CH177666A - Verfahren zur Wärmebehandlung von Eisen, Stahl und deren Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Wärmebehandlung von Eisen, Stahl und deren Legierungen.

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CH177666A
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

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  Verfahren zur Wärmebehandlung von     Eisen,    Stahl und deren Legierungen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Wärmebehandlung von Eisen,  Mahl und deren Legierungen, welches da  durch     gekennzeichnet    ist, dass die zu behan  delnden Werkstücke in Schmelzbädern, wel  che organische Stickstoffverbindungen ent  halten, der Erhitzung auf 500   C über  steigende Temperaturen unterworfen werden.  



  Unter Wärmebehandlungen sind dabei  Behandlungen zur Verbesserung insbesondere  der physikalischen Eigenschaften, und zwar  vor allem Härtung zu verstehen, die oft un  ter Verwendung schmelzflüssiger Bäder vor  genommen werden, und bei denen eine Zu  führung von Kohlenstoff statthaben kann  oder eine     Entkohlung    der behandelten Werk  stücke zu vermeiden ist.  



  Mit dem Verfahren nach der Erfindung  kann die Bildung von Zersetzungsprodukten,  welche den     Badbetrieb    stören oder die Bad  wirkung beeinträchtigen, praktisch vollkom-         men    ausgeschlossen     bezw.    in weitgehendem  Masse verringert werden.  



  Für die     Zementation    ist es bekannt,  Bäder zu verwenden, welche aus geschmol  zenen Salzen, wie zum     Beispiel        Alkalichlo-          riden    und     -karbonaten        bestehen    und als       Zementationsmittel    anorganische     Cyanver-          bindungen,    zum Beispiel     Alkalicyanide,        Erd-          alkalicyanide    oder     Kalkstickstoff    enthalten.  



  Eine andere Gruppe von     Zementations-          bädern    zeichnet sich     durch    einen zumeist  hohen Gehalt an     Salzen    der alkalischen Erden  neben anorganischen     Cyanverbindungen    aus.  



  Bäder der erstgenannten Art, von denen       ilie    am häufigsten gebräuchliche Zusam  mensetzungsart einen Gehalt von     --)0%    und  mehr     Alkalicyanid    und als sogenannte     inerte     Salze     Alkalisalze,    wie     Natriumchlorid    oder  Natriumkarbonat aufweist, führen zu dem  sogenannten Einsatz, das heisst bewirken die  Einführung sowohl von Kohlenstoff, als auch      von Stickstoff in das zu behandelnde Eisen  oder den Stahl.  



  Die Wirkungsweise beider     Badarten,    das  heisst solcher, welche aus geschmolzenen Sal  zen, wie     Alkalichloriden    .und     -karbonaten     bestehen und als     Zementationsmittel    anor  ganische     Cyanverbindungen    enthalten, einer  seits, und solcher, welche neben einem hohen  Gehalt an Salzen der alkalischen Erden     an-          organiche        Cyanverbindungen    aufweisen, an  derseits, ist in beiden Fällen fast die gleiche.

    Der Einsatz     ist    gewöhnlich von verhältnis  mässig geringer Tiefe, doch kann durch die  Menge des eingeführten Stickstoffes nach  Abschreckung ein verhältnismässig hoher  Grad von Oberflächenhärtung erreicht wer  den. Die     Behandlungstemperaturen    in sol  chen Bädern bewegen sich im allgemeinen  zwischen etwa      & 00    bis 900   C.  



  Bäder der zweiten Gruppe, das heisst. mit  im allgemeinen grossen Gehalten an     Erd-          alkaliverbindungen    oder solcher im Gemisch  mit     Alkalichloriden,    haben die Eigenschaft,  in erster Linie eine     Kohlungswirkung    zu er  zeugen, die der durch Einsatzhärtung in  trockenen     Zementiergemischen    erzielbaren  ähnlich ist, während die Menge an eingeführ  tem Stickstoff     verhältnismässig    gering bleibt.

    Bäder dieser Art können etwa aus einer  Mischung von     Natriumchlorid        mit    50 und  mehr Prozent     Calciumchlorid    bestehen, der  als     Zementiermittel        Calciumcyanid    oder  Kalkstickstoff zugesetzt sind. Die Einsatz  tiefe bei Behandlung in derartigen Bädern ist  im allgemeinen grösser als in Bädern der erst  genannten Art. Durch geeignete Wärme  behandlung, zum Beispiel Abschrecken, las  sen sich die zementierten Gegenstände härten.  



  Diese Bäder besitzen jedoch den Nachteil,  dass während des Arbeitens die     Erdalkali-          salze,    zum Beispiel     Erdalkalichlorid,    allmäh  lich in die entsprechenden     Oxyde    übergehen.  Die Löslichkeit dieser Oxyde im Bad ist je  doch     begrenzt,    so dass sich mit der Zeit die  Viskosität des Bades mehr und mehr steigert  und schliesslich eine Ausfällung von Oxyd       stattfindet,    die zu     Schlammbildungen    führt.    Diese     Oxydschlämme    setzen sich an die zu  behandelnden Gegenstände an, wenn diese  darin eintauchen, und machen eine gleich  mässige     Zementation    unmöglich.

   Sie führen  auch gleichsam     als        Isolierüchicht    zu Ver  brennungen der     Badgefässe.     



  Aus diesen Gründen bedingen derartige  Bäder     zeitweilige        Unterbrechungen    des Be  triebes zur Entfernung der gebildeten  Schlammassen. Insbesondere weisen sie je  doch den Nachteil auf,     .dass    bei Nachschub  von     Zementierungsmittel    die ursprüngliche       Badzusammensetzung    sich weitgehend än  dert.

