CH178129A - Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder Umrichtern. - Google Patents

Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder Umrichtern.

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CH178129A
CH178129A CH178129DA CH178129A CH 178129 A CH178129 A CH 178129A CH 178129D A CH178129D A CH 178129DA CH 178129 A CH178129 A CH 178129A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Einrichtung zum vorzeitigen     Löschen    des Anodenstromes     hei    Gleich-,  Wechsel- oder Umrichtern.    Das Hauptpatent bezieht sich auf eine  Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des  Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder  Umrichtern mit Dampf- oder     Gasentladungs-          strecke    und mit Bogen- oder Glühkathoden,  und mit mindestens einem der Anode unmit  telbar vorgelagerten Steuergitter, beider er  findungsgemäss der Löschvorgang durch die  Beeinflussung der     Quasineutralität    im  Raume zwischen Steuergitter und Anode er  folgt, indem die Summe der Oberflächen  aller,

   gleichmässig über die ganze Gitter  fläche verteilter     Durchtrittsöffnungen    bei  einem Abstand zwischen Anode und Gitter  von der Grössenordnung der mittleren freien       Elektronenweglänge    kleiner als der dritte  Teil der für die Aufnahme des positiven       lonenstromes    aus dem Raume zwischen  Anode und Gitter in Frage kommenden Git  teroberfläche ist. Diese Löschgitter werden  negativ aufgeladen.    Es sind weiter Einrichtungen angegeben  worden, bei denen mit der zu löschenden  Elektrode über einen Kondensator eine Hilfs  elektrode verbunden wird.

   Dieser Konden  sator wird durch besondere Mittel derart  aufgeladen, dass in dem     Zeitpunkt,    in wel  chem die Löschung der Hauptanode erfolgen  soll, die Hilfselektrode positiv gegenüber  der Hauptelektrode ist. Dabei können sowohl  der Hauptelektrode, als auch der Hilfselek  trode Steuergitter vorgelagert sein, welche  gestatten, die     Zündung    des Lichtbogens so  wohl an der Hauptelektrode, als auch an der  Hilfselektrode in einem beliebigen Zeitpunkt  einzuleiten. Versuche mit einer derartigen  Einrichtung haben ergeben, dass verhältnis  mässig grosse     gondensatorleistungen    erforder  lich sind, um die Löschung des Lichtbogens  an der Hauptelektrode periodisch mit den  gebräuchlichen Frequenzen durchzuführen.

    Dies hängt damit zusammen, dass die Steuer-      guter an den Hauptelektroden nach den  heute gebräuchlichen Ausführungen     eine          gewisse    Zeit für die Sperrung der Anoden  benötigen.     _    Bei zu kleiner Kapazität steigt  die Spannung an der eben gesperrten Haupt  anode- so rasch an, dass diese letztere wieder  zündet, wodurch der angestrebte Zweck illu  sorisch wird.

   Es sind deshalb die Kondensa  toren so gross zu wählen, dass der Spannungs  anstieg     zwischen    Haupt- und Hilfselektrode  eine gewisse Steilheit nicht überschreitet,  Gegenstand der Erfindung ist nun eine       Einrichtung    zum vorzeitigen Löschen des  Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder  Umrichtern nach dem Patentanspruch des  Hauptpatentes, bei dem erfindungsgemäss die  Hauptelektroden über Kondensatoren mit  Hilfselektroden verbunden sind, welche pe  riodisch gegenüber der Hauptelektrode posi  tiv aufgeladen werden und welchen ebenfalls  Steuergitter vorgelagert sind.

   Durch die  Einrichtung gemäss der Erfindung wird er  reicht, dass zufolge der Benützung einer  Hilfselektrode, welche über den Kondensator  mit der Hauptanode verbunden ist, der  Strom in der Hauptanode im Verlaufe einer  sehr kurzen Zeit angenähert oder ganz auf  Null gebracht, und auf diese Weise die  Wirkung des der Hauptanode vorgelagerten,  negativ geladenen     Löschgitters    unterstützt  wird,

       indem    auf diese Weise die neutralisie  rende und schädliche Rückwirkung des  Lichtbogens auf die negative Gitterladung  beträchtlich gemildert oder ganz aufgeho  ben     wird.    Umgekehrt erhöht die Wirkung  des     Löschgitters    die     Wirkung    des     Kondensa-          tors,    insofern als sie die zur     vollständigen     Sperrung des Lichtbogens an der Hauptanode  erforderliche Zeit ganz beträchtlich verkürzt,  und dadurch einen rascheren Spannungsan  stieg     zwischen    Hilfselektrode und Hauptelek  trode, das heisst also auch die Verwendung  eines kleineren     Kondensators    gestattet.

