CH178039A - Vorrichtung zur Verstärkung von Photoströmen. - Google Patents

Vorrichtung zur Verstärkung von Photoströmen.

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CH178039A
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  • Common Detailed Techniques For Electron Tubes Or Discharge Tubes (AREA)

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  Vorrichtung zur     Verstärkung    von Photoströmen.    Photoelektrische Zellen werden in der  Regel in Verbindung mit     Verstärkereinrich-          tungen    verwendet. Dabei wird gewöhnlich in  den Ausgangskreis der Photozelle ein Wider  stand geschaltet, der so gross sein muss, dass  durch die kleinen Photoströme in diesem  Widerstand ein zur Beeinflussung der Gitter  spannung der     Verstärkerröhre        ausreichender     Spannungsunterschied erzeugt wird. Dieser  hohe Widerstand erschwert im allgemeinen  die Erreichung einer Kopplung mit hoher       Nutzwirkung    zwischen der Photozelle und  dem Verstärker.  



  Zur Vereinfachung der Verstärkung  photoelektrischer Ströme hat man die Photo  zelle und die     Verstärkerröhre    bereits kom  biniert und in einer einzigen Röhre unterge  bracht, wobei die Photokathode mit dem  Steuergitter des Verstärkers und die Anode  der Photozelle mit der Anode des Verstärkers  verbunden werden. Diese Kombination ergab  aber keinen vollständigen Erfolg. Der Auf  bau der Kombination ist ziemlich verwickelt    und es ist eine Abschirmung zwischen dem  photoelektrischen Teil und dem Verstärker  teil erforderlich. Auch kann sinngemäss nur  eine     Hochvakuumzelle    Anwendung finden.  



  Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor  richtung für die Verstärkung von Photo  strömen und bezweckt, auf einfache Weise  eine gute Verstärkung zu erhalten. In der  Vorrichtung gemäss der Erfindung wird eine  gasgefüllte, elektrische Entladungsröhre ver  wendet, die eine Glühkathode, eine Photo  kathode und eine zwischen diesen Kathoden  angeordnete,     gitterartige    Anode enthält. Un  ter einer     gitterartigen    Anode ist hier eine  Anode zu verstehen, die mit einer grossen An  zahl Öffnungen versehen und zum Beispiel  aus einem auf einem oder mehreren Stütz  organen befestigten Draht oder aus einer mit  einer grossen Anzahl Öffnungen versehenen       Platte    besteht.  



  Gemäss der Erfindung wird die     Spannung          zwischen    der Glühkathode und der Anode  (die Anode ist selbstverständlich positiv in      bezug auf die Kathode) derart bemessen, dass       zwischen    diesen Elektroden ein durch Raum  ladung beschränkter Strom fliesst, wozu die  Spannung kleiner als die     Ionisationsspannung     der Gasfüllung gewählt werden muss. Der  Druck dieser Gasfüllung ist zweckmässig ge  ring und kann von der bei gasgefüllten  Photozellen üblichen Grössenordnung, zum  Beispiel 100 bis 125 Mikro     IIg    sein.

   Gleich  zeitig wird die Spannung     zwischen,    der  Photokathode und der Anode derart be  messen, dass die durch Belichtung der Photo  kathode erzeugten Photoströme eine Ionisa  tion der Gasfüllung herbeiführen. Die Span  nung     zwischen    der Photokathode und der  Anode muss dazu grösser als die     Ionisations-          spannung    der Gasfüllung gemacht werden.  



  Unter diesen Umständen verursacht eine  kleine     Änderung    der Emission der Photo  kathode eine grosse Änderung des Stromes       zwischen    der     Glühkathode    und der Anode.  Solange die Photokathode nicht belichtet  wird, erfolgt keine Ionisation des Gases und  wird der Strom zwischen der Glühkathode  und der Anode durch Raumladung be  schränkt. Wenn     nun    Licht auf die Photo  kathode fällt, fliesst ein Photostrom von der  Photokathode zu der Anode, wobei eine Ioni  sation des Gases     stattfindet.    Das Mass der  Ionisation ist dabei von der Grösse des Photo  stromes abhängig.

   Die meisten Ionen ent  stehen in der Nähe der Anode, wo die Ge  schwindigkeit der     Photelektronen    am .grössten  ist. Die positiven Ionen neutralisieren teil  weise die Raumladungen in der Nähe der  Glühkathode. Infolgedessen nimmt der Strom       zwischen    der Glühkathode und der Anode zu,  wodurch eine grosse Verstärkung des Photo  stromes erhalten wird.  