   Wird beispielsweise ein Salzbad     in-Be-          trieb    genommen, welches     Natriumchlorid    und       Calciumchlorid    in bestimmtem Verhältnis  und     Calciumcyanid    als     Zementationsmittel     enthält, so wird durch den Nachschub an       Calciumcyanid    mit der Zeit der Gehalt des  Bades an     Caleiumverbindungen    in uner  wünschtem Masse steigen, was vor allem des  halb von Nachteil ist,

   weil die     Zementations-          wirkung    des' Bades in erheblichem     Ausmasse     von der Konzentration des     Erdalkalisalzes     abhängt.  



  Die Änderung des     Verhältnisses    der im  Bad vorhandenen Salze führt aber auch zu  unerwünschten Änderungen des Schmelz  punktes. Wird dieser erhöht, so ist insbeson  dere eine unerwünschte Schwerflüssigkeit des  Bades die Folge.  



  Man hat bereits vorgeschlagen, zur Ver  meidung dieser Nachteile bei Nachschub von       Zementationsmittel    gleichzeitig auch gewisse  Mengen der bei Inbetriebnahme vorhandenen       inerten    Salze     zuzusetzen.    Ein derartiges Vor  gehen enthebt jedoch nicht der gesamten  Schwierigkeiten, da die     Bestimmung    der  hierfür erforderlichen Zusatzmengen eine  wiederholte analytische Prüfung der Bad  masse bedingt     und    nicht der Notwendigkeit  enthebt,

   in     gewissen    Abständen mehr oder  weniger grosse Teile des Bades zu entfernen  und durch frische Mischung zu ersetzen       bezw.    mit einer     verhältnismässig    kurzen  Lebensdauer der Bäder zu rechnen.      Auch für andere     Wäi@niebehandlungen,     wie beispielsweise Glühbehandlungen und  Vergütungsbehandlungen zeigen Bäder der  oben genannten Art die geschilderten Nach  teile.  



  Es wurde nun gefunden, dass man diesen  Erscheinungen frühzeitiger Ermüdung oder  völliger Erschöpfung der Bäder     bezw.    einer  sehr     erschwerten    Betriebsführung begegnen  kann, und in sicherer Weise     Entkohlungs-          erseheinungen    begegnen kann oder vorzüg  liche     Kohlungswirkungen    bei Zementierun  gen erreichen kann,

   wenn man an Stelle     an-          organicher        Cyanverbindungen    genannter Art  organische Stickstoffverbindungen verwendet  oder mindestens einen Teil der anorganischen       Cyanverbindungen    durch derartige     @tick-          stoffverbindungen,    vorzugsweise sauerstoff  freie organische Stickstoffverbindungen, er  setzt.  



  Als derartige Stickstoffverbindungen  kommen insbesondere polymerisierte Blau  säure,     Melam,        Oxamid,        Hexamethylentetramin     in Betracht. Weitere geeignete Verbindun  gen sind zum Beispiel     Arylamin,        Alkylamin,          Pyridin,    saure     Amide,        Aminosäuren,        ami-          dierte    organische Substanzen.  



       Ez    hat     .sich    gezeigt, dass man bei Verwen  dung organischer     Stickstoffverbindungen    als       Zementationsmittel    Einsatzschichten erreicht,  die denen, welche nach bisher bekannten Ver  fahren     bezw.    mit bisher bekannten     Zemen-          tierbadgemischen    erreichbar sind, mindestens  gleichkommen, in der Mehrzahl der Fälle sie  sogar noch übertreffen.

   Wählt man     orga-          nische    Stickstoffverbindungen, welche prak  tisch frei von Metallen sind, so führt ihr Zu  satz in den Salzbädern auch nicht zu irgend  welchen Änderungen des Verhältnisses der  metallischen Konstituenten der Salze im  Bade. Schmelzpunkt und-     Zementationswir-          kung        bleiben    konstant, das Bad selbst zeig'.

    eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer.     L7n-          schmelzbare    Zersetzungsprodukte, wie zum  Beispiel     Erdalkalioxyde,    werden nicht gebil  det, auch wenn der     Badzusammensetzung     nach grosse Mengen an     Erdalkalisalzen    vor-         handen    sind, so dass auch die     Viskosität    mit  erheblichen Prozentsätzen an     Erdalkalisalzen,     zum Beispiel     Calciumchlorid    oder derglei  chen, angesetzter Bäder sich nicht verändert  und die durch Schlammbildungen oder der  gleichen hervorgerufenen Nachteile nicht auf  treten.  



  Die organischen Stickstoffverbindungen       können    sowohl in fester     wie    flüssiger Form  oder in gasförmigem Zustande verwendet  werden. Zweckmässig bedient man sich je  doch der festen Form, und zwar im wesent  lichen     stückigen    Form, zum Beispiel in Ge  stalt von Brocken oder in Gestalt von Form  körpern, wie Tabletten, Linsen oder -der  gleichen.

   Die     Verwendung    fester organischer  Stickstoffverbindungen, insbesondere orga  nischer     Cyanverbindungen    in Gestalt von  Formkörper hat gegenüber der Anwendung  in Pulver- oder Kornform den Vorteil, dass  durch Auswahl     bez"v.    Herstellung von Kör  pern bestimmten Einheitsgewichtes die     ge-           ,ichtsmässige    Abstimmung der     Zusätze,    ins  besondere bei Nachschub, ein Abwiegen er  übrigt, anderseits Formkörper dieser Art die  bei     Anwendung    körniger oder     gepulverter     Produkte infolge Verflüchtigung nicht selten       wesentlichen    Verluste bedeutsam verringern.  



