CH178022A - Einrichtung zum Löschen von Wechselstromhochleistungslichtbögen in Stromunterbrechungsvorrichtungen, insbesondere in Schaltern. - Google Patents

Einrichtung zum Löschen von Wechselstromhochleistungslichtbögen in Stromunterbrechungsvorrichtungen, insbesondere in Schaltern.

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CH178022A
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extinguishing channel
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Einrichtung zum Löschen von     Wechselstromhochleistungslichthögen    in       Stromunterhrectiungsvorrichtungen,    insbesondere in Schaltern.         I,Il@@il          pll,i!I;il       Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zum Löschen von     Wechselstrom-          hochleistungslichtbögen    in     Stromunterbre-          chungsvorrichtungen,    insbesondere in Schal  lern, mit mindestens einem in einem Gasrahm       angeordneten        Löschkanal,    durch den der  Lichtbogen beim Abschalten gezogen wird,  und in dessen mittleren Teil eine Druckgas  leitung mündet.  



  Die Erfindung besteht darin, dass eine  Partie der     Druckgasleitung    als Gefäss ausge  hildet ist zur Aufnahme eines Teils des ge  samten     Löschflüssigkeitsvorrates    der Strom  unterbrechungsvorrichtung, welcher Teil be  stimmt ist, beim Schalten von Druckgas in  den Lichtbogen     ausgestossen    zu werden, und       zwar    derart, dass er spätestens nach Beendi  gung des Ausschaltvorganges vollständig aus  gestossen ist.  



  Die Erfindung ermöglicht eine besonders  gute Löschwirkung zu erzielen, so dass mit    dem vorliegenden Schalter sehr hohe Ab  schaltleistungen unterbrochen werden können,  und zwar mit an sich beliebigen, insbesondere  halbleitenden Flüssigkeiten,     -wie    zum Beispiel  Wasser. Als Druckgas kann- zum Beispiel  Druckluft verwendet werden. Dem Druckgas  kann     vorteilhafterweise    ein geringer Druck  gegeben werden, um den Gegendruck des  Lichtbogens nicht zu hoch ansteigen zu  lassen. Mit einem Druck in der Grössenord  nung von 10 Atmosphären wurden gute Er  gebnisse erzielt.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgegenstandes darge  stellt. In     Fig.    1 ist auf einem Isolator 10 ein  Metallgefäss 11 mit einer Isolierhaube 12 auf  gestellt. Mit dem Metallgefäss 11 ist das fest  stehende Schaltstück 13 leitend verbunden.  Der bewegliche     Schaltstift    14 ist durch  die Isolierhaube 12 hindurchgeführt. Der  Strom wird dem Gefäss 11 und dem damit      leitend verbundenen Schaltstück 1.3 durch die  Leitung 15 zugeführt und aus dem Schalt  stift 14 durch den     Gleitkontakt    16 abgenom  men. 17 ist     eine    Platte aus Isoliermaterial,  welche mit einer zylindrischen engen Boh  rung 18 für den Schaltstift und einer grossen  Öffnung 19 versehen ist und in die Kammer  11, 12 eingebaut ist.

   Die Bohrung 18 bildet  den Löschkanal für den Lichtbogen. In der  Mitte des Löschkanals befindet sich die Mün  dung 20 der     Flüssigkeitszuführungsleitung.     Diese besteht aus dem Rohrkrümmer 2,1. Der  Mündungsquerschnitt 20 erweitert sich rasch  auf den wesentlich grösseren     Querschnitt    des  Rohres '21. Der     Mündungsquerschnitt    20 der  Druckgasleitung 21 soll etwa gleich der  Summe der Querschnitte der beiden Expan  sionsmündungen des Löschkanals 18 sein, aus  denen die Gase aus dem     Lichtbogenraum    in  den umgebenden Gasraum expandieren. Der  Rohrkrümmer kommuniziert durch die enge  Verbindungsöffnung 22 mit dem Vorratsge  fäss 11.

