CH177765A - Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern. - Google Patents
Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern.Info
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Description
Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern. Beim Fernsehen mit Braunscher Röhre als Empfänger wird der bildschreibende Ka thodenstrahl periodisch in Richtung der bei den Koordinaten des Bildfeldes auf elektro statischem oder magnetischem Wege ab gelenkt. Diese Bewegungen müssen vom Sender her in richtiger Frequenz und Phase gesteuert, das heisst synchronisiert werden.
Die Ablenkspannungen bezw. Ablenkströme sollen die bekannte Sägezahnform nach Fig.1 haben, wodurch die Lichtfleckverschiebung während der Zeit T zeitproportional erfolgt und der Strahl in einem kurzen bildfreien Intervall .I auf .den Ausgangspunkt zurück kehrt. Der Abstand S ergibt die Bildzeile.
Man kann hierbei gemäss Fig. 2 .das Zu geständnis machen, dass der Sägezahn eine gewisse Abrundung erfährt, was gleich bedeutend ist mit der Beseitigung einer Reihe von Oberschwingungen höherer Ordnungs zahl der Grundfrequenz l /T. Dieses Zu geständnis bedeutet praktisch, dass von der Zeilenlänge (bezw. von der Bildhöhe) ein: ge wisser Anteil N/Z geopfert wird. Der Ver lust von 5 bis 10% ist praktisch zulässig.
Die Ablenkung des Kathodenstrahls er folgte bisher durch solche möglichst säge- zahnförmigen Schwingungen zweier Kipp- kreise, die aus Kondensator, Aufladewider- stand und Entladeröhre bestanden. Der für diese Anordnungen in der Praxis benö tigte Aufwand an Schaltelementen, Röhren, Netzanschlussteilen usw. war erheblich und verteuerte das Empfangsgerät wesentlich.
Zweck der Erfindung ist, den genannten grossen Aufwand an Mitteln beim Empfänger durch ein einfacheres Synchronisierverfahren zu vermindern.
Die Erfindung geht davon aus, dass es für Fernsehdarbietungen stets erwünscht ist, die akustische Begleitung zu übertragen. Hierzu wird eine besondere Tonträgerwelle ausgestrahlt, die mit Musik oder Sprache moduliert ist. Die Ausführbarkeit der Erfin- dung beruht darauf, dass man für gute akustische Qualität mit einem Frequenzband bis zu etwa 4000 Hz. hinauf auskommt. Bei den heutigen Fernsehbildern mit 180 Bild zeilen und 25 Bildern in der Sekunde liegt die Zeilengrundfrequenz 1/T bereits bei 450.0 Hz.
In naher Zukunft ist jedoch damit zu rech nen, dass sowohl die Zahl der Zeilen, als auch die der Bildwechsel erhöht wird. Die Zeilen- grundfrequenz wird daher künftig in bezug auf das akustische Frequenzband, selbst wenn dieses bis über 4000 Hz. hinaus aus gedehnt werden sollte, soweit verschoben sein, dass ihre Trennung von diesem mit ver hältnismässig einfachen Siebmitteln möglich ist.
Unter dieser Voraussetzung ist die der Erfindung zugrunde liegende Überlegung folgende: Beim Bildempfänger ist weniger die Herstellung der Bildfrequenz als viel mehr die der Zeilenfrequenz kritisch. Die zur Querverschiebung :
der Zeile dienende Bildfrequenz kann in der richtigen Kurven form entweder durch Fernsynchronisierung eines relativ trägen Kippschwingungskreises oder aus dem Wechselstrom-Lichtnetz über Verzerrungsmittel verhältnismässig bequem gewonnen werden, weil dabei für den Rück lauf des Kathodenstrahls, .der sich über die Dauer einiger Bildzeilen erstrecken darf, noch keine hinderlichen Zeitkonstanten auf treten.
Ferner ermöglicht die Erfindung in bezug auf die Herstellung der Querablen kung weitere, später erörterte Vereinfachun gen. Schwierig und aufwandbedingen.d war dagegen bisher die Erzielung eines genügend raschen Rücklaufes des Lichtfleckes in der Zeilenbahn, weil dafür als Intervall nur die Grössenordnung 10-5 Sekunden oder noch weniger zur Verfügung steht. Diese Forde rung bedingte nämlich eine Kippröhre von hoher momentaner Stromdurchlässigkeit oder zu deren Ersatz einen ziemlich komplizier ten Röhrenaufbau.