  Flüssige Zusatzstoffe     bezw.    solche Zu  sätze, welche leicht verflüchtigen,     bezw.    gas  förmige Zusätze werden zweckmässig unter  die Oberfläche des Bades eingeführt, zum  Beispiel in Vermischung mit andern     Badzu-          sätzen    oder andern organischen, zum Beispiel       inerten    Zusatzstoffen oder von solchen um  hüllt, in das Innere des Bades eingetaucht  und dem Bade durch Zersetzung des Zusatz  körpers vermittelt.  



  Die Menge des Zusatzes an organischen  Stickstoffverbindungen hängt im wesent  lichen von der erstrebten     Kohlungswirkung     ab und ist weiterhin bedingt durch die Grösse  der zu behandelnden Oberfläche, der Behand  lungszeit, der Natur der organischen Stick  stoffverbindungen und dergleichen. Im all  gemeinen beträgt der Zusatz für Zementie  rungen etwa 0,1 bis     2,0%    des     Badgewichtes,         kann aber auch hier in erheblichen Grenzen  schwanken.

   Diese Mengengrenzen haben sich  beispielsweise als zweckmässig erwiesen bei       Verwendung    von Bädern, welche polymeri  sierte Blausäure oder solche, welche ein Ge  misch von im wesentlichen     Melam    und ge  ringen Mengen von     Melem    und     Mellon    als  organische     Stickstoffverbindung    enthalten.

    Bei Durchführung anderer     Wärmebehand-.          lungsverfahren,    wie zum Beispiel Vergü  tungsbehandlungen, bei denen der Zusatz  organischer Stickstoffverbindungen im we  sentlichen der Verhinderung einer     Entkoh-          lung    der zu behandelnden Werkstücke dient,  richten sich die Zusatzmengen nach dem Aus  mass der     Entkohlung        bezw.    der gewünschten       Entkohlungsgrenze    und lassen sich durch  Versuche leicht     ermitteln.     



  Die Durchführung der Wärmebehandlun  gen, insbesondere von     Zementationsbehand-          lungen,    kann im übrigen in der bisher geüb  ten Weise gehandhabt werden; die zu be  handelnden Werkstücke werden über vor  bestimmte Zeit in das Bad eingehängt und  bei     Zementation    gegebenenfalls einer weite  ren Wärmebehandlung, zum Beispiel Ab  schrecken, unterworfen. Die Behandlungs  dauer richtet sich dabei je nach dem Grad  der     gewünseliten        Kohlung.    Im allgemeinen  schwankt dieselbe zwischen 1 bis<B>2</B> Stunden.

    Zwecks Erzielung besonders     tiefer    Einsätze  oder von Einsätzen mit besonders hohem       Kohlegehal    t kann man auch die Behand  lungsdauer auf 5 bis 6 Stunden ausdehnen.,  anderseits genügt in     einzelnen    Fällen auch  eine Behandlung von 20 bis 30 Minuten.  



  Für die     Zementation    haben sieh Tempe  raturen zwischen 700 und 950   C, zum Bei  spiel - 800 bis<B>900',</B> als besonders geeignet  erwiesen, doch werden auch ausserhalb dieser  Grenzen, beispielsweise bereits zwischen 500  und<B>700',</B> brauchbare Resultate erzielt.  



  Bei Wärmebehandlungen, wie beispiels  weise Vergütungsbehandlungen,     kohlenstoff-          oder    stickstoffhaltigen Eisens durch Erhitzen  mit folgendem Abschrecken oder dergleichen  richten sich die     Temperaturen    nach den Be-         dingungen    der Wärmebehandlung selbst, wie       Abschreckhöhe    und dergleichen.  



  Bei Ansatz der Bäder     bezw.    bei Frisch  zusatz der organischen Stickstoffverbindun  gen zu wiedergeschmolzenen Bädern ist ein  übermässiges Schäumen unter Bildung schaum  artiger Absätze zu beobachten, wobei die       Zementationswirkung    des Bades verhältnis  mässig gering und ungleichmässig ist. Es hat  sich als zweckmässig erwiesen, in diesem Zu  stand so lange weitere Mengen an organi  schen     Stickstoffverbindungen    zuzufügen, bis  die genannten Erscheinungen aufhören, was  nach etwa 1 bis 3 Stunden der Fall ist.

   Als  dann kann das Bad     abgeschäumt    werden und  liefert nunmehr gleichmässige und ausgezeich  nete     Zementationsergebnisse    bei entsprechen  dem Nachschub des Verbrauches an     Zementa-          tionsmittel.     



  Die Ermittlung der erwünschten Kon  stanz der     Badzusammensetzung    und     -wir-          kung    ist im vorliegenden Falle dadurch be  sonders     erleichtert,    dass sich die Wirkung der  Zusätze an organischen Stickstoffverbindun  gen durch die Bildung plötzlich auftreten  der und verschwindender Flammen über die  ganze Oberfläche kennzeichnet, die offenbar  auf die Entstehung verbrennbarer Gase im       Baal    zurückzuführen sind, welche sich bei  Berührung mit Luft entzünden.  



  Sobald diese Flammenbildungen in ihrer  Häufigkeit nachlassen, kann durch     Nach-          .seliul)        d s    Zusatzmittels die Gleichmässigkeit  dieser Erscheinung und damit der erwünsch  ten Einwirkung auf die zu behandelnden  Gegenstände wieder hergestellt werden.

