CH177617A - Dämpfungseinrichtung an Geigen oder Bratschen mit einem Dämpfer und einer Betätigungsvorrichtung. - Google Patents

Dämpfungseinrichtung an Geigen oder Bratschen mit einem Dämpfer und einer Betätigungsvorrichtung.

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CH177617A
CH177617A CH177617DA CH177617A CH 177617 A CH177617 A CH 177617A CH 177617D A CH177617D A CH 177617DA CH 177617 A CH177617 A CH 177617A
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Goldner Richard
Lenhart Richard
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Goldner Richard
Lenhart Richard
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Description


      Dämpfungseinrichtung    an Geigen oder Bratschen mit einem Dämpfer und  einer Betätigungsvorrichtung.    Es gibt bereits Dämpfer für Streich  instrumente, die mittelst eines Hebelwerkes,  das an einem am Saitenhalter befestigten  Lagerkörper gelagert ist und durch das Kinn  des Musikers verstellt werden kann, gegen  die Oberkante .des     @Steges    gedrückt werden,  wenn eine Dämpfung     bewirkt    werden soll.  Die bekannten     Dämpfungsvorrichtungen    die  ser Art sind sowohl in ihrem Aufbau, als  auch in ihrer Betätigungsweise kompliziert.

    und es ist entweder schwierig oder gar nicht  möglich, ohne Unterbrechung des Spiels die  Dämpfung ein- und     auszurticken.    Die     'Mög-          lichkeit,    die Dämpfung ein- und     auszurük-          ken,    ohne dass der Musiker mehr oder weni  ger umständliche Bewegungen auszuführen  hätte, wäre aber auch dort erwünscht, wo  zum Einrückender Dämpfung in dem Mu  sikstück etwa nur eine kurze Pause vorhan  den ist;

   aber auch zur Hervorbringung be  sonderer Klangeffekte ist es erwünscht, die       Dämpfungseinrichtung    so auszugestalten,    dass sie ohne Unterbrechung des Spiels     ein-          und        ausgerückt    werden kann. Diesen For  derungen entsprechen die bekannten     Dämp-          fungsvorrichtungen    aber nicht im entfern  testen.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun eine       Dämpfungsvorrichtung,    die dadurch gekenn  zeichnet ist, dass an ,dem am     ,Saitenhalter    be  festigten Lagerkörper ein     ,Schnapphebel    ge  lagert ist, der beim Verstellen des Hebelwer  kes, das durch das     Abwärtsdrücken    des Kinns  bewirkt und durch das der Dämpfer unter  Spannung einer Feder niedergedrückt wird,  in eine Kerbe von oben her einschnappt, die  auf der Oberseite eines     Organes        ,des    Hebel  werkes angeordnet ist und durch einen vom  Kinn ausgeübten, auf ihn     wirkenden,    vor  wärts gerichteten Druck aus dem Eingriff  mit der Kerbe ausgelöst wird.  



  Eine Ausführungsform .der     Dämpfungs-          vorrichtung    gemäss der Erfindung ist in den       Fi,g.    1 und 2 in Draufsicht und @Seitenan-      sieht dargestellt, während die     F!-.    3 und 4  einen Teil der Vorrichtung in etwas grö  sserem Massstabs und in zwei     voneinander     verschiedenen     Stellungen    veranschaulichen.  



  An .dem Saitenhalter 1 einer Geige oder  einer Bratsche ist ein Lagerkörper 2 befestigt,  und zwar bei der dargestellten Ausführungs  form so,     @dass    unter den Saitenhalter eine  Platte 3 gelegt     wird,    die mit dem auf den  Saitenhalter aufgesetzten Lagerkörper 2  durch Schrauben 4 verbunden wird, wobei  der Saitenhalter zwischen dem Lagerkörper  2     und    der     Platte    3 eingeklemmt wird. Es  empfiehlt sich, die Oberseite der Platte 3 und  die Unterseite des Lagerkörpers 2 mit einem  Gummibelag zu versehen, wodurch ein fester  Sitz des     Lagerkörpers    auf dem Saitenhalter  gewährleistet ist und auch eine Beschädi  gung .des     Oaitenhalters    vermieden wird.  



  Der Lagerkörper 2 trägt zwei Paare von  Lagerböcken 5 und 6, die zur     Lagerung,der     beiden zweiarmigen Hebel 7 und 8 dienen,  deren einander zugekehrte Arme durch ein  Gelenk 9 miteinander verbunden sind. Der  Hebel 8 wird durch eine Feder 10, die an  dem Lagerkörper 2 abgestützt ist, aufwärts  gedrückt.  