Hier setzt nun, die Erfindung ein. Erfin dungsgemäss wird die 3ägezahnkurve für die Zeilenfrequenz nicht erst beim Empfänger erzeugt, sondern, etwa in der Form der Fig. 2, vom Sender zum Empfänger auf der Tonträgerwelle übertragen. Das heisst die Tonträgerwelle wird ausser durch die Musik oder Sprache noch durch das Frequenz gemisch einer @Sägezahnkurve, zum Beispiel gemäss Fig. 2, moduliert.
Im Empfänger kann folgendermassen vorgegangen werden: Nach der Demodulation wird die gleich gerichtete Trägerfrequenz ausgefiltert, das akustische Frequenzband durch Siebmittel getrennt und mit der zurückgewonnenen, rein niederfrequenten Sägezahnkurve :das Gitter eines Leistungsrohres gesteuert.
Dieses bringt bei elektrischer Ablenkung die erforderliche Sägezahnspannung unmittelbar .am Anoden widerstande hervor, dem die Ablenkplatten parallel geschaltet werden, während bei magnetischer Ablenkung .der entsprechend geformte Anodenstrom selber, und zwar ganz oder zu einem Bruchteil, die Feldspule durch fliesst. Somit fällt die Herstellung der Säge zahnkurve durch Kippanordnungen im Emp fänger weg, und es können alle dafür bisher notwendigen Mittel entbehrt werden.
Die .zusätzliche Modulation durch die Zeilengrundfrequenz und deren Harmonische, die zusammen die resultierende Sägezahn form ergeben, bedingt natürlich theoretisch eine nicht unerhebliche Verbreiterung des Frequenzbandes der Tonträgerwelle. Da man indessen gemäss Fig. 2 die Kurve erheblich abrunden kann, kommt man in der Praxis mit einem Bande von etwa <B>50000</B> Hz. aus.
Die Konstanz der Phasenlage der Säge zahnkurve zu dem auf einer andern Welle übertragenen Bilde ist bei Anwendung von Ultrakurzwellen gewährleistet, solange sich der Empfänger für beide Wellen, die Bild- trägerwelle und die Tonträgerwelle im direkten Strahlungsfelde beider Sendeanten nen befindet.
Dadurch ist dann ohne wei teres .sichergestellt, dass die Zeilenanfänge sich in richtiger zeitlicher Lage zu den von der Bildträgerwelle übertragenen Gruppen der Helligkeitsmodulation befinden, das heisst das Bild richtig in seinem Rahmen steht.
Indem gemäss der Erfindung die Bild trägerwelle nicht zusätzlich mit Zeilensyn- chronisierfrequenzen oder -impulsen modu liert wird, kann die Leistung des Bildsenders restlos für die Übertragung der Bildmodula tion ausgenutzt und so .die Reichweite der Sender unter sonst gleichen Bedingungen vergrössert werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung be steht darin, dass die richtige Kurvenform der Sägezahnkurve beim Sender erzeugt werden kann und beim Empfänger nur eine ver zerrungsfreie Verstärkung derselben stattzu finden 'braucht. Die Herstellung beim Sen der kann mit normalen Kippschaltungen er folgen, die mit der Funktion des Bild- zerlegers in richtiger Phase gekoppelt sind.
Sehr einfach lässt sich die benötigte Kurve auch auf lichtelektrischem Wege gewinnen, indem man zum Beispiel die Lochscheibe des Bildzerlegers mit einer der Zeilenzahl ent sprechenden Folge von dreieckförmigen Aus schnitten versieht, die an einer linearen, etwa schlitzförmigen Lichtquelle vorbei rotieren, so dass die auf eine Photozelle fallende Licht menge in der Kurvenform des .Sägezahnes schwankt. Die gewünschte Abrundung des selben wird dann bequem durch Einstellung der Schlitzbreite der Lichtquelle relativ zur Grösse des Dreieckausschnittes dosiert.
Wird wie vorstehend die abgerundete Sägezahnkurve nach Fig. 2@ als Zeilenfre quenz phasenstarr auf der Tonträgerwelle übermittelt, so sind selbstverständlich auch der sonderseitige und der empfängerseitige Lichtfleck längs der Zeile stets zwangläufig in Phase miteinander.
Erfahrungsgemäss lässt sich dann auch die Anordnung für .die Quer ablenkung des Kathodenstrahls im Takte des Bildwechsels vereinfachen. Lässt man näm lich am Ende jedes Bildes, das heisst zur Zeit nach je 180 Sägezähnen, ein Intervall von einigen Sägezähnen ausfallen, das heisst die den Lichtfleck in;
Richtung der Bildzeile ab lenkende elektrische Grösse auf dem Null wert der Ablenkung verbleiben, während gleichzeitig :der Strom des Bildsenders und damit der Lichtfleck des Empfängers auf Dunkel getastet wird, so kann eine nicht synchronisierte Kippschwingung beim Emp- fänger so eingestellt werden, dass sie in dieses bildfreie Intervall hineinfällt und damit das Zurückspringen des bildschreibenden Licht- fleckes im richtigen Augenblick unsichtbar vor sich geht.