   Als  besonders zweckmässig hat es sich jedoch er  wiesen, den Zusatz an     Kohlungs-        bezw.        Ze-          mentationsmitteln    mit der Einführung von  Behandlungsgut zu verbinden, wobei gleich  zeitig die     Anhafteverluste    durch Zugabe des  damit dem Bade entzogenen Gehaltes an       Inertsalzen,    wie zum Beispiel     Kaliumehlorid,          Natriumchlorid,        Calciumchlorid    oder Ge  mischen solcher ausgeglichen werden kann.

    Zweckmässig werden jedoch     Anhafteverluste     durch Zugabe entsprechender Mengen der      ursprünglichen     Badmischung    ohne Rücksicht  auf die im Laufe des Betriebes zugegebenen  Mengen an     Kohlungsmitteln    ersetzt.  



  Zur Herstellung der Bäder können an  sich für     Härtungs-    und     Zementationsbäder     bekannte Stoffe, insbesondere Salzgemische,  Verwendung finden, wie Salze der alka  lischen Erden, einzeln oder im Gemisch oder  ein oder mehrere     Alkalisalze,    zum Beispiel       Alkalichlorid.    gegebenenfalls auch im Ge  misch mit     Erdalkalisalzen    und dergleichen  mehr.  



  In gewissen Fällen hat es sich auch als  zweckmässig erwiesen, die organischen Zu  satzstoffe in Verbindung mit anorganischen,  kohlend     bezw.    einer     Entkohlung    entgegen  wirkenden oder zementierend     wirkenden    Stof  fen, wie schliesslich     zementationsbeschleuni-          genden    Stoffen zusammen zu verwenden. Die  Mengenverhältnisse sind dabei je nach den  gegebenen Bedingungen, wie Art der Wärme  behandlung, Natur der zu behandelnden  Werkstücke und dergleichen einzustellen.

    Beispielsweise kann man neben organischen  Zusatzmitteln für Gegenwart von     AlkaIi-          oder        Erdalkalicyaniden,    feinverteilter Kohle  oder Kalkstickstoff als     Zementierungsmitteln     oder zum Beispiel an sich bekannten     zemen-          tationsbeschleunigenden    Stoffen, gegebenen  falls Gemischen der genannten anorganischen  Zusätze, Sorge tragen.  



  Bei der Auswahl der     Badkomponenten     wird man mit Vorteil darauf achten, dass sol  che Zusätze, welche eine oxydierende Wir  kung auszuüben vermögen, weitgehend aus  geschlossen bleiben, um Zerstörungen der  Gefässe und     'VGTerkstücke    hierdurch unmög  lich zu machen. Sofern die zu verwendenden  organischen Stickstoffverbindungen bei den  Betriebstemperaturen explosiv zu wirken ver  mögen, so kann man diesem Umstand leicht  durch entsprechende     Bemessung    der Zusatz  mengen oder durch Verdünnung mit solchen  organischen Verbindungen begegnen, welche    sich weniger     heftig    zersetzen oder einer spon  tanen Zersetzung der genannten Verbindun  gen entgegenwirken.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Blausäure wurde durch Erhitzen in  Gegenwart von Ammoniak polymerisiert  nach einem Verfahren, wie dies durch     \Val-          ker    und     Eldred,        "Industrial        and    Engineering       Chemistry",    beschrieben worden ist.. Das  polymerisierte Produkt ist ein schwarzes  Pulver, das feinverteilter Holzkohle ähnlich  ist.  



  Dieses     Blausäurepolymerisat    wurde einem  geschmolzenen     Salzbad.    aus 3,3 Teilen Na  triumchlorid und 67 Teilen     Caloiumchlorid     in einer Menge von 2     %    während der ersten  halben Stunde zugesetzt, nach einer weiteren  Stunde wird noch einmal 1 % zugesetzt, wo  bei die Temperatur auf ungefähr<B>850'</B> ge  halten wird. Das Bad hat dann eine brauch  bare Wirksamkeit.  



       Stücke    aus einfachem     gohlenstoffstahl     wurden in das Bad gehängt und bei verschie  denen Temperaturen und für verschiedene  Zeitlängen in demselben belassen. Das Aus  mass der     Zementation    wurde so bemessen,  dass man nacheinander Schichten von 0,1 mm  Stärke abhobelt und abgehobelte Späne für  sich auf deren Kohle- und Stickstoffgehalt  untersucht. In einzelnen     Fällen        wurden    die  Stücke gebrochen und     idie    sichtbare     Zementa-          tionstiefe    gemessen.

   Einige von den     Stücken     wurden ferner in einem     Rockwell-Härtemesser     nach dem Abschrecken in 01 und Wasser auf  Härte geprüft.  



  <I>Reihe A:</I>     Stücke    eines S. A. E.     1020-          Stahls    wurden eine Stunde bei verschiedenen  Temperaturen behandelt. Das Bad wurde bei  hoher Wirksamkeit gehalten durch den Zu  satz von polymerisierter Blausäure in dem  Masse, wie die Arbeit fortschritt.

