CH177791A - Zweizylinder-Betätigungseinrichtung für hydraulische Fahrzeugbremsen. - Google Patents

Zweizylinder-Betätigungseinrichtung für hydraulische Fahrzeugbremsen.

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CH177791A
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Kebrt Jan
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Description


      Zweizylinder-Betätigungseinrichtung    für hydraulische Fahrzeugbremsen.    Die Erfindung bezieht sich auf Betäti  gungseinrichtungen für hydraulische Fahr  zeugbremsen, wie sie insbesondere bei Kraft  fahrzeugen verwendet werden. Bei Betäti  gungseinrichtungen dieser Art     ist    es be  kannt, zwei     koachsial        zueinander        angeord-          netq    Zylinder     von,        verschiedenen,    Durchmessern  vorzusehen,

   von     welchen    entweder nur der  grössere oder bei Einleitung der Bremsung  beide Zylinder zusammen zum möglichst  raschen Anfüllen der zu den Bremszylindern  führenden     Leitung    und     dieser    selbst dienen,  um die Bremsbacken an die Bremstrommeln  anzulegen,

   worauf die zur     Hervorrufung        des     gewünschten Bremsdruckes erforderliche  Flüssigkeit lediglich durch den Kolben im  kleineren Zylinder in die Bremszylinder ge  presst     wird.    Dabei ist die Bremsleitung     ge-          wöhnilich    .direkt an den     kleineren    Zylinder  angeschlossen und dieser mit dem grösseren  Zylinder     mittelst    Öffnungen verbunden, wel  che geschlossen     werden,    sobald die Brems  backen an die Bremstrommel angelegt sind,    damit dann die     Flüssigkeit    nur aus dem klei  neren Zylinder     in    die Bremszylinder ge  drückt wird.

   Bei fortgesetzter Bewegung des  Kolbens im ,grösseren Zylinder muss der Über  schuss an Flüssigkeit aus .diesem Zylinder     in     den     Flüssigkeitsbehälter    zurück befördert  werden. Zu diesem Behufe sind der grössere  Zylinder und der     Vorratsbehälter    über     ein          Ventil    verbunden, welches bei Erreichung       eines        bestimmten    Druckes den     Übertritt    von  Flüssigkeit aus dem grösseren Zylinder in  den Vorratsbehälter     gestattet.    Die Erfindung  besteht nun darin,

   dass diesem     Rückschlag-          ventil    ein hydraulischer Widerstand, zum       Beisspiel    in Gestalt     einer        kalibrierten    Bohrung,       vorgeschaltet    ist.  



  Der Vorteil dieses hydraulischen Wider  standes besteht .darin, dass die Bremswirkung  sicherer gestaltet wird. Während nämlich bei  normalem     Betriebe    das     Rückschlagventil    erst  bei Erreichung des     Betriebsdruckes    in den       Bremzylindern    öffnet, tritt zum Beispiel bei  zu     plötzlichem    oder zu kräftigem Betätigen      des Bremshebels oder dann, wenn der     Quer-          schritt    zu der zu den     Bremszylindern    führen  den Leitung durch irgendwelche Umstände       eingeengt    ist, oft der Fall ein,

       dass    der Druck  im     Füllungszylinder,    der stets kleiner ist als  der     Betriebsdruck    in den     Bremszylindern,     über seine normale Grösse ansteigt, so dass  bei den     bisherigen        Einrichtungen    das     Rück-          schlagventil    noch vor Erreichung .des Be  triebsdruckes in den Bremszylindern     Druck-          flüssigkeit    in den Vorratsbehälter abströmen  lässt.

   Diese in den Vorratsraum     vorzeitig    ab  strömende Flüssigkeit geht dabei für das       Füllen    der     Bremszylinder    verloren und dieser  Verlust     bedeutet    eine     Verzögerung    der Brem  sung.  



  Der oben geschilderte Nachteil der bisher  bekannten     Betätigungseinrichtungen    für hy  draulische Fahrzeugbremsen soll durch den  vorgeschalteten hydraulischen     Widerstand     beseitigt werden, welcher dazu     bestimmt     ist, die Flüssigkeit bei normalem     Betrieb    am  Durchströmen durch das     Rückschlagventil     nicht zu     verhindern,    dagegen die Flüssigkeit  bei plötzlichem Andrang zum     Rücksch.Iag-          ventil    zu stauen, so dass das vorzeitige Über  strömen,

   von Flüssigkeiten in den Vorratsraum       verhindert    oder wenigstens     verzögert        wird     und das Bremsen in jedem Fall ohne Verlust  an Druckflüssigkeit     erfolgen    kann.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der erfindungsgemässen     Betätigungs-          einrichtung    für hydraulische Fahrzeugbrem  sen dargestellt.     Fig.    1 zeigt einen     achsialen     Schnitt und     Fig.    2 einen senkrecht zur  Achse durch den Behälter und die     Zylinder     geführten     Schnitt;        Fig.    8 ist ein     Schnitt     durch das Ansaugventil.  



  Bei der gezeichneten     Einrichtung    bewegt  sich der     Füllungskolben    1 in .dem Zylinder  2, in welchem auch der     Druckzylinder    3       koachsial    dazu untergebracht ist. Der Druck  kolben 4     ist    mit dem Kolben 1 verbunden,       entweder    fest oder so,     däss    eine geringe     ach-          siale    Bewegung der Kolben 1 und 4 gegen  einander möglich ist.