   Aus  dieser Erläuterung geht hervor, dass sich  tatsächlich die     beiden    an sich bekannten Mit  tel     gegenseitig    vervollständigen und     ergän-          zen    und damit die Sicherheit der Löschung  des Lichtbogens erhöht     wird.    Diese Erhö-         hung    der Löschsicherheit wirkt sich auch  darin aus, dass sich die für den Gleichrich  ter zulässige Temperatur     bezw.    der im  Gleichrichter herrschende Dampfdruck und  damit das betriebsmässig zulässige     Intervall     zwischen der höchsten und der tiefsten Be  triebstemperatur vergrössert und dadurch den  Betrieb erleichtert.  



  Mit Hilfe der Einrichtung gemäss der  Erfindung ist es möglich, Stromrichter jeder  Art so zu betreiben, dass der von ihnen auf  genommene oder abgegebene Wechselstrom  vor-     bezw.    nacheilenden Blindstrom enthält,  und dadurch das betreffende Netz vom nach  eilenden Blindstrom entlastet wird.  



  In der Zeichnung ist als Ausführungs  beispiel der Erfindung die     Steuerung    eines  ventilgesteuerten     Einphasenwechselstrommo-          tors    dargestellt. Hierin bedeutet     1,den    Trans  formator, 4 die     Statorwicklung,    5 die Rotor  wicklung des Motors, 2 und 3 bedeuten die  beiden Stromrichter, welche sowohl das  Gleichrichten des Stromes, als auch die Ver  teilung desselben auf die sechs Phasen der       Statorwicklung    4 durchführen, und auf diese  Weise gleichzeitig die Rolle des     Kommuta-          tors    am Motor übernehmen.

   10 und 16 sind  ,die beiden der     Statorphase    63 der     Stator-          wicklung    4 zugeordneten Hauptanoden, wäh  rend mit 67 die über Kondensatoren 69, 70  mit den Hauptanoden 10 und 13 verbundene  Hilfsanode, und mit 22 die über Kondensa  toren 71, 72 mit den     Häuptanoden    16 und  19 verbundene Hilfselektrode bezeichnet ist.

    Sowohl den Hauptanoden 10, 13, 16, 19, als  auch den Hilfsanoden 67 und 22 sind Steuer  gitter 11, 14, 20 und 68, 23 zugeordnet,  wovon die     Steuergitter    der Hauptanoden in  besonderer Weise als Löschgitter ausgeführt  sind, welche gestatten, den Lichtbogen an  der betreffenden Hauptanode in einer belie  bigen Spannungsphase zu löschen, während  die Steuergitter 68 und 23 an den Hilfselek  troden 67 und 22 lediglich zur Sperrung  der Anoden, das heisst zur Verzögerung der  Zündung dienen. Die Hilfselektroden 67 und  22 sind über je einen Kondensator mit allen  Hauptanoden verbunden und somit allen      Hauptanoden gemeinsam.

   Den Steuergittern       11,    14, 17, 20 der Hauptanoden können noch  Hilfsgitter 12, 15, 18, 21 vorgelagert wer  den, welche über Widerstände mit der zuge  hörigen Hauptanode verbunden sind, und  welche einmal dazu dienen, das Einsetzen  des Lichtbogens zu erleichtern, und zweitens  die beim Löschen auftretenden Überspannun  gen abzuleiten. Die Hilfselektroden 67 und  22 sind über die     Hilfsventile    37 und 33 mit  den Hilfswicklungen 26 und 27 am Trans  formator 1 verbunden, und werden durch  diese periodisch positiv aufgeladen.