   Die Durch  schnittszusatzmenge war ungefähr     0,5%    des       Badgewichtes.       
EMI0006.0001     
  
    Lauf: <SEP> Nr. <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4
<tb>  Temperatur: <SEP> 84500 <SEP> <B>9000 <SEP> 0 <SEP> 9300</B> <SEP> C <SEP> <B>9500</B> <SEP> C
<tb>  Analysenfolge;

   <SEP>  % <SEP> C <SEP>  @o <SEP> N <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  @o <SEP> N <SEP>  /  <SEP> C <SEP>  @o <SEP> N <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  @  <SEP> 1V'
<tb>  (0,1 <SEP> mm <SEP> Schicht)
<tb>  1 <SEP> 0,82 <SEP> 0,74 <SEP> 1,00 <SEP> 0,48 <SEP> 1,06 <SEP> 0,41 <SEP> 1,13 <SEP> 0,42
<tb>  2 <SEP> 0,67 <SEP> 0,38 <SEP> 0,80 <SEP> 0,34 <SEP> 0,97 <SEP> 0,3,5 <SEP> 1,07 <SEP> 0,35
<tb>  3 <SEP> 0,35 <SEP> 0,08 <SEP> 0,57 <SEP> 0,22 <SEP> 0,71 <SEP> 0,26 <SEP> 0,83 <SEP> 0,27
<tb>  4 <SEP> 0,21 <SEP> 0,02 <SEP> 0,44 <SEP> 0,1<B>1</B> <SEP> 0,66 <SEP> , <SEP> 0.2l <SEP> 0,61 <SEP> 0.20
<tb>  5 <SEP> 0,27 <SEP> 0,08 <SEP> 0,43 <SEP> 0,12 <SEP> 0,53 <SEP> 0,<B>1</B>3
<tb>  6 <SEP> 0,29 <SEP> 0,07 <SEP> 0,42 <SEP> 0,11
<tb>  7 <SEP> 0,22 <SEP> 0,07 <SEP> 0,26 <SEP> 0,09
<tb>  8 <SEP> I <SEP> I <SEP> 0.22 <SEP> I <SEP> 0,0ä       Scheiben eines S. A.

   E.     1020-Stahls    wurden  bei<B>900'</B> während einer Stunde eingesetzt  und in Öl abgeschreckt. Es wurde eine Ober  flächenhärte von 59     Rmckwell    C gefunden.  Nach Abschrecken in Wasser hatten die  Scheibeneine Härte von 62     Rockwell    C.    <I>Reihe B:</I> Stücke eines S. A. E. 1020  Stahls wurden bei 900   C während verschie  dener Zeitspannen     behandelt.    Zu     Beginn     wurden     vier    Stücke gleichzeitig in das Bad       eingetaucht    und je ein Stück nach Ablauf    der 1., 2., 3. und G. Stunde herausgenommen.

    Die gleichzeitige Einführung der vier Stücke  liess die Temperatur des Bades während der  ersten halben Stunde auf 775 bis<B>890'</B>  schwanken. Späterhin wurde die     Temperatur     möglichst nahe an<B>900'</B> gehalten. Die Akti  vität des Bades wurde durch Zusatz von  0,5 % des     Badgewichtes    an gepulverter poly  merisierter Blausäure     aufrechterhalten;    wäh  rend 6 Betriebsstunden wurden 2 % bis 3     , V     des     Badgewichtes    an polymerisiertem Pro  dukt zugesetzt.

    
EMI0006.0014     
  
    Behandlungszeit
<tb>  0,1 <SEP> mm
<tb>  1 <SEP> Std. <SEP> , <SEP> 2 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 3 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 6 <SEP> Std.
<tb>  Schicht <SEP> N <SEP> r. <SEP> _
<tb>   @o <SEP> C <SEP>  @  <SEP> N <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  /  <SEP> N <SEP>  /  <SEP> C <SEP>  @o <SEP> N <SEP>  @  <SEP> C <SEP> 1 <SEP>  /o <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0;

  94 <SEP> 0,50 <SEP> 1,20 <SEP> 0,46 <SEP> 1164 <SEP> 0,45 <SEP> 2,00 <SEP> 0,36
<tb>  2 <SEP> 0,76 <SEP> 0,36 <SEP> 0,91 <SEP> 0,43 <SEP> 1,10 <SEP> 0,46 <SEP> 1,11 <SEP> 0,39
<tb>  3 <SEP> 0,58 <SEP> 0,16 <SEP> 0,83 <SEP> 0,36 <SEP> 0,93 <SEP> 0,40 <SEP> 1,07 <SEP> 0,37
<tb>  4 <SEP> 0,27 <SEP> 0,09 <SEP> 0,65 <SEP> 0,24 <SEP> 0,79 <SEP> 0,30 <SEP> 0,97 <SEP> 0,33
<tb>  5 <SEP> 0,22 <SEP> 0,03 <SEP> 0,57 <SEP> 0,14 <SEP> 0,69 <SEP> 0,24 <SEP> 0,89 <SEP> 0,30
<tb>  6 <SEP> 0,44 <SEP> 0,10 <SEP> 0,52 <SEP> 0,14 <SEP> 0,80 <SEP> 0,26
<tb>  7 <SEP> 0,32 <SEP> 0,04 <SEP> 0,43 <SEP> 0,06 <SEP> 0,71 <SEP> 0,22
<tb>  8 <SEP> 0,22 <SEP> 0,03 <SEP> 0,31- <SEP> 0,04 <SEP> 0,64 <SEP> 0,17
<tb>  9 <SEP> 0,27 <SEP> 0,03 <SEP> 0,53 <SEP> 0,16
<tb>  10 <SEP> 0,22 <SEP> 0,45 <SEP> 0,09
<tb>  11 <SEP> 0,38 <SEP> 0,04
<tb>  12 <SEP> 0,31 <SEP> 0,04
<tb>  13 <SEP> 0,25 <SEP> 0,02
<tb>  14 <SEP> 0,

  22 <SEP> 0,02
<tb>  i         Reihe C: Bolzen aus S. A. E.     1112-Stahl     wurden während verschiedener Zeitlängen  bei 845   C und 900   C eingetaucht und in  Wasser abgeschreckt. Die Einsatztiefen wur  den dadurch bestimmt, dass die Tiefe des    weissen Einsatzes im Bruch     bestimmt    wurde.  Die Gesamtmenge des während 6 Stunden  Betriebszeit zugefügten     Blausäurepolymeri-          sates    entsprach ungefähr 2 % des Rad  gewichtes.