  Die Zeichnung veranschaulicht den Gegen  stand der Erfindung beispielsweise.     Fig.    1  und 2 stellen zwei Entladungsröhren dar, die  in der     Vorrichtung    nach der Erfindung An  wendung finden können, während die     Fig.        ä     und 4 Schaltbilder zweier erfindungsgemässer  Vorrichtungen     sind.    In     Fig.    5 ist das Ver  hältnis zwischen dem Photostrom und dem    Strom zwischen der Glühkathode und der  Anode angegeben.

     Die in     Fig.    1 dargestellte Entladungs  röhre enthält eine     thermionische    Kathode 1,  die zum Beispiel aus einem V-förmigen, mit  Oxyd, zum Beispiel Barium- und     Strontium-          oxyd,    überzogenen Draht besteht. Die Emis  sion dieser Kathode soll hinreichend sein, um  eine Begrenzung des Stromes durch Raum  ladungen zu ermöglichen. Die Anode 2 um  gibt die Kathode 1 und ist entsprechend den  üblichen     Gittern    von     Verstärkerröhren    herge  stellt.

   Die Anode besteht nämlich aus einem  auf zwei Stützstäbe gewundenen     Metalldraht.     Die Elektrode 2 ist von einer zylindrischen  Photokathode 3 umgeben, die mit einer gro  ssen Anzahl Öffnungen 4 versehen ist, die so  gross sind, dass das elektrostatische Feld in  den     Öffnungen    die an der Aussenoberfläche  der Photokathode emittierten Elektronen  nicht verhindert, durch die Öffnungen einzu  treten. Die Photokathode ist in bekannter  Weise mit einer zum Beispiel aus     Cä.sium-          oxyd-Cäsium        #bastehenden    photoelektrischen  Schicht versehen. Die Poldrähte der Glüh  kathode sind mit 5 und 6, die der Anode mit  7 und 8, und die der Photokathode mit 9 und  10 bezeichnet.

   Sämtliche Poldrähte sind in  der Quetschstelle 11     befestigt.    Der Glas  kolben ist mit 12 bezeichnet. Die Röhre ent  hält Gas unter geringem Druck, zum Beispiel  Argon unter einem Druck von 100 bis 125       Mikron.     



  Für sehr genaue Messungen kann eine  Entladungsröhre nach     Fig.    2     verwendet    wer  den, in der Massnahmen getroffen sind, um  zu verhindern, dass durch die Glühkathode  ausgesandtes Licht die Photokathode beein  flusst. Diese Röhre enthält eine aus einem  geraden Draht bestehende Glühkathode 1, die  von der     gitterförmigen    Anode 2 umgeben ist.

    Die Photokathode     .3    besteht aus einer flachen       Platte,    die mit einer photoelektrischen Schicht  bedeckt und derart angeordnet ist, dass die  Glühkathode in der gleichen Ebene wie die  Photokathode liegt, so dass nur der der     Glüh-          kathode    zugekehrte Rand der Photokathode  den von der Glühkathode ausgehenden Strah-           len    ausgesetzt ist. Abschirmung dieses Ran  des kann ferner mittelst eines schmalen  Schirmes 13 erhalten werden, der an den  Ringen 14 der Anode     befestigt    ist.

   Die Photo  kathode befindet sich im     Schatten,    den die  ser Schirm bei Belichtung durch die     Glüh-          kathode    wirft. Auf diese Weise wird die  Photokathode ausschliesslich durch das be  wusst auf die Photokathode geworfene Licht       beeinflusst.     



  In der in     Fig.    3 schematisch dargestellten  Vorrichtung     wird    die     thermionische    Kathode  durch die Batterie 15 gespeist, die eine Span  nung von     1"5    Volt hat. Die Anode 2 wird in  bezug auf die Kathode 1 durch die Batterie  16 auf einer positiven Spannung von 6 V  gehalten, während die Photokathode mittelst  der Batterie 17 von 45 V sowohl in bezug  auf die Anode 2, als auch in bezug auf die  Kathode 1 negativ gemacht ist. Zwischen die  Batterie 16 und ,die Anode 2 ist das     Relais    18  geschaltet. Wenn kein Licht auf die Photo  kathode auftrifft, so wird die Röhre nicht  von Photostrom, sondern nur von einem ge  ringen Elektronenstrom zwischen der Glüh  kathode und der Anode durchflossen.

