurch, dass ein mit dem Zahnrad 11 (Fig. 1, 2, 3) in Eingriff befindlicher, auf der Welle 30 befestigter Zahnsektor 36 (Fig. 1, 3) durch einen der beiden Magnete 27, 28 in der einen oder, durch den andern, in der andern Richtung gedreht wird, und zwar immer so weit, bis ein an der Welle 30 be festigter Anschlagarm 37 (Fig. 1, 2, 18) gegen einen der Anschlagwinkel 38 stösst, welche Winkel je durch das Niederdrücken der zugehörigen Taste in die Anschlagstel lung verschwenkt werden.
Die Drehung des Typenzylinders erfolgt also über das Ge triebe 11, 36, und im folgenden ist zum Un terschied der Typenzylinderwelle 2, auf der sich das getriebene Zahnrad 11 des Getrie bes 11, 36 befindet, die Welle 30, auf der sich der treibende Zahnsektor 36 des Getrie bes 11, 36 befindet, mit Antriebswelle be zeichnet. Die Anschlagwinkel sind radial zur Antriebswelle 30 angeordnet.
Damit der Anschlagarm nicht zurückprallen kann, sind an ihm Klinken 39, 40 (Fig. 2, 18) ange bracht, die, in Schlitzen geführt und durch Spiralfedern 41, 42 vorgedruckt, im Augen blick des Auftreffens des Anschlagarmes hinter den betreffenden Anschlagwinkel 38 springen, so dass der Typenzylinder in der eingestellten Lage festgehalten wird. Die Sperrung wird dadurch aufgehoben, dass der vorgebrachte Anschlagwinkel 38 wieder zu rückgeht.
Zur Verhinderung des Rückpralles kann an Stelle der Klinken, wie in Fig. 19 und 20 dargestellt ist, an den Magneten 27, 28 je eine um einen Achszapfen 1.51 drehbare Klinke 150 vorgesehen sein, die für gewöhn lich durch eine Feder 152 zurückgehalten, durch den eingeschalteten zugehörigen Mag neten angezogen wird und dabei in einen gezahnten Sektor 153 einfällt, der auf dem Drehanker des zugehörigen Magnetes be festigt ist. Wird die Erregung des Magne tes unterbrochen, so zieht die Feder 152 die Klinke 150 zurück, so dass der Arm 37 frei gegeben wird und der Typenzylinder zurück gehen kann.
Die Aushebung der Klinke 29 und damit die Freigabe der Druckbewegung des Typen- zylinders erfolgt kurz vor Beendigung der Drehbewegung dadurch, dass Winkelhebel 43, 44 (Fig. 18, 19), die an beiden Seiten gegenüber dem Anschlagarm 37 etwas vor stehen, beim Anschlag gegen einen vorge brachten Anschlagwinkel 38 zurückgedrückt werden. Die Winkelhebel 43, 44 sind mit der Klinke 29 durch eine Stange 45 verbun den (siehe auch Fig. 1). Die Freigabe der Druckbewegung schon vor vollendeter Dre hung dient der Beschleunigung des Arbeits vorganges.
Sie ist möglich, weil der zu nächst noch in Ruhe befindliche Druck mechanismus Zeit gebraucht zur Überwin dung seiner Trägheit, und weil der letzte Rest der Drehbewegung auch während des Weges des Typenzylinders zum Papier ge schehen kann.
Die Rückdrehung des Typenzylinders in die Mittelstellung geschieht durch eine Fe- der 46 (Fig. 1, 11), die die beiden Winkel hebel 47, 48 zusammenzieht und sie gegen eine am Zahnsektor 36 befestigte Rolle 49 drückt. Durch Anschlagstifte 52, 53 wird die 2littelstellung des ganzen Systems ge sichert. Die Verwendung nur einer Feder hat nicht nur den Vorzug der Einfachheit, sondern auch den, dass der Widerstand gegen die Drehung des Typenzylinders nach bei den Seiten hin genau der gleiche ist und die Rückdrehung in beiden Fällen mit der glei chen Kraft erfolgt.
Damit der Typenzylinder und die ihn drehenden Organe bei der Rückdrehung nicht überschwingen können, ist noch fol gende Einrichtung vorgesehen: Auf der An triebswelle 30 ist ein Anschlag 54 (Fig. 1 und 12) für zwei Mittelstellungsklinken 55, 56 befestigt. Die Achszapfen dieser Klinken sitzen an Vierkantstützen 57, 58, die durch Schrauben 59, unter Zwischenschaltung von Stellschrauben 60, am Maschinengestell be festigt sind. Dadurch wird die Mittelstel lung justiert.