  Bei der dargestellten     Ausführungsform     wird :der Dämpfer 11 nicht direkt von dem  freien Ende des Hebels 8 getragen, sondern  an ,dem Hebel 8 ist mittelst eines Gelenkes  12 ein Arm 13     angebracht,    der den Dämpfer  11 trägt. Der Arm 13 enthält im Bereiche  des Gelenkes 12 einen kurzen Längsschlitz  14, durch den ein Stift mit einem Flügel  kopf 15, der an dem Hebel 8 drehbar be  festigt ist, nach oben     hindurchragt.    Durch  Drehen des     Flügelkopfes    15 in die in der  Zeichnung veranschaulichte Querstellung  wird die .gelenkige     Verbindung    zwischen  dem Hebel 8 und dem Arm 13 gesperrt, so  dass dann die beiden wie ein einheitlicher  starrer Arm wirken.

   Wird der Flügelkopf  15 in die     Längsrichtung    gedreht, so kann der  Arm     .13        samt,dem    Dämpfer 11 um die wag  rechte Achse des Gelenkes 1.2 rückwärts ge  klappt werden, wodurch die Dämpfung gänz  lich ausgeschaltet wird.    Der Dämpfer besteht bei dem Ausfüh  rungsbeispiel aus einem Träger mit einem  oder mehreren     Dämpfungsbolzen    16, die sich  beim     Niederdrücken    des Dämpfers auf die  Oberkante des Steges 17 setzen.  



  Das freie     Ende    des zweiarmigen Hebels 7  enthält an seiner Oberseite eine Kerbe 18,  mit der das untere Ende eine Schraube 19  von oben her in Eingriff zu kommen be  stimmt ist, die in einem winkelig gebogenen  Hebel 20 sitzt, der an dem     Laagerkörper    2  auf einer     wagrechten    Achse 21 .gelagert ist.  Das hintere, freie Ende des winkeligen He  bels 20 trägt     eilten    winkelig geformten Griff,  der aus den Teilen 22 und 2:3 besteht, von  denen der eine, 22, zum Niederdrücken und  der andere, 23,     zum    Vorwärtsdrücken     mit-          telst    des Kinns geeignet ist.  



  Die in     Fig.    3 dargestellte Lage der 'Teile  ist die normale, bei der der Dämpfer 11 vom  Steg abgehoben ist. Diese Normallage ist  durch ,die Kraft der Feder 10 gewährleistet,  die den vordern Arm des zweiarmigen He  bels 8 und damit auch den Arm 1.3 aufwärts  drückt. Damit wird aber gleichzeitig das  Gelenk 9     abwärts    und der hintere Arm ,des  Hebels 7 aufwärts gedrückt. Durch den  Druck, der von unten auf dis     .Schraube    19       wirkt,    wird der Hebel 20 aufwärts ge  schwenkt und in dieser Lage des     Hebels    20  ist das untere Ende der Schraube 19 ausser  Eingriff mit der     Kerbs    18.

   Soll nun der  Dämpfer auf den Steg aufgesetzt werden, so  drückt der Musiker mit seinem Kinn den       wagrechten    Teil 22 des am Ende des Hebels  20 befestigten Griffes nieder;     was    zur Folge  hat,     dass    durch Vermittlung der Schraube 19  auch das hintere Ende des Hebels 7     niederge-          ,drückt    wird; dabei nähert sich     -das    untere  Ende der     Schraube    19 der Kerbe 18 und  schnappt schliesslich, wie     ,dies    .die     Fig.    2 zeigt,  in diese     (gerbe    ein.

   Bei dieser     Verstellung     wird das Gelenk 9 gehoben und das vordere  Ende des Hebels 8     unter        Überwindung    der  Kraft der Feder 10 niedergedrückt,     wo-          .dureh    der Dämpfer 11 sich auf den     obern     Rand des     Steges    17 aufsetzt. Ist einmal das  untere Ende der Schraube 19 in die Kerbe      18 eingedrungen, so kann der Kinndruck auf  die Fläche 22 aufhören, ohne dass die Feder  10 imstande wäre, den Dämpfer 11 von .dem  Steg abzuheben, weil dies durch den Ein  griff der Schraube 19 in die Kerbe 18 ver  hindert wird.