    
EMI0007.0005     
  
    <I>Einsatztiefen</I>
<tb>  Behandlungszeit
<tb>  Temperatur
<tb>  '/4 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> '/ <SEP> a <SEP> 5t <SEP> d. <SEP> I <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 2 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 3 <SEP> Std.
<tb>  84500 <SEP> - <SEP> 0;175 <SEP> mm <SEP> 0,275 <SEP> mm <SEP> 0,375 <SEP> min <SEP> 0,475 <SEP> mm
<tb>  900 <SEP> <B>0</B> <SEP> C <SEP> 0,125 <SEP> mm <SEP> 0,225 <SEP> mm <SEP> 0.375 <SEP> mm <SEP> 0,575 <SEP> mm <SEP> -            \?.    Zwei     Zementationsbäder    aus geschmol  zenem     Strontiumchlorzd    und Kochsalz in ver  schiedenen Verhältnissen wurden durch den  Zusatz von gepulverter polymerisierter Blau  säure aktiviert, wie in Beispiel 1. Eisenstücke  und Scheiben aus S. A.

   E.     1020-Stahl    wur  den in diesen Bädern bei 900   behandelt und    die Einsatztiefen durch Untersuchung von  0,1 mm-Schichten     bestimmt,    wie in Bei  spiel 1.  



  <I>Reihe A:</I>     Badzusammensetzung    :     Stron-          tiumchlorid   <B>70%,</B>     Natriumchlorid   <B>30%,</B> Bad  temperatur 900   C.  
EMI0007.0015     
  
    Behandlungszeit:
<tb>  Schicht <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 4 <SEP> Std. <SEP> I <SEP> 6 <SEP> Std.
<tb>   /o <SEP> C <SEP>  /o <SEP> N <SEP> @ <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  /  <SEP> N <SEP> @ <SEP>  /o <SEP> C <SEP> @ <SEP>  /  <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,82 <SEP> 0.65 <SEP> 1,67 <SEP> 0;

  42 <SEP> I <SEP> 1,88 <SEP> 0,36
<tb>  2 <SEP> 0,89 <SEP> 0.47 <SEP> 1,02 <SEP> 0,44 <SEP> 1,<B>06</B> <SEP> 0,41
<tb>  3 <SEP> 0,63 <SEP> <B>0</B>.26 <SEP> 0.95 <SEP> 0.40 <SEP> 0,99 <SEP> 0,37
<tb>  4 <SEP> 0,50 <SEP> 0,15 <SEP> 0.84 <SEP> 0,42 <SEP> 0,95 <SEP> 0,34
<tb>  5 <SEP> 0,30 <SEP> 0,06 <SEP> 0,70 <SEP> 0,32 <SEP> 0:84 <SEP> 0,30
<tb>  6 <SEP> 0,23 <SEP> 0,58 <SEP> 0,24 <SEP> 0,74 <SEP> 0;24
<tb>  7 <SEP> 0,48 <SEP> 0,15 <SEP> 0,63 <SEP> 0,24
<tb>  8 <SEP> 0,36 <SEP> 0.1<B>1</B> <SEP> 0,54 <SEP> 0,19
<tb>  9 <SEP> 0,29 <SEP> 0,08 <SEP> 0.46 <SEP> 0,14
<tb>  10 <SEP> 0,25 <SEP> 0,36 <SEP> 0,11
<tb>  11 <SEP> 0,22 <SEP> 0,27 <SEP> 0,09
<tb>  12 <SEP> 0,23       <I>Reihe B:</I> Radzusammensetzung:     Stron-          tiumchlorid    58 %,     Natriumchlorid    42 %.

   Zeit  der Behandlung: 1 Stunde bei<B>900'</B> C.  
EMI0007.0019     
  
    <I>Analysen:</I>
<tb>  Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /  <SEP> C <SEP>  /o <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,91 <SEP> 0,1.5
<tb>  2 <SEP> 0,89 <SEP> 0,13
<tb>  3 <SEP> 0,71. <SEP> 0,12
<tb>  4 <SEP> 0,53 <SEP> <B>0,07</B>
<tb>  5 <SEP> 0,29 <SEP> 0,05
<tb>  6 <SEP> 0,22 <SEP> 0,04         Härtebestimmung von Scheiben nach Ab  schrecken in Wasser: 61 bis 62     Rockwell    C.  



  3, Ein Schmelzbad, das aus<B>77%</B> Ba  riumchlorid, 13 %     Calciumchlorid    und 10       Natriumchlorid    bestand, wurde bei<B>900'</B> mit  polymerisierter,     gepulverter    Blausäure akti  viert wie in Beispiel 1. Proben von S. A. E.       1020-Stahl    wurden in dem Bad während  einer     Stunde    bei 900   behandelt     und    0,1     mm-          Schichten    analysiert.