Beim Niederdrücken einer Taste auf der rechten Seite der Maschine wird die Klinke 56 so verschwenkt, dass eine Drehung der Antriebswelle 30 im Uhrzeiger sinne in bezug auf Fig. 12 ermöglicht ist. Die Rückdrehung wird dann durch die ste- hengebliebene Klinke 55 begrenzt, während Klinke 56 wieder einfällt und einen Rück prall verhindert. Beim Niederdrücken einer Taste auf der linken Seite der Maschine ist der Vorgang analog.
Die Verschwenkung der Klinken 55 oder 56 geschieht durch Win kelhebel 61 (Fig. 1), deren senkrechte Arme mit Stiften 62 in Schlitze der senkrechten Arme der Klinken eingreifen. Der wag rechte Arm der Winkelhebel 61 liegt in der Ruhelage auf einstellbaren Anschlägen 63, durch die der Eingriff der Klinken geregelt. werden. kann. Die Winkelhebel 61 sitzen an Wellen 64, die an ihren äussern Enden senk rechte, durch Lenker 66 mit Armen 67 (Fig. 1) verbundene Arme 65 tragen.
Die Arme 67 sind bei der Maschine nach Fig. 1 auf den Kontaktbügeln 68 befestigt, die bei Niederdrücken einer Taste um die Achse 69 (Fig. 1 und 2) gedreht werden. Auf diese Weise wird beim Anschlagen jeder Taste immer eine der Klinken 55 oder 56 ver- schwenkt und die Drehung in der entspre chenden Richtung freigegeben.
Bei der in den Fig. 21 bis 21e dargestellten Variante ist auf jedem Kontaktbügel 68 und 133 ein Arm 67 angebracht, der beim Anschlagen einer '.faste durch die Bewegung eines Kon taktbügels (68 oder<B>133)</B> vermittelst des Len kers 66 eine der Mittelstellungsklinken 55 oder 56 aushebt. Die Einrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass statt der beiden Klinken nur eine vorgesehen ist, die nach geschehener Rückdrehung in einen Schlitz einfällt.
Zur Vermeidung der Schwierigkeit, die sich daraus ergibt, dass sich die auf der An triebswelle 30 befestigten Teile (Anschlag 54, die Anker der Magnete 27, 28, die Drucksperrhülse 31, Rolle 49 und besonders der Sektor 36) sämtliche in bezug aufeinan der und in bezug auf das Zahnrad n genau in der richtigen Stellung befinden müssen, besitzt die Antriebswelle 30 ein vierkantiges Profil. Die Rückbewegung des Typenzylinders von der Papierwalze wird durch einen be sonderen Elektromagneten 70 bewirkt (Fig. 2). Es kann aber auch nur eine einfache Feder vorgesehen sein, die bei der Druck bewegung gespannt wird.
Der Anker 71 des die Rückbewegung bewirkenden Magnetes ist auf der ebenfalls zwischen Spitzschrau- ben drehbaren Welle 72 befestigt (Fig. 2, 10). Gleichfalls auf dieser Welle sitzt ein Arm 73 (wie 21 in Fig. 9), der durch einen Lenker 74 mit dem Teil 13' des Armes 13 des Formstückes 12, 13, 14 (Fig. 10 und 2) verbunden ist. Wird der Magnet 70, kurz bevor der Typenzylinder das Papier erreicht, durch die Druckbewegung eingeschaltet, so bringt er den Typenzylinder in seine Ruhe lage zurück, in der der Magnet 70 wieder ausgeschaltet ist.
Soll die Rückbewegung nicht durch einen Magneten, sondern durch eine Zugspiralfeder besorgt werden, so kann eine -solche zwischen dem Teil 13' und dem Maschinengestell eingehängt werden. Das Ganze kann auch derart ausgebildet sein, dass der Anschlag des Typenzylinders gegen das .Papier durch eine Feder besorgt wird, und die Rückbewegung durch einen Magne ten, der die Feder spannt.
Zum Ausgleich von ungleichen Strom stössen, insbesondere bei Wechselstrom, kann zwischen dem Anker 25 und dem Formstück 12, 13, 14 (Fig. 9, 10) eine federnde Ver bindung vorgesehen sein, z. B. indem die Zugstange 20 durch eine Spiralfeder ersetzt wird.