   In der Verbindungsöffnung kann  ein     Rückschlagventil    23, zum Beispiel ein  Kugelventil angebracht sein. Der Spiegel der  Schaltflüssigkeit ist mit 24 bezeichnet. An  das äussere Ende des Rohrkrümmers 2'1 ist  ein     Pressluftbehälter    oder eine     Presslufterzeu-          gungsanlage    angeschlossen. 25 ist ein Aus  puffrohr, 2.6 eine     Ablenkplatte,    welche das  Auswerfen von Flüssigkeit verhindert.  



  Die     Einrichtung        wirkt    folgendermassen;  Die von Hand oder durch einen Magneten er  folgende Auslösung des Schalters bewirkt,  dass völlig selbsttätig zuerst die     Pressgaszu-          führung    zur Druckgasleitung 2'7 freigegeben  und dann der     Schaltstift    14 in der Auslöse  richtung in Bewegung gesetzt wird. Die ver  hältnismässig geringe Flüssigkeitsmenge 2-8 in  dem Rohrkrümmer 21 setzt sich daher sofort  in Bewegung und beginnt schon durch den  Löschkanal 18 auszuströmen, während sich  der     Stift    14 noch in diesem befindet.

   Da der  Stift mit Spiel durch den Löschkanal hin  durchgeführt ist,     steht    dem Ausströmen der  Flüssigkeit ein     bestimmter        Ringquerschnitt          zur    Verfügung. Die Flüssigkeit in dem  Löschkanal     erlaugt    daher     in    dem Löschkanal    eine gewisse     Strömungsgschwindigkeit,    bevor  der Lichtbogen hindurchgezogen wird. Wenn  die Stiftspitze die obere Mündung des Lösch  kanals verlässt, soll die Flüssigkeit aus dein  Rohrkrümmer 21 zweckmässig schon nahezu  ausgestossen sein. In diesem Zeitpunkt befin  det sich die     Löschmittelströmung    in vollem  Gange.

   Anderseits muss, solange der Licht  bogen besteht, noch Flüssigkeit strömen, was  sich durch entsprechende Bemessung des Fas  sungsraumes der Druckgasleitung, der für die  Aufnahme der Flüssigkeit bestimmt ist, er  reichen lässt. Die Unterbrechung des Strom  kreises vollzieht sich in der Regel beim ersten       Stromnulldurchgang    des Wechselstromes, der  stattfindet, während der Lichtbogen durch  den Löschkanal gezogen ist. Die besondere  Güte der Löschwirkung hängt mit der klei  nen     Flüssigkeitsmenge,    welche im Augen  blick der Unterbrechung vorhanden ist, zu  sammen, denn, wie Versuche ergeben haben,  ist das Maximum der Unterbrechungsleistung  immer dann erreicht, wenn die im Unter  brechungsmoment vorhandene Flüssigkeits  menge einen Mindestwert annimmt.  



  Nach der Unterbrechung des Stromkreises  füllt sich der Rohrkrümmer 21 aus dem     Vor-          ,ratsgefäss    11 von selbst wieder mit Flüssig  keit, die durch die     'Öffnung    22 einströmt, so  bald die     Pressgaszuführung    unterbrochen  wurde. Während das     Pressgas    auf die Flüs  sigkeit drückt, ist das     Rückschlagventil    23  geschlossen, so     da.ss    keine Flüssigkeit aus dem  Rohrkrümmer in das Gefäss 11 gedrückt wird.  Der .durch den Lichtbogen aus der Flüssig  keit     entwickelte    Dampf expandiert mit gro  sser Schnelligkeit nach beiden Seiten in den  flüssigkeitsfreien Raum der Kammer.

   Da  sich die untere Öffnung durch die Schräg  stellung der     Lösehkanalachse    in weiter Ent  fernung von     Flüssigkeitsspiegel    24 befindet,       wird    die Expansion auch nach dieser Rich  tung nicht durch die Flüssigkeit gehemmt.  Der Lichtbogen kommt ausserdem mit der  Flüssigkeit in dem Vorratsbehälter nicht in  Berührung, was vorteilhaft ist, da hierdurch  nur eine schädliche Dampfbildung und daher       Gegendruckbildung    entsteht. Durch die Üff-           nung    19 kann der nach unten aus dem     Lösch-          kanal    expandierende Dampf rasch abströmen.  Der Dampf verlässt die Kammer durch das  Auspuffrohr 25.  