    
EMI0008.0010     
  
    <I>Analysen</I> <SEP> (0,1 <SEP> mm-Schicht)
<tb>  Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  /o <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,90 <SEP> 0,13
<tb>  2 <SEP> 0,88 <SEP> 0,10
<tb>  3 <SEP> 0,72 <SEP> 0,08
<tb>  4 <SEP> 0,45 <SEP> 0,06
<tb>  5 <SEP> 0,32 <SEP> 0,04       Härte nach Abschrecken in Wasser 60,5       Rockwell    C.    4. Eine Schmelzmischung aus gleichen  Teilen     Bariumchlorid    und     Caleiumchlorid     wurde bei<B>900'</B> C mit polymerisierter Blau  säure aktiviert. Eine Probe S. A.

   E.     1020-          Stahl    wurde in dem Bad während einer       Stunde        behandelt.     
EMI0008.0018     
  
    Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  % <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 1,35 <SEP> 0,49
<tb>  2 <SEP> 1,06 <SEP> 0,39
<tb>  3 <SEP> 0,8o <SEP> 0,2-8
<tb>  4 <SEP> 0,55 <SEP> 0,12
<tb>  5 <SEP> 0,27 <SEP> 0,10
<tb>  6 <SEP> 0,22 <SEP> 0,09
<tb>  7 <SEP> . <SEP> 0,22 <SEP> 0,06       5. Eine Schmelze, bestehend aus 50 Tei  len     Kaliumchlorid    und 50 Teilen Natrium  chlorid, wurde bei 860   mit polymerisierter  Blausäure aktiviert. Nach einer     Stunde    Be  handlung     wurde    analysiert.

    
EMI0008.0022     
  
    Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  /o <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,62 <SEP> 0,35
<tb>  2 <SEP> 0,26 <SEP> 0,28       6.     Dicyandiamid    zersetzt sich beim Er  hitzen in     Melam    und     Melamin,    und zwar bei  einer Temperatur, die nur wenig oberhalb  des Schmelzpunktes (20.3   C) liegt. Das       Melamin    wiederum zersetzt sich in     Melam     und Ammoniak.

   Beim weiteren Erhitzen ver  liert das     1Zelam    Ammoniak und liefert     Melem     und     Mellon.    Ein Produkt, das     überwiegend     aus     Melam    besteht, aber geringe Mengen von       Melem    und     Mellon    enthält, wurde     dargestellt,     indem man nacheinander geringe Mengen von       Dicyandiamid    in einen eisernen Topf ein  führt, der auf ungefähr<B>300'</B> erhitzt ist. Das  erhaltene unreine     Melam    ist eine gelbe, feste  Substanz, welche bei ungefähr<B>600,'</B> subli  miert.  



  Mit dem     Melam    wurden Salzbäder akti  viert, die sich     zusammensetzten    aus A:     Nu-          trium-    und     Ca.lciumchlorid,    und B: Natrium  und     Strontiumchlorid.    Stücke aus S. A. E.       1020-Stahl    wurden während einer Stunde bei  <B>900'</B> behandelt und die Einsatztiefen durch  Analysen bestimmt.  



       Reihe   <I>A:</I>     Badzusammensetzung:        Calcium-          chlorid    67%,     Natriumchlorid        33%.    Aktivie  rung, ungefähr 3 % des     Badgewichtes    an       Melam    werden zu Beginn dem Bade zu  gesetzt. Nach drei Stunden Betrieb werden  zusammen ungefähr 3% des Gewichtes des  Bades     Melam    dem Bad zugesetzt.

    
EMI0008.0054     
  
    <I>Analysen <SEP> der <SEP> behandelten <SEP> Stücke</I>
<tb>  (0,1 <SEP> mm-Schicht)
<tb>  Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /o <SEP> C <SEP>  /' <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,59 <SEP> 0,58
<tb>  2 <SEP> 0,53 <SEP> 0,38
<tb>  3 <SEP> 0,41 <SEP> 0,18
<tb>  4 <SEP> 0,29 <SEP> 0,07
<tb>  5 <SEP> 0,2,3 <SEP> 0,05
<tb>  6 <SEP> 0,211 <SEP> 0,04
<tb>  7 <SEP> 0;0,3     
EMI0008.0055     
  
    <I>Reihe <SEP> B</I>
<tb>  Bad <SEP> Nr.1 <SEP> Nr.2
<tb>  Strontiumchlorid <SEP> 60% <SEP> 80%
<tb>  Natriumchlorid <SEP> 40% <SEP> 20            Aktivierung    ist .die gleiche wie     in*        Reihe    A.

      
EMI0009.0001     
  
    <I>Analysen <SEP> der <SEP> behandelten <SEP> otiielce</I>
<tb>  (0,1 <SEP> mm-Schicht)
<tb>  Bad <SEP> mit
<tb>  Schicht
<tb>  60 <SEP> % <SEP> SrClz <SEP> I <SEP> 80 <SEP>  /o <SEP> SrCI:
<tb>  Nr.
<tb>  <B> /  <SEP> C <SEP>  /o <SEP> N <SEP>  /  <SEP> C <SEP>  @</B> <SEP>  
<tb>  1 <SEP> 0,79 <SEP> 0,26 <SEP> <B><I>1</I></B>,06 <SEP> 0,22
<tb>  2 <SEP> 0,76 <SEP> 0,21 <SEP> 0,94 <SEP> 0,21
<tb>  3 <SEP> 0,63 <SEP> 0,12 <SEP> 0,77 <SEP> 0,14
<tb>  4 <SEP> 0,38 <SEP> 0,08 <SEP> 0,48 <SEP> 0,12
<tb>  5 <SEP> 0,25 <SEP> 0,06 <SEP> 0,29 <SEP> 0,10
<tb>  6 <SEP> 0,21 <SEP> 0,04 <SEP> 0,23 <SEP> 0,10       7.