Die Zahl der Buchstabentasten ist dop pelt so gross wie die der in einer Reihe des Typenzylinders befindlichen Zeichen. In folgedessen muss - abgesehen von der Um schaltung auf grosse Buchstaben (dritte und vierte Reihe) und derjenigen auf Zahlen und Zeichen (fünfte und sechste Reihe) - bei Betätigung der Hälfte der Tasten der Ty penzylinder nicht nur gedreht, sondern auch selbsttätig um eine Reihe gehoben werden. Diese Reihenschaltung (Fig. 1, 13, 14, 15) wird durch einen unter der Grundplatte 75 der Maschine angebrachten, in Fig. 1 nicht gezeichneten Reihenschaltmagneten 76 be wirkt.
Bei bekannten Maschinen wird ein solcher Reihenschaltmagnet bei jedem Ta stenanschlag mit eingeschaltet, das heisst auch beim Schreiben derjenigen Buchstaben, die ohne Reihenschaltung geschrieben wer den. Beim Schreiben solcher Buchstaben wird dabei entweder der Anker des Reihen schaltmagnetes gesperrt oder seine Verbin dung mit dem die Höhenbewegung des Ty penzylinders vermittelnden Gestänge ausge schaltet.
Es ist ein Vorteil, däss bei der un ten beschriebenen Konstruktion der Reihen schaltmagnet nur dann Strom bekommt, wenn Buchstaben, die Reihenschaltung er fordern, geschrieben werden, und dass die Zahl der überhaupt notwendigen Reihen schaltungen dadurch auf einen relativ ge ringen Prozentsatz herabgemindert werden kann, dass diese Konstruktion es ermöglicht, von zwei Buchstaben, die auf dem Typen- zylinder übereinanderstehen, immer den sel tener vorkommenden für die Reihenschal tung auszuwählen.
Am untern Ende der Typenzylinderwelle 2 befindet sich ein Tel ler 77, in dem eine an der Spitze des Stössers 78 befestigte Kugel 79 liegt. Der Stösser ist durch ein Kreuzgelenk 80, 81 mit dem Um schaltbügel 82 verbunden, der zwischen Spitzschrauben 83, 84 drehbar ist. Das freie Ende des Umschaltbügels ruht mit zwei um gebogenen Lappen 86 auf einer gepolsterten Unterlage 85. Die Umschaltung erfolgt durch zwei Tasten u1 und uz (Fig. 2), an deren Tastenhebeln 87 (Fig. 1) Zugstangen 88 hängen.
Zur geräuschlosen Begrenzung und genauen Einstellung der Umschaltbewe gung und zum Zurückbringen der Um schalttaste in die Ruhelage dienen ein Knie gelenk bildende Hebel 89, 90, die einerseits an den Tastenhebeln 87, anderseits an der Wage 91 angelenkt und durch Federn 92 in geknickter Lage gehalten werden. Beim Nie derdrücken einer Umschalttaste wird das zu gehörige Kniegelenk gestreckt. Die Seiten teile des Umschaltbügels 82 haben nach oben kreisbogenförmige Verlängerungen 93, zwi schen denen sich vier Rollen 94 befinden.
Zwischen je zwei dieser Rollen kann zum Zwecke der Reihenschaltung der als bogen förmig ausgestalteter Keil ausgebildete Arm des Winkelhebels 95 (Fig. 13, 14) geschoben werden, der auf der vierkantigen Welle des Ankers 96 befestigt ist. Zwei am Anker 96 befestigte Platten 97, 98 (Fig. 14, 15) be grenzen die Bewegung des Keils und des Ankers nach beiden Seiten. Eine Feder 99 (Fig. 13) bringt beide in die Ruhelage zu rück.
Damit der zwischen zwei Rollen ge schobene Keil nicht zurückprallen kann, ist eine Klinke 100 (Fig. 13, 14) vorgesehen, die für gewöhnlich durch eine Feder 101 ausser Eingriff mit einem Zahn 102 gehalten und beim Einschalten des Magnetes 76 durch die Magnetpole angezogen wird.
An der Begrenzungsplatte 98 ist eine Rolle 103 (Fig. 15) angebracht, die bei der Betätigung des Reihenschaltmechanismus eine Kontaktfeder 104 gegen eine an der Feder 105 befestigte Kontaktschraube 106) drückt.
Diese Kontakteinrichtung hat folgende Bedeutung: Die Magnete für die Drehung des Typenzylinders und der die Abdruck bewegung ausführende Magnet sind parallel geschaltet. Der Druckmechanismus ist je doch so lange gesperrt, bis die Drehung nahezu vollendet ist. Die Reihenschaltung muss gleichzeitig mit der Drehbewegung be endet sein. Wenn der Drehungswinkel des Typenzylinders sehr klein ist, so ist das letz tere nicht immer mit Sicherheit zu erreichen, sondern zu befürchten, dass die Druckbewe- gung zu früh beginnt, ehe die Reihenschal tung beendet ist.