  Die Kammer kann unter Umständen auch  ohne Auspuff ausgeführt sein, weil die Ein  richtung mit sehr geringen Flüssigkeits  mengen betrieben werden kann und die Lö  schung in. der Regel schon in der ersten Halb  welle des Wechselstromes erfolgt, so     da.ss     wenig Dampf und daher auch nur ein ge  ringer Gegendruck entsteht.  



  Die Flüssigkeitsoberfläche in dem Be  hälter 11 kann durch eine Platte 29 aus Holz,  Isoliermaterial oder dergleichen     abgedeckt     sein, um zu verhindern, dass durch die heftige  Expansion der Löscheinrichtung die Flüssig  keit aufgewirbelt wird.  



       Fig.    2 stellt ein anderes Ausführungsbei  spiel des Erfindungsgegenstandes dar, bei  dem die in den Lichtbogen gepresste Flüssig  keit auf mindestens zwei in Reihe geschaltete       Löschkanäle    verteilt ist, die derart gespeist  sind, dass die Flüssigkeit frühestens beim  Hindurchgehen des beweglichen Schaltstiftes  durch den letzten     Lichtbogenlöschkanal    aus  den     Löschkanälen    vollständig ausgestossen  wird.  



  110 ist das auf einem Isolator aufgestellte  metallene Schaltgefäss, 111 ist eine Isolier  haube, die auf dem Schaltgefäss aufgesetzt ist  und diese abschliesst. 112 ist das feststehende       ,chaltstück,    das mit dem Metallgefäss 110 lei  tend verbunden sein kann, so dass der Strom  anschluss an der Metallkammer angeordnet  sein kann. 113 ist der bewegliche Schaltstift,  114 ein Gleitkontakt, durch den :der Strom  aus dem Schaltstift abgenommen wird. Die  Löschvorrichtung besteht aus den beiden  Platten 115, 116, die aus einem Isolierstoff  sind und enge zylindrische Bohrungen 117,  118 für den Schaltstift 114 besitzen.

   In den  mittleren Teil dieser     Lichtbogenlöschkanäle     münden die     Flüssigkeitszuführungsleitungen     119, 120, die sieh in einer gemeinsamen Lei  tung 121 vereinigen. Die Leitung 121 ist als  Rohrkrümmer ausgebildet, in dem die Schalt  flüssigkeit bis zur Marke 122 steht. Durch    ein     Rückschlagventil    123 steht das Rohr mit  der Flüssigkeit in der Kammer 110 in Ver  bindung. Die Leitung 124 führt zu einer       Druckgasquelle.    In ihr ist ein geeignetes An  schlussorgan angeordnet, das -durch den Aus  löser des Schalters gesteuert wird. 125 ist ein  Auspuffrohr.

   In den Platten 115, 116 befin  den sich grosse Öffnungen 126,     12"r,    durch. die  der vom Lichtbogen     entwickelte    Dampf ab  strömen kann.     12ss    ist eine Isolierplatte, die  den Flüssigkeitsspiegel abdeckt.  



  Die Einrichtung wirkt folgendermassen:  Durch die Auslösung des Schalters wird .die       Druckgaszuführung    zu dem Rohr 124 geöff  net und die Bewegungseinrichtung für den  Schaltstift 114 in Tätigkeit gesetzt. Die in  der     Druckgasleitung    121 befindliche Flüssig  keit 129 setzt sich sofort in Bewegung und  beginnt durch die     Löschkanäle    117,     11,8    aus  zuströmen, bevor noch die Stiftspitze in den  Löschkanal 117     eintritt.    Etwa wenn die       Schaltstiftspitze    sich mitten in dem     Lösch-          kanal    118 befindet, ist die     Flüssigkeit    12,