   Soll der Dämpfer abgehoben  werden, .so muss die durch Einschnappen der       Schraube    19 in die Kerbe 18     zustan:dege-          kommene    Sperrung gelöst werden und dies  geschieht dadurch, dass mit .dem Kinn ein  Druck gegen .die Fläche 23 des an dem Arm  20 befestigten Griffes ausgeübt wird, also  ein vorwärts gerichteter Druck, im Gegensatz  zu dem abwärts gerichteten Druck des Kinns,  der ausgeübt werden muss,     wenn,der    Dämpfer  auf den Steg aufgesetzt werden soll.

   Durch  den auf die Fläche 23     ausgeübten,        vorwärts     gerichteten Druck des Kinns wird der     Hebel     <B><U>90</U></B> etwas aufwärts geschwenkt, wodurch das  untere Ende .der Schraube 19 aus der Kerbe  18 ausgehoben wird, und nun kann .die Feder  10 den Arm 8 und damit .den Dämpfer 11  heben, weil ja auch das hintere Ende des  Hebels 7 nach Lösung der Sperrung ohne       weiteres    gehoben werden kann.  



  Die Feder 10 hat also nicht nur den       Zweck,    .den freigegebenen Hebel 8 aufwärts  zu schwenken und damit den Dämpfer abzu  heben, sondern erzeugt auch beim Eingreifen  der Schraube 19 in die Kerbe 18 einen Kraft  schluss, der diesen Eingriff so lange aufrecht  erhält, bis der Eingriff durch einen vorwärts  berichteten Druck auf die Fläche 23 gewalt  sam gelöst wird.  



  Durch entsprechende Wahl der Hebel  längen ,der Teile 8, 7 und 20 können .die Be  wegungsgrössen     des    Griffes 22, 23, der mit  dem Schnapphebel 20 verbunden ist, ganz  klein gehalten werden, so dass ganz unmerk  liche     Bewegungen    des Kinns genügen, um  die Dämpfung ein- und auszurücken.  



  Die geschilderte Konstruktion könnte so       abgeändert    werden,     dass    der     Hebel    7 rück  wärts so weit verlängert wird, dass .sein hin  teres Ende,     das    dann eine Platte (ähnlich  wie 22) trägt,     unmittelbar    durch das Kinn  niedergedrückt werden kann. Der Schnapp  hebel, der dann unter dem Druck einer he-         sonderen    Feder stehen mühte, würde dann  eine besondere Platte (ähnlich 23) zum Vor  wärtsdrücken     mittelst    des Kinns tragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dämpfungseinrichtung an Geigen oder Bratschen, deren Dämpfer mittelst eines am Saitenhalter gelagerten Hebelwerkers durch Betätigung mittelst des Kinns des 3lusikers gegen die Oberkante des Steges gedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass an Jem am Seitenhalter befestigten Lagerkörper (2) ein .Schnapphebel (20) gelagert ist, der beim Verstellen des Hebelwerkes (7, 8),
    das durch Abwärtsdrücken des Kinns bewirkt und durch .das der Dämpfer unter Spannung einer Feder (10) niedergedrückt wird, in eine I.' erbe (18) von oben her einschnappt, die auf der Oberseite eines Organes des Hebelwerkes angeordnet ist und durch einen vom Kinn ausgeübten, auf ihn wirkenden, vorwärts ge richteten Druck aua .dem Eingriff mit -d.er Kerbe ausgelöst wird. UNTERANSPRtrCHE 1.
    Dämpfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnapphebel (20) mit einem im Bereich des Kinns be findlichen Griff (22, 23) verbunden ist, der so gestaltet ist, -dass der Schnapphebel mittelst des Kinns niedergedrückt oder vorwärtsgedrückt werden kann. 2.
    Dämpfer nach Unteranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass der vom Kinn zu be- tätigendeGriff aus zwei aufeinander senk recht stehenden Flächen besteht, die so angeordnet sind, dass die eine zum Nieder drücken und .die andere zum Vorwärts drücken mittelst des Kinns geeignet ist. 3. Dämpfer nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnapphebel einen verstellbaren Ansatz (19) trägt, der mit der Kerbe (18) in Eingriff zu kommen bestimmt ist.
CH177617D 1933-07-28 1934-07-21 Dämpfungseinrichtung an Geigen oder Bratschen mit einem Dämpfer und einer Betätigungsvorrichtung. CH177617A (de)

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