Eine Lösung der sich aus dieser Schwierigkeit ergebenden Aufgabe kann darin bestehen, dass dem Druckmagne ten eine kleine Verzögerung, etwa durch eine besondere Wicklung, gegeben wird. Nach der Zeichnung ist die Einrichtung so getroffen, dass beim Niederdrücken von Ta sten für Buchstaben mit Reihenschaltung die Miteinschaltung des Druckmagnetes unter bleibt und der Kontakt erst durch die Be wegung des Reihenschaltmagnetes zustande kommt. Die beschriebene Kontakteinrich tung dient zu diesem Zweck.
Eine andere Ausführungsform des Rei- henschaltmechanismus ist in den Fig. 23, 23a, 24 und 25 dargestellt. Der Umschalt bügel 154 ist in dem Lager 155 aufgehängt. 156, 157 sind die Umschaltetastenhebel, die., in ähnlicher Weise wie bei der oben be schriebenen Ausführung, mit Zugstangen 158, 159 verbunden sind.
Die Verbindung des Umschaltbügels 154 mit der Typenzylin- derwelle 2 ist durch einen Stösser 160 her gestellt, der an seinen beiden Enden mit zwei aufgeschraubten Kappen<B>161</B> zwei Ku geln 162 umfasst, von denen die eine am Fussende der Welle 2 sitzt, während die zweite einen Gewindezapfen 163 trägt, mit dem sie in dem Endstück 164 des Umschalt bügels 154 verschraubt ist. Der Gewinde zapfen 163 dient zur genauen Einstellung der Zeilenhöhe auf der Papierwalze 17 (Fig. 1). Durch eine Klemmschraube 165 wird er in der richtigen Stellung in dem geschlitzten Endstück 164 gehalten.
Die Kappen 161 werden so weit aufgeschraubt, dass die Kugeln einen möglichst geringen Spielraum haben, und in dieser Stellung durch einen Querstift 166 vernietet. Die Kugeln 162 ruhen auf gehärteten, polierten Stahlscheiben<B>167.</B> Diese Verbindung hat nicht nur den Vorteil bequemer Einstellung, sondern auch den, dass eine Beweglichkeit nach allen Richtungen erreicht ist.
Diese leichte Beweglichkeit nach allen Seiten ist von grosser Bedeutung, weil es praktisch kaum möglich ist, die Organe, in denen die Ty penzylinderwelle gelagert ist, und den in Fig. 23 dargestellten Umschalt- und Reihen schaltmechanismus immer so genau zu mon tieren, dass ihre Mittellinien in derselben ver tikalen Ebene liegen.
Die beiden Seitenteile des Umschalt bügels sind am einen Ende durch ein U-Stück 168 verbunden, das sich im Ruhezustand gegen einen Polsterstift 169 (Fug. 23) lebt, der durch eine Spiralfeder 170 unten gehal ten wird. Eine mit einer Schraube<B>171</B> be festigte Scheibe 172 ruht auf einer elasti schen Scheibe 173. Die Spiralfeder 170 ist so stark, dass sie beim Rückfall des Um schaltbügels bezw. des Typenzylinders aus gehobener Stellung nicht sichtbar nachgibt, aber als Stossdämpfer das Geräusch ver hindert.
Die Begrenzung der Abwärtsbewegung der Umschalttastenhebel 156, 157 erfolgt geräuschlos durch dünne Schienen 174, 175 (Fug. 23, 24), die durch Schrauben 176,<B>177</B> und Gegenmuttern 178, 179 eingestellt wer den können.
Die Reihenschaltung geschieht durch einen besonderen Reihenschaltbügel <B>180</B> (Fug. 23, 25), der ebenfalls zwei Seitenteile besitzt, die durch ein U-Stück 181 verbunden sind. Der Reihenschalt- und der Umschalt bügel drehen sich um eine gemeinsame Achse 182. Durch eine Zugfeder 183 wird der Rei- henschaltbügel unten gehalten. Seine Auf wärts- und seine Abwärtsbewegung werden durch eine starke, nicht sichtbar nach- gebende, dünne Blattfeder 184, die sich zwi schen zwei Stellschrauben 185, 186 bewegt, begrenzt.