   Ein Bad, das aus 67 %     Calciumchlorid     und 33 %     Natriumchlorid    besteht,     wird    mit       Oxamid    bei<B>900'</B> aktiviert. Um volle Wirk  samkeit zu erhalten, wurden 2 % des Bad  gewichtes an     Oxamid    zugesetzt.  



  Ein Stück S. A. E.     1020-Stahl    wurde  während einer Stunde bei<B>900'</B> C behandelt.       Während    dieser Zeit wurden ungefähr 2     , ;          Oxamid    zugesetzt. Man erhielt die folgenden  Analysen  
EMI0009.0011     
  
    0,1 <SEP> Inm
<tb>  Schicht <SEP> Nr. <SEP>  /  <SEP> C <SEP>  /  <SEP> N
<tb>  1 <SEP> 0,64 <SEP> 0,59
<tb>  2 <SEP> 0,48 <SEP> 0,40
<tb>  3 <SEP> 0,41 <SEP> 0,21
<tb>  4 <SEP> 0,30 <SEP> 0918
<tb>  5 <SEP> 0,2.2 <SEP> 0,09       Ähnliche Resultate wurden zum Beispiel  mit     Hexamethylentetramin    erhalten.  



  Bei Durchführung des Verfahrens nach  der Erfindung sowohl zwecks     Zementation,     Vergütungsbehandlung oder dergleichen, als  auch zwecks anderer Wärmebehandlungen  von Eisen, Stahl oder deren Legierungen  lassen sich in allen Fällen gleichmässige Wir  kungen auch bei längerer Betriebsdauer     fe3t-          stellen.    Die     Zementationsergebnisse    liegen in  der Mehrzahl der Fälle über .den nach bisher  bekannten Verfahren erreichbaren Werten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Wärmebehandlung von Eisen, Stahl und deren Legierungen, da- durch gekennzeichnet, dass die zu behandeln, den Werkstücke in Schmelzbädern, welche organische Stickstoffverbindungen enthalten, der Erhitzung auf 500 C übersteigende Temperaturen unterworfen werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Abwesenheit Sauerstoff abgebender Stoffe im Bade Sorge getragen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Bäder verwendet werden, welche einen Gehalt von nicht weniger als 0,1 und nicht mehr als 2' ö an organischen Stickstoffverbindungen aufweisen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche unter Anwendung fester organischer Stickstoffverbindungen her gestellt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass Bäder verwendet werden, welche unter Verwendung fester satter stofffreier Stickstoffverbindungen her gestellt sind. 5. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche polymerisierte Blausäure als organische Stickstoffverbindung ent halten. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche nicht weniger als 0,1 und nicht mehr als 22r', polymerisierte Blausäure enthalten. 7. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn- zeichnet durch die Verwendunvon ö Bädern, welche ein Gemisch von im we sentlichen Melam und geringen Mengen von Melem und Mellon als organische Stickstoffverbindung enthalten. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und IJn- teranspruch 2, gekennzeichnet dureli die Verwendung von Bädern, -welche ein Gemisch von im wesentlichen Melam und geringen Mengen von Melem und Mellon als organische Stickstoffverbindung in Mengen von nicht weniger als 0,1 und nicht mehr als 27o enthalten. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Inbetriebnahme der Bäder die zu behandelnden Werk stücke erst nach Beendigung der durch Einsatz der organischen Stickstoffverbin dungen hervorgerufenen Aufschäumung erfolgt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche im wesentlichen aus iner- ten Salzen bestehen. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 10, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche im wesentlichen aus Alkalichloriden be stehen. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 10, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche im wesentlichen aus Erdalkalichloriden be stehen. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Vn- teranspruch 10, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche im wesentlichen aus Alkalichloriden und Erdalkalichloriden bestehen. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Zementa- tionsbehandlung die zu behandelnden Werkstücke der Erhitzung auf 700 übersteigende Temperaturen unterworfen werden. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass .die Werkstücke einer Erhitzungs- behandlung zwischen 700 und<B>9:50'</B> un terworfen werden. 16. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zweck .s Zementations- behandlung organische Stickstoffverbin dungen enthaltende Bäder verwendet werden, welche neben inerten Salzen noch zementierende Mittel enthalten. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch und L n teranspruch<B>16,</B> gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche neben inerten Salzen noch Alkalicyanid ent halten. 18. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 16, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche neben inerten Salzen noch Kalkstickstoff ent halten. 19. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1.6, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche neben inerten Salzen noch feinverteilte Kohle enthalten. 20.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Zementa- tionsbehandlung Bäder verwendet werden, welche noch zementationsbeschleunigende Zusätze enthalten. 21. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 16 und 20, gekennzeich net durch die Verwendung von Bädern, welche zementierende Mittel und zemen- tationsbeschleunigende Mittel enthalten.
    22, Verfahren nach Patentanspruch und En teransprüchen 10, 16, 2,0 und 21, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Bädern, welche im wesentlichen aus iner- ten Salzen bestehen und ausser organi schen Stickstoffverbindungen noch zemen tierende Mittel und zementationsbeschleu- nigende Zusätze enthalten. 23.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 10, 16, 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zu zementierende Gegenstände in Bädern, welche im we sentlichen aus inerten Salzen bestehen und neben organischen Stickstoffverbin dungen noch zementierende Mittel und zementationsbes-chleunigende Zusatzstoffe enthalten, einer Erhitzungsbehandlung oberhalb 800 unterworfen werden.
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