  9  vollständig aus den beiden Löschkanälen 117  und 118 ausgestossen. Die Löschung des  Lichtbogens vollzieht sich dann beim ersten       Stromnulldurchgang    des     Wechselstromlicht-          bogens,    der beim oder knapp nach dem  Passieren der     Schaltstiftspitze    durch den       obern    Löschkanal 118 stattfindet.' In diesem  Augenblick ist die Flüssigkeitsmenge, die       sich    in den beiden     Löschkanälen    117 und 118  vor dem     Druckgas    befindet,

   auf ein Minimum  reduziert und die auf en Lichtbogen in die  sen beiden Kanälen     ausgeübte    Löschwirkung  ist bei einem     Maximum    angelangt. Durch die       Hintereinanderschaltung    der beiden     Lösch-          kanäle    wird nun die     Unterbrechungswirkung     so vergrössert, dass auch Stromkreise von sehr  hoher Spannung mit geringer gesamter Licht  bogenlänge unterbrochen werden. Um die  Unterbrechung möglichst zu beschleunigen,  kann die Geschwindigkeit des Schaltstiftes  sehr hoch gewählt werden.  



  Diese Anordnung hat besondere Vorteile  für die Unterbrechung von Stromkreisen sehr  hoher Spannung, wo grössere Löschlängen be  nötigt werden, weil durch die     Unterteilung         der     Lichtbogenlängo    mehrere hintereinander  liegende Stollen des Lichtbogens einer sehr  wirksamen     Löschwirkung    unterworfen sind.  In jeder einzelnen Unterbrechungsstelle ist  nämlich die vor dem elastischen Druckmittel  befindliche Flüssigkeitsmenge im Unter  brechungsmoment auf einen Mindestwert  gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Löschen von Wechsel- stromhochleistungslichtbögen in Stromunter- brechungsvorrichtungen, insbesondere in Schaltern, mit mindestens einem in einem Gasraum angeordneten Löschkanal, durch den der Lichtbogen beim Abschalten gezogen wird, und in dessen mittleren Teil eine Druckgasleitung mündet, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Partie der Druckgasleitung als Gefäss ausgebildet ist zur Aufnahme eines Teils des gesamten Löschflüssigkeitsvorrates der Stromunterbrechungsvorrichtung,welcher Teil bestimmt ist,
    beim Schalten vom Druck gas in den Lichtbogen ausgestossen zu wer den, und zwar derart, dass er spätestens nach Beendigung des Ausschaltvorganges vollstän dig ausgestossen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich beim Ab schalten ein Schaltstift durch den Lösch- kanal mit Spiel hindurchbewegt, so dass die Flüssigkeit schon aus dem Lösch- kanal austreten kann, während sich der Stift noch im Löschkanal befindet. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Druckgas leitung, die jeweils nur die für eine Ab schaltung benötigte Flüssigkeitsmenge enthält, mit dem Vorratsbehälter durch eine Öffnung in kommunizierender Ver bindung steht. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Achse des Löschkanals gegen die Vertikale geneigt ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zufluss- querschnitt der Druckgasleitung an der -Mündung in den Löschkanal etwa. gleich gross ist wie die Summe der Querschnitte der beiden Expansionsmündungen des Löschkanals, aus denen das Gasflüssig- keitsgemisch aus dem Lichtbogenraum in den umgebenden Gasraum expandiert. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass diejenige Par tie der Druckgasleitung, die als Gefäss ausgebildet ist, die Form eines Krüm mers hat. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Lösch- kanal von einer Kammer umschlossen ist, die keine Auspufföffnung besitzt. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Lösch- kanal in einer Schaltkammer mit Hilfe einer die Kammer in zwei Teile teilenden Isolierplatte befestigt ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Flüssig keitsvorratsbehälter unterhalb des Lösch- kanals angeordnet ist, und ein festste hendes Schaltstück so angebracht ist, dass der Ansatzpunkt des Lichtbogens ober halb des Flüssigkeitsspiegels liegt. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, da.ss die Flüssig keit im Vorratsbehälter durch Platten ab gedeckt ist. 0. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die in einer Partie der Druckgasleitung enthaltene Flüssigkeit beim Ausstossen auf minde stens zwei in Reihe geschaltete Lösch- kanäle verteilt ist.
CH178022D 1933-04-28 1934-04-11 Einrichtung zum Löschen von Wechselstromhochleistungslichtbögen in Stromunterbrechungsvorrichtungen, insbesondere in Schaltern. CH178022A (de)

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