Die Stellschrauben sitzen in ge schlitzten Lagerböcken 187, 188 (siehe auch Fig. 24) und werden durch Schrauben 189, 190 festgestellt. An seinem freien Ende trägt der Reihenschaltbügel 180 eine Reihen schaltklinke 191, die sich auf den Stift 192 stützt. Sie kann mit einem gezahnten Stück <B>193</B> in Eingriff treten, das zwischen den Seitenteilen des Umschaltbügels 154 mittelst Nieten befestigt ist. Die drei Einschnitte in 193 entsprechen der Normalstellung des Ty penzylinders und seiner Stellung bei Benut zung der Umschalttasten u1, 2c2, die an den Tastenhebeln 156,<B>157</B> sitzen.
In einen Schlitz der Klinke 191 ragt ein Stift 194, der am Anker 195 des Reihenschaltmagne- tes 196 (Fug. 25) befestigt ist. Bekommt dieser Strom, so dreht sich der Anker üm seine Achse 197, der Stift 194 bewegt sich nach oben, bringt zunächst die Klinke 191 in Eingriff mit dem gerade vor ihr liegen den Einschnitt im Stück 193 und hebt dann dasselbe und damit den Reihenschalt- und den Umschaltbügel und die Typenzylinder welle mit dem Typenzylinder um eine Ty penreihe. Der Hub des Typenzylinders wird durch die Feder 184 geräuschlos begrenzt.
Die Feder 183 verhindert, dass der Bügel 180 gehoben wird, ehe die Klinke 191 in einen der Einschnitte von 193 gedreht ist.
Zwischen den Seitenteilen des Umschalt bügels 154 ist ein zweites gezahntes Stück 198 befestigt, das mit einer Sperrklinke 199 zusammenarbeitet. Diese verhindert, dass sich der Umschaltbügel im Ruhezustand nach oben bewegt, und dass der Bügel bei Benutzung einer der beiden Um schalttasten über die gewünschte Stel lung hinausgeschleudert wird. Eine Nase 200 an der Klinke 199 liegt für gewöhnlich vor einem Stift 201 der Klinke 191. Wird diese durch den lliagneten 196 nach rechts in bezüg auf Fig. 23 gedreht, so wird die Klinke 199 ausgehoben, so dass die Reihen schaltung möglich wird.
Die Klinke 199 wird bei Betätigung einer Umschalttaste durch Haken 202, 202 ausgehoben, die an den Enden der Tastenhebel 156, 157 sitzen und mit einer schrägen Fläche auf einen, am obern Ende der Klinke 199 angebrachten Stift 204 wirken. Durch die Schrägflächen und den Stift 204 wird die Klinke 199 bei Beginn der Umschaltung ausgehoben. Die Zugstangen 158, 159 haben gegenüber dem Bügel 154 bei 159' einen kleinen Spielraum, damit die Klinke<B>199</B> durch die Hebel 156, 157 ausgehoben wird, ehe die Umschaltung beginnt.
Bei der Umschaltung auf die dritte Reihe des Typenzylinders fällt die Klinke wieder ein, sobald sie den ersten Zahn des Stückes 198 passiert hat, weil der entspre chende Haken 208 nur kurz ist (Fig. 28a), bei Umschaltung auf die fünfte Typenreihe wirkt der längere Haken 202, damit die Klinke 199 erst gegen den dritten Zahn des Stückes 198 treffen kann. In beiden Fällen wird die Klinke 199 bei Reihenschaltung durch den Stift 201 der Klinke 191 noch mals ausgehoben.
Am untern Ende der Typenzylinderwelle 2 ist eine Scheibe 205 mit konischem Rande angebracht, die bei der Druckbewegung in ein gezahntes Stück 206 einfällt, wodurch Ungenauigkeiten in der Höheneinstellung des Typenzylinders korrigiert werden. Das Zahnstück 206 ist um die Achse 207 (Fig. 26,<B>27)</B> drehbar und wird durch eine Schrau benfeder 208 in der gezeichneten Lage ge halten. Beim Anschlag kann es ein wenig zurückweichen zur Vermeidung des Geräu sches, und damit die richtige Höheneinstel lung schon erreicht wird, bevor die Type auf das Papier trifft.
Die Achse 207 hat am untern Ende ein Gewinde, und ihr oberes Ende ist in dem Lager 209 längsverschieb bar. Infolgedessen kann das Stück 206 be quem auf die richtige, Höhe eingestellt wer den.