   Der     Druckkolben    4 ist  durch die     Manschette    5     abgedichtet,    wäh  rend     zur        Abdichtung    des     Füllungskolbens       mit Rücksicht auf den niedrigen Füllungs  druck die Kolbenringe 6 genügen. Bei der       Betätigung    des Fuss- oder Handhebels .dreht  die Zugstange den     Hebelarm    8 in der Rich  tung des     Pfeils    7     um,die    Welle 9.

   Dadurch  werden der Kolbenkopf 10     -und    ,die Kolben 1  und 4 abwärts bewegt, wodurch in den Zy  lindern 2 und 3 eine     bestimmte    Erhöhung  des Druckes erzielt     wird    und eine Bewegung  der Flüssigkeit vor sich geht. Zu Beginn der  Bewegung tritt die Flüssigkeit aus dem Zy  linder 2 .durch Öffnungen 11 in den Zylinder  3 und zusammen mit der aus diesem Zylin  der durch den Kolben 4 herausgedrückten  Flüssigkeit über den Raum 12 in die Druck  leitung 14, durch welche die     Bremszylinder     an den Rädern gefüllt werden.  



  Während der Bewegung des Kolbens 4  nach unten schliesst die Manschette 5 in  einer     bestimmten    Lage die Öffnungen 11 ab.  Die örtliche Anordnung der     Öffnungen    11  ist so getroffen, dass die bis zum Abschluss  dieser Öffnungen     tatsächlich    verdrängte       Flüssigkeitsmenge    ausreicht, um die Brems  backen ohne besonderen Druck gegen die  Bremstrommel anzulegen. Während der wei  teren Bewegung der Kolben tritt die Flüssig  keit aus dem Zylinder 2 .durch den Kanal 16  und das Ventil 17 in den Raum 12 und in  die     Leitung    14.

   Diese Bewegung dauert so  lange an, bis der     Druck    im Zylinder 2 eine       bestimmte    Grösse erreicht hat, welche dem       gewünschten    Füllungsdruck .entspricht. Nach  Erreichung dieses Druckes öffnet sich ein       Rückschlagventil    20 und die     Flüssigkeit    be  ginnt     in    den     Behälter    15 überzufliessen.       Gleichzeitig    schliesst sich das Ventil 17.  



  Dieses     Rückschlagventil    20,     welches    den  Überlauf des     Überschusses    an Flüssigkeit in  den Behälter     gestattet,    ist in der Spindel des       Ansaugventils    18 untergebracht, welches ein  Ansaugen von Flüssigkeit beim Rückwärts  gang der Kolben ermöglicht.  



  Dem     Rückschlagventi'l    20, welches eine  von der Feder 21     niedergedrückte,    in einer       Bohrung    der Spindel des     Ventils    18 ange  ordnete Kugel aufweist, ist eine     kalibrierte     Bohrung 22 vorgeschaltet, von welcher die      Flüssigkeit durch die Bohrung 23 zum Ven  til 20 und durch die Bohrungen 24 in den  Behälter 15 fliessen kann.  



  Beim Loslassen des Bremshebels wird der  Hebelarm 8 durch die Feder 25 in die Aus  gangslage zurückgeführt, wobei zu Beginn  dieser Bewegung bei geschlossenen Öffnun  gen 11 der Ventilkörper 26 des     Ansaug-          ventvls    18 sich abhebt und der Kolben 1  Flüssigkeit aus dem Behälter 15 ansaugt.  Beim Rückgang des     Kolbens    4 füllt sich der  Zylinder 3 mit der Flüssigkeit, die durch die       federbeeinflussten    Bremsbacken verdrängt  wird.

   Die Feder 27 des Ventils 18 ist so ein  gestellt, dass sie nur genügt, um das Gewicht  des Ventilkörpers 26 einschliesslich ,der mit  ihm verbundenen Teile zu tragen, weshalb  der Unterdruck zur Betätigung des Ansaug  ventils klein ist und     ein        Durchsaugen    von  Luft durch den Spalt zwischen Kolben 1  und     Zylinder    2 nicht zu befürchten ist.  



  Die Linie 19 gibt den normalen Flüssig  keitsstand im Behälter 15 an. Der niedrig  ste Flüssigkeitsstand ist durch die Bohrungen  24 bestimmt, die immer unter Flüssigkeit  behalten sein müssen.  



  Die     kalibrierte    Bohrung 22     kann    durch  irgend einen andern hydraulischen Wider  stand ersetzt sein. Ebenso braucht das Rück-         schlagventil    20 nicht gerade als Kugelventil  ausgebildet zu sein.  



  Der Zylinder 3 ist vorteilhaft mit Rück  sicht auf die Erzeugung in den Kopf     33    ein  geschraubt, der an einem Flansch des Fül  lungszylinders 2 befestigt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Betätigungseinrichtung für hydraulische Fahrzeugbremsen, mit einem Fwllungs- und einem Druckkolben, die in zueinander ko- achsialen Zylindern verschiedenen Durchmes sers angeordnet sind, von denen der Fül lungszylinder mit grösserem Durchmesser zwecks Regelung des Betriebsdruckes in den Bremszylindern mit dem Vorratsraum über ein Rückschlagventil verbunden ist, -dadurch ,gekennzeichnet, dass dem Rückschlagventil (20) ein hydraulischer Widerstand vor geschaltet ist.
    UNTERANSPRUCH: Betätigungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (20) samt dem hydrauli schen Widerstand in der Spindel des beim Ansaugen der Flüssigkeit aus dem Vorrats raum :selbsttätig sich öffnenden Ansaugven tils (26) untergebracht ist.
CH177791D 1933-07-17 1934-07-16 Zweizylinder-Betätigungseinrichtung für hydraulische Fahrzeugbremsen. CH177791A (de)

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