   Der im  Mittelleiter 73 der Sekundärwicklung 28, 29  des Transformators 1 fliessende Gleichstrom  fliesst über die Schleifringe 74, 75 und die       Potorwicklung    5 in den Sternpunkt der     Sta-          torwicklung    4,     fliesst    von hier nacheinander  durch die sechs Wicklungsphasen 61 bis 66  der     Statorwicklung,    und von dort über das  jenige     Steuerventil    2     bezw.    3, dessen Kathode  in dem betrachteten Zeitpunkt die grössere  negative Spannung gegenüber dem Nulleiter  73     bezw.    der Sekundärwicklung des Trans  formators     aufweist.     



  Die Steuerung der Gitter geschieht durch  positive     bezw.    negative     Aufladung    derselben  mit Hilfe der Batterien 38, 40, den Wider  ständen 34 und 41,     sowie    zwei voneinander  unabhängigen Kontaktvorrichtung en, von wel  chen die eine synchron mit der Netzfrequenz.  die zweite synchron mit dem Motor rotiert.  



  Die erstere besteht zur     Ausnützung    der  beiden Halbwellen des zugeführten Wechsel  stromes wiederum aus zwei     Kontaktvorrich-          tungen,    welche eine gegenseitige Verstellung  um 180   elektrisch aufweisen, im übrigen  aber gleich sind und vom gleichen, am  Transformator 42 angeschlossenen Synchron  motor 39 angetrieben werden. Die Kontakt  segmente 54, 56; 53, 58; 52, 57; 51, 59 und  55, 60 rotieren, während die Bürsten 4 7 und  50 zur Stromzuleitung, die Bürsten 46, 49  und 55, 48 zur Stromzufuhr an die Gitter  der Haupt-     bezw.    Hilfsanoden dienen. Die  Segmente 54, 52, 55     bezw.    56, 57, 60 sind  direkt miteinander verbunden.

      Die zweite Kontaktvorrichtung besteht  aus den festen Segmenten 6, 76,     bezw.    7, 77  und den synchron mit dem Motor rotierenden  Bürsten 8, 9. Die äussern     Segmente    6, 7 sind  in sechs Einzelsegmente     unterteilt,    von wel  chen jedes je einer Phase der     Statorwicklung     4 zugeordnet ist.  



  Die Löschung des Lichtbogens in den  Ventilen 2 und 3 geht folgenderweise vor  sich. Setzt man voraus, dass die Hilfselek  trode 22 gegenüber der brennenden Haupt  elektrode 16 über den Kondensator 71 positiv  aufgeladen sei, und das Steuergitter 17 der  Anode 16 sei hierbei noch positiv, das  Steuergitter 23 der Hilfsanode 22 noch ne  gativ aufgeladen, so kann die Hilfselektrode  22 nicht zünden.

   Wenn nun in dem betrach  teten Moment die Spannung in der Sekun  därwicklung 29 von der Kathode 25 zum  Mittelleiter 73, also in der Richtung des  Stromes gerichtet, während die Spannung     in     der der Anode 16     zugeordneten    Phase 63 der       Statorwicklung    4 auf den Nullpunkt zu ge  richtet ist, und es soll in diesem Betriebs  zustand der Lichtbogen an der Anode 16  gelöscht und auf die zu ihr parallel geschal  tete Hauptanode 10 des     Steuerventils    2 um  geschaltet werden, so wird mit Hilfe der       Kontaktvorrichtungen    43, 44, welche von  dem     Synchronmotor    39 über den Transfor  mator 42     synchron    mit der Netzfrequenz ro  tieren,

   gleichzeitig das     Steuergitter    17 der  Hauptanode 16 negativ, das     Steuergitter    11  der Hauptanode 10, sowie auch das Steuer  gitter 23 der Hilfsanode 22 hingegen positiv.  aufgeladen. Da in diesem Moment die Hilfs  elektrode 22 durch den     Kondensator    71 ge  genüber der Hauptanode 16     positiv    aufgela  den ist, fliesst über diese     Hilfselektrode    22 in  dem Moment, wo das Gitter 23 positiv auf  geladen     wird,    ein     Stromstoss    auf die Kathode  25 des     Ventils    3 und über die Anode 16  zurück zum Kondensator 71,

   so dass     infolge-          Ües@sen    der Strom in der Hauptanode 16 ab  nimmt. Gleichzeitig wird durch das nega  tiv geladene     Lös,chgztter    17 das Löschen des  Lichtbogens an dieser Hauptanode 16 herbei  geführt. Dadurch     steigt    nun die Spannung      der Anode 16 im Ventil 3 gegenüber der  brennenden Hilfsanode 22 an und gleich  zeitig auch     .die    Spannung der mit der     Flaupt-          anode    16 verbundenen Hauptanode 10 im an  dern Ventil 2. Da.     gleichzeitig    das dieser  Hauptanode 10 zugeordnete.