Die Befestigung der Tasten auf den Ta stenhebeln ist in den Fig. 16 und 17 dar gestellt. Die Tastenhebel 110 sind so aus gestanzt, dass eine Zunge 110' entsteht, die etwas nach der Seite gebogen ist, so dass sie als Feder wirkt, wenn die auf der Unterseite mit einem Schlitz versehenen Tasten 111 Bar aufgesteckt werden. Durch eine Abschrä- gung 112 der obern Kante des Tastenhebels und des Schlitzes in den Tasten wird das Aufstecken der Tasten erleichtert.
Damit die Tasten der einzelnen Reihen nicht versetzt, sondern gerade hintereinan der liegen können, werden die Tastenhebel der beiden untern Reihen, immer der eine nach rechts, der andere nach links, seitlich gekröpft (Fig. 2). Sowohl bei der Maschine nach Fig. 1, wie auch bei der Variante nach Fig. 21 sind sämtliche Tastenhebel 110 der Buchstabentasten auf einer gemeinsamen Achse llss angeordnet, die bei der Maschine nach Fig. 1 durch Schellen 114 gehalten ist. Über jedem Tastenhebel liegt bei der Ma schine nach Fig. 1 und 2 ein Zwischenhebel 115, der aus zwei Seitenteilen zusammen gesetzt ist.
Die Tastenhebel liegen mit ihrem obern Rande zwischen den beiden Seitentei len, so dass sich die beiden Hebel gegenseitig führen. Auch die Zwischenhebel haben eine gemeinsame Achse 116. Zwischen den Sei tenteilen der Zwischenhebel 115 befinden sich Scheiben 115', die auf den innern Enden der Tastenhebel aufliegen. Federn 117 zie hen die Zwischenhebel nach unten, so dass die Tastenhebel mit ihren innern Enden 118 auf einer mit Filz oder Feder gepolsterten Unterlage 119 aufliegen. Bei der Variante nach Fig. 21 besitzt jeder Tastenhebel 110 an seinem hintern Ende einen Stift 115", der in einen Schlitz eines zugehörigen Zwischen hebels 115, die alle auf der Achse 116 an geordnet sind, eingreift.
Die innern Tasten hebelenden und die Zwischenhebel sind der art ausgebildet und die Scheiben 115' (bezw. nach Fig. 21 die Stifte 115") sind so an geordnet, dass der Tastentiefgang und die Bewegung der Zwischenhebel trotz verschie dener Länge der Tastenhebel überall gleich ist, das heisst. die Scheiben 115' (bezw. die Stifte 115" nach Fig. 21) sitzen, je nach der Länge des Tastenhebels, weiter hinten oder vorn.
Die genaue Begrenzung der Ta sten- und der Zwischenhebelbewegung nach oben und nach unten geschieht sowohl bei der Maschine nach Fig. 1, wie auch bei der Variante nach Fig. 21 durch eine U-förmige Schiene 120.
Bei der Maschine nach Fig. 1 und ? tra gen die freien Enden der Zwischenhebel 115 Klinken l21, von denen je zwei mit einem Absatz auf ein und dieselbe der auf einer gemeinsamen Achse 69 drehbaren Platten 123 wirken, welche Platten mittelst Stösser 12.1 schräg angeordnete Hebel 1<B>2</B>5 um ihre Achse 126 drehen. Das andere Ende von ,jedem dieser Hebel liegt je in dem Schlitz eines Schraubstiftes 127, von denen jeder in einem Auge eines Anschlagwinkels 38 steif drehbar und in der Höhe einstellbar ist. Die Lager 128 der Hebel 125 sind in dem Ge- stellteil 129 drehbar.
Federn 130 bringen die Anschlagwinkel 38 und die mit ihnen in Verbindung stehenden Teile, nach geschehe nem Abdruck der Type, in die Ruhelage zurück.
Durch das beschriebene Hebelsystem (Fig. 1 und 2) wird erreicht, dass alle Tasten den gleichen Tiefgang haben und eine gleich grosse Bewegung der Klinken 121 und der Anschlagwinkel 38, der Kontaktfedern usw. bewirken, obwohl sie rein nach der Zweck mässigkeit angeordnet sind und die Tasten liebel, trotz ihrer sehr verschiedenen Länge, sich um eine gemeinsame Achse drehen.
Es wird ferner erreicht, dass die parallel neben einander liegenden Tastenhebel auf die zur Antriebswelle 30 radial angeordnete An- sehla.gwinkel 38 wirken können, ohne dass dabei Klemmungen entstehen können, und ohne dass bei der praktischen Ausführung und der Montage besondere oder schwer zu erfüllende Anforderungen in bezug auf Ge nauigkeit zu stellen sind.