Man benötigt dazu die nor malen Mittel, nämlich Gleichstromquelle von genügender Spannung, Aufladewiderstand, Kondensator und Kippeinrichtung in Gestalt einer Entladungsröhre, die zweckmässig und am einfachsten eine Glimmlampe ist.
Um noch den Aufwand für eine zusätz liche Phasenregelung dieser unabhängigen Kippschaltung zu vermeiden und die richtige Phase zwangläufig zu erhalten, kann man wie folgt verfahren: Als Entladeröhre für den Kondensator der Kippschaltung wird ein Glimmrelais oder ein Thyratron benutzt, das heisst ein gashaltiges Rohr mit beson derer Zündelektrode und kalter oder glühen der Kathode.
Die Gleichstromstösse der Zeilen-Sägezahnkurve laden die passend vor gespannte Zündelektrode (Gitter) des genann ten Rohres über ein Zeitkonstantengliedge- eigneter Grösse negativ .auf und sperren so die Zündung bis zu dem Augenblick, wo am Ende jedes Bildes die Sägezähne für kurze Zeit aussetzen und damit auch .die Zufuhr negativer Ladung durch diese unterbleibt. Es kann dann die positive Aufladung der Zündelektrode von einer .Spannungsquelle her beginnen, so dass nach einer .einstellbaren Zeitdauer die Entladung des Kondensators über die :gezündete Röhre erfolgen muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Synchronisierung von Fernsehbildern einer Braunsehen Röhre unter Benutzung einer neben der Bildträgerwelle ausgesandten besonderen Tonträgerwelle, ,da durch gekennzeichnet, dass die Tonträger welle ebenso wie die Bildträgerwelle im Ultrakurzwellenbereich liegt und die erstere ausser durch die Musik oder die Sprache mit der Zeilenfrequenz in Sägezahnform modu liert ist, wodurch eine besondere Kippschal- tung für die synchrone Zeilensteuerung im Empfänger wegfällt.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Ver minderung der Frequenzbandbreite der modulierten Tonträgerwelle die Sägezahn kurve um den Betrag abgerundet ist, der von der- Breite des Empfangsbildes ge opfert werden kann. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger nach Demodulation der Tonträgerwelle das von dem akusti schen Frequenzband durch Siebmittel ab getrennte, die Sägezahnkurve darstellende Frequenzgemisch in Gleichstromverstärker- schaltung auf ein Leistungsrohr wirkt, dessen Anodenkreis die benötigte form gerechte Spannungs- .oder Stromkurve für die Ablenkung entnommen wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch Her stellung der Sägezahnkurvg beim Sender mit Hilfe einer mit dem Bildzerleger in richtiger Phase gekoppelten Kippschal- tung. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, .gekennzeichnet durch die Herstellung der Sägezahnkurve beim Sen der auf lichtelektrischem Wege, indem man dreieckförmige Ausschnitte der Bild zerlegerscheibe an einer linearen Licht quelle geeigneter Breite vorbei rotieren und die durchgelassene, in der Periode des Zeilenwechsels veränderliche Lichtmenge auf eine Photozelle einwirken lässt. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Bildfrequenz beim Empfänger eine nichtsynchronisierte Kippschaltung dient, deren Kondensator entladungen in ein sägezahnfreies Inter vall von wenigen Zeilen Dauer am Ende jedes Bildes hineinfallen. 6.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch ge kennzeichnet, d@ass während des sägezaUn- freien Intervalls die .den bildschreibenden Lichtfleck in der Zeilenrichtung ab lenkende elektrische Grösse auf dem Null wert :der Ablenkung gehalten und der Bildsender während dieser Zeit auf den Dunkelwert, das heisst Verschwinden des empfängerseitigen Lichtfleckes getastet wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der selbsttätigen Intritt- haltung .des Fernbildwechsels mit dem senderseitigen Bildzerleger .die Gleich stromstösse der Sägezähne das Entladerohr des Kippkondensators für den Bildwechsel durch negative Aufladung seiner Zünd- elektrode verriegeln, so :dass die Zündung, die durch positive Aufladung dieser Elektrode mit passender Zeitkonstante er folgt, in das sägezahnfreie Intervall ver legt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1934
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- 1934-10-11 CH CH177765D patent/CH177765A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB430463A (en) | 1935-06-19 |
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