CH177933A - Verfahren zur Erzeugung von Keimpflanzen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Keimpflanzen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Keimpflanzen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von insbesondere als Futtermittel verwendbaren Keimpflanzen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich, wobei das Keim gut wiederholt mit Nährlösungen getränkt wird.
Aus Keimpflanzen bestehende Futter mittel werden viel besser verdaut und in weit höherem Masse zum Aufbau des Or ganismus ausgenutzt, als dies bei Körner futter der Fall ist, da die Nährstoffe in der durch die Keimung entstandenen Pflanze viel besser aufgeschlossen sind, als in dem un- gekeimten Samen.
Erfahrungsgemäss wird Körnerfutter nur zu 50-55% verdaut, da- gegen werden Keimpflanzen zu 90-95% verdaut.
Nach der Erfindung wird das Keimgut zwecks Abkürzung der Wachstumsperiode, au sser der Einwirkung von Nährlösung auch noch der Einwirkung von elektrischem Schwach strom ausgesetzt. Der zur Verwendung ge- langende Schwachstrom wird dadurch erzeugt, dass das leimgut zwischen zwei leitend mit einander verbundene Metalle verschiedenen Einzelpotentials als stromerzeugende Elek troden angeordnet wird und der Nährlösung Elektrolytsalze zugesetzt werden.
Infolge dessen wird über das mit Nähr- und Elek- trolytsalziösung getränkte Keimgut ein elek trischer Stromkreis geschlossen, da das feuch te Keimgut auf die als Elektroden dienenden Metalle verschiedenen Einzelpotentials als Elektrolyt einwirkt. Für die Wachstums förderung ist es vorteilhaft, wenn keine dauernde Stromeinwirkung auf das Keimgut erfolgt. Die Unterbrechung des Stromkreises kann dadurch erfolgen, dass die Tränkung des Keimgutes in solchen Zeitabschnitten vorgenommen wird, in denen eine Trocknung des Keimgutes erfolgen kann. Durch die eintretende Trocknung wird der elektrische Strom allmählich schwächer und zuletzt der Stromkreis unterbrochen.
Die Unterbrechung des Stromkreises kann aber auch auf mechanischem Wege durch Unterbrechung der Verbindungsleitung der beiden Elektroden vorgenommen werden.
Eine zur Ausübung des Verfahrens die nende Einrichtung ist in einem Ausführungs beispiel auf der Zeichnung perspektivisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Einrichtung gesondert; Fig. 2 zeigt eine Anzahl solcher Ein- richtuiigen in einem gemeinsamen Gehäuse vereinigt.
Zur Aufnahme des Samens r dient ein flacher Kasten a aus stromisolierendem Ma terial, dessen Boden b wasserdurchlässig aus geführt ist. In dem Kasten a sind die Elek troden<I>c, d</I> angebracht. Dieselben sind durch eine Leitung e miteinander verbunden. Die Leitung e kann durch eine Steckervorrichtung f, g unterbrochen oder geschlossen werden. Der Kasten a, b ist in dem flachen Behälter h gelagert, der an das Zu- und Ablaufrohr<I>i</I> angeschlossen ist.
Eine Anzahl Behälter h werden zusam men mit den Kästen<I>a, b</I> zweckmässig in einem wärmeisolierenden Gehäuse k ange ordnet. Auf dem Gehäuse k ist der Nähr flüssigkeitsbehälter l vorgesehen, welcher durch aufklappbare Deckei gra abgedeckt wird. In der Fig. 2 ist der linke Behälter l ohne Deckel dargestellt. Aus dem Behälter l wird die Flüssigkeit über Rohrleitung n und Ven tile o den Behältern h und damit den Kästen <I>a, b</I> zugeführt.
Das Gehäuse k wird durch Türen oder Abdeckplatten q, die zweck mässig mit Schauöffnungen versehen sind, verschlossen gehalten.
Die Einrichtung wird in der Weise be nutzt, dass die Samenkörner r in einer einige Zentimeter hohen Schicht auf dem Boden b der Kästen a gelagert und täglich mehrmals mit einer Pflanzennährstoffe und Elektrolyt salze enthaltenden Lösung getränkt werden. In gleicher Weise wie der Samen r wer den die Keimpflanzen s behandelt. Die in den Kästen a, b angebrachten, stromerzeu genden Elektroden<I>c,</I> d sind von dem Keim gut bedeckt, über welches in feuchtem Zu stande der Stromkreis geschlossen wird. Durch die Trocknung des Keimgutes wird der Stromkreis solange unterbrochen, bis dem Keimgut erneut Flüssigkeit zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Erzeugung von Keimpflan zen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich, wobei das Keimgut wiederholt mit Nährlösungen getränkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Keimgut zwecks Abkürzung; der Wachstumsperiode der Einwirkung von elektrischem Schwach strom ausgesetzt wird, indem der Nähr lösung Elektrolytsalze zugesetzt weiden und das Keimgut zwischen zwei leitend miteinander verbundene Metalle verschie denen Einzelpotentials als stromerzeu gende Elektroden angeordnet wird.II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem Kasten mit flüssigkeitsdurch lässigem Boden, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des aus stromisolierendem Material bestehenden Kastens zwei mit einander leitend verbundene Metalle ver schiedenen Einzelpotentials angeordnet sind, die zusammen mit dem feuchten Keimgut ein elektrisches Element bilden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass narb jeder Trän kung des Keimgutes die Stromerzeugung und damit die Stromeinwirkung durch die ein tretende Trocknung des den Elektrolyten bildenden Keimgutes selbsttätig allmählich schwächer wird und zuletzt ganz aussetzt
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH177933D CH177933A (de) | 1933-05-06 | 1934-05-05 | Verfahren zur Erzeugung von Keimpflanzen aus Samen, ohne Verwendung von Erdreich. |
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|---|---|
| CH (1) | CH177933A (de) |
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1934
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