Über den Platten 123 liegt, auf jeder Seite der Maschine, ein schon oben erwähn ter Kontaktbügel 68 (Fig. 1 und 2), der beim Niederdrücken einer Taste durch die ent sprechende Platte 123 gehoben wird-und da durch mittelst U-förmig gebogener Kontakt federn 131 und Gegenkontakten 132 den Strom für einen der Drehmagnete 27, 28 und den Druckmagneten 26 schliesst. Ein weiterer Kontaktbügel 133 ist so geformt, dass er nur je durch die eine von zwei nebeneinander lie genden Klinken 121 bewegt wird. Diese Bügel - je einer auf der rechten und auf der linken Seite der Maschine - bilden in gleicher Weise Kontakt für den Reihen schaltmagneten 76.
Die beschriebene Einrichtung bietet die Möglichkeit, die Buchstaben auf dem Typen zylinder so zu verteilen, da.ss von zwei Zei chen, die mit dem gleichen Drehungswinkel eingestellt werden, immer das häufiger vor kommende in der obern Reihe der beiden einander zugeordneten Reihen des Typen zylinders steht und daher ohne Reihenschal tung geschrieben wird, so dass die Reihen schaltung nur verhältnismässig selten. in Wirksamkeit zu treten braucht.
Eine andere Kontakteinrichtung, die in den Fig. 21., 21a., 21>>, 21e und 22 dargestellt ist, besitzt die Variante nach Fig. 21. Auch bei dieser trägt jeder Zwischenhebel 115 eine Klinke 121, von denen je zwei nebeneinan- derliegende mit einem Absatz auf ein und dieselbe der auf einer gemeinsamen Achse drehbar angeordneten Platten 123 wirken.
Die Platten 123 haben jedoch nur noch die Funktion der Bewegung der in Fig. 21 nicht dargestellten, jedoch gleich wie in Fig. 1 dargestellt ausgebildeten Hebel 125 und 38 durch die Stösser 124. Für die Kontaktbil dung sind auf der rechten und auf der lin ken Seite der Maschine je zwei übereinander liegende Bügel 68 und 133 vorhanden, die, ähnlich wie die Bügel 1.33 nach Fig. 2, zin- kenförmig ausgebildet sind, so dass die Zin ken der beiden Bügel 68 und 133 ineinander greifen können, und die beiden Bügel unab hängig voneinander, für sich allein, durch eine zugehörige Klinke 121 bewegt werden können.
Die Bügel sind um eine gemeinsame Achse 210 drehbar und ruhen beide auf den Oberkanten der Klinken 121, und zwar die "--Zinken des untern Bügels 68 auf den Klin ken 121. die den Tasten zugeordnet sind, die ohne Reihenschaltung arbeiten, mithiü nur Kontakt für einen Dreh- und den Druck magneten verlangen- und die des obern Bü- gels 133 auf den Klinken 121, die den Ta sten mit Reihenschaltung zugeordnet sind.
Die letzteren schliessen den Stromkreis für einen Dreh- und den Reihenschaltmagneten, und dieser schliesst, indem er sich in Bewe gung setzt, den Stromkreis für den Druck magneten, während die ersteren nur den Stromkreis für einen Dreh- und Druckmagne ten schliessen. Die Kontakte kommen in der Weise zustande, dass auf jedem Bügel 68 und 133 ein Arm 211 mit einer Rolle 212 aus Isoliermaterial befestigt ist, die beim Niederdrücken der entsprechenden Taste zwei Kontaktfedern 213 gegen zwei Kon taktfedern 214 drücken. Aus Fig. 22 ist ersichtlich, dass die beiden Kontaktbügel mit ihren Rollen 212 je auf ein Kontaktfeder paar wirken.
Die Kontaktfedern des einen Paares schliessen die Leitungen für einen Dreh- und den Druckmagneten, während die des andern die Kontakte für einen Dreh- und den Reihenschaltmagneten schliessen. Die Einrichtung hat mithin gegenüber der oben beschriebenen, bei der einmal nur eine, bei Reihenschaltung jedoch zwei Kontakt federn gedrückt werden müssen, den Vorzug, dass alle Tasten zum Niederdrücken die glei che Kraft erfordern.