   Steuergitter 11  positiv aufgeladen wird; so setzt     nun    der  Strom an dieser     Hauptanode    10 auf die Ka  thode 24 ein, selbst dann, wenn die Span  nung in der     Sekundärwicklung    28 noch  gegen die Kathode hin, dem     Betriebsstrom     also     entgegengerichtet    ist. Auf diese Weise  ist es: möglich, den Lichtbogen -an der Anode  16 vorzeitig zu löschen, während der Licht  bogen an der Hilfselektrode 22 im Moment  des Nulldurchganges ihres     Stromes-        durch     Null erlischt.

   Die     Wiedera-ufladung        des        Kon-          densators    71 erfolgt     unmittelbar    nach dein  Erlöschen der Hilfsanode. Die Neuzündung  der Hilfsanode 22 erfolgt aber erst nach po  sitiver     Aufladung    des     Steuergitters    23, das  heisst nach Ablauf einer vollen Netzperiode.

    Die Stellung der Kontaktapparate 43, 41 ist  so dargestellt, dass' in dem durch die     Skizze     festgehaltenen Moment der Lichtbogen im  Ventil 3, das heisst an der zur Zeit brennen  den Hauptanode 16 gelöscht und an der mit  ihr parallelgeschalteten Hauptanode 10 im  Ventil 2 gezündet     wird,    durch diese zeit  liche Vorlegung ,der Löschung     einest        Ventils          gegenüber    .dem natürlichen Ablöschen wird  der Strom -in der     Primärwicklung    30 des  Transformators.

   1 gegenüber der     Spannang     zeitlich vorgeschoben und auf diese Weise  der vom     Transformator    aufgenommene Strom  gegenüber -der Spannung voreilend,     so.    dass  eine derartige Gruppe als     Blindstromerzeu-          ger        bezw.        Phasenkompensator    arbeiten kann.  



  Aus der oben erläuterten     -Wirkungsweise     geht hervor,     dass    die Wirkung der Lösch  kondensatoren 69, 70, 71 und 72 und die  Wirkung der Löschgitter 11, 14, 17, 20 sich  gegenseitig unterstützen und ergänzen, indem  mit Hilfe der     Löschkondensatoren    der     Strom       an den Hauptanoden momentan vermindert,  und die     Löschwirkung    der Gitter dadurch er  höht wird,

   während umgekehrt durch die sehr  rasche     Löschwirkung    der     Gitter    ein steilerer       Spannungsanstieg    an den Hauptanoden     züi-          g        o        elassen        werden        kann,        was        auf,die        erstre-          benswerte    Verkleinerung der     Kondensa        tor-          kapazität    hinausläuft.

   Erst durch die Kom  bination der beiden Massnahmen ist eine  sichere Löschung des     Lichtbogens-    in     belicbi-          ger    Spannungsphase gewährleistet und  gleichzeitig eine     Vergrösserung    des betriebs  mässigen     Intervalles    zwischen der höchsten  und der tiefsten Temperaturdes Quecksilber  dampfventils zulässig. Es ist ohne weiteres  selbstverständlich, dass jeder Hauptanode eine  besondere Hilfsanode zugeordnet werden  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder Umrichtern nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass .die Hauptelektroden über Kondensatoren mit Hilfselektroden verbunden sind, welche pe riodisch gegenüber der Hauptelektrode posi tiv aufgeladen werden und welchen ebenfalls Steuergitter vorgelagert sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung na-eh Patentanspruch, da,- durch gekennzeichnet, dass die Lösehkon- densatoren über eine Hilfswicklung und Hilfsgleichrichter periodisch aufgeladen werden.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, da. ,durch gekennzeichnet, dass den Hauptano- den noch vorgelagert sind, welche zur Zündung ,des Lichtbogens und zur Ableitung der Überspannungen die nen.
CH178129D 1932-12-24 1933-12-21 Einrichtung zum vorzeitigen Löschen des Anodenstromes bei Gleich-, Wechsel- oder Umrichtern. CH178129A (de)

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