   Dieser       Strom    wird durch Raumladungen begrenzt  und ist nicht imstande, das Relais 18 zu er  regen. Wenn dagegen die Photokathode be  lichtet wird, so emittiert diese Kathode Elek  tronen, die sich in Richtung der Anode 2 und  der Glühkathode 1 bewegen, die beide positiv  in bezug auf die Photokathode sind.. Die  Spannung zwischen der Anode und der  Photokathode ist erheblich grösser, als die       Ionisationsspannung    des Gases, so dass die  Photoelektronen das Gas ionisieren und posi  tive Ionen erzeugen. Die Anzahl positiver  Ionen ist von der Anzahl der durch die  Photokathode emittierten Elektronen ab  hängig.

   Diese positiven Ionen neutralisieren  einen Teil der     Elektronenraumladung    zwi  schen der Kathode 1 und der Anode     \?.    Ein  verhältnismässig kleiner, von der Photo  kathode 3 ausgehender Photostrom erzeugt  eine hinreichende Menge Ionen, um die  Raumladung wesentlich zu     beinflussen    und  Infolgedessen eine verhältnismässig grosse    Änderung des Elektronenstromes zwischen  der Glühkathode 1 und der Anode 2 herbei  zuführen, der dann imstande ist, das Relais  18 zu erregen.  



       Zn    der     Vorrichtung    nach     Fig.    4, die zum  Beispiel in Fernsehapparaten oder Apparaten  zur Bildübertragung Anwendung finden  kann, ist zwischen die     Batterie    17 und die  Anode 2 die Primärwicklung 19 eines Kopp  lungstransformators geschaltet, wobei die  Spannung der mit 16 bezeichneten Batterie  15 V beträgt. Die     Ausgangsimpedanz    .der  Entladungsröhre ist verhältnismässig klein,  so dass die     Impedanz    des Transformators ge  ring ist und nicht grösser als 2000 Ohm zu  sein braucht.

   Ein solcher Transformator ist  billiger und weniger empfindlich gegen Stö  rungen, als der Transformator mit hoher  Impedanz, der für die auf bekannte Weise  mit     Verstärkerröhren    gekoppelten Photozellen  erforderlich ist.  



       Fig.    5 zeigt eine Kurve 20, die der- Elek  tronenstrom zwischen der Glühkathode und  der Anode als Funktion des Photostromes an  gibt. Der erstgenannte Strom ist als Ordinate  und in     Milliampere    ausgedrückt, während der  Photostrom auf der     Abszissenachse    ange  geben und in Mikroampere ausgedrückt ist.  Im dargestellten Fall korrespondiert ein  Photostrom von 1 Mikroampere mit einem  Elektronenstrom zwischen der Glühkathode  und der Anode von etwa ,3     Milliampere.    Eine  Zunahme des Photostromes bis 3     Mikro-          amperes    verursacht eine Zunahme des Elek  tronenstromes bis 4,2     Milliampere.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Verstärkung von Photo strömen mit einer gasgefüllten elektrischen Entladungsröhre, die eine Glühkathode, eine Photokathode und eine zwischen diesen Ka thoden angeordnete, gitterförmige Anode ent hält, dadurch gekennzeichnet, dass die Span nung zwischen der Glühkathode und !der Anode derart bemessen ist, dass zwischen die sen Elektroden bei Nichtbelichtung der Photokathode ein durch Raumladung be schränkter Strom fliesst, während die Span- nung zwischen der Photokathode und der Anode derart bemessen ist, dass die durch Be lichtung der Photokathode erzeugten Photo ströme eine Ionisation der Gasfüllung der Entladungsröhre herbeiführen.
    UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadureb gekennzeichnet, dass die Photokathode flach und derart angeordnet ist, dass sie mit der Glühkathode in einer Ebene liegt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zwischen der Glühkathode und der Photokathode ein Schirm angebracht, und dass die Photo- Kathode in dem Schatten angeordnet ist, den dieser Schirm bei Belichtung durch die Glühkathode wirft.
CH178039D 1933-09-19 1934-09-14 Vorrichtung zur Verstärkung von Photoströmen. CH178039A (de)

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