Die auf jeder Seite der Maschine vor handenen zwei Paar Kontaktstellen sind an einem Block 215 aus Isoliermaterial angeord net, der mit Schrauben 216 an einem Isolier- stück 218 und mit Schrauben 217 an zwei Lagern 219 befestigt wird. Durch die Schrauben 216 wird zugleich die Verbindung der Kontaktfedern mit ihren Leitungen her gestellt, da die Gewindebüchsen der Schrau ben 216 gleichzeitig die Muttern der Klemm schrauben 220 sind. Auf diese Weise sind sämtliche Kontaktfedern auf einfache Weise auswechselbar, ohne dass ein besonderer An schluB an die Drähte erforderlich ist.
Über den Klinken 121 liegen auf der rechten und auf der linken Seite der Ma schine je ein Bügel 134 (Fig. 1), der sich um. die Achse 135 drehen kann, und der durch einen Lenker 136 (Fig. 1 und 9) mit dem Anker 25 des Druckmagnetes 26 ver- bunden ist.
Dieser Bügel trifft bei seiner Abwärtsbewegung, kurz bevor die Type das Papier erreicht, auf den wagrechten Arm der jeweils durch eine Taste gehobenen Klinke<B>121</B> und bringt sie ausser Eingriff mit der zugehörigen Platte 123, so dass die durch die Klinke bewegten Teile, trotz nie dergehaltener Taste, in ihre Ruhelage zu rückkehren, bezw. die Kontakte unterbro chen werden.
Die beschriebene Einrichtung hat, in Verbindung mit der Kontaktbildung durch die Klinken 12l und die Kontaktbügel 68, 133, den Vorzug, dass bei ihr die Unterbre chung des elektrischen Stromes zeitlich un abhängig von der Rückbewegung der der Einstellung der Typen dienenden Teile er folgt und wobei dadurch, dass die Hebelarme der Klinken 121, gemessen von der Achse bis zur Auflagefläche der Platten 123 (Fig. 1 und 21) und bis zur Auflagefläche der Kon taktbügel 133 (Fig. 1), respektive der Kon taktbügel 68 und 133 (Fig. 21), von ver schiedener Länge, oder die Kontaktbügel länger oder kürzer gemacht werden, erreicht werden kann, dass sie früher oder später von den Klinken abgleiten.
Diese Unabhängig keit ist deswegen von Bedeutung, weil es für die Schnelligkeit, mit der die Maschine ar beitet, darauf ankommt, den elektrischen Strom so früh wie möglich zu unterbrechen, damit der Typenzylinder nach geschehenem Abdruck sofort in seine Ruhelage zurück kehren kann, während anderseits der An schlagwinkel 38 noch so lange in seiner vor gebrachten Stellung bleiben muss, bis der Typenzylinder seine Rückdrehung wirklich begonnen hat, die ja, wegen der Beschleuni gung, nicht schon im Augenblick der Strom unterbrechung erfolgen kann.
Die beschriebene Einrichtung zur Unter brechung des elektrischen Stromes bietet fer ner die Möglichkeit, den Abdruck, je nach der Zahl der gewünschten Durchschlag kopien, mit grösserer oder geringerer Kraft erfolgen zu lassen, indem man den Bügel 134 früher oder später auf die Klinken 121 wir ken lässt, den Strom mithin früher oder spä- ter unterbricht, so dass der Abdruck der Typen nach Wunsch schwächer oder stärker wird.
Man kann die Stromunterbrechung auch in der Weise regeln, dass Buchstaben mit grösserer Oberfläche, z. B. "W" und "M" mit grösserer Kraft gedruckt werden als an dere, z. B. Punkt und Komma, die bei gleich starkem Druck das Papier durchlöchern. Man braucht zu dem Zwecke nur den Bügel 134 so zu formen, dass er bei kleinen Zei chen früher, bei grösseren später auf die ent sprechende Klinke 12l trifft, oder man formt die Klinken 121 in der Weise ver schieden, dass ihr wagrechter Arm einmal höher, einmal tiefer steht.
Anstatt die im vorstehenden beschriebene Reihenfolge in der Drehbewegung und in der Anschlagbewegung des Typenzylinders mit Hilfe der Sperrvorrichtung 29, 31 her beizuführen, kann an Stelle dieser Sperrvor richtung ein von den Winkelhebeln 43 und 44 beherrschter, den Stromkreis des Druck magnetes 26 beherrschender Kontakt vor gesehen sein, welcher beim Auftreffen eines der genannten Winkelhebel auf den durch die angeschlagene Taste vorgebrachten An schlagwinkel 38 geschlossen wird und da durch die Erregung des Druckmagnetes 26 bewirkt. Da die Winkelhebel 43 und 44 seitlich über den Arm 3 7 vorragen, schliessen sie diesen Stromkreis, bevor die Drehung des Typenzylinders beendigt ist.